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Wroński, Paweł
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Unwürdiges Gedenken an Smolensk-Unglück
Polen hat am Sonntag des verstorbenen Präsidenten Lech Kaczyński und weiterer 95 Vertreter des polnischen Staats gedacht, die vor einem Jahr beim Flugzeugabsturz in der russischen Stadt Smolensk gestorben sind. Doch die Atmosphäre war eines Gedenktags nicht würdig, kritisiert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza angesichts der Schmähungen gegenüber polnischen und russischen Spitzenpolitikern: "Was haben denn solche Losungen, die vor der Botschaft Russlands und vor dem Präsidentenpalast in Warschau ausgerufen worden sind, mit dem Gedenken an die Opfer zu tun? ... Und welche Motivation haben diese Leute eigentlich, die 'Putin - Mörder!' schreien und gleichzeitig seine Puppe verbrennen? Das ist beschämend! Junge Russen haben hingegen einen Tag zuvor vor der Botschaft Russlands in Warschau und vor der polnischen Botschaft in Moskau Blumen niedergelegt und Grablichter angezündet."
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Präsident soll Vetorecht verlieren
Der polnische Premier Donald Tusk hat vorgeschlagen, das Veto des Präsidenten gegen Gesetze der Regierung abzuschaffen. Dies sei ein wichtiger Schritt, um ein funktionierendes Parlament zu erreichen, meint die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Ein System, in dem der Präsident - der inoffizieller Führer der Opposition ist - immer die Regierung blockieren kann, ist für den Staat eine Bedrohung. Und es demoralisiert auch die Regierung. Wenn sie nicht gehandelt hat, verschafft es ihr zudem die Möglichkeit, als Grund dafür dieses Hemmnis anzuführen. Die vom Premier vorgeschlagenen Änderungen scheinen also sinnvoll zu sein. Man kann nur schwer regieren, wenn es nicht einmal ausreicht, die Parlamentswahlen zu gewinnen: Denn ein Premier, der mit dem Veto konfrontiert wird, benötigt danach drei Fünftel der Stimmen im Sejm [Abgeordneten-Kammer im polnischen Parlament]."
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Sechs polnische Afghanistan-Soldaten angeklagt
Sechs polnische Soldaten sind gestern von der Staatsanwaltschaft Poznań (Posen) angeklagt worden, weil sie im August in Afghanistan sechs Zivilisten durch Mörsergranaten getötet haben sollen. Paweł Wroński kommentiert: "Entgegen der Bekundungen der Politiker ist Afghanistan keine Stabilisierungsmission, sondern eine komplizierte Kriegsoperation. Der Offizier, der die Patrouille anführte, hätte nie den Befehl erteilen dürfen, ein ziviles Dorf zu beschießen und keiner seiner Soldaten hätte ihn ausführen dürfen. Wenn es stimmt, was die Staatsanwaltschaft behauptet, hat man den Soldaten nicht erklärt, weshalb sie nach Afghanistan gekommen sind. Sie sollten die Menschen, die sie nun erschossen haben, schließlich beschützen und ihnen helfen. Wer hat dies nun zu verantworten?"
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