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Zawadzki, Mariusz


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 18.06.2009

Gewalt nimmt iranischem Regime die Legitimation

Die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza bewertet die Unruhen im Iran nach den Wahlen und kommentiert das Verhalten des bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad kritisch: "Die Anwendung von Gewalt nimmt der Islamischen Republik letztlich die Legitimation. Ihr Fundament - die religiös-politische Doktrin von [Ruhollah Musavi] Khomeini [Führer der Islamischen Revolution in den 1970er Jahren] - wird Erinnerung. Sie wird zu einer gewöhnlichen Militärdiktatur. 'Das sind doch keine Proteste - die Anhänger des geschlagenen Kandidaten ereifern sich über nichts' sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad nach den ersten Protesten gegen die offiziellen Ergebnisse im Iran mit einem Lächeln. ...  Sie seien wie enttäuschte Fans, deren Mannschaft verloren habe. Und am Montag flog er nach Russland auf den Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit, wo er den Niedergang des Kapitalismus und den Untergang der großen mächtigen Staaten verkündete. Ironischerweise beben gerade die Grundmauern seines eigenen Staates."

Gazeta Wyborcza - Polen | 17.03.2008

Ist ein Olympia-Boykott sinnvoll?

Mariusz Zawadzki warnt vor Opportunismus. "Die Olympischen Spiele in Peking boykottieren? Das Herz schreit 'Ja!'. Aber bevor Du auf die Straße gehst, um Deinen Boykott herauszuschreien, bevor Du die Sportler verurteilst, die ungeachtet der Leiden der Tibeter um Medaillen kämpfen wollen, sollte man so anständig sein, die Integrität der eigenen Position zu überprüfen. Als Erstes boykottiere Deinen Computer, denn wahrscheinlich wurde er in China hergestellt. Als Zweites schau in Deinen Schrank und entferne die in China hergestellten T-Shirts, Hosen, Kostüme etc… Wenn Du aber einer von hundert Millionen Opportunisten unserer Erde bist, die dazu nicht bereit sind, lass es mit dem Boykott der Olympischen Spiele in Peking. Warum sollten schließlich Sportler, die sich jahrelang auf die Spiele vorbereiten, die Konsequenzen alleine tragen?"

Gazeta Wyborcza - Polen | 28.12.2005

Polnische Militärberater bleiben im Irak

Polen verlängert seine Militärpräsenz im Irak bis Ende 2006. "Nach militärischen Gesichtspunkten werden wir nicht mehr benötigt, aber von essenzieller Bedeutung ist die Schulung von irakischen Soldaten, denen letztendlich die Pflicht obliegt, für Ordnung in ihrem Land zu sorgen", schreibt Kommentator Mariusz Zawadzki, für den es keine Rolle spielt, ob sich dies für Polen wirtschaftlich auszahlt: "Wir sollten die Iraker jetzt nicht allein lassen, da wir auch für die Konsequenzen der Intervention verantwortlich sind: die tausenden Toten und sogar für die amerikanischen Folterungen in Abu Ghraib, die wir nie entschieden verurteilt haben. Unsere moralische Pflicht ist es, alles zu tun, damit Tausende von irakischen Opfern nicht umsonst waren."

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