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Zieleniec, Josef


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 16.11.2011

Josef Zieleniec über den notwendigen Wandel in Europa

Europas Politiker müssen sich darauf einstellen, dass die EU schon bald grundlegende Veränderungen braucht, schreibt der frühere tschechische Außenminister Josef Zieleniec in einem Gastbeitrag für die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Die europäische Integration und die Währungsunion sind vor allem ein politisches Projekt, das man um jeden Preis weiterführen muss. Aber man muss da reinen Wein einschenken: Es ist nicht möglich, die Krise zu lösen und die Entwicklung langfristig zu stabilisieren, ohne die Integration der Eurozone radikal zu vertiefen. ... Eine gemeinsame Haushaltspolitik in der Regie von Gipfeltreffen ist nicht machbar. Schwer vorstellbar ist auch eine einheitliche Finanzpolitik ohne gemeinsame Wertpapiere und die wiederum ohne eine Form gemeinsamer Steuern für den gesamten Euro-Raum. Die Haushalts- und die Wirtschaftspolitik sind aber essentielle Felder der Politik. Deshalb erwartet die Euro-Zone notwendigerweise in nächster Zeit eine Entscheidung über eine grundlegende Vertiefung der politischen Integration. Viele Länder werden vor das Dilemma gestellt, ob sie da mitmachen wollen. Tschechien nicht ausgenommen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 16.05.2007

Spaltet Russland die EU?

Der tschechische Europaparlamentarier Josef Zieleniec, ehemals tschechischer Außenminister, ruft die EU gegenüber Russland zur unbedingten Geschlossenheit auf. "In Samara geht es um nichts Geringeres als um das künftige Schicksal der politischen Gemeinschaft Europas. Über Jahrhunderte hinweg hielten russische Herrscher Mittel- und Osteuropa für ihren natürlichen Einflussraum. Diese Auffassung gehört bis heute zu den Pfeilern der russischen Staatsräson, ohne dass daran der EU-Beitritt der jungen Demokratien etwas geändert hätte... Russland bestreitet systematisch das Recht seiner ehemaligen Satelliten auf souveräne Bestimmung. Es nutzt jede Gelegenheit, um sie vom Rest der EU zu trennen und gegen westeuropäische Mitgliedstaaten auszuspielen. Die schwere Krise um die Denkmalverlegung in Estland, militärische Drohungen in Reaktion auf den geplanten Aufbau des Raketenabwehrsystems, Blockade von Fleischimporten aus Polen, wiederholtes Einsetzen des Gashahnes als politischen Knüppel - das alles sind nur Beispiele der letzten Zeit."

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