Griechenland ächzt unter der Krise
Die weltweite Wirtschaftskrise und Missmanagement haben Griechenland schwer getroffen. Die Bevölkerung leidet unter dem harten Sparkurs und das enorme Haushaltsloch hat die Stabilität des Euro geschwächt. (Aktuelle Texte zum Thema finden Sie unter Wege aus der Schuldenkrise.)

To Vima Online - Griechenland | Freitag, 24. August 2012
Griechenlands Krise erlaubte Deutschland, die politische Kontrolle über Europa zu erlangen, meint die linksliberale Onlinezeitung To Vima und fürchtet, dass Berlin nun bereit ist, Athen zu opfern: » mehr
Griechenlands Krise erlaubte Deutschland, die politische Kontrolle über Europa zu erlangen, meint die linksliberale Onlinezeitung To Vima und fürchtet, dass Berlin nun bereit ist, Athen zu opfern: "Berlin hat die europäischen Verträge verändert, damit diese nur den deutschen Interessen dienen. Es hat Mechanismen entwickelt, die die Regierung in den unter der Vormundschaft stehenden Ländern ersetzt hat. Berlin hat auch das geopolitische Gleichgewicht der Nachkriegszeit in der westlichen Welt völlig in Frage gestellt. … Griechenland war notwendig für den Bau des deutschen Europas, und wenn es Griechenland nicht gäbe, müsste es erfunden werden. … Doch jetzt hat Griechenland seine Schuldigkeit getan. ... Und die einzige Rolle, die es vielleicht noch spielen kann, ist die des Sündenbocks, an dem mit harten Strafen ein Exempel statuiert wird, damit die anderen den Anforderungen Berlins folgen und unter noch strengere Kontrolle gestellt werden können. Deshalb stehen die Vorzeichen für den Besuch von Premier Samaras in Berlin eher schlecht."
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Top-Thema vom Dienstag, 21. August 2012
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat es am Montag gegenüber seinem griechischen Amtskollegen Dimitris Avramopoulos abgelehnt, das Reformpaket für Griechenland aufzuweichen. Einige Kommentatoren kritisieren, dass die abweisende ... » mehr
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat es am Montag gegenüber seinem griechischen Amtskollegen Dimitris Avramopoulos abgelehnt, das Reformpaket für Griechenland aufzuweichen. Einige Kommentatoren kritisieren, dass die abweisende Haltung Berlins die sozialen und politischen Spannungen in Griechenland verschärft. Andere werfen Athen vor, mit der groben Verletzung von Absprachen jeglichen Kredit verspielt zu haben.
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Naftemporiki - Griechenland | Montag, 20. August 2012
Aufgebrachte Einwohner der griechischen Insel Hydra haben in der Nacht zu Samstag Steuerfahnder attackiert. Diese hatten zuvor den Besitzer einer der bekanntesten Tavernen der Insel festgenommen, weil er keine Quittungen ausgestellt hatte. Der Staat soll sich nicht mit den kleinen Fischen abgeben und stattdessen Steuerhinterziehung ernsthaft bekämpfen, fordert die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki: » mehr
Aufgebrachte Einwohner der griechischen Insel Hydra haben in der Nacht zu Samstag Steuerfahnder attackiert. Diese hatten zuvor den Besitzer einer der bekanntesten Tavernen der Insel festgenommen, weil er keine Quittungen ausgestellt hatte. Der Staat soll sich nicht mit den kleinen Fischen abgeben und stattdessen Steuerhinterziehung ernsthaft bekämpfen, fordert die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Steuerhinterziehung ist tatsächlich ein sehr großes Problem und die Festnahme der Steuerhinterzieher muss im Griechenland der Krise eine Priorität sein. Doch der Kampf gegen die Steuerhinterziehung startet nicht mit Quittungen über zwei Euro, die die Restaurantbesitzer auf den Inseln Kimolos, Nisiros oder Hydra nicht ausgestellt haben. Der Kampf beginnt dort, wo sich kein Steuerfahnder je hingetraut hat. Und bis jetzt weigert sich der griechische Staat, eine vergleichende Datenbank zu erstellen, mit der man sofort und mühelos feststellen kann, ob der Lebensstandard oder das Vermögen eines Bürgers im Einklang mit den erklärten Einkommensdaten steht."
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De Volkskrant - Niederlande | Mittwoch, 8. August 2012
Die griechische Regierung hat eine große Polizeiaktion gegen illegale Einwanderer gestartet. Am Wochenende wurden in Athen rund 6.000 Menschen ohne gültige Papiere vorläufig festgenommen, rund 1.600 von ihnen sollen in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Eine gefährliche Aktion, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: » mehr
Die griechische Regierung hat eine große Polizeiaktion gegen illegale Einwanderer gestartet. Am Wochenende wurden in Athen rund 6.000 Menschen ohne gültige Papiere vorläufig festgenommen, rund 1.600 von ihnen sollen in ihre Heimatländer abgeschoben werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Eine gefährliche Aktion, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Die Regierung in Athen ist konfrontiert mit einer wachsenden Irritation in der Bevölkerung und der Attraktivität rechtsextremistischer Gruppen wie der Neonazi-Vereinigung Chrysi Avgi. ... Die Operation war dem Minister für öffentliche Ordnung und Bürgerschutz Nikos Dendias zufolge notwendig, um etwas gegen die 'unglaubliche Invasion' zu tun, die die Stabilität des Landes bedrohe. Er sagte, Immigration sei möglicherweise ein größeres Problem für Griechenland als der Geldmangel. Mit dieser Rhetorik macht der Minister Einwanderer zum Sündenbock für die griechische Misere. Solche Worte können gefährlich sein, vor allem da jetzt die Stimmung im Land grimmiger wird. Sie helfen nicht - im Gegenteil verstärken sie nur das Unbehagen und sind obendrein irreführend: Nicht die Immigranten sind am finanziellen Elend Griechenlands schuld, sondern seine Politiker."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 12. April 2012
In Griechenland finden am 6. Mai die vorgezogenen Parlamentswahlen statt, teilte Premier Lucas Papademos am Mittwoch mit. Eigentlich sind diese Wahlen das Letzte, was das Land braucht, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung, doch gerade wegen der Krise sind sie wichtig: » mehr
In Griechenland finden am 6. Mai die vorgezogenen Parlamentswahlen statt, teilte Premier Lucas Papademos am Mittwoch mit. Eigentlich sind diese Wahlen das Letzte, was das Land braucht, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung, doch gerade wegen der Krise sind sie wichtig: "Das letzte Mal, als die Griechen zur Urne gingen, im Herbst 2009, schenkten sie einer Partei den Sieg, deren Wahlslogan lautete: 'Geld ist da'. ... Es ist gut, dass sie nun wählen dürfen. Noch besser wäre es, sie hätten wirklich eine Wahl, und nicht bloß die zwischen Pest und Cholera. Die Griechen werden ihre Stimme nicht dem schenken, dem sie am meisten vertrauen, sondern dem, der sie am wenigsten abstößt. ... Wenn [die konservative Partei] ND und [die sozialistische] Pasok am Ende dennoch vorne liegen werden, dann auch deshalb, weil sie die Einzigen sind, die den Griechen den Verbleib in der Euro-Zone zu garantieren scheinen. ... Vielen Griechen bleibt nur eine Hoffnung: dass das Wahlergebnis die beiden am Ende erneut in eine Koalition und - wichtiger noch - zur Vernunft zwingt."
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Trouw - Niederlande | Montag, 13. Februar 2012
Die Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone haben erfolgreich Druck auf Athen ausgeübt, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw, die daraus Hoffnung schöpft: » mehr
Die Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone haben erfolgreich Druck auf Athen ausgeübt, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw, die daraus Hoffnung schöpft: "Die offenen Stellungnahmen, dass ein Austritt Griechenlands keine Katastrophe wäre, zeigen nämlich auch, dass die Euro-Zone langsam ihr Selbstvertrauen zurückgewinnt. Inzwischen herrscht die Überzeugung vor, dass der Euro eine griechische Pleite überleben wird, dass ein griechisches Scheitern keine vernichtende Spirale Richtung Rom, Madrid und Lissabon in Gang setzt. Keiner kann Garantien geben, aber offensichtlich herrscht mehr Vertrauen darauf, dass die Notmaßnahmen auf nationalem und europäischem Niveau sowie die neuen Vereinbarungen der Euro-Länder wirken werden. Vielleicht denken viele auch, dass die Zeit der Angst lange genug gedauert hat. ... Krisen gehen zwar nicht einfach vorbei, aber es hilft, wenn wir die Stimmung umschlagen lassen von Pessimismus zu Optimismus."
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La Stampa - Italien | Montag, 13. Februar 2012
Die gewalttätigen Proteste in Griechenland sind die Quittung für die verheerende Korruption in der Politik und sollten Italien eine Lehre sein, mahnt die liberale Tageszeitung La Stampa: » mehr
Die gewalttätigen Proteste in Griechenland sind die Quittung für die verheerende Korruption in der Politik und sollten Italien eine Lehre sein, mahnt die liberale Tageszeitung La Stampa: "Wir sollten die Ereignisse in Griechenland aufmerksam verfolgen, denn sie können uns einiges lehren. Die Führer der beiden größten Parteien stimmen mit dem technokratischen Premier darin überein, dass neue Opfer unvermeidbar sind. Doch die Menschen können nicht mehr, denn bisher wurden die Opfer ungleich verteilt. Wir haben es mit einem durch und durch korrupten politischen Verwaltungsapparat zu tun, der die ganzen Lasten auf die Schwächeren abwälzt, nämlich auf diejenigen, die nicht zu den geschützten Berufsverbänden oder zur Klientel der Parteien gehören. Den Abgeordneten fällt es leichter den Steuerdruck zu erhöhen, als den Interessenverbänden auf die Füße zu treten. Schlimmer noch, die Unfähigkeit Privilegien abzuschaffen blockiert jeden Versuch, die Wirtschaft wiederzubeleben."
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To Vima Online - Griechenland | Montag, 13. Februar 2012
Während der Massenproteste in Griechenland gegen die Sparbeschlüsse kam es in Athen und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen. Mehrere Gebäude gingen in Flammen auf, die Polizei setzte Schlagstöcke und große Mengen Tränengas gegen Demonstranten ein. Diese Katastrophenbilder zeigen, was auf Griechenland zukommt, wenn es unkontrolliert Bankrott geht, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Während der Massenproteste in Griechenland gegen die Sparbeschlüsse kam es in Athen und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen. Mehrere Gebäude gingen in Flammen auf, die Polizei setzte Schlagstöcke und große Mengen Tränengas gegen Demonstranten ein. Diese Katastrophenbilder zeigen, was auf Griechenland zukommt, wenn es unkontrolliert Bankrott geht, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Das, was wir am Sonntag erlebt haben, ist ein Zeichen für eine düstere Zukunft, die ähnlich oder schlimmer sein wird als die Lage in Argentinien vor zehn Jahren. Sogar diejenigen, die sich für eine Aussetzung der Kredittilgung und eine Insolvenz einsetzen, haben die Gefahr erkannt. ... Eine unkontrollierte Insolvenz wird möglicherweise zu blinder Gewalt und Chaos führen. Deswegen muss der Bankrott verhindert werden."
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Dagens Nyheter - Schweden | Montag, 13. Februar 2012
Der Sparplan ist nur folgerichtig, da Griechenland allzu lange über seine Verhältnisse gelebt hat, meint die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter und schwört die Griechen auf große Anstrengungen ein: » mehr
Der Sparplan ist nur folgerichtig, da Griechenland allzu lange über seine Verhältnisse gelebt hat, meint die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter und schwört die Griechen auf große Anstrengungen ein: "Die Löhne sind nach Einführung des Euro deutlich gestiegen, und der Anteil der Sozialtransfers am Wirtschaftsaufkommen hat sich im Laufe von zehn Jahren verdoppelt. Die Alternative zur Beschneidung der öffentlichen Ausgaben wäre, sich mittels Export aus der Krise zu arbeiten. Aber wie bereits der US-Professor Ricardo Hausmann betont hat, produziert Griechenland 'keine Maschinen, keine Elektronik und keine Chemikalien'. Um das enorme Defizit in der Zahlungsbilanz auszugleichen, muss die Exportbasis breiter werden. Das braucht Zeit. Die baltischen Länder wurden zu einer brutalen Kur zur Bekämpfung ihrer Krise gezwungen. Irland ist nach einer Bruchlandung wieder auf dem Weg. Griechenland kann kein unmöglicher Fall sein. Aber auch mit Unterstützung durch die EU wird es viele Jahre lang eigene Anstrengungen erbringen müssen."
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Correio da Manhã - Portugal | Montag, 13. Februar 2012
Das Spardiktat aus Brüssel wird die Griechen verarmen lassen, was auf die EU zurückfällt, meint die Boulevardzeitung Correio da Manhã: » mehr
Das Spardiktat aus Brüssel wird die Griechen verarmen lassen, was auf die EU zurückfällt, meint die Boulevardzeitung Correio da Manhã: "Was von einem weiteren drakonischen Sparpaket für Griechenland bleibt, ist das Bild von der Gewalt auf dem Syntagma-Platz im Herzen Athens. Am selben Tag warnte der deutsche Finanzminister die Hellenen, dass sie nicht weiterhin ein Fass ohne Boden sein dürften. Die Troika erzwingt eine weitere Dosis Verarmung, mit Lohnkürzungen und steigender Arbeitslosigkeit. Europa hat sich von den griechischen Politikern im vergangenen Jahrzehnt zum Narren halten lassen: Diese haben die Zeiten des einfachen und kostengünstigen Euro ausgenutzt, um das Land über alle Limits hinaus zu verschulden. Nun bietet Europa nur Sparsamkeit an. Und die Ablehnung dieses schmerzhaften Rezepts bedingt noch mehr Armut. Wenn die EU den Bürgern keine Hoffnung bietet, wird sie sehr bald in den Abgrund fallen."
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Hospodárske noviny - Slowakei | Freitag, 10. Februar 2012
Das Einlenken Griechenlands verschafft dem geschundenen Land Luft, aber nicht viel, meint die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: » mehr
Das Einlenken Griechenlands verschafft dem geschundenen Land Luft, aber nicht viel, meint die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Die Politiker in Athen hatten keine Wahl und mussten die Bedingungen der Troika erfüllen. Anderenfalls hätte dem Land der Bankrott gedroht, was wiederum die gesamte Euro-Zone in Turbulenzen stürzen würde. Griechenland braucht das 130-Milliarden-Paket. Die Kosten dafür sind enorm: hohe Arbeitslosigkeit, ein Absinken der Industrieproduktion, eine Kürzung der Renten und Gehälter, Einschnitte im Haushalt, ein schwaches wirtschaftliches Wachstum, soziale Unruhen, eine nur künstlich aufrecht erhaltene politische Stabilität. Dafür werden ein Teil der Schulden erlassen und die Pleite abgewendet. Wieder ist Zeit gekauft worden. Für wie lange, ist unklar. Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre aber sagen, dass die Atempause nur kurz sein wird."
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Tages-Anzeiger - Schweiz | Freitag, 10. Februar 2012
Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es wenig Hoffnung, dass Griechenland die zugesagten Spar-Vorhaben auch umsetzen kann, meint der liberale Tages-Anzeiger und vermutet, dass das zweite Hilfsprogramm vor allem private Gläubiger beruhigen soll: » mehr
Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es wenig Hoffnung, dass Griechenland die zugesagten Spar-Vorhaben auch umsetzen kann, meint der liberale Tages-Anzeiger und vermutet, dass das zweite Hilfsprogramm vor allem private Gläubiger beruhigen soll: "Angesichts all dieser Ungewissheiten drängt sich ein Verdacht auf: Mit ihrem neuen Hilfsplan für Griechenland zielen IWF und Euroländer primär auf die privaten Gläubiger Athens ab. Letztere müssen in den nächsten Wochen entscheiden, ob sie sich am 'freiwilligen' Forderungsverzicht beteiligen und ihre bestehenden griechischen Staatsanleihen in neue Papiere mit halbiertem Wert und langfristiger Laufzeit eintauschen wollen. Dieser Umtausch und die damit angestrebte Entschuldung Griechenlands um 100 Milliarden Euro hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn die Privatgläubiger wenigstens bis nächsten Monat im Glauben gelassen werden, das krisengeschüttelte Mittelmeerland stehe nun auf sicherem finanziellem Fundament."
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Les Echos - Frankreich | Freitag, 10. Februar 2012
Nach dem Akzeptieren der Sparauflagen durch die griechischen Parteien muss das Land nun zum Wachstum zurückfinden, empfiehlt die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos, wie ganz Europa: » mehr
Nach dem Akzeptieren der Sparauflagen durch die griechischen Parteien muss das Land nun zum Wachstum zurückfinden, empfiehlt die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos, wie ganz Europa: "Auch wenn Griechenland ein wenig Luft gewonnen hat, muss das Land erst wieder lernen zu atmen, das heißt, mehr Reichtum zu produzieren, um mehr Schulden abzahlen zu können. Ungeduld ist hier fehl am Platz, denn dieser Prozess wird sehr lange dauern, mindestens zehn Jahre. Und es geht nicht nur um Griechenland: Ganz Europa hat nachhaltig auf Sparflamme geschaltet. ... Natürlich müssen die Länder Europas unbedingt zu einer langfristig haltbaren Haushaltspolitik zurückfinden, um nicht von den Launen der Investoren abhängig zu sein. Das ist das Ziel des europäischen Fiskalpakts, auf den man sich Ende Januar formell geeinigt hat. Aber das wird nicht reichen. Wenn Europa noch tiefer in seinem 'verlorenen Jahrzehnt' versinkt, werden die Staatshaushalte der Mitgliedstaaten weiterhin tiefrote Zahlen schreiben."
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Naftemporiki - Griechenland | Freitag, 10. Februar 2012
Die Euro-Finanzminister haben am Donnerstagabend weitere Garantien von Athen gefordert, bevor sie am kommenden Mittwoch über die Zusage für das zweite Hilfspaket entscheiden wollen. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki fragt sich, welches Ziel die EU-Partner damit verfolgen: » mehr
Die Euro-Finanzminister haben am Donnerstagabend weitere Garantien von Athen gefordert, bevor sie am kommenden Mittwoch über die Zusage für das zweite Hilfspaket entscheiden wollen. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki fragt sich, welches Ziel die EU-Partner damit verfolgen: "Was möchten sie erreichen? Ist es wieder ein Manöver vor der Abstimmung über das Spar-Abkommen im griechischen Parlament [am Sonntag], damit jede Möglichkeit eines negativen Verhaltens der griechischen Parlamentarier ausgeschlossen wird? ... Sicher ist, dass dieses Vorgehen immer mehr Griechen von der europäischen Idee und Philosophie entfernt. … Außerdem haben immer mehr Griechen immer weniger Angst vor einem Austritt aus der Euro-Zone. ... Das zeigt die zunehmende Bereitschaft eines Volks, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, wenn es erforderlich ist."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 9. Februar 2012
Die ständigen Verzögerungen der griechischen Politiker sind unverantwortlich und unaufrichtig, bemängelt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Die ständigen Verzögerungen der griechischen Politiker sind unverantwortlich und unaufrichtig, bemängelt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Der Grad an Verantwortungslosigkeit gegenüber dem eigenen Volk, aber auch gegenüber den Partnern in der Union, ist mit Worten nicht mehr zu fassen. ... Transparenz und Aufrichtigkeit wären nun die Tugenden der Stunde, stattdessen aber bietet die griechische Parteimaschinerie undurchschaubare Interessens-Spiele und verbreitet Halbwahrheiten über den tatsächlichen Zustand des Landes und die Rolle der Retter. Diese Art der Kommunikation in höchster Not lässt nur einen Schluss zu: ... Es braucht dringend einen bösen Buben, der am Ende das hässliche Wort von der Insolvenz ausspricht. Die Gläubiger provozieren Griechenland (etwa durch die Drohung mit Staatsaufpassern aus Brüssel). Und die griechische Politik provoziert mit ihrer aufreizenden Wurstigkeit. Das Ergebnis: Auf beiden Seiten wächst die Aggression."
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De Morgen - Belgien | Donnerstag, 9. Februar 2012
Die bereits umgesetzten Sparmaßnahmen haben in Griechenland zu hohen Einkommensverlusten und sozialen Problemen geführt, meint die linksliberale Tageszeitung De Morgen und warnt Europa davor, das Land ins Elend zu treiben: » mehr
Die bereits umgesetzten Sparmaßnahmen haben in Griechenland zu hohen Einkommensverlusten und sozialen Problemen geführt, meint die linksliberale Tageszeitung De Morgen und warnt Europa davor, das Land ins Elend zu treiben: "In nur wenigen Monaten rutschte Griechenland ab auf das Niveau eines Vierte-Welt-Landes. ... Der griechische Sparplan beruht zum großen Teil auf extra Steuern für die Arbeiter, die keinen Spielraum mehr haben geschweige denn die Kraft, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. ... Das europäische Projekt wuchs aus dem Gedanken, dass Solidarität und Zusammenarbeit viel besser sind als Konkurrenz oder Krieg. Was wir nun in Griechenland sehen, hat nur noch wenig mit dem europäischen Traum zu tun. ... Wenn Europa beweisen will, dass es ein großartiges Projekt ist, dann ist jetzt der Moment gekommen. Aber nicht indem man den griechischen Bürgern das Messer an die Kehle setzt, sondern in dem man ihnen auf kluge und menschliche Weise beisteht."
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Ta Nea - Griechenland | Mittwoch, 8. Februar 2012
Deutschland ist zweigeteilt in der Griechenland-Frage, analysiert der Kolumnist Giannis Politis in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea die unterschiedlichen Botschaften, die aus Deutschland nach Griechenland gelangen: » mehr
Deutschland ist zweigeteilt in der Griechenland-Frage, analysiert der Kolumnist Giannis Politis in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea die unterschiedlichen Botschaften, die aus Deutschland nach Griechenland gelangen: "Es gibt zwei Deutschlands und zwei Rezepte für die Rettung Griechenlands. Das erste kennen wir alle. Es wird von Angela Merkel, ihrem Gefolge in der Regierung und den Banken vertreten. Sie behandeln uns wie protestantische Mönche: erst harte Strafe und Demütigungen, dann die Erlösung. … Aber selbst die religiöse Hingabe, mit der die Kanzlerin die harte Taktik verfolgt, hat keine Früchte getragen. Glücklicherweise gibt es auch das andere Deutschland - das von Helmut Schmidt und seinen Gesinnungsgenossen, das von der europäischen Idee überzeugt ist. Zusammen mit bedeutenden Medien verlangt dieses Deutschland, dass die Farce der angeblichen Rettung Griechenlands aufhört, und es schlägt vor, dass das Griechenland mit einem neuen Marshall-Plan wiederaufgebaut wird. … Es ist offensichtlich, dass die gegenwärtige Führung in Deutschland nicht die einzige Wahrheit besitzt."
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De Volkskrant - Niederlande | Mittwoch, 8. Februar 2012
Auch wenn EU-Kommissarin Neelie Kroes und der niederländische Premier Mark Rutte offen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone spekulieren, bleibt der Bankrott Griechenlands riskant, warnt die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: » mehr
Auch wenn EU-Kommissarin Neelie Kroes und der niederländische Premier Mark Rutte offen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone spekulieren, bleibt der Bankrott Griechenlands riskant, warnt die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "In den nördlichen Ländern wird die Euro-Krise als eine Frage der Haushaltsdisziplin dargestellt, aber ein Problemland wie Spanien hat sich immer ordentlich an die Regeln gehalten. Das fundamentale Problem der Euro-Zone ist der enorme Unterschied in der Produktivität zwischen nördlichen und südlichen Ländern. Griechenland ist ein Extremfall, aber auch Spanien und Portugal werden große Mühe haben, ihre Wirtschaft auf nordeuropäisches Niveau zu bringen. ... Dieser Konstruktionsfehler des Euro macht Nordeuropa mitverantwortlich für die Krise. Von Griechenland wird zurecht gefordert, rigoroser als bisher Ordnung zu schaffen. Aber man darf auch von Nordeuropa Solidarität erwarten. Den Preis der Krise darf man nicht einseitig den Griechen aufbürden."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 8. Februar 2012
Die Gespräche mit den Gläubigern und der Troika sollte Athen sofort stoppen und Plan B mit den US-Amerikanern vorbereiten, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Die Gespräche mit den Gläubigern und der Troika sollte Athen sofort stoppen und Plan B mit den US-Amerikanern vorbereiten, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Nach dem extremen Druck der letzten zwei Tage und der Idee eines 'Sonderkontos', gibt es da überhaupt noch jemanden in Griechenland, der glaubt, dass die Wörter 'Rettung' und 'Solidarität' irgendeine Verbindung haben zu dem, was von Athen - mit der Pistole auf der Brust - verlangt wird? ... Griechenland hat immer noch die Kraft, alles in die Luft zu sprengen. Und das ist der einzige Weg, der bleibt. Was wird danach passieren? Nachdem das Land durch die Hölle gegangen sein wird - was es ohnehin nicht mehr vermeiden kann -, werden dieselben Leute, die das Land jetzt erpressen und in den Abgrund führen, zurückkommen und weiterverhandeln. … Die einzige Aufgabe der griechischen Regierung wäre jetzt noch, Sondermechanismen vorzubereiten, um die Tage des großen Schocks zu bewältigen. Sie muss sich an andere internationale Akteure wenden wie die USA, die übrigens die ganze Zeit geschwiegen haben."
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Pravda - Slowakei | Mittwoch, 8. Februar 2012
Europa setzt die Griechen zu stark unter Druck, meint die linke Tageszeitung Pravda und warnt vor einer sozialen Explosion, die den ganzen Kontinent erschüttern könnte: » mehr
Europa setzt die Griechen zu stark unter Druck, meint die linke Tageszeitung Pravda und warnt vor einer sozialen Explosion, die den ganzen Kontinent erschüttern könnte: "Es ist unglaublich, welches Bild der europäischen Öffentlichkeit von den Griechen präsentiert wird. Die Nachrichten über die Verhandlungen der Athener Regierung mit den Gläubigern werden stets von Kommentaren, Politikern und Investoren begleitet, die sich unzufrieden über die Fortschritte äußern. Die Phrasen sind immer die gleichen: Athen kommt nicht voran, die Reformen reichen nicht aus. Sehr viel weniger erfährt man darüber, wie hart die Kürzungen bei Gehältern und Renten schon sind, wie die öffentlichen Ausgaben und auch die Schulden schon zurückgefahren wurden. Das eigentliche Problem sind die unrealistischen Erwartungen der Autoren des 'Gesundungsprogramms'. Einsparungen allein führen nicht zu einem neuen Wachstum, könnten aber die sozial schwierige Situation eskalieren lassen."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Mittwoch, 8. Februar 2012
Neelie Kroes hat ausgesprochen, was viele denken, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24: » mehr
Neelie Kroes hat ausgesprochen, was viele denken, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24: "Hinter den Worten der Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes verbirgt sich eine offenkundige Unduldsamkeit gegenüber dem Verhalten Griechenlands. Vor allem die Niederlande, vielleicht mehr noch als Deutschland und Finnland, liebäugeln mit der Idee, Athen seinem Schicksal zu überlassen. Die Stellungnahme der EU-Kommissarin ist nicht länger der Versuch, Druck auf die Regierung Papademos auszuüben. In einigen europäischen Kreisen hat die Verbitterung einen Qualitätssprung erfahren. Das Vertrauen in Griechenlands Politiker ist erschöpft. Es wird befürchtet, dass sich mit den Neuwahlen im April die Situation in dem Schuldenland nicht verbessern, sondern verschlechtern wird."
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Cinco Días - Spanien | Dienstag, 7. Februar 2012
Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy haben am Montag den Druck auf Griechenland erhöht, die zugesagten Reformen umzusetzen. Europa sollte bald darüber nachdenken, was passiert, wenn Griechenland wirklich Bankrott anmeldet, meint die Wirtschaftszeitung Cinco Días: » mehr
Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy haben am Montag den Druck auf Griechenland erhöht, die zugesagten Reformen umzusetzen. Europa sollte bald darüber nachdenken, was passiert, wenn Griechenland wirklich Bankrott anmeldet, meint die Wirtschaftszeitung Cinco Días: "Die Euro-Zone braucht einen Notfallplan, um mit einer möglichen Explosion in Griechenland umzugehen. Die jüngste Provokation Athens wird vermutlich eine provisorische Lösung finden. Anderenfalls würden die griechischen Banken Pleite gehen. Und der Rest der Euro-Zone braucht einen Plan, um eine Ausweitung der Panik in der Finanzwelt zu vermeiden. Europas Hardliner, angeführt von Deutschland, haben angesichts der nicht eingehaltenen Versprechen der griechischen Regierung die Geduld verloren. ... Aber ist der Rest Europas wirklich bereit, das Handtuch zu werfen? Wenn das geschähe, würde nicht nur die griechische Regierung Pleite gehen."
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Financial Times Deutschland - Deutschland | Dienstag, 7. Februar 2012
Mit der Forderung nach einem Sonderkonto für Griechenland haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy einen neuen Versuch unternommen, Athen die Finanzhoheit zu entziehen. Das Konto zur Tilgung der Schulden soll die Bedienung der Gläubiger garantieren, indem Griechenland keinen Zugriff darauf hat. Diese Forderung ist ebenso unerfüllbar wie die nach einem Sparkommissar und dient nur dazu, die Staatspleite vorzubereiten, analysiert die liberale Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland: » mehr
Mit der Forderung nach einem Sonderkonto für Griechenland haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy einen neuen Versuch unternommen, Athen die Finanzhoheit zu entziehen. Das Konto zur Tilgung der Schulden soll die Bedienung der Gläubiger garantieren, indem Griechenland keinen Zugriff darauf hat. Diese Forderung ist ebenso unerfüllbar wie die nach einem Sparkommissar und dient nur dazu, die Staatspleite vorzubereiten, analysiert die liberale Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland: "Keiner möchte sich am Schluss den Vorwurf gefallen lassen, nicht alles getan zu haben gegen die erste Pleite eines Euro-Zonen-Mitglieds. ... Solche unerfüllbaren Forderungen zu stellen ist deshalb sehr viel bequemer, insbesondere für Angela Merkel, als die unbeliebte Griechenland-Hilfe weiter innenpolitisch vertreten zu müssen. Sollten sich die Griechen im Ernstfall querstellen, wären sie am Ende selbst schuld an Insolvenz und Euro-Aus. Schließlich hätten sie ja den Sparkommissar, hilfsweise das Sonderkonto (und die anderen Reformen und Sparpakete) akzeptieren können."
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De Tijd - Belgien | Montag, 6. Februar 2012
Griechenland darf auf keinen Fall in die ungeordnete Insolvenz stürzen, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: » mehr
Griechenland darf auf keinen Fall in die ungeordnete Insolvenz stürzen, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Europa selbst verfolgt einen hoffnungslosen Kurs, weil es nur auf ein einseitiges Rezept setzt, das nicht funktioniert. Daher sollten die europäischen Führer Verantwortung beweisen und das Land unter Kuratel stellen und zugleich unterstützen, so dass die zurzeit aussichtslose Situation nicht schlimmer wird. Aber gibt es diesen Willen? Das muss man bezweifeln. ... Selbst wenn Griechenland den Reformen zustimmt, ist das Schuldenproblem nicht gelöst, sondern nur verschoben. Um Griechenland wird momentan hart gepokert. Fraglich ist, ob alle Parteien noch wissen, was auf dem Spiel steht. Es wird nicht mehr nur um Griechenland gehen, wenn das Land im März seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann. Dann geht es um die ganze Euro-Zone."
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Imerisia - Griechenland | Sonntag, 5. Februar 2012
Regierungschef Lucas Papademos will sich am heutigen Montag die innenpolitische Zustimmung für die zusätzlichen Sparmaßnahmen sichern, die die Troika von Athen verlangt. Die Wirtschaftszeitung Imerisia hält den Druck aus Europa für unerträglich: » mehr
Regierungschef Lucas Papademos will sich am heutigen Montag die innenpolitische Zustimmung für die zusätzlichen Sparmaßnahmen sichern, die die Troika von Athen verlangt. Die Wirtschaftszeitung Imerisia hält den Druck aus Europa für unerträglich: "Werden wir es zulassen, dass diese harten, gefühllosen, unhistorischen Technokraten die griechische Gesellschaft unter Beschuss nehmen und zu einer Rebellion führen? Denn genau betrachtet will die Troika uns dazu bringen, die neue Kredit-Tranche abzulehnen und das Land in die Insolvenz zu führen. … Diese Leute sind gefährlich, nicht nur für Griechenland, sondern für ganz Europa, denn wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und andere seriöse Wissenschaftler und Politiker betonen: Wenn Griechenland zusammenbricht, ist ganz Europa in Gefahr. … Deswegen sollten Merkel, Sarkozy und Juncker aufhören, uns in dieser unverschämten Weise zu bedrohen - was übrigens immer mehr Bürger immer mehr verärgert. Die drei sollten zusammen mit der griechischen Regierung ernsthaft nach einer vorteilhaften Lösung für Europa und Griechenland suchen."
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La Repubblica - Italien | Montag, 6. Februar 2012
Die Kreditgeber fordern von Athen, sofort eine Liste mit bisher unerledigten Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Steuerpolitik abzuarbeiten, um weitere Kredite zu erhalten. Doch die Politiker sind nicht bereit zu Reformen, womit das Schicksal des Landes besiegelt ist, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: » mehr
Die Kreditgeber fordern von Athen, sofort eine Liste mit bisher unerledigten Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Steuerpolitik abzuarbeiten, um weitere Kredite zu erhalten. Doch die Politiker sind nicht bereit zu Reformen, womit das Schicksal des Landes besiegelt ist, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Griechenland wird wieder zur wandelnden Gefahr für die Finanzmärkte. Nach einer verhältnismäßig positiven Woche für die europäischen Börsen präsentiert sich der griechische Premier Lucas Papademos heute mit nahezu leeren Händen. Die Verhandlungen für Kredithilfen werden zwar fortgesetzt, nur stehen sie mangels innenpolitischer Einigkeit unter besonders schlechten Vorzeichen. Sollten sich die Verhandlungsparteien bis zum 13. Februar nicht geeinigt haben, wird die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands zur Gewissheit und die Staatspleite unabwendbar."
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Avgi - Griechenland | Donnerstag, 2. Februar 2012
Griechenlands Regierung will seinen Gläubigern am 13. Februar ein Angebot zum Tausch alter gegen neue Staatsanleihen unterbreiten, um so ein neues Hilfspaket von EU und IWF zu ermöglichen, berichten mehrere Medien. Die Griechen müssen aber gegen weitere Sparpakete wieder demonstrieren, fordert die linke Tageszeitung Avgi: » mehr
Griechenlands Regierung will seinen Gläubigern am 13. Februar ein Angebot zum Tausch alter gegen neue Staatsanleihen unterbreiten, um so ein neues Hilfspaket von EU und IWF zu ermöglichen, berichten mehrere Medien. Die Griechen müssen aber gegen weitere Sparpakete wieder demonstrieren, fordert die linke Tageszeitung Avgi: "Die Entscheidungen, die in den nächsten Tagen in einem schnellen und undemokratischen Verfahren getroffen werden, beeinflussen die Zukunft einer ganzen Generation. Die Beteiligung der Privatwirtschaft an dem beschlossen Schuldenschnitt sowie das zweite Hilfspaket von EU und IWF stürzen Griechenland weiter in die Rezession und verwandeln es in ein Land mit eingeschränkter Souveränität. ... Es ist Zeit, dass die griechischen Bürger wieder auf die Straße gehen. Wenn wir in diesen Tagen Tage erneut ähnliche Demonstrationen wie im vorigen Juni erleben würden, dann wäre das eine Niederlage für die politische Klasse, die sich immer für dieses Hilfspaket eingesetzt hat. Der politische Karneval hätte ein Ende und die Erpressungen blieben wirkungslos."
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Eleftheros Typos - Griechenland | Mittwoch, 1. Februar 2012
Der EU-Gipfel am Montag hat Deutschlands Idee eines Sparkommissars für Griechenland verworfen, doch die Debatte darüber hält in Griechenland an. Anna Panagiotarea hat in der konservativen Tageszeitung Eleftheros Typos Angst vor Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel: » mehr
Der EU-Gipfel am Montag hat Deutschlands Idee eines Sparkommissars für Griechenland verworfen, doch die Debatte darüber hält in Griechenland an. Anna Panagiotarea hat in der konservativen Tageszeitung Eleftheros Typos Angst vor Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Viele von Merkels politischen Entscheidungen offenbaren, dass sie in der DDR erzogen wurde. … So hat sie den Vorschlag für einen Sparkommissar herzlich begrüßt, weil sie glaubt, dass dieser wie ein Führungsoffizier funktionieren werde. Ich denke, dass Frau Merkel die Europäische Union bis zu einem gewissen Grad wie den Warschauer Pakt versteht - nur mit Deutschland anstelle der Sowjetunion in der Führungsrolle. Die 'Errungenschaften der Gemeinschaft' [Acquis communautaire] und die 'Union der freien und demokratischen Staaten' scheinen Frau Merkel nicht zu interessieren. Ihre Logik, von den schwachen Mitgliedern der Euro-Zone Disziplin zu verlangen und in diesen Ländern ein 'Κοnjukturprogramm' durchzusetzen, obwohl dies nur zum Absturz in die Rezession führt, macht Angst."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 30. Januar 2012
Bei dem alljährlichen Neonazi-Aufmarsch am Samstag in Athen attackierten Teilnehmer mehrere Migranten, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt vor extremen Tendenzen in der Schuldenkrise: » mehr
Bei dem alljährlichen Neonazi-Aufmarsch am Samstag in Athen attackierten Teilnehmer mehrere Migranten, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt vor extremen Tendenzen in der Schuldenkrise: "Die Angriffe der Neonazis bestätigen eine weit verbreitete Angst : ... Athen ist inmitten der Krise anfällig für die Aktivitäten krimineller Banden. Und durch die Unsicherheit der Menschen fühlen sich diese Banden weiter bestärkt. Die Toleranz des Staats gegenüber extremen Verhaltensweisen macht solche unheilvollen Taten nur noch schlimmer. … Der Aufruf zur rassischen Reinheit, der Hass auf Mitmenschen sowie der bürgerkriegsähnliche Nationalismus in Verbindung mit der Hooligan-Gewalt bedrohen den ohnehin schon gestörten sozialen Frieden. … Der demokratische Staat steht in der Pflicht, die Gesellschaft vor ihren Feinden zu beschützen."
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Top-Thema vom Montag, 30. Januar 2012
Athen hat den deutschen Vorschlag zurückgewiesen, einen EU-Sparkommissar einzusetzen, der Griechenlands Finanzen kontrollieren soll. Falls sich das Schuldenland weiter sträubt, muss es die Euro-Zone verlassen, ... » mehr
Athen hat den deutschen Vorschlag zurückgewiesen, einen EU-Sparkommissar einzusetzen, der Griechenlands Finanzen kontrollieren soll. Falls sich das Schuldenland weiter sträubt, muss es die Euro-Zone verlassen, fordern einige Kommentatoren. Andere sehen gar keinen Nutzen in deutschen Zwangsmaßnahmen.
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Blog Coulisses de Bruxelles - Frankreich | Montag, 30. Januar 2012
Die Verhandlungen um einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland konnten nicht wie vorhergesehen abgeschlossen werden. Vor allem mit der Politik gibt es noch ein Problem, analysiert Jean Quatremer auf seinem Blog Coulisses de Bruxelles: » mehr
Die Verhandlungen um einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland konnten nicht wie vorhergesehen abgeschlossen werden. Vor allem mit der Politik gibt es noch ein Problem, analysiert Jean Quatremer auf seinem Blog Coulisses de Bruxelles: "Eine Frage ist noch offen: Müssen öffentliche Gläubiger auch auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten? Denn selbst wenn die privaten Gläubiger - also Banken, Versicherungen, Hedgefonds etc. - einen Verlust von über 50 Prozent akzeptierten, würde die griechische Schuldenlast nur um 28,5 Prozent sinken. ... Über ein weiteres Problem wird erst gar nicht gesprochen: Die letzten im Mai 2010 bilateral vergebenen Hilfsgelder in Höhe von 80 Milliarden Euro (plus 30 Milliarden vom IWF) sind an einen Zinssatz gebunden, mit dem Griechenland bestraft werden soll. ... Mit anderen Worten: So werden das griechische Defizit und die Schulden automatisch vergrößert. Welch eine Ironie!"
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Mladá fronta Dnes - Tschechien | Freitag, 27. Januar 2012
Private Gläubiger verhandeln derzeit in Athen mit der Regierung über einen Teilerlass der Schulden, aber die Gespräche stocken. Ein Erlass von rund 100 Milliarden Euro ist Voraussetzung für das zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euro-Ländern über insgesamt 130 Milliarden Euro. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes fordert ein schnelles Ende des Elends: » mehr
Private Gläubiger verhandeln derzeit in Athen mit der Regierung über einen Teilerlass der Schulden, aber die Gespräche stocken. Ein Erlass von rund 100 Milliarden Euro ist Voraussetzung für das zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euro-Ländern über insgesamt 130 Milliarden Euro. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes fordert ein schnelles Ende des Elends: "Wenn Griechenland vor zwei Jahren Bankrott gegangen wäre, dann würde es den Menschen dort besser gehen. Und Europa hätte Geld für andere, wichtigere Fälle. ... Jetzt wächst die Spannung in Europa und es ist nicht ausgeschlossen, dass Griechenland binnen ein paar Tagen oder Wochen zusammenbricht. Eine Verlängerung dieser Agonie ist kontraproduktiv. Der Zusammenbruch wäre keine Katastrophe. In Zusammenarbeit mit der EU ließe sich die Lage sehr schnell stabilisieren, und das noch vor Beginn der Urlaubssaison. Der Tourismus ist noch immer die wichtigste Einnahmequelle Griechenlands und wird es auf Dauer auch bleiben."
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To Ethnos - Griechenland | Mittwoch, 25. Januar 2012
Griechenlands Minister für regionale Entwicklung, Wettbewerb und Schifffahrt, Michalis Chrysochoidis, hat am Dienstag in einem Interview gestanden, dass er die Sparauflagen der Troika für Griechenland nicht kennt, weil er den Vertrag darüber gar nicht gelesen hat. Chrysochoidis ist leider kein Einzelfall, findet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos und kritisiert die Unverantwortlichkeit vieler Regierungsmitglieder: » mehr
Griechenlands Minister für regionale Entwicklung, Wettbewerb und Schifffahrt, Michalis Chrysochoidis, hat am Dienstag in einem Interview gestanden, dass er die Sparauflagen der Troika für Griechenland nicht kennt, weil er den Vertrag darüber gar nicht gelesen hat. Chrysochoidis ist leider kein Einzelfall, findet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos und kritisiert die Unverantwortlichkeit vieler Regierungsmitglieder: "Die große politische Tragödie unser Landes zeigte sich auch mit einem weiteren Geständnis, diesmal von unserer Ex-Wirtschaftsministerin Louka Katseli. … Sie sagte, dass sie vor der ersten Abstimmung [im Jahr 2010] nur drei Stunden Zeit (!!!) hatte, den Vertrag zu studieren. Minister und Abgeordnete, die nicht wissen, über was sie abstimmen, und das offenbar auch nicht herausfinden wollen, sind nicht nur nutzlos oder unfähig, sondern gefährlich. Gefährlich sowohl für das Land als auch für unsere Demokratie. Aus Sicht der Bürger untergraben sie die Glaubwürdigkeit des demokratischen Systems."
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Naftemporiki - Griechenland | Mittwoch, 25. Januar 2012
Griechenland soll unter Ex-Premier Giorgos Papandreou seine Defizit-Zahlen für 2009 gefälscht und so den Gang unter den Rettungsschirm erzwungen haben. Der oberste Finanzstaatsanwalt Grigoris Peponis hat nun eine Klage gegen Ex-Regierungschef Papandreou und Ex-Finanzminister Giorgos Papakonstantinou ans Parlament weitergeleitet. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki bedauert die Fälschungen und die Folgen für die Glaubwürdigkeit des Landes: » mehr
Griechenland soll unter Ex-Premier Giorgos Papandreou seine Defizit-Zahlen für 2009 gefälscht und so den Gang unter den Rettungsschirm erzwungen haben. Der oberste Finanzstaatsanwalt Grigoris Peponis hat nun eine Klage gegen Ex-Regierungschef Papandreou und Ex-Finanzminister Giorgos Papakonstantinou ans Parlament weitergeleitet. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki bedauert die Fälschungen und die Folgen für die Glaubwürdigkeit des Landes: "Das Wort Statistik kommt von dem lateinischen 'status', was sich auf den Staat bezieht. Als diese Wissenschaft erfunden wurde, ging es um die Datenerhebung für die Bedürfnisse des Staats. Diese Wissenschaft hat also Daten registriert wie etwa die Fläche, die Bevölkerung, die Produktivität und andere relevante Daten, welche die Regierenden unbedingt kennen mussten. … Den griechischen Politikern ist es gelungen, mathematische Grundlagen zu verwerfen und das Land völlig in Verruf zu bringen. Die Theorie besagt übrigens: Kein Staat kann existieren ohne richtige und zuverlässige Daten, auf deren Grundlage man eine Prognose entwickeln und rationale Entscheidungen treffen kann. Aber das wissen wir leider schon längst."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 23. Januar 2012
Die griechische Regierung hat am Sonntag im Internet eine 170 Seiten lange Liste mit 4.152 Steuersündern veröffentlicht, unter ihnen Ex-Politiker, Künstler und Sportler. Sie schulden dem griechischen Staat insgesamt rund 15 Milliarden Euro. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fordert einen konkreten Plan, um die Schulden einzutreiben: » mehr
Die griechische Regierung hat am Sonntag im Internet eine 170 Seiten lange Liste mit 4.152 Steuersündern veröffentlicht, unter ihnen Ex-Politiker, Künstler und Sportler. Sie schulden dem griechischen Staat insgesamt rund 15 Milliarden Euro. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fordert einen konkreten Plan, um die Schulden einzutreiben: "Diese Liste ist beeindruckend. ... Ebenso beeindruckend sind aber auch die zwei Fragen, die sich nun stellen. Erstens: Warum hat es der Staat zugelassen, dass der ohnehin schon hohe Schuldenberg noch weiter gewachsen ist, und warum hat er nicht früher reagiert? Zweitens: Welche Strafe erhalten diejenigen, die weiterhin nicht zahlen wollen - was wahrscheinlich in den meisten Fällen so sein wird? Um die erste Frage zu beantworten, muss man nach den Verantwortlichen suchen. Und für eine Antwort auf die zweite Frage muss man einfach das Strafmaß festlegen. Nur dann bleibt die Liste nicht nur beeindruckend, sondern erfüllt eine sinnvolle Funktion."
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Protagon - Griechenland | Donnerstag, 19. Januar 2012
Im Dorf Vevčani, im äußersten Westen der Republik Mazedonien, haben die Bewohner am vergangenen Freitag während einer Karnevalsfeier Griechenland symbolisch beerdigt. Das hat die Beziehungen der beiden Länder, die wegen des Namensstreits ohnehin angespannt sind, weiter verschlechtert. So hat das griechische Außenministerium die Regierung in Skopje aufgefordert, den Akt zu verurteilen. Außerdem können die Griechen sich viel besser selbst beerdigen, erläutert der Blogger und Journalist Stavros Theodorakis im Nachrichtenportal Protagon.gr: » mehr
Im Dorf Vevčani, im äußersten Westen der Republik Mazedonien, haben die Bewohner am vergangenen Freitag während einer Karnevalsfeier Griechenland symbolisch beerdigt. Das hat die Beziehungen der beiden Länder, die wegen des Namensstreits ohnehin angespannt sind, weiter verschlechtert. So hat das griechische Außenministerium die Regierung in Skopje aufgefordert, den Akt zu verurteilen. Außerdem können die Griechen sich viel besser selbst beerdigen, erläutert der Blogger und Journalist Stavros Theodorakis im Nachrichtenportal Protagon.gr: "Die Beerdigung Griechenlands ist eine Angelegenheit der griechischen Politiker, Religionsführer, Unternehmer, Gewerkschaftler, Sozialisten, Kommunisten, Liberalen, Rechtsextremen, Linksextremen, aber auch der griechischen Steuerhinterzieher, Gauner, Vermummten, Bullen, Banditen, überhaupt aller Griechen. Es kann sein, dass wir Griechen uns stark voneinander unterscheiden, dass wir streiten; aber in den vergangenen zwei Jahren haben wir bewiesen, dass wir in einer Sache einig sind: Griechenland werden wir selbst beerdigen - und niemand sonst. ... Griechenland gehört den Griechen, und seine Beerdigung wird griechisch sein. Das sollten sowohl Freunde als auch Feinde kapieren."
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Protagon - Griechenland | Freitag, 13. Januar 2012
Die Beteiligung der Privatwirtschaft an dem im vergangenen Oktober beschlossenen Schuldenschnitt für Griechenland kommt Medienberichten zufolge nur schleppend voran. Der Wirtschaftswissenschaftler Giannis Varoufakis meint im Onlineportal Protagon, dass es von Anfang an falsch war, mit der Beteiligung privater Banken und Investoren zu rechnen: » mehr
Die Beteiligung der Privatwirtschaft an dem im vergangenen Oktober beschlossenen Schuldenschnitt für Griechenland kommt Medienberichten zufolge nur schleppend voran. Der Wirtschaftswissenschaftler Giannis Varoufakis meint im Onlineportal Protagon, dass es von Anfang an falsch war, mit der Beteiligung privater Banken und Investoren zu rechnen: "Hier in Griechenland, dem Land, das mehr als jedes andere von der Krise betroffen ist, wird die Beteiligung des Privatsektors immer noch als Hauptstrategie für einen Ausweg aus der Krise dargestellt! … Doch die Strategie war von Anfang an ein Fehler. … Seit vorigem Juli hat das nur dazu geführt, dass die Krise viel größer geworden ist und sich weiter verschärft hat. …Die Frage ist: Was ist die Alternative? Die Ausgabe von Euro-Anleihen durch die Europäische Zentralbank wäre für Griechenland und die Euro-Zone eine einzigartige Chance, um die Krise gemeinsam zu überwinden."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 10. Januar 2012
Griechenlands Premier Lucas Papademos hat in dieser Woche die Gewerkschaften aufgefordert, weiteren Lohnkürzungen zuzustimmen, damit im Februar die nächste Kredit-Tranche von EU und IWF ausbezahlt werden kann. Der Kolumnist Nikos Xidakis fordert Papademos in der konservativen Tageszeitung Kathimerini auf, den Griechen die Wahrheit über weitere Sparmaßnahmen zu erklären: » mehr
Griechenlands Premier Lucas Papademos hat in dieser Woche die Gewerkschaften aufgefordert, weiteren Lohnkürzungen zuzustimmen, damit im Februar die nächste Kredit-Tranche von EU und IWF ausbezahlt werden kann. Der Kolumnist Nikos Xidakis fordert Papademos in der konservativen Tageszeitung Kathimerini auf, den Griechen die Wahrheit über weitere Sparmaßnahmen zu erklären: "Weder beruhigt uns Papademos mit seiner Aussage noch hilft er uns weiter. Stattdessen wachsen unsere Sorgen: Wann und wie wird unser Land gerettet? Welchen Platz nehmen die Menschen in diesem zu rettenden Land ein? Oder wird nur das Land gerettet, die Menschen aber bleiben auf der Strecke? … Warum verschaffen die Lohnnebenkosten, die zu den niedrigsten in der Euro-Zone gehören, der griechischen Wirtschaft Wettbewerbsnachteile? … Wie kann ein Grieche mit dem niedrigen Gehalt eines Rumänen überleben, wenn die Lebenshaltungskosten so hoch wie in London sind? … Grundlegende Wahrheiten zu sagen, wäre der größte Dienst, den Herr Papademos seinen Landsleuten in diesem historischen Augenblick erweisen kann - falls er sie selber kennt."
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Kathimerini - Griechenland | Samstag, 7. Januar 2012
Einer Eurobarometer-Umfrage zufolge sind 27 Prozent aller Griechen zwischen 15 und 35 Jahren bereit, für die Arbeitsplatzsuche zumindest zeitweise ihre Heimat zu verlassen. Die konservative Tageszeitung Kathimerini fragt sich, ob sie auch zurückkehren: » mehr
Einer Eurobarometer-Umfrage zufolge sind 27 Prozent aller Griechen zwischen 15 und 35 Jahren bereit, für die Arbeitsplatzsuche zumindest zeitweise ihre Heimat zu verlassen. Die konservative Tageszeitung Kathimerini fragt sich, ob sie auch zurückkehren: "Je schlimmer die Rezession wird, desto schlechter sind die Aussichten für eine Rückkehr in die Heimat. Die Suche nach einer besseren Zukunft im Ausland ist nicht mehr eine Wahl, sondern ein Zwang. … Dabei ist die Entscheidung auszuwandern erst der Anfang. Anschließend stehen die jungen Menschen vor dem nächsten Dilemma: Gibt es ein Zurück? Und wenn ja, zu welchen Bedingungen? … Jeder Einzelne steht vor dem Dilemma 'zu bleiben oder zu gehen'. Doch die Entscheidung jedes Einzelnen wirkt sich auf die gesamte Gesellschaft aus. Auf die Familienmitglieder, auf das nähere Umfeld jedes Einzelnen und auch auf das Land selbst. … Es ist ein Gesellschaftsphänomen, dessen Ursache in der Krise liegt."
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Epikaira - Griechenland | Donnerstag, 5. Januar 2012
Griechenlands Premier Lucas Papademos hat am Donnerstag vor einer "unkontrollierten Staatspleite" seines Landes gewarnt und die Griechen aufgefordert, Lohnkürzungen zu akzeptieren, um ein neues Hilfspaket von EU und IWF im Umfang von 130 Milliarden Euro nicht zu gefährden. Zuvor hatte der Regierungssprecher Pantelis Kapsis öffentlich über einen Euro-Austritt Griechenlands spekuliert. Das linksliberale Magazin Epikaira kritisiert den Druck, der auf die Bevölkerung ausgeübt wird: » mehr
Griechenlands Premier Lucas Papademos hat am Donnerstag vor einer "unkontrollierten Staatspleite" seines Landes gewarnt und die Griechen aufgefordert, Lohnkürzungen zu akzeptieren, um ein neues Hilfspaket von EU und IWF im Umfang von 130 Milliarden Euro nicht zu gefährden. Zuvor hatte der Regierungssprecher Pantelis Kapsis öffentlich über einen Euro-Austritt Griechenlands spekuliert. Das linksliberale Magazin Epikaira kritisiert den Druck, der auf die Bevölkerung ausgeübt wird: "Die Verwalter der Hilfspakete und ihre internationalen Helfer tun alles, damit die Bevölkerung die unglaublichen Forderungen akzeptiert. … Sie üben Druck aus, sie drohen, sie terrorisieren, sie erpressen, damit das Land nur ja in der Euro-Zone bleibt. ... Wir erleben eine Katastrophe mit immer weitreichenderen Folgen, die sich zu einer Lawine oder einem Tsunami auswachsen. … Das Erschütterndste aber ist die Unwissenheit und die Unsicherheit über den nächsten Tag. Schon viele wichtige politische Denker haben gesagt, dass Gefühle großer Ungerechtigkeit zur sozialen Explosion führen können."
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To Vima Online - Griechenland | Donnerstag, 5. Januar 2012
Griechenlands Ex-Premier Giorgos Papandreou hat am Mittwoch seinen Rücktritt als Vorsitzender der sozialistischen Pasok-Partei angekündigt. Er will das Amt vermutlich im Juni abgeben und auch nicht erneut für den Premier-Posten kandidieren. Die linksliberale Onlinezeitung To Vima zieht eine ernüchternde Bilanz: » mehr
Griechenlands Ex-Premier Giorgos Papandreou hat am Mittwoch seinen Rücktritt als Vorsitzender der sozialistischen Pasok-Partei angekündigt. Er will das Amt vermutlich im Juni abgeben und auch nicht erneut für den Premier-Posten kandidieren. Die linksliberale Onlinezeitung To Vima zieht eine ernüchternde Bilanz: "Sie ist die einzige Familie in der westlichen Welt, die in drei aufeinander folgenden Generationen den Premier gestellt hat. Die Mutter von Giorgos Papandreou war Ehefrau und Mutter von Ministerpräsidenten. … Am beeindruckendsten aber ist, dass Papandreou als Premier und Pasok-Vorsitzender versprochen hatte, das korrupte System zu zerschlagen. ... Gerade so, als ob er nicht seit Jahren selbst prominentes Mitglied dieses Systems war. … Papandreou hat das Land, das er geführt hat, kaputt gemacht. … Mit seinem Rücktritt löst er auch seine Partei auf, die die Papandreou-Dynastie mit sich in den Abgrund reißt. Warum? Aus dem einfachen Grund, damit die Dynastie nicht die Kontrolle über ihr Familienunternehmen verliert: Sie zieht es vor, es zu schließen."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 3. Januar 2012
Ein hoher Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums, Yannis Kapeleris, ist am Montag angeklagt worden, Geldstrafen von Firmen nicht eingezogen zu haben. Vergangene Woche waren zwei Athener Staatsanwälte zunächst zurückgetreten, weil sie sich bei ihren Ermittlungen im Fall Kapeleris politisch behindert fühlten. Zwei Tage später zogen sie ihren Rücktritt aber wieder zurück. Die konservative Tageszeitung Kathimerini fordert, dass die Umstände des Rücktritts der zwei Staatsanwälte ernsthaft untersucht werden: » mehr
Ein hoher Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums, Yannis Kapeleris, ist am Montag angeklagt worden, Geldstrafen von Firmen nicht eingezogen zu haben. Vergangene Woche waren zwei Athener Staatsanwälte zunächst zurückgetreten, weil sie sich bei ihren Ermittlungen im Fall Kapeleris politisch behindert fühlten. Zwei Tage später zogen sie ihren Rücktritt aber wieder zurück. Die konservative Tageszeitung Kathimerini fordert, dass die Umstände des Rücktritts der zwei Staatsanwälte ernsthaft untersucht werden: "Die Rücknahme ihrer Kündigungen, das Fehlen von öffentlichen Erklärungen und von Beweisen und die anschließende Verfolgung von hochrangigen Regierungsvertretern, werfen Fragen auf über die Art und Weise wie dieser Fall behandelt wurde. … Das Land steht vor einer Katastrophe wegen der Korruption und der Straflosigkeit. Die Wirtschaftskriminalität hat hohe Steuerausfälle verursacht, für die die gesetzestreuen Bürger zahlen müssen. Der Premier, seine Minister für Finanzen und Justiz sowie die Staatsanwaltschaft des Obersten Gerichtshofs sind den Bürgern Erklärungen schuldig."
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To Vima Online - Griechenland | Freitag, 23. Dezember 2011
Die Vorstellung von den faulen Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt hätten und schuld an der Euro-Krise seien, muss dringend aufgegeben werden, fordert die linksliberale To Vima-Online: » mehr
Die Vorstellung von den faulen Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt hätten und schuld an der Euro-Krise seien, muss dringend aufgegeben werden, fordert die linksliberale To Vima-Online: "Wir müssen verstehen, dass die Fortsetzung dieser Propaganda ein großes Verbrechen an der Zukunft unseres Landes ist. … Wir können nicht mehr hinnehmen, dass im Bewusstsein der europäischen Bürger das Fortschreiten der Krise mit einer zentralen Verantwortung der Griechen verbunden werden. ... Es ist unglaublich, dass diese Propaganda sogar in unserem Land wiederholt wird. … Der Schaden für Griechenland und die Griechen ist enorm. Vielleicht ist der Schaden viel größer als der durch die Schuldenkrise selbst verursachte. Das liegt daran, dass nicht nur die Regierungen mancher Länder von der Propaganda beeinflusst werden, sondern alle Menschen in Europa. … Die Deutschen haben wieder einmal das imaginäre 'Super-Böse' geschaffen, das verantwortlich für alles Übel ist. Griechenland muss dieses Konstrukt los werden."
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To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 18. Dezember 2011
Im ersten Halbjahr 2011 haben sich 40 Prozent mehr Griechen das Leben genommen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, laut griechischem Gesundheitsministerium. Das ist auch eine Folge der Schuldenkrise, meint der Schriftsteller Dimitris Papachristos in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos besorgt: » mehr
Im ersten Halbjahr 2011 haben sich 40 Prozent mehr Griechen das Leben genommen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, laut griechischem Gesundheitsministerium. Das ist auch eine Folge der Schuldenkrise, meint der Schriftsteller Dimitris Papachristos in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos besorgt: "Jeder fragt sich, wohin uns diese Situation noch führen wird: das Martyrium der permanenten Verschiebung [der Lösung der Schuldenkrise] und drohende neue Sparmaßnahmen zu Lasten der Arbeitnehmer und Rentner. ... Die Angst vor der Arbeitslosigkeit wächst weiter. Mittlerweile sind schon eine Million Menschen ohne Arbeit. … Die Gesellschaft wird wilder und die Menschen verlieren den Bezug zueinander. ... Depressionen nehmen zu und die Zahl der Selbstmorde steigt. Überall breitet sich Nervosität aus, wächst die Spannung und es gibt immer mehr Familiendramen. … Die grimmigen und gestressten Menschen, die im Meer der Unsicherheit schwimmen, werden sich selbst gefährlich und bringen sich um beim Versuch sich zu retten."
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Ta Nea - Griechenland | Donnerstag, 15. Dezember 2011
Paul Thomsen, Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat bei einem Besuch in Athen am Dienstag eingeräumt, dass die zwischen Griechenland und der sogenannten Troika unterzeichnete Sparvereinbarung verbesserungsbedürftig sei. Wenn selbst der IWF zugibt, dass der Plan Mängel hat, dann sollte die Sparpolitik nicht mehr fortgesetzt werden, meint der Kolumnist Giannis Pretenteris in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Paul Thomsen, Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat bei einem Besuch in Athen am Dienstag eingeräumt, dass die zwischen Griechenland und der sogenannten Troika unterzeichnete Sparvereinbarung verbesserungsbedürftig sei. Wenn selbst der IWF zugibt, dass der Plan Mängel hat, dann sollte die Sparpolitik nicht mehr fortgesetzt werden, meint der Kolumnist Giannis Pretenteris in der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea: "Es sind also nicht nur die 'populistischen' Gegner des Abkommens, die sagen, dass es gescheitert ist. ... Der IWF selbst stimmt den meisten Punkten zu, mit denen Kritiker seit mehr als 20 Monaten auf das unvermeidliche Scheitern des Sparplans hingewiesen haben. Wie aus dem IWF-Bericht und den Erklärungen von Paul Thomsen hervorgeht, hatte die Vereinbarung viele Fehler. So wurde etwa die Möglichkeit, die Staatseinnahmen durch höhere Steuern zu steigern, überschätzt. ... Die maximale Steuerlast der griechischen Bürger ist erreicht. Doch haben unsere Politiker das auch wirklich verstanden? Und falls sie es tatsächlich verstanden haben, wie werden sie reagieren? Ich fürchte, sie werden nichts tun."
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Naftemporiki - Griechenland | Mittwoch, 7. Dezember 2011
Das griechische Parlament hat in der Nacht zu Mittwoch den Haushalt für 2012 verabschiedet, der unter anderem weitere Steuererhöhungen, Privatisierungen und drastische Einsparungen im öffentlichen Dienst vorsieht. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki begrüßt die Maßnahmen als einen wichtigen Schritt aus der Krise: » mehr
Das griechische Parlament hat in der Nacht zu Mittwoch den Haushalt für 2012 verabschiedet, der unter anderem weitere Steuererhöhungen, Privatisierungen und drastische Einsparungen im öffentlichen Dienst vorsieht. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki begrüßt die Maßnahmen als einen wichtigen Schritt aus der Krise: "Es handelt sich um einen Haushalt, der wichtige Maßnahmen sowohl für die Einnahmen als auch für die Ausgaben des Staats umfasst. ... Die Ziele basieren auf optimistischen Prognosen für die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes. Sie basieren auch auf strukturellen Reformen, deren Umsetzung die Troika als absolut notwendig voraussetzt. ... Denn diese Reformen sollen vor allem die Voraussetzungen schaffen, dass das Land seinen Haushalt konsolidieren kann."
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Blog Stefan Niggemeier - Deutschland | Dienstag, 29. November 2011
Der Verein Europa-Union hat am Samstag der deutschen Boulevardzeitung Bild die Europäische Distel verliehen wegen ihrer negativen Berichterstattung über Griechenland, die Stefan Niggemeier in seinem Blog sogar für Volksverhetzung hält: » mehr
Der Verein Europa-Union hat am Samstag der deutschen Boulevardzeitung Bild die Europäische Distel verliehen wegen ihrer negativen Berichterstattung über Griechenland, die Stefan Niggemeier in seinem Blog sogar für Volksverhetzung hält: "'Bild' arbeitet seit Monaten systematisch daran, dass niemand an griechische Menschen denken soll, ohne das Wort Pleite mitzudenken. ... 'Bild' macht systematisch nicht nur einen Staat, sondern alle seine Angehörigen verächtlich. Es ist eine Form von Volksverhetzung. ... Das Ressentiment oder wenigstens der Reflex war sicher schon da. 'Bild' hat es nur gehegt, gepflegt und verschärft, um davon zu profitieren. Je mehr 'Bild' hetzte, umso größer wurde das Ressentiment, und je größer das Ressentiment, umso mehr wurde 'Bild' scheinbar zur Stimme des Volkes. Man denke sich die Argumentation, dass die Hetze nicht so schlimm sei, weil die kritische Stimmung im Volk doch eh schon vorhanden war, übertragen in die zwanziger und dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Juden-kritische Stimmung war schon da."
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Eleftherotypia - Griechenland | Donnerstag, 24. November 2011
Der Vorsitzende von Griechenlands konservativer Partei Nea Demokratia, Antonis Samaras, hat sich am Mittwoch wie von der EU gefordert schriftlich zum dauerhaften Sparen bekannt. Damit hat Samaras das Todesurteil für sich, seine Partei und das aktuelle politische System unterschrieben, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Der Vorsitzende von Griechenlands konservativer Partei Nea Demokratia, Antonis Samaras, hat sich am Mittwoch wie von der EU gefordert schriftlich zum dauerhaften Sparen bekannt. Damit hat Samaras das Todesurteil für sich, seine Partei und das aktuelle politische System unterschrieben, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Die beiden großen Parteien Pasok und Nea Demokratia werden ab jetzt treu der Sparpolitik folgen, obwohl sich diese als katastrophal für die Wirtschaft erwiesen hat. ... Sie unterschreiben somit das Ende ihrer Politik, vielleicht auch ihr Todesurteil. Auf den ersten Blick könnte das all jene Griechen erleichtern, denen ohnehin schon lange klar ist, dass das Zweiparteiensystem in Griechenland am Ende ist. … Aber die politischen Kräfte, die sich gegen die von EU und Internationalem Währungsfonds diktierte Sparpolitik stellen, insbesondere im linken Spektrum, sind verstreut. Sie haben keinen gemeinsamen alternativen Vorschlag und keine Politik anzubieten und möchten auch nicht miteinander kooperieren."
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To Ethnos - Griechenland | Montag, 21. November 2011
Griechenlands neuer Premier Lucas Papademos hat während seines Antrittsbesuchs bei der EU am Montag um Vertrauen für seine Regierung geworben. Allerdings brachte er keine schriftliche Zusage mit, in der sich die beiden wichtigsten griechischen Parteien zum dauerhaften Sparen verpflichten. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos appelliert an den Vorsitzenden der konservativen Partei Nea Demokratia, Antonis Samaras, die Erklärung zu unterschreiben: » mehr
Griechenlands neuer Premier Lucas Papademos hat während seines Antrittsbesuchs bei der EU am Montag um Vertrauen für seine Regierung geworben. Allerdings brachte er keine schriftliche Zusage mit, in der sich die beiden wichtigsten griechischen Parteien zum dauerhaften Sparen verpflichten. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos appelliert an den Vorsitzenden der konservativen Partei Nea Demokratia, Antonis Samaras, die Erklärung zu unterschreiben: "Diejenigen, die glauben, dass sie durch ihre Regierungsbeteiligung die schon getroffenen Entscheidungen annullieren und sie neu verhandeln können, behindern die Arbeit des Premiers. Die Entscheidung [auf dem EU-Gipfel] vom 26. Oktober ist abgeschlossen. … Die wirtschaftliche Situation erfordert es, dass EU und IWF bald ihre versprochenen neuen Kredite freigeben. Damit dies passiert, müssen wir uns konsequent an unsere damals gegebenen Versprechen an die Gläubiger halten."
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O Kosmos tou Ependiti - Griechenland | Sonntag, 20. November 2011
Immer mehr europäische Medien stellen die Frage, ob Griechenland überhaupt in die Europäische Union gehört, wie zuletzt die französische Tageszeitung Le Monde. Doch nicht erst daran sieht man, dass die europäische Identität zersetzt wird, meint die Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti in ihrem Leitartikel: » mehr
Immer mehr europäische Medien stellen die Frage, ob Griechenland überhaupt in die Europäische Union gehört, wie zuletzt die französische Tageszeitung Le Monde. Doch nicht erst daran sieht man, dass die europäische Identität zersetzt wird, meint die Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti in ihrem Leitartikel: "Ihre Zersetzung schreitet umso schneller voran, je öfter die beiden führenden Kräfte Europas, Frankreich und Deutschland, sie mit trennenden Termini bombardieren: Die Nordeuropäer und die Südeuropäer, die Verschuldeten und die Nicht-Verschuldeten, die Produktiven und die Faulen, die Disziplinierten und die Undisziplinierten, die Reichen und die Armen. … Ohne überhaupt eine Interpretation zu versuchen, wie nach so vielen Jahrzehnten der europäischen Integration und Konvergenz die Schere der Ungleichheit soweit auseinanderklafft zwischen dem reichsten und dem ärmsten Land der EU, so dass das Luxemburger Bruttoinlandsprodukt pro Kopf acht mal höher ist als das der Rumänen. So ändert die 'europäische Identität', deren Inhalte sich auflösen, ihre Bedeutung und wird zum Gegensatz: das Anderssein. Plötzlich sehen sich alle viel mehr als Griechen, Deutsche, Franzosen oder Rumänen, und weniger als Europäer."
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Politis - Zypern | Donnerstag, 17. November 2011
Griechische Steuerfahnder haben am Dienstag einen der bekanntesten griechischen Industriellen festgenommen, Georgios Petzetakis. Er soll dem Staat mehr als zwei Millionen Euro Steuern schulden. Wenigstens die neue Übergangsregierung meint es ernst mit der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, lobt die liberal-konservative Tageszeitung Politis: » mehr
Griechische Steuerfahnder haben am Dienstag einen der bekanntesten griechischen Industriellen festgenommen, Georgios Petzetakis. Er soll dem Staat mehr als zwei Millionen Euro Steuern schulden. Wenigstens die neue Übergangsregierung meint es ernst mit der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, lobt die liberal-konservative Tageszeitung Politis: "Als die beiden großen Parteien Pasok und Nea Demokratia an der Macht waren, wurde kein Steuerbetrüger festgenommen. ... Der neue Premier Lucas Papademos hat bei seiner offizielle Rede das Wort 'Gerechtigkeit' benutzt. ... Werden jetzt noch weitere Betrüger festgenommen? Es gibt Dutzende, die den Staat verspottet haben. Doch der war unfähig, sie zur Rechenschaft zu ziehen. ... Es war ein Staat, der selbst schuldig war und sich zum Komplizen gemacht hat. ... Wenn sich irgendetwas in Griechenland ändern sollte, dann wird es in den nächsten drei Monaten passieren [bis zu den geplanten Neuwahlen im Februar]. Danach kommen wieder die 'Retter' von Pasok und Nea Demokratia. … Sie werden nicht so leicht aufgeben, denn sie haben sich an den Klientelismus gewöhnt."
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Dilema Veche - Rumänien | Donnerstag, 17. November 2011
Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, kann das die friedliche Entwicklung auf dem Balkan gefährden, meint Ovidiu Nahoi in der konservativen Wochenzeitung Dilema Veche: » mehr
Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, kann das die friedliche Entwicklung auf dem Balkan gefährden, meint Ovidiu Nahoi in der konservativen Wochenzeitung Dilema Veche: "Welche Botschaft wird denn den Ländern vermittelt, wenn man mit dem Gedanken spielt, Griechenland außen vor zu lassen? Wir sollten nicht vergessen, dass Griechenland in dieser Region - ob nun zu Recht oder nicht - als das Land angesehen wird, das dem Westen inzwischen am ähnlichsten ist, dank seiner langen Mitgliedschaft in der EU und der Nato. Ein 'Rauswurf' Griechenlands, egal wie er aussähe, würde auf dem Balkan mit Sicherheit als Zeichen der Aussetzung wenn nicht gar als Ende des Integrationsprozesses verstanden werden. Dann würden alte Freundschaften und Feindschaften wieder aufleben und überholte nationalistische Projekte aus der Mottenkiste gekramt. Konflikte, die bislang nur unterdrückt werden, könnten neu aufflammen. Und das in einer politischen Umgebung, die sich seit den 1990er Jahren stark verändert hat."
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To Vima Online - Griechenland | Montag, 14. November 2011
Erstmals seit Ende der Militärdiktatur im Jahr 1974 ist an der griechischen Regierung mit der Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung (Laos) eine rechtsnationalistische Partei beteiligt. Premierminister Lucas Papademos hat mit dieser Entscheidung seinen ersten großen Fehler begangen, kritisiert die linksliberale Onlinezeitung To Vima: » mehr
Erstmals seit Ende der Militärdiktatur im Jahr 1974 ist an der griechischen Regierung mit der Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung (Laos) eine rechtsnationalistische Partei beteiligt. Premierminister Lucas Papademos hat mit dieser Entscheidung seinen ersten großen Fehler begangen, kritisiert die linksliberale Onlinezeitung To Vima: "Wir sollten nicht vergessen: Laos-Vorsitzender Giorgos Karatzaferis hat eine Amnestie für Junta-Mitglieder gefordert. Lassen Sie uns den tieferen Sinn dieser Forderung verstehen: Er bat die Bürger, denjenigen zu vergeben, die die Demokratie gestürzt haben. Laos ist nicht einfach eine rechtsextreme Partei wie im restlichen Europa. … Sie ähnelt diesen Parteien zwar in ihren Grundlagen: Fremdenfeindlichkeit, Repression, Christentum, Misstrauen gegenüber allem Weltoffenen. Laos hat aber eine Besonderheit, die sie von den anderen unterscheidet: Es ist ihre Nähe zu einer Diktatur. ... Die neue Regierung hat den ersten großen Fehler gemacht. … Papademos hatte die Rechtsextremen nicht nötig. Er hat sie selbst ausgewählt."
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Le Figaro - Frankreich | Dienstag, 15. November 2011
Mit Lucas Papademos und Mario Monti sind ohne Neuwahlen zwei Finanzexperten an die Spitze europäischer Staaten gelangt. Das ist heikel für die Demokratie, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: » mehr
Mit Lucas Papademos und Mario Monti sind ohne Neuwahlen zwei Finanzexperten an die Spitze europäischer Staaten gelangt. Das ist heikel für die Demokratie, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Das Ausmaß und die Dauer des Mandats der beiden Politiker müssen so bemessen sein, dass sie effizient arbeiten können. Aber in beiden Fällen muss es ein Limit geben, um eine Rückkehr zur demokratischen Legitimität unter optimalen Bedingungen zu garantieren. Niemand soll sagen können, dass die Politik in Europa auf dem Rücken der Europäer gemacht wird. Verantwortlich dafür ist Giorgos Papandreou. Er hat mit einem Referendum gedroht, um den Verpflichtungen, die ihm beim Brüsseler Gipfeltreffen auferlegt wurden, zu entgehen. Seitdem ist die Frage auf dem Tisch, wie die Entscheidungsfindung in Europa demokratisch kontrolliert werden kann. Man wird sich ihr nicht entziehen können, wenn es darum geht, eine wirkliche europäische Wirtschaftsregierung zu schaffen."
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O Kosmos tou Ependiti - Griechenland | Sonntag, 13. November 2011
Griechenland hat seit Freitag eine Übergangsregierung unter der Führung des Bankiers Lucas Papademos. Damit hat endgültig die brutale Euro-Junta das Land übernommen, schimpft der Kolumnist Giannis Kibouropoulos in der Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti: » mehr
Griechenland hat seit Freitag eine Übergangsregierung unter der Führung des Bankiers Lucas Papademos. Damit hat endgültig die brutale Euro-Junta das Land übernommen, schimpft der Kolumnist Giannis Kibouropoulos in der Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti: "Wir sind Zeugen eines paneuropäischen Putsches. Eine Euro-Junta versucht sich in allen Ländern zu etablieren, vor allem in den vom Bankrott bedrohten. … Anstatt Waffen einzusetzen, bombardiert man die Menschen mit der Angst vor der Insolvenz, erpresst sie mit dem Ausschluss aus der Euro-Zone und 'vergewaltigt' die Souveränität und Demokratie ihrer Länder. … Wenn die Euro-Junta den Kern der Existenz eines Staats, seine Souveränität, seine Demokratie und die Überlebensbedingungen seiner Bürger in Frage stellt, was genau ist dann der Anreiz, in der Euro-Zone zu bleiben? ... Was ist dann der Anreiz, einen Bankrott zu vermeiden sowie die Rückkehr der nationalen Währung, was den politisch erschöpften und politisch verstümmelten Bürgern als Schreckgespenst präsentiert wird?"
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Top-Thema vom Freitag, 11. November 2011
Der parteilose Lucas Papademos wird am heutigen Freitag als Chef einer neuen Übergangsregierung in Griechenland vereidigt. Nach tagelangen Verhandlungen haben sich Konservative und Sozialisten am ... » mehr
Der parteilose Lucas Papademos wird am heutigen Freitag als Chef einer neuen Übergangsregierung in Griechenland vereidigt. Nach tagelangen Verhandlungen haben sich Konservative und Sozialisten am Donnerstag auf den Ex-Vizepräsidenten der EZB geeinigt. Pressestimmen zufolge muss Papademos nun eine Herkulesaufgabe bewältigen, sonst muss sein Land die Euro-Zone verlassen.
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Freitag, 11. November 2011
Den designierten Premier Griechenlands Lucas Papademos erwartet eine Herkulesaufgabe angesichts der kritischen Situation seines Landes, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: » mehr
Den designierten Premier Griechenlands Lucas Papademos erwartet eine Herkulesaufgabe angesichts der kritischen Situation seines Landes, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Im kommenden Jahr, schätzt die EU-Kommission, werde die griechische Staatsverschuldung bei knapp zweihundert Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. Weil man sich das eigentlich nicht vorstellen kann, braucht man sich auch nicht darüber zu wundern, warum es nach Papandreous Verzichtsankündigung so lange gedauert hat, bis in Athen ein neuer Ministerpräsident gefunden wurde. Es spricht für die staatsmännische Haltung Lucas Papademos', dass er sich nicht hat abschrecken lassen von der schieren Höhe des Konsolidierungsbedarfs, sondern eingewilligt hat eine Regierung des Übergangs zu führen. ... Der Ausgangspunkt könnte schlechter nicht sein: Die Arbeitslosigkeit ist auf einem neuen Höchststand, und Europa droht eine Rezession. Die Stimmung ist, passend zur Saison, düster."
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To Ethnos - Griechenland | Mittwoch, 9. November 2011
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt, doch er will sich nur vorübergehend von diesem Amt zurückziehen, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt, doch er will sich nur vorübergehend von diesem Amt zurückziehen, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Während das ganze Land über den zukünftigen Premier redet wird unterschätzt, welche Auswirkungen der Verbleib Papandreous in der Führung seiner Partei Pasok haben wird. Niemand verlangt, dass er diesen Posten abgibt. Das ist ein großer Fehler seiner innerparteilichen Gegner. Sie haben seinen Plan nicht verstanden. Da er Finanzminister Evangelos Venizelos und den Oppositionsführer Antonis Samaras angewiesen hat, das Abkommen der ewigen Sparpolitik und der nationalen Unterwerfung zu ratifizieren, ist Papandreou sicher, dass sich diese beiden politisch 'verbrennen' werden. Indem er vorübergehend nicht die Verantwortung für diese 'schmutzige Arbeit' übernimmt, aber Pasok-Vorsitzender bleibt, wird die Regierungspartei nach vier Monaten in die Wahlen geführt! ... Er und kein anderer wird der Kandidat für das Amt des Premiers sein, und zwar unbeschädigt durch die neuen Maßnahmen!"
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Blog Pitsirikos - Griechenland | Dienstag, 8. November 2011
Griechenland hat noch immer keine neue Regierung, sie soll nun am heutigen Mittwoch bekannt gegeben werden. Der Blogger Pitsirikos macht sich lustig über die Verzögerung bei der Bildung der Übergangsregierung: » mehr
Griechenland hat noch immer keine neue Regierung, sie soll nun am heutigen Mittwoch bekannt gegeben werden. Der Blogger Pitsirikos macht sich lustig über die Verzögerung bei der Bildung der Übergangsregierung: "Die Ausreden der Kandidaten für das Amt des Premiers, es nicht anzunehmen, geben den ausländischen Medien Recht in dem, was sie in den vergangenen Jahren über unser Volk geschrieben und gesagt haben. Wir sehen, es gibt Arbeitsplätze, aber niemand will sie besetzen. So werden jene Ausländer bestätigt die uns als faul bezeichnen. Wenn die Griechen nicht einmal den Job des Premiers haben möchten, dann kann man vielleicht verstehen, welche Abneigung sie gegen die harte Arbeit in der Landwirtschaft haben. … Und dann beschweren wir uns über die hohe Arbeitslosigkeit."
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Politis - Zypern | Montag, 7. November 2011
In Griechenland dauert das Tauziehen um eine Regierung der nationalen Einheit und den Nachfolger des sozialistischen Premiers Giorgos Papandreou an. Laut Medienberichten stocken die Gespräche, weil Oppositionsführer Antonis Samaras nicht will, dass Abgeordnete seiner konservativen Partei an dieser Regierung teilnehmen, um nicht unpopulären Sparmaßnahmen zustimmen zu müssen. Die liberale Tageszeitung Politis sieht in Samaras einen verantwortungslosen Glücksritter: » mehr
In Griechenland dauert das Tauziehen um eine Regierung der nationalen Einheit und den Nachfolger des sozialistischen Premiers Giorgos Papandreou an. Laut Medienberichten stocken die Gespräche, weil Oppositionsführer Antonis Samaras nicht will, dass Abgeordnete seiner konservativen Partei an dieser Regierung teilnehmen, um nicht unpopulären Sparmaßnahmen zustimmen zu müssen. Die liberale Tageszeitung Politis sieht in Samaras einen verantwortungslosen Glücksritter: "Es ist offensichtlich, dass Samaras Vorteile ziehen will aus dem Unmut über die Regierung Papandreous und seine Partei Pasok. Er will an die Macht, aber nicht als der vom Volk Gewählte, sondern als derjenige, der auf der Welle des Protests gegen die jetzige Regierung reitet. Was für ein Abenteurer! Ungeachtet der riesigen Probleme, mit denen das Land konfrontiert ist, sagt Samaras sich einfach: Jetzt, da ich die Möglichkeit habe, an die Macht zu gelangen, werde ich sie auch nutzen. Das ist politische Alchemie, die sich nicht um die Zukunft des Landes schert."
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El País - Spanien | Montag, 7. November 2011
Der Nachfolger des griechischen Premiers Papandreou wird mehr politischen Spielraum haben, meint die linksliberale Tageszeitung El País: » mehr
Der Nachfolger des griechischen Premiers Papandreou wird mehr politischen Spielraum haben, meint die linksliberale Tageszeitung El País: "Es ist ein Paradox: Obwohl sich Papandreou gezwungen sah zurückzutreten, könnte sein Nachfolger - zumindest innenpolitisch - einen größeren Spielraum genießen als er. Das liegt daran, dass Papandreou - absichtlich oder unbewusst - sowohl den europäischen Bündnispartnern als auch den eigenen Bürgern die möglichen Gefahren aufgezeigt hat. Es ist schwer, die weitere Entwicklung dieses Landes vorherzusagen, das nicht nur in einer Wirtschaftskrise steckt, sondern auch politisch und gesellschaftlich auseinanderfällt. Die sich abzeichnende Lösung scheint nicht die schlechteste zu sein, auch wenn die Instabilität bestehen bleibt, die ganz Europa bedroht."
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Naftemporiki - Griechenland | Montag, 7. November 2011
Das Gezerre zwischen Sozialisten und Konservativen in Griechenland um eine gemeinsame Übergangsregierung zeigt, wie unfähig sie sind, meint die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki: » mehr
Das Gezerre zwischen Sozialisten und Konservativen in Griechenland um eine gemeinsame Übergangsregierung zeigt, wie unfähig sie sind, meint die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Das politische Pokern beider Seiten - bei dem nicht nur die Bürger des Landes zugesehen haben, sondern die ganze Welt - zeigt vor allem eines: … Selbst wenn wir uns im freien Fall befinden, stehen die persönlichen Interessen der Politiker im Vordergrund. ... In den vergangenen Tagen hat sich bestätigt, dass wir vielmehr ein politisches als ein wirtschaftliches Problem haben. Es ist ein rein politisches Problem, wenn dieselbe politische Führung, die in den vergangenen Jahren zum Bankrott des Landes beigetragen hat, sich nicht auf Lösungen einigen kann, die das Land retten."
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Trouw - Niederlande | Montag, 7. November 2011
Eine Übergangsregierung ohne Premier Papandreou stellt noch nicht die Rettung Griechenlands dar, warnt die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: » mehr
Eine Übergangsregierung ohne Premier Papandreou stellt noch nicht die Rettung Griechenlands dar, warnt die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: "Fehlenden Mut kann man Papandreou kaum vorwerfen. Er sagte im Parlament unverblümt, dass die Vereinbarungen zur Rettung des Euro und die damit verbundenen harten Sparmaßnahmen der Preis sei für jahrzehntelange Korruption und Vetternwirtschaft. Papandreous Mut schlug allerdings in Leichtsinn um, als er ein Referendum ankündigte. Dieses Unterfangen stellte den Rettungsplan wieder in Frage und ließ das griechische Drama weiter eskalieren. ... Die größte Oppositionspartei scheint nun bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Parteiführer Samaras wird aber beweisen müssen, dass es ihm nicht nur um den Skalp von Papandreou ging. Und er muss einsehen, dass das Überleben der griechischen Ökonomie auf dem Spiel steht. Wenn das das Ergebnis der vergangenen turbulenten Woche ist, dann ist das vielleicht doch ein kleiner Sieg."
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Upsala Nya Tidning - Schweden | Montag, 7. November 2011
Die Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland ist ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung, um die Probleme des Landes zu lösen, meint die liberale Tageszeitung Upsala Nya Tidning: » mehr
Die Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland ist ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung, um die Probleme des Landes zu lösen, meint die liberale Tageszeitung Upsala Nya Tidning: "Jetzt gibt es zumindest die Chance, das sich die politischen Parteien auf ein Paket zur Lösung der Krise einigen. Das war eine Kehrtwende kurz vor dem Galgen. Andernfalls wären die Kredite ausgeblieben, die Griechenland vor dem Bankrott bewahren. Die Verantwortung lastet nun zunächst auf den Schultern von Oppositionsführer Antonis Samaras. Die neue Koalition ist fragil, genauso wie die wirtschaftliche Erholung Griechenlands."
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Top-Thema vom Freitag, 4. November 2011
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Donnerstag seinen Plan für ein Referendum zurückgezogen und so den Weg frei gemacht für Verhandlungen mit der Opposition. ... » mehr
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Donnerstag seinen Plan für ein Referendum zurückgezogen und so den Weg frei gemacht für Verhandlungen mit der Opposition. Um eine Übergangsregierung zu bilden, schloss Papandreou selbst seinen Rücktritt nicht aus. Er ist auch nicht der Premier, den Griechenland jetzt braucht, meinen einige Kommentatoren. Andere fordern, die Bürger in ganz Europa an der Krisenlösung zu beteiligen.
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Imerisia - Griechenland | Freitag, 4. November 2011
Premier Giorgos Papandreou will sich am späten Freitagabend im Parlament einer Vertrauensabstimmung stellen. Doch nach den letzten politischen Entwicklungen ist klar, dass Griechenland keine politischen Führer hat, meint die linksliberale Wirtschaftszeitung Imerisia: » mehr
Premier Giorgos Papandreou will sich am späten Freitagabend im Parlament einer Vertrauensabstimmung stellen. Doch nach den letzten politischen Entwicklungen ist klar, dass Griechenland keine politischen Führer hat, meint die linksliberale Wirtschaftszeitung Imerisia: "Überall redet man über den großen Mangel an Führungsstärke, sowohl in Europa als auch in unserem Land. Die Abenteuer der Euro-Zone werden meist mit zu schwacher politischer Führung begründet. … Das Gleiche könnte man für die politische Führung in Griechenland sagen. … Anstatt ihre Verantwortung wahrzunehmen und den Interessen unseres Landes zu dienen, wozu die Abwehr von Gefahren durch die EU-Partner wie die Drohung des Ausschlusses aus der Euro-Zone gehört, interessieren sie sich nur für ihre Macht. Das haben alle Bürger gemerkt. Wir hören die Politiker monoton wiederholen, dass sie für die Interessen der Bürger kämpfen, aber leider glaubt ihnen niemand mehr. Das Vertrauen ist dahin."
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Le Figaro - Frankreich | Freitag, 4. November 2011
Mit dem Verzicht auf das geplante Referendum ignoriert Premier Papandreou die Meinung der Bürger, was ein Fehler ist, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: » mehr
Mit dem Verzicht auf das geplante Referendum ignoriert Premier Papandreou die Meinung der Bürger, was ein Fehler ist, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Die Arroganz der Mächtigen gipfelte diese Woche in den heftigen Kommentaren, die den griechischen Premier kritisierten für die überstürzte Ankündigung eines Referendums über Sparmaßnahmen, die seine Mitbürger unterstützen sollten. Man kennt diese Beschimpfungen aus dem Jahr 2005, als die Franzosen gegen die europäische Verfassung stimmten. Griechenland wird als Wiege der Demokratie bezeichnet. Da ist es doch wohl das Mindeste, diejenigen nach ihrer Meinung zu fragen, die den Gürtel enger schnallen müssen, ohne wirklich für die Krise verantwortlich zu sein. ... Eines ist sicher: Europa wird nicht zusammenwachsen, solange es das entrüstete Volk ignoriert, wie das momentan der Fall ist. Die Bürger sind der Schlüssel zu den Krisen, die gerade überhandnehmen. Ohne ihr Einverständnis wird man sie nicht lösen können."
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De Volkskrant - Niederlande | Freitag, 4. November 2011
Nach der Aufregung um das Referendum muss sich der griechische Premier Papandreou am heutigen Freitag im Parlament der Vertrauensfrage stellen. Doch er ist nicht mehr der Premier der Wahl, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: » mehr
Nach der Aufregung um das Referendum muss sich der griechische Premier Papandreou am heutigen Freitag im Parlament der Vertrauensfrage stellen. Doch er ist nicht mehr der Premier der Wahl, meint die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy haben zum ersten Mal ausgesprochen, dass die Rettung des Euro wichtiger ist als die Griechenlands. Unter diesem Druck hat sich etwas in Athen bewegt. Nicht nur der wichtige Finanzminister Venizelos bezog öffentlich Stellung gegen das Referendum, auch die Opposition, die sich bisher durch Opportunismus ausgezeichnet hat, zeigte Bereitschaft, sich dem Rettungspaket politisch zu verpflichten. Dazu muss es aber eine Übergangsregierung der nationalen Einheit geben, geführt von einem Premier, der über den Parteien stehen kann. Eine logische Forderung. Das ist eine bittere Pille für Papandreou, der mit ehrenvoller Standhaftigkeit viele Stürme überstanden hat. Aber Griechenland erlebt eine wahrhaft nationale Krise, die größtes politisches Geschick erfordert."
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Der Standard - Österreich | Freitag, 4. November 2011
Griechenland hat schmerzlich erfahren, dass einzelne Länder nicht mehr viel zu sagen haben, wenn der Euro bedroht ist, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: » mehr
Griechenland hat schmerzlich erfahren, dass einzelne Länder nicht mehr viel zu sagen haben, wenn der Euro bedroht ist, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Das Land braucht dringend Geld, in spätestens vier Wochen. Damit Europartner und IWF ihre Milliarden überweisen können, brauchen sie aber funktionierende Entscheidungsstrukturen in Athen. Ein Teufelskreis, für den Papandreou, der Getriebene, letztverantwortlich ist. Er hat zu lange zu hoch gepokert. Das geht in der Euro-Gemeinschaft nicht mehr - und das ist auch die wichtigste Konsequenz der Krise seit zwei Jahren. Und: Wenn das Euro-Schiff in Schieflage gerät, bestimmt plötzlich Euro-Großmachtpolitik das Geschehen. Das mag nötig sein, ist aber dennoch ein Rückschritt in der Union."
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The Guardian - Großbritannien | Freitag, 4. November 2011
Die griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia fordert, dass eine Übergangsregierung binnen sechs Wochen Neuwahlen organisiert. Die werden das Land alles andere als beruhigen, fürchtet die linksliberale Tageszeitung The Guardian: » mehr
Die griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia fordert, dass eine Übergangsregierung binnen sechs Wochen Neuwahlen organisiert. Die werden das Land alles andere als beruhigen, fürchtet die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Griechenland wird nun in eine angespannte Wahlphase eintreten, welche die öffentlichen Finanzen (mit rasant sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben) noch mehr strapazieren wird. Wichtiger noch ist, dass so Griechenlands Probleme mit politischer Instabilität und Legitimierung nicht gelöst werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Wahlen eine starke und stabile Regierung an die Macht bringen werden. Eher werden sie neue Verhandlungsrunden bringen um eine Koalition und die Einigung auf ein politisches Programm, das im Einklang steht mit den Bedingungen des Rettungspakets der Euro-Zone. Die gegenwärtigen Ereignisse sind auf die eine oder andere Weise eine positive Entwicklung. Die Zukunft sieht dennoch nicht rosig aus, weder jetzt noch in nächster Zeit."
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Top-Thema vom Donnerstag, 3. November 2011
Athen erhält keine weitere Finanzhilfe vor dem Referendum Anfang Dezember. Das machten Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Sarkozy und IWF-Chefin Lagarde nach einem Krisentreffen am Mittwochabend in ... » mehr
Athen erhält keine weitere Finanzhilfe vor dem Referendum Anfang Dezember. Das machten Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Sarkozy und IWF-Chefin Lagarde nach einem Krisentreffen am Mittwochabend in Cannes deutlich. Das ist Pressestimmen zufolge ein angemessenes Druckmittel, damit die Griechen für die Euro-Zone stimmen.
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Naftemporiki - Griechenland | Donnerstag, 3. November 2011
Wenn die Griechen beim Referendum Anfang Dezember gegen die Sparmaßnahmen entscheiden und somit auch gegen ihren Verbleib in der Euro-Zone, hat die Regierung ein echtes Problem, meint die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: » mehr
Wenn die Griechen beim Referendum Anfang Dezember gegen die Sparmaßnahmen entscheiden und somit auch gegen ihren Verbleib in der Euro-Zone, hat die Regierung ein echtes Problem, meint die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Wahrscheinlich gibt es keinen Alternativplan, denn die Behauptungen von Regierungsmitgliedern, dass man in solch einem Fall das Abkommen des EU-Gipfels wieder verhandeln werde, sind nicht seriös. Die Ankündigung des Referendums wird sicherlich das Abkommen über den Schuldenschnitt verzögern. Der ursprüngliche Plan ist, dass es Anfang 2012 in Kraft tritt, und zwar nach Verhandlungen mit den Banken. Aber welche ausländische Bank kann zurzeit Verhandlungen mit der griechischen Regierung über die Streichung von 50 Prozent der Schulden ernst nehmen, wenn sie weiß, dass sich das Abkommen jederzeit in Luft auflösen kann? Vor dem Ja oder Nein ist die einzige Gewissheit, dass wir uns in einer sehr kritischen Phase befinden, und das wieder einmal ohne Plan."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Donnerstag, 3. November 2011
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat eine Art europäischen Ehestreit verursacht, analysiert die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny, der kaum beigelegt werden kann: » mehr
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat eine Art europäischen Ehestreit verursacht, analysiert die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny, der kaum beigelegt werden kann: "Als größtes Problem erweist sich das verletzte Ego des Duos Merkel und Sarkozy. Sämtliche ihrer Reaktionen lassen sich auf einen Nenner bringen: 'Wie kann Papandreou uns das antun, wo wir es doch nur gut mit ihm meinen.' Sie zitierten den griechischen Premier zu sich, damit er erklärt, was er sich dabei gedacht hat und was er weiter zu tun gedenkt. ... Man kann die Reaktion verstehen. Da sitzt man auf dem letzten Gipfel bis vier Uhr morgens, bringt sich um den Schlaf, denkt sich etwas aus, das durchführbar erscheint, und dann das. Das kann einen schon sauer machen. Man kann aber auch den griechischen Premier verstehen, der jeden Tag mit einer Revolution zu kämpfen hat, die er gerne los wäre. Das alles erinnert an eine Debatte von Eheleuten über Untreue und der großen Frage 'WARUM'. Kein guter Ausgangspunkt für einen vernünftigen Kompromiss."
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Diário de Notícias - Portugal | Donnerstag, 3. November 2011
International hat das griechische Referendum für Aufregung gesorgt, doch in Griechenland will Premier Giorgos Papandreou es einsetzen, gerade um die Gemüter zu beruhigen, meint die Tageszeitung Diário de Notícias: » mehr
International hat das griechische Referendum für Aufregung gesorgt, doch in Griechenland will Premier Giorgos Papandreou es einsetzen, gerade um die Gemüter zu beruhigen, meint die Tageszeitung Diário de Notícias: "Die rätselhafte Entscheidung, die an den Finanzmärkten wahres Chaos verursacht hat, kann nur eine Erklärung haben: Papandreou spielt mit den widersprüchlichen Antworten der Griechen bei Umfragen. Es stimmt, dass sich fast 60 Prozent gegen die Sparpolitik der auferlegten Stabilisierungsprogramme ausgesprochen haben. Aber es ist genauso richtig, dass auf die Frage, ob sie die Euro-Zone verlassen wollen oder darin bleiben möchten, 76 Prozent der Griechen geantwortet haben, sie möchten in der Euro-Zone bleiben. Auf den Straßen protestieren ist in Ordnung, aber Europa den Rücken kehren, das nicht. Mit anderen Worten: Der griechische Premier hat - explizit oder implizit - beschlossen, das Referendum über das Abkommen mit der Troika in eine Volksabstimmung zu verwandeln zugunsten des Verbleibs von Griechenland in der Euro-Zone - um so die Politik der langanhaltenden Sparmaßnahmen zu legitimieren, die dieser Verbleib impliziert. Und er erwartet, zu gewinnen."
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Top-Thema vom Mittwoch, 2. November 2011
Trotz massiver Kritik und weltweiter Kurseinbrüche hält der griechische Premier Giorgos Papandreou an der geplanten Volksabstimmung fest. Sein Kabinett stellte sich am Dienstag hinter das ... » mehr
Trotz massiver Kritik und weltweiter Kurseinbrüche hält der griechische Premier Giorgos Papandreou an der geplanten Volksabstimmung fest. Sein Kabinett stellte sich am Dienstag hinter das Referendum über die Sparmaßnahmen. Unverantwortlich gegenüber Europa finden das einige Kommentatoren, andere loben den zwar steinigen, aber notwendigen Weg der demokratischen Legitimierung.
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 2. November 2011
Europa hat gezeigt, dass es Verantwortung für Griechenland übernehmen will. Das griechische Referendum hingegen ist verantwortungslos gegenüber Europa, kritisiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Europa hat gezeigt, dass es Verantwortung für Griechenland übernehmen will. Das griechische Referendum hingegen ist verantwortungslos gegenüber Europa, kritisiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Papandreou ... hat Europa mit seinem Alleingang in Richtung Volksabstimmung nun wieder in die Unsicherheit jener Tage vor dem EU-Gipfel zurückgeworfen. Schlimmer noch: Während man in den vergangenen Wochen noch handeln konnte, droht nun der völlige Stillstand. ... Ein Ausweg ist schwer erkennbar: Zieht Papandreou jetzt noch einmal zurück, desavouiert er sich selbst und potenziert vermutlich nur den Ärger auf den Straßen Athens und in seiner eigenen Regierung. Zieht er die Sache durch, müssen sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, müssen sich die Euro-Staaten und die EU als Ganzes, müssen sich die EZB und der IWF, muss sich also - schlicht gesagt - fast der ganze Rest der Welt etwas einfallen lassen, wie man die Zeit bis zur Entscheidung überbrücken will; und auch, wie man damit umgehen wird, wenn sich eine Mehrheit der Griechen gegen die Rettungspläne ausspricht."
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Dienas Bizness - Lettland | Mittwoch, 2. November 2011
Die Kursstürze an den Börsen nach der Ankündigung eines griechischen Referendums machen der Wirtschaftszeitung Dienas Bizness Sorgen: » mehr
Die Kursstürze an den Börsen nach der Ankündigung eines griechischen Referendums machen der Wirtschaftszeitung Dienas Bizness Sorgen: "Im Grunde will Papandreou ein Referendum über folgende Frage abhalten: 'Liebes Volk, seid ihr dafür, dass wir unsere Schulden an unsere internationalen Gläubiger zurückzahlen?' … Man könnte sich über diese Südeuropäer und ihre Fähigkeit amüsieren, die Gläubiger an der Nase herumzuführen, aber leider hat eine solche Politik weitreichende Folgen: Unmittelbar nach Ankündigung des Referendums gab es an Europas Börsen einen kräftigen Kurssturz. Es ist kein Geheimnis, dass sich gerade Deutschland große Sorgen über das künftige Schicksal Griechenlands macht, denn viele deutsche Rentenfonds haben griechische Staatsanleihen gekauft. Es geht den Deutschen also weniger um die Griechen, sondern vielmehr um ihr eigenes Geld. Aber das kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen, und eine Erschütterung des deutschen Finanzsystems würde eine neue Krise in ganz Europa auslösen."
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The Daily Telegraph - Großbritannien | Mittwoch, 2. November 2011
Die Aufregung um das griechische Referendum zeigt Europas wahres Problem, meint die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph, nämlich die Furcht der Eurokraten vor der bitteren Wahrheit über die Einheitswährung: » mehr
Die Aufregung um das griechische Referendum zeigt Europas wahres Problem, meint die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph, nämlich die Furcht der Eurokraten vor der bitteren Wahrheit über die Einheitswährung: "Die Eurokraten sind bereit, jeden Preis zu zahlen, solange sie nur nicht zugeben müssen, dass die Einheitswährung ein Fehler war. Genauer gesagt erwarten sie von ihren Bürgern, dass sie zahlen, während EU-Beamte von nationalen Steuern befreit sind. Die Länder an Europas Peripherie leiden unter Armut, Arbeitslosigkeit und Auswanderung, die Länder im Zentrum unter ständigen Steuererhöhungen, damit die Befürworter des Euro ihr Gesicht wahren können. Es ist schaurig, das schreiben zu müssen, aber die Führer der EU sind offensichtlich bereit, die griechische Demokratie zu zerstören und die griechische Wirtschaft zu vernichten. Alles nur, um den Euro nicht scheitern zu lassen."
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Libération - Frankreich | Mittwoch, 2. November 2011
Die Volksabstimmung in Griechenland ist der richtige Weg, Europa mehr Demokratie zu bringen, meint die linksliberale Tageszeitung Libération: » mehr
Die Volksabstimmung in Griechenland ist der richtige Weg, Europa mehr Demokratie zu bringen, meint die linksliberale Tageszeitung Libération: "Papandreou stellt die einzig richtige Frage: Was hält das Volk von den brutalen Sparmaßnahmen, die man ihm verordnet? Man muss den Griechen, dieser Avantgarde der Verzweifelten, dankbar sein, dass sie die Frage stellen und als Erste beantworten. Sie erinnern uns nebenbei an die Tatsache, dass Wirtschaftskrisen immer der Auftakt zum Verfall der Demokratie sind. Im Augenblick erleben wir die Auswirkungen eines rein negativen Katastrophen-Föderalismus, der dazu führt, dass bestimmte Staaten im Notfall unter Vormundschaft gestellt, ihrer Souveränität beraubt und von Geldgebern übernommen werden. Sie werden de facto von Politikern regiert, die in anderen Ländern gewählt wurden. Das Volk ist in diesem Schema nur eine Variable bei der Justierung, Demokratie wird zum Risiko. Auch ein positiver Föderalismus in einem Europa, das sich Kontrollmechanismen und eine Regierung gegeben hat, wird zu einem Teilverlust an Souveränität führen. ... Dieser muss unbedingt durch demokratische Institutionen ausgeglichen werden."
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Blog Jugular - Portugal | Dienstag, 1. November 2011
Die heftigen Reaktionen aus Politik und Wirtschaft auf die Ankündigung des Referendums in Griechenland beweisen vier Dinge, meint der Wirtschaftsexperte João Pinto e Castro im Blogportal Jugular: » mehr
Die heftigen Reaktionen aus Politik und Wirtschaft auf die Ankündigung des Referendums in Griechenland beweisen vier Dinge, meint der Wirtschaftsexperte João Pinto e Castro im Blogportal Jugular: "Erstens: Die Idee hinter der Vereinbarung der vergangenen Woche war nicht, den Griechen 50 Prozent ihrer Schulden zu erlassen, sondern 50 Prozent der Zahlungen zu sichern. Mit der nun wieder unsicheren Vereinbarung sanken die Aktien sofort. Zweitens: Nicht nur die deutsche Regierung hat das Recht, sich Gedanken um die öffentliche Meinung zu machen. Die Griechen haben in ihrem eigenen Land das Sagen und ihnen gegenüber muss sich ihre Regierung verantworten, auch wenn sie dabei enorme Risiken eingeht. Drittens: Selbst Länder in großen Schwierigkeiten haben immer einen gewissen Verhandlungsspielraum. Inzwischen ist deutlich, dass sowohl Schuldner als auch Gläubiger ein Problem haben, da beide Fehler bei der Risikobewertung gemacht haben, und am Ende werden beide Seiten etwas aufgeben müssen. Viertens: Wenn Stärke zeigen die einzige anerkannte Sprache in internationalen Beziehungen ist, nutzt jeder seine ihm zur Verfügung stehenden Trümpfe, um den gewünschten Effekt zu erzielen."
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Les Echos - Frankreich | Dienstag, 1. November 2011
Die verstaatlichte deutsche Bank Hypo Real Estate ist nach der Korrektur eines massiven Rechenfehlers jetzt 55 Milliarden Euro mehr Wert, wodurch die deutsche Staatsverschuldung mit einem Schlag um 2,6 Prozentpunkte gesunken ist. Daran zeigt sich der Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Die verstaatlichte deutsche Bank Hypo Real Estate ist nach der Korrektur eines massiven Rechenfehlers jetzt 55 Milliarden Euro mehr Wert, wodurch die deutsche Staatsverschuldung mit einem Schlag um 2,6 Prozentpunkte gesunken ist. Daran zeigt sich der Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: "In der Bibel steht (immerhin ist heute Allerheiligen): 'Die Ersten werden die Letzten sein.' Hier bleiben die Ersten jedoch die Ersten. Wenn Griechenland seine Bilanzen fälscht, dann natürlich, um die katastrophale Schieflage zu vertuschen. Aber wenn Deutschland sich irrt, dann selbstverständlich zu seinen Gunsten. … Mehr denn je ist Deutschland das Anti-Griechenland. Auf dem Papier müsste und könnte der deutsche Rechenfehler den griechischen ausgleichen. Aber die Schulden werden auf dem Kontinent, den wir uns teilen, nicht gemeinsam verwaltet, und deshalb funktioniert es nicht so. ... Da heute Feiertag ist, scherzen wir ein wenig: In den Ländern im Norden Europas ist man ernsthaft. Außerdem trinkt man Bier. In den Länder im Süden Europas ist man weniger ernsthaft und trinkt Wein. In welche Kategorie Frankreich gehört, wissen wir ja."
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To Vima Online - Griechenland | Dienstag, 1. November 2011
Die Griechen sollen über die neuen Finanzhilfen für ihr Land und den angebotenen Schuldenschnitt abstimmen, kündigte Premier Giorgos Papandreou am Montagabend an. Doch die Entscheidung birgt Gefahren für die Rettung Griechenlands, fürchtet die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Die Griechen sollen über die neuen Finanzhilfen für ihr Land und den angebotenen Schuldenschnitt abstimmen, kündigte Premier Giorgos Papandreou am Montagabend an. Doch die Entscheidung birgt Gefahren für die Rettung Griechenlands, fürchtet die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Der Premier hat nach den zahlreichen gesellschaftlichen und politischen Reaktionen [auf seine Sparpolitik] ein Referendum angekündigt, um die Spannungen zu entschärfen. ... Allerdings ist diese Entscheidung riskant. ... Nichts garantiert, dass es im nächsten Quartal überhaupt Finanzhilfen gibt, die vom griechischen Volk angenommen oder abgelehnt werden können. Niemand kann sicher sein, dass Banken und Investoren noch hinter der Brüsseler Vereinbarung stehen, wenn sie Gegenstand einer Volksabstimmung wird. ... Das Referendum bringt das Abkommen des EU-Gipfels in Gefahr. … Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass wir durch dieses Referendum indirekt vor die Entscheidung gestellt werden, ob wir weiter in der Euro-Zone bleiben wollen."
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Naftemporiki - Griechenland | Montag, 31. Oktober 2011
Griechenland soll mit dem am vergangenen Mittwoch beschlossenen Schuldenschnitt seine Verschuldung von derzeit 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 120 Prozent im Jahr 2020 reduzieren. Da die Verschuldung Griechenlands bereits im Jahr 2009 bei 127 Prozent lag, fragt sich die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki, warum man nun zehn Jahre lang Maßnahmen unternehmen soll, um auf denselben Schuldenstand zu kommen wie zur Zeit, als Griechenland das erste Mal um internationale Hilfe bitten musste: » mehr
Griechenland soll mit dem am vergangenen Mittwoch beschlossenen Schuldenschnitt seine Verschuldung von derzeit 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 120 Prozent im Jahr 2020 reduzieren. Da die Verschuldung Griechenlands bereits im Jahr 2009 bei 127 Prozent lag, fragt sich die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki, warum man nun zehn Jahre lang Maßnahmen unternehmen soll, um auf denselben Schuldenstand zu kommen wie zur Zeit, als Griechenland das erste Mal um internationale Hilfe bitten musste: "Waren die getroffenen Entscheidungen etwa falsch? Die Zahlen und Fakten sprechen leider dafür. ... Die Arbeitslosigkeit hat mittlerweile 20 Prozent erreicht. Bis zum kommenden Sommer werden vermutlich weitere 183.000 Unternehmen schließen. Außerdem werden die Renten und Löhne weiter schrumpfen und die Bürger überdurchschnittlich hoch besteuert. Doch brauchen wir all das wirklich, um im Jahr 2020 wieder das Niveau von 2009 zu erreichen? ... Diese Entscheidungen geben nun jedem Bürger das Recht, das 'beschädigte politische System' zu verurteilen. ... Wir brauchen klare Worte und klare Lösungen."
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Bild - Deutschland | Montag, 31. Oktober 2011
Die Banker der 2009 von Deutschland verstaatlichten Bank Hypo Real Estate haben in den Bilanzen Plus und Minus verwechselt, wodurch das Geldinstitut nun 55,5 Milliarden Euro mehr Wert ist. Damit sinkt auch die deutsche Staatsschuldenquote für 2011 um 2,6 Prozentpunkte. Die Boulevardzeitung Bild fürchtet, dass die Deutschen damit ihr Vertrauen in Europa verspielt haben: » mehr
Die Banker der 2009 von Deutschland verstaatlichten Bank Hypo Real Estate haben in den Bilanzen Plus und Minus verwechselt, wodurch das Geldinstitut nun 55,5 Milliarden Euro mehr Wert ist. Damit sinkt auch die deutsche Staatsschuldenquote für 2011 um 2,6 Prozentpunkte. Die Boulevardzeitung Bild fürchtet, dass die Deutschen damit ihr Vertrauen in Europa verspielt haben: "Ausgerechnet die Deutschen, weltweit Inbegriff von Zuverlässigkeit, können offenbar nicht rechnen. Ausgerechnet die Deutschen, die den Griechen helfen wollen, eine solide Finanzverwaltung aufzubauen, verwechseln Gewinne mit Verlusten. Das Desaster bei der [bundeseigenen] Schrottbank FSM zeigt obendrein: Eine staatliche Bank wirtschaftet nicht sorgfältiger als die in Verruf geratenen Privatbanker. Der Begriff 'Bad Bank' - Bank für schlechte Kredite - trifft hier voll zu: eine grottenschlechte Bank eben. So erfreulich der plötzliche Geldsegen ist: Der Verlust an Vertrauen ist noch viel größer."
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România Liberă - Rumänien | Montag, 31. Oktober 2011
Die Einführung des Euro war nicht durchdacht, meint der britische Politologe Tom Gallagher in der Tageszeitung România Liberă und kritisiert die Maßnahmen der EU zur Euro-Rettung auf dem Krisengipfel vorige Woche: » mehr
Die Einführung des Euro war nicht durchdacht, meint der britische Politologe Tom Gallagher in der Tageszeitung România Liberă und kritisiert die Maßnahmen der EU zur Euro-Rettung auf dem Krisengipfel vorige Woche: "Es hat sich gezeigt, dass der Euro - der Hauptpfeiler der europäischen Integration - auf einem brüchigen Fundament steht. Statt die Grundlage für eine gemeinsame europäische Wirtschaft zu sein, hat die Gemeinschaftswährung die EU in eine nie dagewesene Krise gestürzt. ... Der Euro vereint 17 Staaten, deren Wirtschafts- und Finanzsituation unterschiedlicher nicht sein könnte. Doch wurde weder im Vorfeld darüber reflektiert noch wurde eine ernsthafte Debatte über die Nachhaltigkeit des Projekts geführt. Wir waren naiv und dachten, dass die riesigen Unterschiede zwischen den schwergewichtigen Industrieländern und den finanzschwachen Ländern, deren Wirtschaft vor allem auf Konsum basiert, angesichts der europäischen Integration wie durch ein Wunder verschwinden würde. ... Vorige Woche nun wurde ein zutiefst scheinheiliger Plan verabschiedet. Denn er hat in Wirklichkeit die Banken und die anderen Kreditgeber Griechenlands gerettet und keineswegs das griechische Volk oder die griechische Wirtschaft. Derzeit befindet sich Europa leider nicht in den besten Händen."
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Top-Thema vom Donnerstag, 27. Oktober 2011
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in der Nacht zu Donnerstag in Brüssel unter anderem auf einen Schuldenschnitt und ein neues Hilfspaket für ... » mehr
Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in der Nacht zu Donnerstag in Brüssel unter anderem auf einen Schuldenschnitt und ein neues Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Das ist Athens letzte Chance, meinen Kommentatoren und fordern außerdem eine stärkere finanzpolitische Integration der EU.
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Imerisia - Griechenland | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Der EU-Gipfel hat sich mit den privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent geeinigt. Doch der Kampf um die griechische Haushaltskonsolidierung hat damit erst begonnen, warnt die linksliberale Wirtschaftszeitung Imerisia: » mehr
Der EU-Gipfel hat sich mit den privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent geeinigt. Doch der Kampf um die griechische Haushaltskonsolidierung hat damit erst begonnen, warnt die linksliberale Wirtschaftszeitung Imerisia: "Ab heute muss klar sein, dass es keine neue Hilfe aus Europa mehr geben wird. Falls wir wieder anfangen, Schulden zu machen, wird niemand kommen, um uns zu helfen. Im Gegenteil: Wir müssen lernen, mit dem zu leben, was wir produzieren. ... Griechenland muss endlich anfangen, Überschüsse zu produzieren, um die Schulden zurückzahlen zu können. Das Land muss ein attraktives Ziel für Investoren werden. ... Die griechische Wirtschaft muss produktiver und wettbewerbsfähiger werden. Und diese neue nationale Anstrengung kann nicht durch die Maximalforderungen der Gewerkschaften und mit Unternehmen, die vom Staat abhängig sind, verwirklicht werden. ... Ab heute müssen wir uns alle ändern!"
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | Sonntag, 23. Oktober 2011
Griechenland braucht deutlich mehr Geld als erwartet, haben die Beobachter der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission festgestellt. Die konservative Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fordert von den europäischen Regierungen endlich zuzugeben, dass die Steuern steigen müssen, um aus der Krise zu finden: » mehr
Griechenland braucht deutlich mehr Geld als erwartet, haben die Beobachter der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission festgestellt. Die konservative Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fordert von den europäischen Regierungen endlich zuzugeben, dass die Steuern steigen müssen, um aus der Krise zu finden: "Die BCG [Boston Consulting Group] rechnet mit einer einmaligen Wohlstandsabgabe auf Vermögen und Immobilien irgendwo zwischen zwanzig und dreißig Prozent. Sie wäre schwer durchzusetzen, unpopulär und so weiter - aber immer noch besser als jeder andere Weg. Es gibt heute keinen verantwortlichen Politiker, der sich zu sagen traut, was die Boston Consulting Group schreibt. Die Anpassung des Finanzsektors an die wirkliche Welt, die Transaktionssteuer, die juristische Verfolgung der Betrugssysteme, all das wird kommen. Aber erst werden wir zusammen ärmer, müssen wir mehr und länger arbeiten, für weniger Netto. Es sollte jetzt ein Satz fallen, den sich seit Jahrzehnten niemand auszusprechen traut: dass die Steuern steigen werden, dauerhaft und spürbar, und das sie der Preis unserer Zivilisation sind."
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To Vima Online - Griechenland | Dienstag, 11. Oktober 2011
Ein Schuldenschnitt für Griechenland rückt offenbar näher. Der Leiter der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, hat in einem Interview im österreichischen Fernsehen am Montag einen Haircut in Höhe von mindestens 50 bis 60 Prozent angedeutet. Die griechische Regierung muss sich sofort darauf vorbereiten, fordert die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Ein Schuldenschnitt für Griechenland rückt offenbar näher. Der Leiter der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, hat in einem Interview im österreichischen Fernsehen am Montag einen Haircut in Höhe von mindestens 50 bis 60 Prozent angedeutet. Die griechische Regierung muss sich sofort darauf vorbereiten, fordert die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Die Regierenden und die gesamte politische Klasse Griechenlands können nicht einfach warten, bis diese schicksalhafte Entscheidung kommt. Alle müssen jetzt reagieren, koordinieren, gemeinsam nach Lösungen suchen und alternative Pläne vorbereiten, die die Gefahren eliminieren, die das Land bedrohen. Es kann sehr schnell gehen, und deshalb ist es erforderlich Vorsorge zu treffen. Diese Zeiten erlauben nicht, dass man über politische oder persönliche Interessen nachdenkt. Die nationalen Interessen sind wichtiger und erfordern die Mobilisierung aller. Sonst wird der Schaden unermesslich sein, und zwar für alle."
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To Vima Online - Griechenland | Freitag, 7. Oktober 2011
Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler ist am Donnerstag mit rund 50 Managern und Firmenchefs nach Athen gereist. Am heutigen Freitag trifft er Premier Giorgos Papandreou. Mit seinem vor kurzem präsentierten "Marshallplan für Griechenland" will Rösler aber nur den Ausverkauf Griechenlands vorantreiben, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler ist am Donnerstag mit rund 50 Managern und Firmenchefs nach Athen gereist. Am heutigen Freitag trifft er Premier Giorgos Papandreou. Mit seinem vor kurzem präsentierten "Marshallplan für Griechenland" will Rösler aber nur den Ausverkauf Griechenlands vorantreiben, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Unser Land hat sich zu einem neuen Eldorado für unsere 'Partner' aus Berlin verwandelt. Erst wird das Land systematisch verwüstet, dann alles zu Schleuderpreisen verkauft und schließlich verschwindet auch die nationale Souveränität. Das ist natürlich viel schlimmer als der eigentliche Marshallplan. ... Der Mensch, dessen Partei bei den Landtagswahlen in Berlin nur zwei Prozent der Stimmen bekam, hat großen Anteil an der Katastrophe Griechenlands und Europas. Denn er tut alles, um eine Vereinigung unabhängiger Staaten unter deutsche Vorherrschaft zu bringen."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 7. Oktober 2011
Die unter anderem vom Chef der EU-Kommission José Manuel Durão Barroso geäußerte Idee, Europas Banken zu unterstützen, lässt auf den baldigen Bankrott Griechenlands schließen, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: » mehr
Die unter anderem vom Chef der EU-Kommission José Manuel Durão Barroso geäußerte Idee, Europas Banken zu unterstützen, lässt auf den baldigen Bankrott Griechenlands schließen, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Das heißt, dass Barroso offiziell zugegeben hat, dass Brüssel ernsthaft einen Schuldenschnitt Griechenlands in Erwägung zieht. Bisher wurde diese Variante nämlich abgelehnt. Und als einzig richtige Methode, um die Wirklichkeit zu gestalten und die Finanzmärkte gnädig zu stimmen, galt der Glaube daran, dass Athen die Erwartungen der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds erfüllt. Nur deswegen hat es Unterstützung erhalten."
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Delfi - Estland | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Die finnische Regierung hat sich am Dienstag nun doch mit ihrer Forderung durchgesetzt, für Hilfskredite an Griechenland zusätzliche Sicherheiten zu erhalten. Aber sie bringen Finnland keinen Vorteil, meint das Nachrichtenportal Delfi: » mehr
Die finnische Regierung hat sich am Dienstag nun doch mit ihrer Forderung durchgesetzt, für Hilfskredite an Griechenland zusätzliche Sicherheiten zu erhalten. Aber sie bringen Finnland keinen Vorteil, meint das Nachrichtenportal Delfi: "Gewiss, auch in Estland wird jetzt gefragt, warum wir das nicht ebenfalls so gemacht haben. Tatsächlich aber handelt es sich bei der Ausnahme für Finnland eher um eine innenpolitische Angelegenheit als um einen finanzpolitischen Vorteil. So wie der Kompromiss mit der übrigen Euro-Zone aussieht, hat Finnland eher einen Pyrrhus-Sieg errungen. Es bekommt die zusätzlichen Garantien, aber zu überaus harten Bedingungen: Es muss seinen Beitrag zum ESM bereits im ersten Jahr zahlen und nicht binnen fünf Jahren wie die übrigen Eurostaaten, es erhält niedrigere Zinsen, die Garantiegelder sind für 15 bis 30 Jahre eingefroren, und - was am wichtigsten ist - die Garantien dürften höchstens 20 Prozent der finnischen Hilfszahlungen ausmachen. ... Wie unattraktiv dieses System ist, zeigt bereits die Tatsache, dass die Niederlande nach anfänglichem Interesse bereits auf solche Zusatzgarantien verzichtet haben."
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Der Tagesspiegel - Deutschland | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Aus Zorn darüber, wie die Politiker in der europäischen Schuldenkrise gehandelt haben, ist der Journalist Harald Schumann selbst Spekulant geworden. Er kaufte im Juli für 18.790 Euro griechische Staatsanleihen und verkaufte sie nur einen Monat später mit einem Reingewinn von 784 Euro. Indem die Insolvenz Griechenlands vertagt wurde, hat die Finanzbranche ihre Interessen durchgesetzt, meint Schumann im liberal-konservativen Tagesspiegel: » mehr
Aus Zorn darüber, wie die Politiker in der europäischen Schuldenkrise gehandelt haben, ist der Journalist Harald Schumann selbst Spekulant geworden. Er kaufte im Juli für 18.790 Euro griechische Staatsanleihen und verkaufte sie nur einen Monat später mit einem Reingewinn von 784 Euro. Indem die Insolvenz Griechenlands vertagt wurde, hat die Finanzbranche ihre Interessen durchgesetzt, meint Schumann im liberal-konservativen Tagesspiegel: "Alle Fachleute, die nicht der Finanzwirtschaft verbunden sind, plädierten daher unabhängig von ihrem politischen Standpunkt schon im Frühjahr 2010 für einen schnellen Schuldenerlass. ... Doch dagegen stand die Macht der Finanzbranche. Deren ideeller Gesamtlobbyist Josef Ackermann ... warnte, es sei 'unvorstellbar, das Land fallen zu lassen' und es gelte 'kleinere Brände zu löschen, bevor größere entstehen'. Dahinter stand nur, dass die Kunden der Deutschen Bank, in den Vorjahren einer der Partner des griechischen Finanzministeriums beim Verkauf von Anleihen, keine Verluste erleiden sollten. ... In bewusster Irreführung der Öffentlichkeit wird dies bis heute als 'Rettung' der Griechen (und Iren und Portugiesen) bezeichnet, obwohl doch in Wahrheit einzig jene vor Schaden bewahrt werden, die einfach nur schlecht investiert haben."
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Elsevier - Niederlande | Montag, 3. Oktober 2011
Die griechische Regierung hat am Sonntag bekannt gegeben, die vom Internationalen Währungsfonds gestellten Auflagen nicht rechtzeitig zu erfüllen. Europa muss sich endlich aus dem Würgegriff der Griechen befreien, fordert das konservative Nachrichtenmagazin Elsevier: » mehr
Die griechische Regierung hat am Sonntag bekannt gegeben, die vom Internationalen Währungsfonds gestellten Auflagen nicht rechtzeitig zu erfüllen. Europa muss sich endlich aus dem Würgegriff der Griechen befreien, fordert das konservative Nachrichtenmagazin Elsevier: "Keiner will eine totale Eskalation der Krise. ... Aber so wie es jetzt läuft, wird es nicht gutgehen. Die Griechen werden belohnt, obwohl sie es nicht schaffen. Und immer wieder zeigen sie, dass sie das mögen. ... Dabei hilft Anpacken. Irland brauchte nach der Kreditkrise auch einen Notkredit von Europa und dem IWF. Das Land hat daraufhin knallhart eingegriffen, indem es die Staatsfinanzen und den Bankensektor sanierte. Die direkten Folgen waren schmerzlich für das Land, unter anderem eine hohe Arbeitslosigkeit. Aber inzwischen geht es Irland besser. ... Europas Politiker tun gut daran, Griechenland knallhart zum Sanieren zu zwingen - oder sie müssen den Euro als gescheitert aufgeben. Dieser endlose Würgegriff ist kein Fortschritt."
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La Tribune - Frankreich | Dienstag, 4. Oktober 2011
Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen am Montag in Luxemburg die Entscheidung über die nächste Rate der Hilfszahlungen an Griechenland auf Anfang November vertagt. Das gibt Europa 30 Tage Zeit, um sich neu zu erfinden, hofft die Wirtschaftszeitung La Tribune: » mehr
Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen am Montag in Luxemburg die Entscheidung über die nächste Rate der Hilfszahlungen an Griechenland auf Anfang November vertagt. Das gibt Europa 30 Tage Zeit, um sich neu zu erfinden, hofft die Wirtschaftszeitung La Tribune: "Die Schaffung einer europäischen Wirtschaftsregierung ist seit einigen Monaten im Gespräch. ... Die Hypothese, dass durch einen neuen Vertrag eine Föderation von Nationalstaaten oder ein Europa der zwei bis drei Geschwindigkeiten zu Stande kommen könnte, steht ebenfalls im Raum. Dazu bekennen sich sogar die Europa-Enthusiasten. Die zwischenstaatliche Organisationsebene ist wieder von Bedeutung. Die Regierungschefs hantieren am europäischen Getriebe, angeführt vom französisch-deutschen Gründerduo. Leider funktioniert es zwischen den beiden nicht besonders gut, wie man in den letzten Monaten beobachten konnte. Ihre Vision ist mal miteinander abgestimmt, mal bürokratisch, aber selten historisch. Dennoch ist die Gelegenheit gekommen, Europa neu zu erfinden."
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Avvenire - Italien | Mittwoch, 28. September 2011
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat in Berlin seinen Auftrag erfüllt, meint die katholische Tageszeitung Avvenire, denn das deutsche Parlament wird am Donnerstag wohl der Ausweitung des Euro-Rettungsfonds zustimmen: » mehr
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat in Berlin seinen Auftrag erfüllt, meint die katholische Tageszeitung Avvenire, denn das deutsche Parlament wird am Donnerstag wohl der Ausweitung des Euro-Rettungsfonds zustimmen: "Papandreous Mission in Berlin zur Rettung Griechenlands ist erfüllt. Deutschland verkündet Vertrauen in Athens Reformen und geht einen Schritt weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel sperrt sich nicht mehr gegen eine Revision der EU-Verträge. ... Deutschland hat erkannt, welche wirtschaftliche und politische Verantwortung es in der Eurozone trägt und tragen wird. Die Zustimmung des Bundestags zum Euro-Rettungsfonds am morgigen Donnerstag scheint sicher - auch wenn noch nicht klar ist, ob die Regierung von Angela Merkel auf ihre Mehrheit zählen kann."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 28. September 2011
Mit Obamas Wahlkampfslogan "Yes we can" hat Griechenlands Premier Giorgos Papandreou in Berlin die Sparziele seines Landes bekräftigt. Doch die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung ist skeptisch: » mehr
Mit Obamas Wahlkampfslogan "Yes we can" hat Griechenlands Premier Giorgos Papandreou in Berlin die Sparziele seines Landes bekräftigt. Doch die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung ist skeptisch: "Nur aufgrund von artigen Versprechen und von Solidaritätsappellen allein werden die Abgeordneten jener Länder, die den Rettungsschirm spannen, nicht zustimmen, schon weil die eigenen Wähler ihnen derlei Gutgläubigkeit um die Ohren hauen würden. ... Für seinen Optimismus, so er echt ist, muss man den Regierungschef des europäischen Sorgenkindes bewundern. Aber mit dem 'Wir können' ist das so eine Sache. Dunkel sind die Wolken, die sich über dem amerikanischen Präsidenten zusammengebraut haben, trübe die Lage der Wirtschaft, verhangen Obamas Zukunftsaussichten. Die Aufbruchstimmung von einst ist verflogen, an deren Stelle ist eine billige Suche nach Schuldigen getreten. ... Die tolle Wirkung des Schuldenmachens bekommen wir soeben zu spüren. Hoffentlich also können die Griechen 'es'."
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De Tijd - Belgien | Mittwoch, 28. September 2011
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem griechischen Premier Giorgos Papandreou ihre Unterstützung zugesichert. Der im Vergleich zu früheren Aussagen erstaunlich milde Ton passt zur Nervosität anderer Politiker aus Europa und den USA in den vergangenen Tagen, stellt die Wirtschaftszeitung De Tijd fest und gibt zu Bedenken: » mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem griechischen Premier Giorgos Papandreou ihre Unterstützung zugesichert. Der im Vergleich zu früheren Aussagen erstaunlich milde Ton passt zur Nervosität anderer Politiker aus Europa und den USA in den vergangenen Tagen, stellt die Wirtschaftszeitung De Tijd fest und gibt zu Bedenken: "Das riecht alles sehr nach typisch menschlichem Profilierungsdrang - vor allem bei Politikern -, um sich mit Lorbeeren zu schmücken. Und man kann sich nur mit Lorbeeren schmücken, wenn es Lorbeeren gibt. In diesem Sinn könnte die Nervosität darauf hinweisen, dass hinter den Kulissen an einer überzeugenden Lösung der europäischen Schuldenkrise gearbeitet wird. Davon sind die Finanzmärkte gestern schon mal ausgegangen. Aber sind sie nicht zu voreilig? ... Gegenüber der vergangenen Woche hat sich nichts geändert - außer, dass mal wieder kostbare Zeit verloren gegangen ist. Für Griechenland, Europa, die USA und den Rest der Welt bleibt es eine Zitterpartie. Und für Anleger bleibt es ein Blindflug."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 28. September 2011
Griechenland wolle bereits 2012 wieder einen ausgeglichenen Jahreshaushalt erreichen, sagte Premierminister Giorgos Papandreou am Dienstag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Papandreou lügt, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
Griechenland wolle bereits 2012 wieder einen ausgeglichenen Jahreshaushalt erreichen, sagte Premierminister Giorgos Papandreou am Dienstag bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Papandreou lügt, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "In Wahrheit kann Griechenland die geforderten Ziele nicht erreichen. ... Und diese Realität mit Lügen zu verschleiern, macht es noch schlimmer. Die Regierung muss dies gegenüber den Kreditgebern endlich zugeben. ... Sie muss die politischen Folgen im Blick haben, die Wahrheit sagen und zusehen, wie sie damit umgeht. ... Und sie muss erklären, warum sie an der Aufgabe gescheitert ist, die sie übernommen hat: Weil das, was sie vereinbart hat, auf falschen Annahmen und fehlenden Möglichkeiten basierte. ... Aber auch weil die Regierung nicht an das glaubt, was sie sagt und unfähig ist, den riesigen Staat, seine Gewerkschaften und Interessengruppen zu verkleinern."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 23. September 2011
Tausende Menschen haben am Donnerstag in Athen gegen die neuen Sparbeschlüsse der griechischen Regierung demonstriert. Es ist hochmütig und naiv von den Griechen zu verlangen, innerhalb weniger Monate ihr über Jahrzehnte gewachsenes Staatsverständnis umzuwerfen, meint der Kolumnist Johan Schloemann in der linksliberalen Süddeutschen Zeitung: » mehr
Tausende Menschen haben am Donnerstag in Athen gegen die neuen Sparbeschlüsse der griechischen Regierung demonstriert. Es ist hochmütig und naiv von den Griechen zu verlangen, innerhalb weniger Monate ihr über Jahrzehnte gewachsenes Staatsverständnis umzuwerfen, meint der Kolumnist Johan Schloemann in der linksliberalen Süddeutschen Zeitung: "Die Hälfte der hundertundachtzig Jahre seit der Gründung [unter dem Bayern Otto I.] war Griechenland praktisch zahlungsunfähig. ... Im 19. Jahrhundert scheiterte in Griechenland schon zu Beginn der Versuch, ausgehend von Hilfszahlungen der Großmächte mit philhellenischen bayerischen Beamten eine effiziente Verwaltung nach französischem Vorbild zu installieren. Mit der Steuerpflicht verbanden die befreiten Griechen nur schlechte Erinnerungen an die osmanische Zwangsherrschaft. ... Seither haben Klientelwesen und Schattenwirtschaft Griechenland immer wieder gelähmt; hinzu kamen die Einschnitte durch Weltkriege und Bürgerkriege. ... Griechenland kann nicht mit einer einfachen, raschen Anpassung von Haushalts- und Wirtschaftspolitik verändert werden. Es spricht eher einiges dafür, Griechenland heute als einen jener Transformationsstaaten anzusehen, für die sich ein eigener Zweig der Politikwissenschaft herausgebildet hat."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 21. September 2011
Die griechische Regierung hat am Dienstag einen Bericht der Tageszeitung Kathimerini dementiert, wonach der sozialistische Premier Giorgos Papandreou ein Referendum über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone oder seinen Austritt abhalten will. Die konservative Tageszeitung Kathimerini glaubt ihm nicht und kritisiert seinen Plan: » mehr
Die griechische Regierung hat am Dienstag einen Bericht der Tageszeitung Kathimerini dementiert, wonach der sozialistische Premier Giorgos Papandreou ein Referendum über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone oder seinen Austritt abhalten will. Die konservative Tageszeitung Kathimerini glaubt ihm nicht und kritisiert seinen Plan: "Es ist kein guter Zeitpunkt für Volksabstimmungen. Das Land befindet sich am Rande des Abgrunds und es braucht eine starke Regierung mit klaren Zielen… Ein Referendum wird sehr teuer sein für unser bankrottes Land und für die Menschen Stress und Verwirrung bringen. Es wäre besser, wenn die Regierung ihre Besessenheit aufgibt, denn alles, was die Unsicherheit erhöht, richtet Schaden an. Wenn Griechenland die aktuelle Krise überwindet, wird sie den Luxus und auch den Handlungsspielraum haben, jedes Jahr Volksabstimmungen durchzuführen."
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Kathimerini - Griechenland | Sonntag, 18. September 2011
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat beim EU-Finanzministertreffen in Polen die Entschlossenheit seiner Regierung beteuert, zusätzliche Sparmaßnahmen durchzuführen. Aber dann wird sich die griechische Gesellschaft in Chaos und Gewalt auflösen, fürchtet die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat beim EU-Finanzministertreffen in Polen die Entschlossenheit seiner Regierung beteuert, zusätzliche Sparmaßnahmen durchzuführen. Aber dann wird sich die griechische Gesellschaft in Chaos und Gewalt auflösen, fürchtet die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Die Euro-Zone ist keine Reality-Show, in der die Mitglieder ihr schwächstes Glied vertreiben können, indem sie es in ein wirtschaftliches Armageddon stürzen. Falls unsere kranke Wirtschaft gezwungen wird, noch weitere Maßnahmen umzusetzen, dann kommt es sicherlich zu einer sozialen Explosion. ... Das griechische Volk unternimmt sehr große Anstrengungen und erbringt viele Opfer, im Gegensatz zur Regierung, die in einem Ozean von Lügen schwimmt. ... Die Gefahr ist groß, dass die EU und der Internationale Währungsfonds dieser Pseudo-Regierung ihre Unterstützung entziehen, und dann wird unvermeidlich Chaos losbrechen. ... Bereits jetzt schwindet die politische und soziale Stabilität. Bei der nächsten Demonstration wird ein Gummigeschoss genügen, um einen wahren Bürgerkrieg auszulösen."
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Aamulehti - Finnland | Mittwoch, 14. September 2011
In der Debatte um den möglichen Staatsbankrott Griechenlands befürwortet die liberale Tageszeitung Aamulehti eine Umschuldung: » mehr
In der Debatte um den möglichen Staatsbankrott Griechenlands befürwortet die liberale Tageszeitung Aamulehti eine Umschuldung: "Diese Lösung würde Verluste für die Gläubiger Griechenlands bedeuten. Das sind unter anderem die anderen Euro-Länder, darunter Finnland, die deutschen und französischen Geschäftsbanken und die Europäische Zentralbank, die für mindestens 135 Milliarden Euro Staatsanleihen der Krisenländer gekauft hat. Für einige Gläubiger können die Verluste verhängnisvoll sein, andere werden sich mit ein wenig Unterstützung aus der Affäre ziehen und die Besten, also die Vorsichtigsten, dürften recht unbeschadet davonkommen. Auf alle Möglichkeiten muss man gefasst sein. Europa hat nur schlechte Alternativen, von denen die am wenigsten schlechte zu wählen ist. Die Bekämpfung der Schuldenkrise mit den derzeitigen Mitteln setzt immer größere Summen voraus ohne Garantie auf Erfolg."
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De Telegraaf - Niederlande | Mittwoch, 14. September 2011
Die Wirtschaftszahlen Griechenlands werden schlechter statt besser, womit sich die Finanzhilfen als nutzlos erwiesen haben und die Pleite Griechenlands unabwendbar ist, meint die konservative Boulevardzeitung De Telegraaf: » mehr
Die Wirtschaftszahlen Griechenlands werden schlechter statt besser, womit sich die Finanzhilfen als nutzlos erwiesen haben und die Pleite Griechenlands unabwendbar ist, meint die konservative Boulevardzeitung De Telegraaf: "Da jetzt sicher ist, dass die Griechen die umfangreichen Hilfen nicht mehr zurückzahlen können, bleiben zwei Fragen: Welchen Teil der Hilfe kann Griechenland doch zurückzahlen, und wie kann man verhindern, dass es in anderen schwachen Euro-Ländern zur derselben Katastrophe kommt? Die Antwort auf die erste Frage wird noch lange auf sich warten lassen. Deutlich ist in jedem Fall, dass andere Länder, Banken, Rentenfonds und Anleger starke Verluste erleiden werden. Um zu verhindern, dass andere Länder in dieselbe Krise schlittern, ist es notwendig, dass Europa den kommenden finanziellen Untergang von Griechenland völlig unter Kontrolle hat. Denn nur ein kontrollierter Bankrott, der den Gläubigern so wenig wie möglich schadet, kann das verletzte Vertrauen in den Euro noch einigermaßen retten."
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24 Chasa - Bulgarien | Dienstag, 13. September 2011
Die auf Drängen der EU eingeführten Sparmaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland wirken bereits kontraproduktiv, meint die Tageszeitung 24 Chasa. Weitere Einschnitte wären für die griechische Wirtschaft fatal: » mehr
Die auf Drängen der EU eingeführten Sparmaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Griechenland wirken bereits kontraproduktiv, meint die Tageszeitung 24 Chasa. Weitere Einschnitte wären für die griechische Wirtschaft fatal: "Bei Staatsschulden von über 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hilft es nicht mehr, den Gürtel enger zu schnallen. Denn Sparen senkt zwar auf der einen Seite die Staatsausgaben, auf der anderen aber bringt es weniger Staatseinnahmen, weil es die Produktion drosselt. Nicolae Ceaușescu hat seinerzeit dieses Modell gewählt, um Rumäniens Staatsschulden zurückzubezahlen, und hat dabei die rumänische Wirtschaft zugrunde gerichtet. So geht es nicht. Jede Volkswirtschaft hat ihre Grundpfeiler, die der Staat nicht einseitig bestimmen kann. Du kannst versuchen, hundert Liter Milch am Tag von einer Kuh zu melken, aber es wird nicht klappen. Sie gibt es nicht her, so viel du sie auch schlägst."
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To Ethnos - Griechenland | Dienstag, 13. September 2011
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der griechische Premier Giorgos Papandreou haben sich zu einem Krisentelefonat für den heutigen Mittwoch verabredet. Will Deutschland nun die Insolvenz Griechenlands ankündigen, fragt sich die linksliberale Tageszeitung To Ethnos besorgt: » mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der griechische Premier Giorgos Papandreou haben sich zu einem Krisentelefonat für den heutigen Mittwoch verabredet. Will Deutschland nun die Insolvenz Griechenlands ankündigen, fragt sich die linksliberale Tageszeitung To Ethnos besorgt: "Hat Berlin bereits die Phase der Erpressung Griechenlands hinter sich gelassen und bereitetet jetzt den Bankrott unseres Landes vor? Οder versucht die Kanzlerin, mit ihren Drohungen den Widerstand des griechischen Volkes gegen die Verwirklichung der alptraumhaften Maßnahmen zu lähmen, die von der Troika diktiert und von der Regierung Papandreou umgesetzt werden? Diese Frage beschäftigt viele Griechen, die Antwort wird aber nur die Zukunft geben. Sicher ist jedoch, dass die unterwürfige Haltung Athens gegenüber den deutschen Forderungen nichts gebracht hat. Sie hat weder die griechische Verhandlungsposition gestärkt noch die Aggressivität der EU-Herrscher gemildert."
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Eleftherotypia - Griechenland | Montag, 12. September 2011
Die Diskussionen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sind nur populistische Manöver der Politiker in den nördlichen Ländern, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Die Diskussionen über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sind nur populistische Manöver der Politiker in den nördlichen Ländern, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Damit ein Land aus der Euro-Zone ausgeschlossen wird, müssen europäische Verträge verändert werden - das ist schwierig und vor allem zeitaufwändig. Daher ist anzunehmen, dass unsere Kreditgeber mit dieser Drohung weiteren Druck auf uns ausüben wollen, damit wir die vereinbarten Maßnahmen umsetzen. ... Druck dieser Art hat mit der innenpolitischen Lage mancher Länder des reichen Nordens zu tun. In Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Finnland stellt sich die öffentliche Meinung gegen die Hilfe für die Staaten des Südens und insbesondere gegen die Griechenland-Hilfe. ... Die Führer dieser Länder - besonders diejenigen, die Wahlen vor sich haben - berücksichtigen diesen Trend bei ihren Aussagen. Die griechische Wirtschaft macht aber nur zwei Prozent der Euro-Zone aus und es ist ein Witz, zu behaupten, dass sie die gemeinsame Währung gefährden könnte."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 13. September 2011
Der seit Mai amtierende Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat mit seinem Reden über eine Insolvenz Griechenlands weder sich selbst noch Deutschland einen Gefallen getan, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Der seit Mai amtierende Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat mit seinem Reden über eine Insolvenz Griechenlands weder sich selbst noch Deutschland einen Gefallen getan, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Auf seiner rührend anmutenden Suche nach Profil bringt Wirtschaftsminister Philipp Rösler mal eben eine 'geordnete' Staatspleite Griechenlands ins Spiel. Was das ist, weiß der Neu-Ökonom nicht so genau. ... Aber wenigstens taucht der Name Rösler auf den vorderen Zeitungsseiten auf. ... Werft die Griechen aus dem Euro - das ist die simple Losung, die jetzt gern zur Lösung des schwersten Problems in der Währungsunion ausgegeben wird. Die Antwort darauf kann nur lauten: Ein Rauswurf wäre nicht nur für die Griechen ein Desaster - sondern auch für Deutschland und den Rest Europas."
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Turun Sanomat - Finnland | Dienstag, 13. September 2011
Die Umschuldung Griechenlands und seinen Austritt aus der Euro-Zone hält die liberale Tageszeitung Turun sanomat für bedenkenswert: » mehr
Die Umschuldung Griechenlands und seinen Austritt aus der Euro-Zone hält die liberale Tageszeitung Turun sanomat für bedenkenswert: "Die Märkte würden bei einer Umschuldung Griechenlands nicht unbedingt in Panik geraten und ebenso wenig bei einem Euro-Austritt. … Es ist angebracht zu fragen, ob ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Gemeinschaftswährung mindert, oder ob es sich nicht langfristig verbessern würde. Griechenland benötigt einen neuen Anfang und eine wirtschaftlich stabile Basis. Man muss sorgfältig untersuchen, ob das mit einer eigenen Währung möglich ist. Ein Euro-Austritt wischt Griechenlands 335 Milliarden Euro Schulden nicht weg. Ein Teil davon könnte sich durch eine Umschuldung auflösen. Griechenland muss seinen öffentlichen Haushalt in Ordnung bringen, mit welcher Währung auch immer."
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Trouw - Niederlande | Dienstag, 13. September 2011
Auch niederländische Politiker spekulieren über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Doch ein solcher Schritt hätte katastrophale Folgen, warnt die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: » mehr
Auch niederländische Politiker spekulieren über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Doch ein solcher Schritt hätte katastrophale Folgen, warnt die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: "Wenn Griechenland aus der Euro-Zone fällt, hat das nicht nur dramatische Konsequenzen für dieses Land, sondern auch für Italien, Portugal, Irland und andere schwache Euro-Partner. Dann wollen Kreditanbieter keine Geschäfte mehr mit ihnen machen oder sie fordern eine hohe Vergütung für ihr Risiko. Dadurch kann die Währungsunion auseinanderbrechen. Es ist deutlich zu sehen, dass Europa mehr politische Integration braucht, um den Binnenmarkt und die Währungsunion effektiv zu steuern. ... Die Mitgliedstaaten haben diese Notwendigkeit lange nicht einsehen wollen. Jetzt sind die Probleme in der Euro-Zone so groß, dass eine weitere Integration kaum rechtzeitig zu realisieren ist. Dennoch ist es der einzige Weg. ... Und dieser Weg beginnt nicht mit einem Abschied von Athen."
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Financial Times Deutschland - Deutschland | Montag, 12. September 2011
Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat am Sonntag erstmals öffentlich über einen Staatsbankrott Griechenlands nachgedacht. Das deutsche Finanzministerium rechnet Medienberichten zufolge gerade die Kosten eines solchen Szenarios durch. Die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland findet beides unverantwortlich: » mehr
Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat am Sonntag erstmals öffentlich über einen Staatsbankrott Griechenlands nachgedacht. Das deutsche Finanzministerium rechnet Medienberichten zufolge gerade die Kosten eines solchen Szenarios durch. Die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland findet beides unverantwortlich: "Selbst wenn langfristig möglicherweise vieles für eine vernünftige Umschuldung Griechenlands spricht - im Moment wären die Folgewirkungen sowohl einer geordneten als auch einer ungeordneten Insolvenz gefährlicher und teurer, als es jeder Hilfskredit an die Griechen sein könnte. Die Ansteckungsgefahr für andere Euro-Länder ist zu groß. Die Institutionen, die überhaupt erst eine geordnete Insolvenz erlauben könnten - wie der Europäische Stabilisierungsmechanismus -, werden gerade erst geschaffen. Die vermeintliche Lösung einer Griechenland-Pleite würde in die nächste Abwärtsspirale führen. Europa kann es sich leisten, Griechenland noch einige Jahre zu finanzieren. Der Titanenkampf der Griechen ist auch der aller anderen Euro-Länder."
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Blog Coulisses de Bruxelles - Frankreich | Montag, 12. September 2011
Griechenlands Regierung hat am Sonntag eine neue Immobiliensteuer und weitere Sparmaßnahmen angekündigt, um das gigantische Haushaltsdefizit abzubauen. Alles nur leere Versprechungen, meint Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles bei der linksliberalen Tageszeitung Libération: » mehr
Griechenlands Regierung hat am Sonntag eine neue Immobiliensteuer und weitere Sparmaßnahmen angekündigt, um das gigantische Haushaltsdefizit abzubauen. Alles nur leere Versprechungen, meint Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles bei der linksliberalen Tageszeitung Libération: "Endlich scheint die griechische Regierung aufzuwachen und das Risiko eines Bankrotts wahrzunehmen, das ihre Unfähigkeit zur Einhaltung von Verpflichtungen darstellt. Premier Giorgos Papandreou hat bei einer dreistündigen Pressekonferenz zu einer Generalmobilmachung aufgerufen, um das Land zu retten. ... Er hat insbesondere versprochen, Steuerhinterziehung, Korruption und die für die Staatskassen so kostspielige Bürokratie zu bekämpfen: 'Jeder Rückstand, jede Unentschlossenheit wäre gefährlich für das Land.' Doch bisher wurden solche Versprechungen nicht eingehalten."
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Imerisia - Griechenland | Donnerstag, 8. September 2011
Die griechische Regierung hat am Dienstag angekündigt, ihre Sparmaßnahmen unverzüglich und konsequent umzusetzen. Doch die griechische Politik ist aufgrund von Klientelismus gelähmt und reagiert nicht schnell genug auf die Krise, meint die Wirtschaftszeitung Imerisia: » mehr
Die griechische Regierung hat am Dienstag angekündigt, ihre Sparmaßnahmen unverzüglich und konsequent umzusetzen. Doch die griechische Politik ist aufgrund von Klientelismus gelähmt und reagiert nicht schnell genug auf die Krise, meint die Wirtschaftszeitung Imerisia: "Während die Wirtschaft schnelle und radikale Entscheidungen erfordert, sind die Politiker nicht in der Lage, diesen Zeitplan einzuhalten. ... Der wichtigste Grund dafür ist die Angst vor politischen Kosten. Trotz wiederholter Erklärungen, Zusicherungen und Beschwichtigungen dominiert diese Angst und bestimmt das Verhalten sowie die Entscheidungen der Politiker. Während sich das Land in Gefahr befindet, sind die Politiker nicht in der Lage, sich von ihrer Klientel-Politik zu verabschieden und Entscheidungen zu treffen, die für das Überleben des Landes erforderlich sind. ... Das gilt sowohl für die Regierungspartei als auch für die Opposition."
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Le Figaro - Frankreich | Mittwoch, 7. September 2011
Die französische Nationalversammlung hat am Dienstag wie erwartet dem neuen Hilfspaket für Griechenland zugestimmt. Damit ist Frankreich das erste Land in Europa, das das Abkommen vom 21. Juli umsetzt. Die Finanzmärkte bleiben leider aus gutem Grund nervös, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: » mehr
Die französische Nationalversammlung hat am Dienstag wie erwartet dem neuen Hilfspaket für Griechenland zugestimmt. Damit ist Frankreich das erste Land in Europa, das das Abkommen vom 21. Juli umsetzt. Die Finanzmärkte bleiben leider aus gutem Grund nervös, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Natürlich kann man sich jetzt über die Spekulanten aufregen, über die übermäßige Angepasstheit der Investoren und die Unvernunft der Märkte. Hat Europa nicht auf jedem einzelnen Gipfel den festen Willen unter Beweis gestellt, Griechenland zu retten, egal was es kostet? ... Warum also dieser Argwohn? ... Weil man Griechenland nicht ohne dessen aktive Mithilfe retten kann. Zwei Jahre nach dem ersten Rettungspaket legt das Land immer noch eine unglaubliche Nachlässigkeit an den Tag. Die Verwaltung ist nach wie vor komplett unorganisiert. Sie schafft es nicht einmal, eine Liste der versprochenen Privatisierungen zu erstellen, während Steuerhinterziehung weiterhin ein weitgehend straffreier Nationalsport ist. Man kann sich nicht so recht vorstellen, wie sich unter diesen Bedingungen die Staatskassen füllen sollen."
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Naftemporiki - Griechenland | Donnerstag, 1. September 2011
Griechenland hat die Mehrwertsteuer im Gaststättengewerbe am Donnerstag von 13 auf 23 Prozent erhöht. Gastwirte kündigten an, die höhere Steuer aus Protest nicht zu zahlen. Typisch griechisch, bemängelt die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: » mehr
Griechenland hat die Mehrwertsteuer im Gaststättengewerbe am Donnerstag von 13 auf 23 Prozent erhöht. Gastwirte kündigten an, die höhere Steuer aus Protest nicht zu zahlen. Typisch griechisch, bemängelt die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Die Erhöhung der Mehrwertsteuer und die Reaktionen darauf haben alle Merkmale eines echt griechischen politischen und wirtschaftlichen Durcheinanders. ... Jahrelang folgte das ganze Volk einem einzigen Prinzip: bloß keinen Regeln gehorchen. ... Von 'nicht gehorchen' bis 'nicht bezahlen' ist es ein kleiner Schritt. ... Die Gastwirte haben es vorgezogen so zu reagieren, anstatt gute Argumente und eigene Ideen auf dem Tisch zu legen. Dieser Fall hat alle charakteristischen Merkmale des griechischen Unglücks: oberflächliches Interesse, Gleichgültigkeit, keine substanziellen Gegenvorschläge."
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Trouw - Niederlande | Montag, 22. August 2011
Die Milliarden-Garantie von Griechenland für die finnische Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm ist ein Alleingang, den Europa nicht zulassen darf, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: » mehr
Die Milliarden-Garantie von Griechenland für die finnische Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm ist ein Alleingang, den Europa nicht zulassen darf, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: "Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass die Finanzmärkte es nicht schätzen, wenn Länder eigenmächtig ihren Beitrag an der europäischen Rettungsoperation absichern. ... Das ist erneut ein Beweis dafür, dass der Euro-Raum keine klare Führung und Verwaltung hat. Es stellt sich die Frage, ob der Euro dieses politische Vakuum überleben wird. ... Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben bereits den Fehler gemacht, Griechenland in die Währungsunion aufzunehmen. Jetzt gestatten sie erneut, dass ein kleines Land die große europäische Währung in Gefahr bringt. Das ist inakzeptabel. Der finnische Deal muss vom Tisch. Keinem Euro-Land darf so ein Alleingang gestattet werden."
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Aamulehti - Finnland | Donnerstag, 18. August 2011
Finnland erhält im Gegenzug für eine Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm Sicherheiten von Griechenland. Einige finnische Ökonomen hatten ein entsprechendes Abkommen der beiden Staaten scharf kritisiert. Die liberale Tageszeitung Aamulehti teilt die Kritik nicht, verlangt aber, dass sich Finnlands Premier Jyrki Katainen und seine Finanzministerin Jutta Urpilainen nun wesentlichen Fragen zuwenden sollen: » mehr
Finnland erhält im Gegenzug für eine Beteiligung am zweiten Euro-Rettungsschirm Sicherheiten von Griechenland. Einige finnische Ökonomen hatten ein entsprechendes Abkommen der beiden Staaten scharf kritisiert. Die liberale Tageszeitung Aamulehti teilt die Kritik nicht, verlangt aber, dass sich Finnlands Premier Jyrki Katainen und seine Finanzministerin Jutta Urpilainen nun wesentlichen Fragen zuwenden sollen: "Auch wenn die Finnland versprochenen Sicherheiten psychologisch zweifellos eine positive innenpolitische Auswirkung haben, kann Finnland nicht mehr lange nur Nabelschau betreiben. Die Anfangsfehler der Währungsunion können nicht durch massive Kreditpakete korrigiert werden, mit denen eine durch das Zerbröckeln der Eurozone verursachte Wirtschaftskatastrophe verhindert werden soll. Die Regierung Katainen-Urpilainen darf nun nicht mehr an den Sicherheiten herumfummeln und muss ihren Blick nach vorne richten. Es stellt sich die Frage, ob die von Deutschlands Angela Merkel und Frankreichs Nicolas Sarkozy skizzierte Wirtschaftsintegration nicht auch die Linie unserer Regierung ist."
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Eleftherotypia - Griechenland | Mittwoch, 3. August 2011
Die Gewerkschaft der griechischen Taxifahrer hat am Mittwoch entschieden, ihren seit mehr als zwei Wochen laufenden Streik mindestens bis Samstag fortzusetzen, weil die Regierung ihre Kernforderungen nicht erfüllen will. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia hat Verständnis für den Streik: » mehr
Die Gewerkschaft der griechischen Taxifahrer hat am Mittwoch entschieden, ihren seit mehr als zwei Wochen laufenden Streik mindestens bis Samstag fortzusetzen, weil die Regierung ihre Kernforderungen nicht erfüllen will. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia hat Verständnis für den Streik: "Die schillernden Aussagen über eine Liberalisierung der Märkte, höhere Wettbewerbsfähigkeit und mehr Wachstum verbergen nur, dass das Tafelsilber verschachert wird, also dass der öffentliche Sektor an private Investoren verkauft wird, dass Arbeitnehmerrechte abgebaut werden und nur eine wohlhabende Minderheit von einer Neuausrichtung der Wirtschaft profitieren wird. Die 'Taxifahrer-Kaste' ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass die herrschende Elite alle Streikenden verleumden und marginalisieren will. Eine diskreditierte Gewerkschaftsführung hat keinen Einfluss auf die Staatsgewalt. Und ihr wird das Recht abgesprochen, Regierungsentscheidungen zu widersprechen."
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Adevărul - Rumänien | Mittwoch, 3. August 2011
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, für sechs krisengebeutelte Länder, darunter Griechenland, Portugal und Rumänien, die Beantragung von EU-Gelder zu erleichtern. Deren Selbstbeteiligung an EU-Projekten soll künftig von 15 Prozent auf fünf Prozent gesenkt werden, was die Tageszeitung Adevărul für eine gute Idee hält: » mehr
Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, für sechs krisengebeutelte Länder, darunter Griechenland, Portugal und Rumänien, die Beantragung von EU-Gelder zu erleichtern. Deren Selbstbeteiligung an EU-Projekten soll künftig von 15 Prozent auf fünf Prozent gesenkt werden, was die Tageszeitung Adevărul für eine gute Idee hält: "Die neue Maßnahme, die von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu Recht als 'eine Art Marshall-Plan zur wirtschaftlichen Erholung' bezeichnet wird, ist für EU-Länder gedacht, die mit großen wirtschaftlichen Probleme kämpfen. Die Initiative steht für zwei Dinge: Erstens beweist Europa Solidarität angesichts der Krise - ein Signal, das wir Rumänen besonders brauchen. Zweitens ist es die offizielle Bestätigung, dass wir unfähig sind, EU-Fördergelder abzurufen wie alle anderen. Drei Bereiche sind für den 'Marshall-Plan' vorgesehen: der Kohäsionsfonds, die Regionalentwicklung und die Fischerei. ... Mit einer modernen Infrastruktur und einem sich gesund entwickelnden ländlichen Raum wird selbst Rumänien gut dastehen. Und das ist erst der Anfang, denn Europa ist daran interessiert, dass wir ihnen nicht mehr Millionen Arbeitssuchender schicken."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 29. Juli 2011
Italien hat am Kapitalmarkt knapp acht Milliarden Euro aufgenommen und musste den Anlegern dafür eine höhere Risikoprämie anbieten. Die Schuldenkrise setzt dem Euro auch nach dem zweiten Rettungspaket für Griechenland weiter zu, meint der Chefökonom des polnischen Finanzinstituts PBP Ignacy Morawski in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza und fordert die Einführung von Euro-Anleihen: » mehr
Italien hat am Kapitalmarkt knapp acht Milliarden Euro aufgenommen und musste den Anlegern dafür eine höhere Risikoprämie anbieten. Die Schuldenkrise setzt dem Euro auch nach dem zweiten Rettungspaket für Griechenland weiter zu, meint der Chefökonom des polnischen Finanzinstituts PBP Ignacy Morawski in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza und fordert die Einführung von Euro-Anleihen: "Das Projekt für die Ausgabe von Euro-Anleihen wird derzeit zwar nur in den Zeitungen umrissen, doch besteht schon eine große Wahrscheinlichkeit, dass es von den Politikern ernsthaft in Betracht gezogen wird. Wenn Irland und Portugal nicht bis Ende des kommenden Jahres ihre Kreditwürdigkeit wiedererlangen, dann könnte ein neues Rettungspaket von rund 90 Milliarden Euro notwendig sein. Denn so viel ist nötig, um die Kredite in den Jahren 2013 bis 2015 zu bedienen, wenn man von den öffentlichen Krediten einmal absieht. Darüber hinaus können weitere 350 Milliarden Euro vonnöten sein, wenn die Krise auch Spanien erreicht."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 26. Juli 2011
Nach dem Beschluss der Eurostaaten, private Gläubiger an der Rettung Griechenlands zu beteiligen, hat die US-Rating-Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Landes am Montag um drei Stufen gesenkt. Das war zu erwarten, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore und fordert die Einführung von Euro-Anleihen zur Überwindung der Krise: » mehr
Nach dem Beschluss der Eurostaaten, private Gläubiger an der Rettung Griechenlands zu beteiligen, hat die US-Rating-Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Landes am Montag um drei Stufen gesenkt. Das war zu erwarten, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore und fordert die Einführung von Euro-Anleihen zur Überwindung der Krise: "Um nicht wieder Gefahr zu laufen, das Leck im letzten Moment und zu immer höheren Kosten stopfen zu müssen, gibt es nur einen Ausweg: Die Einführung von Euro-Anleihen. Mit den europäischen Staatsanleihen sollen künftige Flächenbrände im Wald der Staatsverschuldung gelöscht und die wirtschaftliche Entwicklung wieder angekurbelt werden. ... Sie gewährleisten die Finanzierung großer transeuropäischer Projekte und Infrastruktur-Maßnahmen, die für die Optimierung des Binnenmarkts und der Währungsunion notwendig sind. Wie lange wird es noch dauern, bis Deutschland und die ebenso reichen wie tugendhaften Länder des Nordens einsichtig werden und sich dem Unvermeidbaren beugen?"
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Jyllands-Posten - Dänemark | Samstag, 23. Juli 2011
Das zweite Rettungspaket für Griechenland ist kein Rundum-sorglos-Paket, warnt die konservative Tageszeitung Jyllands-Posten: » mehr
Das zweite Rettungspaket für Griechenland ist kein Rundum-sorglos-Paket, warnt die konservative Tageszeitung Jyllands-Posten: "Es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Rettungsfonds trotz seiner 440 Milliarden Euro nicht groß genug ist, wenn Spanien und Italien gleichzeitig unter Druck geraten. Eine Voraussetzung ist natürlich auch, dass die Griechen nicht in den alten Schlendrian zurückfallen. Zudem ist die Euro-Krise nur eine von mehreren Krisen, die derzeit wie schwarze Wolken den Himmel der internationalen Wirtschaft verdüstern. In den USA ist noch keine Einigung über Sparmaßnahmen erzielt worden. ... Auch die aktuelle europäische Aktion kombiniert mit einer Einigung in den USA ist noch kein Wundermittel. Beide Lösungen werden im Gegenteil zumindest auf kürzere Sicht für viele die Situation erschweren. Auf beiden Seiten des Atlantik wird die politische Tagesordnung von Sparmaßnahmen dominiert, was unweigerlich zu einer Verlängerung jener Konjunkturflaute führen wird, welche die Arbeitslosigkeit seit 2008 auf Rekordhöhen schnellen ließ."
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Les Echos - Frankreich | Freitag, 22. Juli 2011
Mit dem neuen Rettungsplan für Griechenland und den Euro agieren die Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe diesmal nicht nur als einfache Feuerwehrmänner, sondern sie schützen die Euro-Staaten wirksam gegen Spekulation, lobt die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Mit dem neuen Rettungsplan für Griechenland und den Euro agieren die Staats- und Regierungschefs der Euro-Gruppe diesmal nicht nur als einfache Feuerwehrmänner, sondern sie schützen die Euro-Staaten wirksam gegen Spekulation, lobt die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Drei kleine Revolutionen wurden vollbracht. Erstens sollen die Zinssätze für die drei schwächsten Länder, die bereits Hilfe erhalten, von nun an unter dem Durchschnitt der Euro-Zone liegen: Es handelt sich dabei um einen Wohlstandstransfer und eine wirkliche Solidarität unter den europäischen Steuerzahlern. Zweitens nähern wir uns immer mehr einem System von Euro-Anleihen an, ohne dass dies jedoch offen gesagt wird, da diese Entwicklung hinter den höchst komplexen juristischen Formulierungen kaum durchscheint. Und drittens wird der Solidaritätsfonds präventiv eingreifen und nicht erst, wenn die Flammen bereits lodern - auch auf dem Sekundärmarkt. Das ist eine mächtige Waffe gegen Spekulation."
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Ta Nea - Griechenland | Freitag, 22. Juli 2011
Die von den 17 Euro-Ländern beschlossene Hilfe ist gut für Griechenland, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung Ta Nea, doch die Griechen müssen mit anpacken: » mehr
Die von den 17 Euro-Ländern beschlossene Hilfe ist gut für Griechenland, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung Ta Nea, doch die Griechen müssen mit anpacken: "Unsere EU-Partner haben uns nicht den Rücken gekehrt. … Stattdessen versuchten sie, ihre Differenzen zu überbrücken und die größten Hindernisse für die Rettung Griechenlands zu umgehen. So konnten sie Entscheidungen treffen, die bis vor einigen Monaten als Tabu galten. ... Gleichzeitig haben die 17 Staats- und Regierungschefs den Spekulanten eine klare Botschaft gesendet, dass die gemeinsame Währung um jeden Preis unterstützt wird. ... All dies sind gute Nachrichten für Griechenland, die aber noch nicht reichen. Der griechische Premier und sein Vize kehren zum ersten Mal seit langem mit vollen Koffern aus Brüssel zurück, aber sie werden auf Chaos treffen. ... Es ist offensichtlich: Damit uns die Ausländer retten, müssen wir erst selbst entscheiden, ob wir gerettet werden wollen."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Freitag, 22. Juli 2011
Die Entscheidungen des EU-Gipfels zur Griechenland-Hilfe markieren den Weg aus der Krise, freut sich die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: » mehr
Die Entscheidungen des EU-Gipfels zur Griechenland-Hilfe markieren den Weg aus der Krise, freut sich die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Nach langer Zeit muss man die Euro-Zone loben. Der Plan zur Rettung Griechenlands und weiterer Problemstaaten scheint langfristig lebensfähig, stimulierend und wirtschaftlich rational zu sein. Das ist besser, als man ursprünglich zu hoffen wagte. ... Geradewegs genial ist der Gedanke eines Marshallplans für Griechenland, der seiner Wirtschaft helfen, Investitionen unterstützen und dem Land endlich ein anhaltendes Wachstum bescheren könnte. Positiv ist, dass sich auch die Banken zu dem Plan bekennen, selbst wenn Details noch offen sind. ... Entscheidend ist, dass die Märkte den Vorschlag bislang positiv aufgenommen haben, was sich in der Stärkung des Euro zeigte. Und dass sich auch die Investoren zufrieden äußern. Der Gipfel hat die europäische Schuldenkrise nicht vollends ausgebügelt. Aber er hat wenigstens Marksteine für den Weg aus dieser Krise gesetzt."
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El Mundo - Spanien | Freitag, 22. Juli 2011
Nach der Einigung auf dem Brüsseler Sondergipfel befürchtet die konservative Tageszeitung El Mundo, dass die neuen Konditionen für die griechischen Kredite als Zahlungsverzug gewertet werden könnten: » mehr
Nach der Einigung auf dem Brüsseler Sondergipfel befürchtet die konservative Tageszeitung El Mundo, dass die neuen Konditionen für die griechischen Kredite als Zahlungsverzug gewertet werden könnten: "Viele Fachleute interpretierten gestern die Einigung als einen versteckten Zahlungsverzug, da man schließlich Griechenland über verschiedene Mechanismen erlaubt, weniger Geld zurückzuzahlen und das über einen längeren Zeitraum, so wie es Unternehmen mit ihren Gläubigern in einem Insolvenzverfahren vereinbaren. Die europäischen Börsenwerte sind in Reaktion auf die bevorstehende Einigung gestiegen und die Risikoaufschläge Spaniens und Italiens gefallen. Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Märkte auf das Kleingedruckte des Abkommens reagieren und vor allem, ob die Rating-Agenturen die Bewertungen für die involvierten Geldinstitute und einige stark verschuldete Länder herabstufen werden."
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The Guardian - Großbritannien | Donnerstag, 21. Juli 2011
Die Krise in der Euro-Zone erfordert ein Nachgeben Deutschlands, meint die linksliberale Tageszeitung The Guardian: » mehr
Die Krise in der Euro-Zone erfordert ein Nachgeben Deutschlands, meint die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Die Umrisse der Lösung sind klar. Es muss eine Schuldenreduzierung in Griechenland und anderen insolventen Ländern geben mit einer anschließenden Rekapitalisierung der davon betroffenen Banken, gefolgt von der gemeinsamen Stützung italienischer Anleihen und wahrscheinlich der Ausgabe von Euro-Anleihen. Es ist wahr, dass Deutschland bei einer solchen Lösung verlieren wird. Es wäre ein Gesichtsverlust, eine Politik aufzugeben, die zu verfolgen man versprochen hat. ... Jedoch würde Deutschlands Ansehen als einer der Führer Europas wiederhergestellt, und die Euro-Zone, die für deutsche Exporte unerlässlich ist, würde gerettet. Langsam, sehr langsam, hat Merkel sich in Bewegung gesetzt. Wir werden bald wissen, ob sie sich weit genug bewegt hat."
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ACUM - Rumänien | Donnerstag, 21. Juli 2011
Rumänien will dem Euro 2015 beitreten, doch angesichts der Euro-Krise rät die Onlinezeitung Acum dringend davon ab: » mehr
Rumänien will dem Euro 2015 beitreten, doch angesichts der Euro-Krise rät die Onlinezeitung Acum dringend davon ab: "Jetzt, wo der Euro-Austritt von Ländern wie Griechenland keine Utopie mehr ist, will Rumänien einer Währung beitreten, die zugeschnitten ist auf Deutschland, die Niederlande, Finnland und Österreich. Es ist eine Illusion zu glauben, der Euro sei eine Art Schutzmantel, wie es die EU im Allgemeinen ist oder die Nato. Wenn sich die Krise verschärft und sich zeigt, dass die Abwendung der Zahlungsunfähigkeit eines Landes zu teuer ist, werden die Steuerzahler der Euro-Hauptländer - besonders die von Deutschland und Frankreich - Stopp sagen, wir wollen nicht mehr zahlen. Es ist keineswegs eine absurde Idee zu glauben, dass die europäische Gemeinschaftswährung scheitern wird. ... Deshalb wäre es vorsichtiger, wenn die öffentliche Meinung den Euro-Beitritt skeptischer betrachten würde. Doch spielt das Thema kaum eine Rolle, so dass es scheint, die Rumänen laufen fröhlich pfeifend in den Untergang."
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El País - Spanien | Donnerstag, 21. Juli 2011
Auf dem EU-Gipfel und vor allem auf Bundeskanzlerin Angela Merkel lastet ein enormer Druck, stellt die linksliberale Tageszeitung El País fest: » mehr
Auf dem EU-Gipfel und vor allem auf Bundeskanzlerin Angela Merkel lastet ein enormer Druck, stellt die linksliberale Tageszeitung El País fest: "Die Zeit läuft ab. Auch der Handlungsspielraum wird immer enger. Es wird der Moment kommen, vielleicht schon heute, in dem das Schicksal des Euro besiegelt wird. Das hängt von Angela Merkel ab, der mächtigsten aber auch stursten Frau der Welt. Seit eineinhalb Jahren geht sie nur zögerlich voran und handelt gegen die von ihr selbst aufgestellte Maxime: Fällt der Euro, fällt auch Europa. Keiner will sich mehr selbst täuschen angesichts der griechischen Schuldenkrise. Aus dem Labyrinth, in das wir geraten sind, indem wir Deutschlands wachsender Aversion gegen die europäische Integration gefolgt sind, gibt es nur einen Ausweg: mehr europäische Integration. Auch wenn man dafür einige deutsche Tabus brechen muss, die alles das verbieten, was aus der EU eine Union des Finanzausgleichs macht: Sei es die Rettung der zahlungsunfähigen Länder, die Ausgabe von Euro-Anleihen oder der Ankauf abgewerteter Schulden durch die Europäische Zentralbank."
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Blog Coulisses de Bruxelles - Frankreich | Dienstag, 19. Juli 2011
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat seit vergangenem Jahr nichts aus der Griechenlandkrise gelernt, als sie erst auf Druck von US-Präsident Barack Obama der Gründung des Europäischen Stabilitätsfonds zugestimmt hatte, kritisiert Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles: » mehr
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat seit vergangenem Jahr nichts aus der Griechenlandkrise gelernt, als sie erst auf Druck von US-Präsident Barack Obama der Gründung des Europäischen Stabilitätsfonds zugestimmt hatte, kritisiert Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles: "Obama weiß, dass der Schlüssel zur Lösung der Krise wieder einmal in Berlin liegt. Weil die Bundesregierung weiterhin zögert, durch rasches und entschlossenes Handeln die Krise endgültig zu beenden, hält sie diese seit achtzehn Monaten am Leben. Angela Merkel hat erneut gezeigt, dass sie sich nicht verändert und nichts aus der Krise gelernt hat. Sie hat in der Tat die Hoffnungen gedämpft, dass die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone fähig sind, eine verbindliche Lösung zu finden."
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El País - Spanien | Mittwoch, 20. Juli 2011
Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder müssen auf ihrem Gipfel am Donnerstag klare Entscheidungen treffen, sonst steht die Glaubwürdigkeit Europas auf dem Spiel, warnt die linksliberale Tageszeitung El País: » mehr
Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder müssen auf ihrem Gipfel am Donnerstag klare Entscheidungen treffen, sonst steht die Glaubwürdigkeit Europas auf dem Spiel, warnt die linksliberale Tageszeitung El País: "Die Euro-Zone wird morgen einen entscheidenden Gipfel erleben. Zwar wäre es übertrieben zu sagen, dass von dem Treffen der Eurogruppe das Überleben der gemeinsamen Währung abhängt. Aber es ist offensichtlich, dass die Glaubwürdigkeit Europas als respektierte Währungsunion und politische Einheit davon abhängt, dass die Finanzminister eine klare Botschaft zum zweiten Rettungspaket für Griechenland aussenden. ... Angela Merkel weiß doch genau, dass den Euro unnötig schmerzvolle Monate erwarten, wenn keine klare Botschaft mit folgenden Inhalten ausgesendet wird: Griechenland wird eine zweite Rettung erhalten, vermutlich mit freiwilliger Umschuldung von Seiten der privaten Gläubiger, und diese Rettung wird von den Rating-Agenturen nicht als Zahlungsausfall gewertet."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 20. Juli 2011
Griechenlands Taxifahrer demonstrieren seit Montag gegen die von der EU geforderte Lockerung von Zugangsbeschränkungen zu ihrem Beruf und schließen einen Dauerstreik nicht aus. Zunächst wollen sie ihre Arbeit bis zum Freitag niederlegen. Die konservative Tageszeitung Kathimerini analysiert die Intransparenz des Taxifahrerberufs: » mehr
Griechenlands Taxifahrer demonstrieren seit Montag gegen die von der EU geforderte Lockerung von Zugangsbeschränkungen zu ihrem Beruf und schließen einen Dauerstreik nicht aus. Zunächst wollen sie ihre Arbeit bis zum Freitag niederlegen. Die konservative Tageszeitung Kathimerini analysiert die Intransparenz des Taxifahrerberufs: "Die Öffnung des Berufszugangs ist weniger ein rechnerisches Problem. Es stimmt zwar, dass es in Athen und anderen Städten eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Taxis gibt. Das Hauptproblem ist vielmehr seit Jahren die Intransparenz, mit der sich jemand eine Lizenz besorgen konnte und sie auch an andere Menschen übertragen konnte. ... Die Lizenz hat sich zu einer wichtigen, aber undurchsichtigen Geldanlage entwickelt. Es gibt Menschen, die eine Lizenz besitzen, jedoch nichts mit dem Beruf zu tun haben. Bei der Übertragung von Lizenzen werden sehr oft Steuern hinterzogen. ... Das Ganze riecht stark nach Korruption."
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Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 14. Juli 2011
Die italienische Regierung hat angesichts der europäischen Schuldenkrise einen härteren Sparkurs und Wirtschaftsreformen angekündigt. Die kleineren südeuropäischen Krisenstaaten sollten indes die Euro-Zone verlassen, schlägt die ... » mehr
Die italienische Regierung hat angesichts der europäischen Schuldenkrise einen härteren Sparkurs und Wirtschaftsreformen angekündigt. Die kleineren südeuropäischen Krisenstaaten sollten indes die Euro-Zone verlassen, schlägt die konservative Tageszeitung Lidové noviny vor, denn "ein Staatsbankrott Griechenlands und Portugals würde die Eurozone nicht zerstören. Wenn beide Länder den Euro verlören, würden sich viele Probleme für sie und andere lösen. Europa hat genug Geld, um ihnen die Chance für einen Neuanfang zu geben. Italien und Spanien dagegen müssen beim Euro bleiben. Spanien muss freilich Ordnung in sein Bankensystem bringen und Italien muss eisern sparen. Alle vier Länder sollten ihren Arbeitsmarkt reorganisieren, um vor allem mehr junge Leute in Lohn und Brot zu bekommen. Die geringen Chancen für die junge Generation führen zum fatalen Zusammenbruch des Sozialstaatsmodells. ... Sähen die Finanzmärkte solche Schritte, könnten die den Glauben an Europa zurückgewinnen. Bis jetzt aber wird nur leeres Stroh gedroschen."
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De Morgen - Belgien | Mittwoch, 13. Juli 2011
Unentschlossene Europa-Politiker und nationalistische Tendenzen verschlimmern die Eurokrise und bedrohen auch Belgien, warnt die linksliberale Tageszeitung De Morgen: » mehr
Unentschlossene Europa-Politiker und nationalistische Tendenzen verschlimmern die Eurokrise und bedrohen auch Belgien, warnt die linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Gestern Griechenland, heute Italien und Spanien, morgen Belgien. Denn zwischen uns und Berlusconi steht niemand mehr. Der Euro ist eine der größten Errungenschaften der Mitgliedstaaten und hat für Wirtschaftswachstum und Wohlstand gesorgt. Aber jetzt wird deutlich, dass die Währungsunion nicht ohne Regeln und Fundamente auskommt. ... Nötig ist nicht nur eine Batterie europäischer Maßnahmen, die die Mitgliedstaaten zu Haushaltsdisziplin zwingt, sondern auch die Wiederherstellung der europäischen Solidarität. ... Aber in vielen Ländern rückt der Nationalismus vor, gegen jede Solidarität. Den Bürgern wird versprochen, dass es ihnen besser gehen wird, wenn wir zurückkehren zu noch kleineren Nationalstaaten und die Lösung im 19. Jahrhundert suchen. Die Euro-Zone steht in Flammen, der Zustand der europäischen Banken und die Krise durch Staatsverschuldung sind eng miteinander verwoben. Jetzt ist nicht die Zeit für Unentschlossenheit."
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Kurier - Österreich | Mittwoch, 13. Juli 2011
Die internationalen Banken und Rating-Agenturen müssen als Verursacher der Euro-Krise jetzt an die kurze Leine genommen werden, meint die linksliberale Tageszeitung Kurier: » mehr
Die internationalen Banken und Rating-Agenturen müssen als Verursacher der Euro-Krise jetzt an die kurze Leine genommen werden, meint die linksliberale Tageszeitung Kurier: "Seit Tagen wird massiv gegen Italien spekuliert, ohne dass dort die Wirtschaftsdaten schlechter wurden. Also treffen sich die Finanzminister - um was zu tun? Sie spekulieren, nämlich darüber, ob eine Pleite Griechenlands nicht doch eine Option wäre. Dabei haben einige Handelsplätze die sogenannten Leerverkäufe für gewisse Aktien schon verboten. Es geht also. Auch die Finanzwirtschaft hat die Vorgaben der Politik zu akzeptieren. Aber da müssen Kommission und EU-Regierungen endlich klare Vorgaben machen. Die Bürger sollten Europa spüren. Als Regierungsmacht, die sich gegen Spekulanten durchsetzt. Der Wille ist endlich da: Jetzt wollen wir Ergebnisse sehen."
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To Ethnos - Griechenland | Dienstag, 12. Juli 2011
Durch die Verzögerungen der Rettung Griechenlands hat die EU viele Länder in Gefahr gebracht, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Durch die Verzögerungen der Rettung Griechenlands hat die EU viele Länder in Gefahr gebracht, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Mit dem angeblichen Ziel, private Gläubiger an der Lösung der Schuldenkrise in Griechenland zu beteiligen, sind Deutschland und die anderen nordeuropäischen Länder in einen Teufelskreis geraten. Sie hat die Krise um ein paar Monate verschoben und nicht nur Griechenland, sondern auch andere Länder Südeuropas den Rating-Agenturen wehrlos ausgeliefert. Die Zeit wird knapp. Der Appell der griechischen Regierung an die Europäer, dass es keine Verzögerungen mehr geben darf, hört sich so dramatisch an wie der allerletzte Aufruf. ... Die EU muss nun beweisen, dass sie eine Führung hat, die den Appell auch hört."
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Financial Times Deutschland - Deutschland | Mittwoch, 13. Juli 2011
Je länger die Finanzminister der Euro-Gruppe in Brüssel um eine Lösung der Krise ringen, desto mehr fühlt sich die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland an das Märchen Des Kaisers neue Kleider erinnert: » mehr
Je länger die Finanzminister der Euro-Gruppe in Brüssel um eine Lösung der Krise ringen, desto mehr fühlt sich die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland an das Märchen Des Kaisers neue Kleider erinnert: "Alle sehen, dass Griechenland pleite ist. Das sagt natürlich niemand, wobei viele im Gegensatz zu Andersens Erzählung zumindest einsehen, dass der Kaiser ein ernstes Problem hat: Wir bekennen, dass seine Kleidung zerrissen ist. Wir nähen Flicken an die nackten Beine. ... Der rasend schnelle Übergriff auf Italien schwächt das Argument, dass ein Schuldenschnitt Griechenlands unbedingt vermieden werden muss. ... Wenn ein Schuldenschnitt aber nun erwogen wird, müsste er an das große Paket gekoppelt sein - zu dem einige Staaten Europas immer noch nicht bereit sind: Banken müssten unter Umständen gestützt, milliardenschwere Aufbauprogramme beschlossen werden. Der Steuerzahler würde de facto für die Schulden einstehen. Gut, dass wir endlich laut sagen, dass der Kaiser nackt ist. Aber wir müssten dann auch bereit sein, ihm neue Kleider zu schneidern."
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El País - Spanien | Dienstag, 12. Juli 2011
Sowohl in Italien als auch in Spanien ist der Risikoaufschlag für Staatsschulden am Montag auf Rekordhöhe gestiegen. Die linksliberale Tageszeitung El País spricht vom "finstersten Tag" in der Geschichte des Euro und fordert schnelles Handeln: » mehr
Sowohl in Italien als auch in Spanien ist der Risikoaufschlag für Staatsschulden am Montag auf Rekordhöhe gestiegen. Die linksliberale Tageszeitung El País spricht vom "finstersten Tag" in der Geschichte des Euro und fordert schnelles Handeln: "Um dieses Chaos zu korrigieren, das Verarmung und Arbeitslosigkeit verursacht, muss Europa (das heißt Deutschland, Frankreich, die Eurogruppe und die EZB) jetzt sofort das zweite Rettungspaket für Griechenland beschließen. Sie können damit nicht bis September warten, dann ist es vielleicht zu spät. Die EZB und die Eurogruppe müssen so die Botschaft aussenden, dass sie in der Lage sind die Spekulation zu beenden. Es ist nicht der Moment für zaghafte Aktionen, sinnlose Debatten oder zögerliches Philosophieren, was nur das Wachstum hemmt und Arbeitsplätze vernichtet."
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Die Presse - Österreich | Dienstag, 12. Juli 2011
Um zu vermeiden, dass die Euro-Krise auf weitere Länder übergreift, muss die Politik jetzt endlich private Gläubiger an den Rettungsmaßnahmen beteiligen, denn Italien kann man nicht mit ewigen Finanzspritzen helfen wie bislang Griechenland, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: » mehr
Um zu vermeiden, dass die Euro-Krise auf weitere Länder übergreift, muss die Politik jetzt endlich private Gläubiger an den Rettungsmaßnahmen beteiligen, denn Italien kann man nicht mit ewigen Finanzspritzen helfen wie bislang Griechenland, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Die Märkte brauchen also ein klares Signal, dass Risiko auch 'Finger verbrennen' heißen kann. Das bedeutet eine möglichst rasche Umschuldung Griechenlands unter voller 'Beteiligung' privater Gläubiger. Das würde dem Land helfen, die Märkte nur vorübergehend beunruhigen und Domino-Spekulationen auf andere Euroländer schwieriger, vor allem aber viel riskanter machen. Gerade weil sich die Eurozone permanente Rettungsaktionen für Italien nicht leisten kann, muss hier ein schnelles Zeichen gesetzt werden."
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Alle verfügbaren Texte von » Josef Urschitz
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | Sonntag, 10. Juli 2011
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den Griechen nahe gelegt, zur Bewältigung der Krise mehr auf Solarenergie zu setzen. Eine Kopfgeburt wie viele andere, bemerkt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und erläutert süffisant, wie Schäuble auf diese tolle Idee kommen konnte. Denn "natürlich ist die Bundesregierung noch völlig trunken vom Erfolg der eigenen Solarindustrie. ... Der langjährigen Tatkraft und Wirkungsmacht der deutschen Solarindustrie ist es schließlich zu verdanken, dass nun schon stolze 1,9 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs in Deutschland vorher von der Sonne produziert werden. ... Und ja, liebe Griechen, Photovoltaik kostet Geld, so ist das eben mit den guten Dingen des Lebens. Sie könnte den Strom in Griechenland verteuern, die Kosten der Industrie erhöhen, den griechischen Konsumenten Kaufkraft wegnehmen. Aber das Land hätte auf der anderen Seite eine Sonnenenergieexportwirtschaft, die allerbeste Imagewerte hätte, weshalb deren Förderung auch kaum ins Gewicht fiele. ... Ist das denn so schwer? Es genügte ein: » mehr
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den Griechen nahe gelegt, zur Bewältigung der Krise mehr auf Solarenergie zu setzen. Eine Kopfgeburt wie viele andere, bemerkt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und erläutert süffisant, wie Schäuble auf diese tolle Idee kommen konnte. Denn "natürlich ist die Bundesregierung noch völlig trunken vom Erfolg der eigenen Solarindustrie. ... Der langjährigen Tatkraft und Wirkungsmacht der deutschen Solarindustrie ist es schließlich zu verdanken, dass nun schon stolze 1,9 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs in Deutschland vorher von der Sonne produziert werden. ... Und ja, liebe Griechen, Photovoltaik kostet Geld, so ist das eben mit den guten Dingen des Lebens. Sie könnte den Strom in Griechenland verteuern, die Kosten der Industrie erhöhen, den griechischen Konsumenten Kaufkraft wegnehmen. Aber das Land hätte auf der anderen Seite eine Sonnenenergieexportwirtschaft, die allerbeste Imagewerte hätte, weshalb deren Förderung auch kaum ins Gewicht fiele. ... Ist das denn so schwer? Es genügte ein: Danke, ihr lieben Deutschen."
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Alle verfügbaren Texte von » Winand von Petersdorff
Kathimerini - Griechenland | Donnerstag, 7. Juli 2011
Für die bevorstehenden Reformen in Griechenland braucht der Staat dringend Fachleute. Doch die regierenden Sozialisten von der Pasok haben zu viele gute Leute abgeschreckt, bemängelt die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Für die bevorstehenden Reformen in Griechenland braucht der Staat dringend Fachleute. Doch die regierenden Sozialisten von der Pasok haben zu viele gute Leute abgeschreckt, bemängelt die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Unsere Politiker haben endlich gemerkt, dass sie manche Themen nicht allein behandeln können und dass sie dringend Hilfe von Fachkräften benötigen. Dies gilt für die Privatisierungen, für die komplexen Verhandlungen über die Schulden und für andere wichtige Themen. Die Staatsverwaltung verfügt leider nicht über das nötige Personal. Es gibt ein paar erfahrene Menschen, auf die sich das ganze Land stützt, aber die reichen nicht aus. Die Probleme sind sehr komplex und unsere Ansprechpartner anspruchsvoll. ... Welches ist das jetzige Problem? Der Populismus der Pasok vor den jüngsten Wahlen, aber auch die ersten Monate ihrer Regierung haben alle ernsthaften Menschen abgeschreckt, die sich für das Abenteuer Staatsangelegenheiten engagieren wollten."
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Alle verfügbaren Texte von » Alexis Papachelas
To Vima Online - Griechenland | Dienstag, 5. Juli 2011
Griechenland wird nach Aussage von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker im Zuge der internationalen Rettungsmaßnahmen einen Teil seiner Souveränität verlieren. Solch eine Annahme ist inakzeptabel, meint die linksliberale und regierungsnahe Online-Zeitung To Vima: » mehr
Griechenland wird nach Aussage von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker im Zuge der internationalen Rettungsmaßnahmen einen Teil seiner Souveränität verlieren. Solch eine Annahme ist inakzeptabel, meint die linksliberale und regierungsnahe Online-Zeitung To Vima: "Es ist unverschämt von der EU, dass sie davon ausgeht, dass eines ihrer Mitglieder in seiner Souveränität eingeschränkt wird. Das widerspricht jeder Logik, jeder Abmachung und dem Gründungsvertrag. ... Die EU ist eine Union von freien, souveränen und demokratischen Staaten. Falls sich dies ändert und nicht mehr zutrifft, sollten wir informiert werden. Es ist klar, dass die Satzung sich nicht verändert hat. ... Ein Land mit eingeschränkter Souveränität bedeutet Bananenrepublik. Das hat nichts mit Europa zu tun - es wäre ein besetztes Land."
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Alle verfügbaren Texte von » Giorgos Malouchos
Corriere della Sera - Italien | Mittwoch, 6. Juli 2011
Die US-Rating-Agentur Moody's hat die langfristigen Staatsanleihen von Portugal um vier Stufen von Baa1 auf Ba2 herabgestuft. Die EU sollte damit aufhören, tugendhaften Ländern wie Deutschland mangelnde Hilfsbereitschaft vorzuwerfen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: » mehr
Die US-Rating-Agentur Moody's hat die langfristigen Staatsanleihen von Portugal um vier Stufen von Baa1 auf Ba2 herabgestuft. Die EU sollte damit aufhören, tugendhaften Ländern wie Deutschland mangelnde Hilfsbereitschaft vorzuwerfen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Man kann nicht von Deutschland als einzigem Land verlangen, dass es sich die Sorgen der anderen Länder aufbürdet, ohne zugleich Vorteile aus der Währungsunion zu ziehen. Die Vorstellung, Berlin sei der Hauptverantwortliche für die Verschärfung der Griechenland-Krise, ist ein Märchen. Hätte es keine Länder gegeben, die wie Portugal, Spanien, Irland und Italien der Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, hätte man wenig Aufhebens gemacht und die Schulden Athens kurzerhand abgelehnt. Doch das wahre Problem ist eben die Ansteckungsgefahr, die von Griechenland ausgeht. Folglich sind die gefährdeten Länder die Hauptschuldigen. Dies zeigt die gestrige Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Rating-Agentur Moody's."
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Hospodárske noviny - Slowakei | Mittwoch, 6. Juli 2011
Auf Druck anderer Mitgliedsländer der Euro-Zone beteiligt sich die Slowakei nun vermutlich doch am zweiten Euro-Rettungspaket, nachdem das Land sich am ersten Paket nicht beteiligen wollte. Die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny kritisiert den Sinneswandel: » mehr
Auf Druck anderer Mitgliedsländer der Euro-Zone beteiligt sich die Slowakei nun vermutlich doch am zweiten Euro-Rettungspaket, nachdem das Land sich am ersten Paket nicht beteiligen wollte. Die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny kritisiert den Sinneswandel: "Die meisten Analysten sind sich sicher, dass es unrealistisch ist, zu glauben, dass Griechenland seine Schulden jemals wieder zurückzahlen kann. Höchstens, wenn es einige Inseln verkaufen würde, was jedoch angesichts der aufgebrachten griechischen Öffentlichkeit höchst unwahrscheinlich erscheint. Die Griechen wollen sich noch immer nicht eingestehen, dass sie den Gürtel enger schnallen müssen, nachdem sie lange Jahre auf Kosten ihrer Kinder gelebt haben und jetzt dank des unsinnigen Euro-Schutzschirms auf Kosten der Steuerzahler ganz Europas. Dass wir vor einem Jahr unsere Teilnahme daran abgelehnt hatten, war ein rationale Entscheidung. ... Dass wir jetzt bereit sind, uns an der Finanzierung Griechenlands zu beteiligen, ist ein Verrat an den eigenen Grundsätzen."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 5. Juli 2011
Die Regierungen der Euro-Länder müssen endlich ihre übertriebene Angst vor den US-amerikanischen Rating-Agenturen überwinden, fordert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Die Regierungen der Euro-Länder müssen endlich ihre übertriebene Angst vor den US-amerikanischen Rating-Agenturen überwinden, fordert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Gott muss eine amerikanische Ratingagentur sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass siebzehn in demokratischen Abstimmungen gewählte Regierungen verschreckt dasitzen und die Nägel knabbern, wenn eine jener Ratingagenturen ihre Meinung zu Griechenland abgibt. ... Der amerikanische Gott namens Standard & Poor's hat den Europäern mitgeteilt, dass er nicht einverstanden ist, Banken, Versicherungen und Rentenfonds an Finanzhilfen für Griechenland zu beteiligen. ... Statt weiterhin das Geld der Steuerzahler über Athen an die Finanzbranche zu leiten, sollten die Euro-Regierungen mutig sein. Ein Schuldenschnitt und ein großes Aufbauprogramm würden Hellas wirklich helfen - und die amerikanischen Götter auf das reduzieren, was sie sind: kapitalistische Unternehmer."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 5. Juli 2011
Den einzigen Ausweg aus der Griechenland-Krise bietet eine europäische Schulden- und Steuergemeinschaft, meint die Wirtschaftzeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Den einzigen Ausweg aus der Griechenland-Krise bietet eine europäische Schulden- und Steuergemeinschaft, meint die Wirtschaftzeitung Il Sole 24 Ore: "Griechenland zu retten ist technisch möglich. 2014 könnte und müsste nicht nur das Jahr des Haushaltsausgleichs sondern auch das einer Schuldengemeinschaft werden. In einem ersten Schritt müssten sämtliche Schulden der einzelnen Länder der Eurozone in gemeinschaftliche Schulden verwandelt werden. … Anschließend müsste der Europäischen Zentralbank per Statut untersagt werden, eventuelle neue Ausgaben von Schuldverschreibungen einzelner Länder anzunehmen. Sie dürfte nur mehr europäische Obligationen akzeptieren. ... Nach diesen Schritten könnte die gestärkte Währungseinheit weitere Ausgaben der öffentlichen Haushalte, die durch Steuern gedeckt sind, auf die europäische Ebene verlegen, um so Schritt für Schritt den staatlichen Steuerdruck in einen gemeinschaftlichen zu verwandeln."
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L'Echo - Belgien | Dienstag, 5. Juli 2011
Die einzige Chance auf eine Erholung der krisengeschüttelten Euro-Länder liegt in deren Ausschluss aus der Währungsunion, meint die Wirtschaftszeitung L'Echo: » mehr
Die einzige Chance auf eine Erholung der krisengeschüttelten Euro-Länder liegt in deren Ausschluss aus der Währungsunion, meint die Wirtschaftszeitung L'Echo: "Es ist eine Tatsache, dass die gemeinsame Währung ein Hindernis für die Erholung der stark verschuldeten Ländern darstellt, weil sie sie daran hindert, die Abwertung ihrer Währung im Konkurrenzkampf einzusetzen. Eine solche Anpassung der Währung erlaubt es Volkswirtschaften, die in Schwierigkeiten geraten sind, sich selbst wiederzubeleben. Man sollte die ausgebluteten Staaten nicht um jeden Preis in der Euro-Zone halten. Die Priorität sollte vielmehr darauf liegen, schnellstmöglich ihren geordneten Austritt aus der Währungsunion in die Wege zu leiten. ... Die Griechen zahlen gerade den Preis für 20 Jahre Misswirtschaft, laxe Steuerpolitik und Betrug. Das Land wird ohne jeden Zweifel bankrott gehen, und es muss zur Drachme zurückkehren."
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Blog Pitsirikos - Griechenland | Freitag, 1. Juli 2011
Die Athener Polizei ist bei Protesten gegen das griechische Sparpaket am Mittwoch mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen. Dabei wurden mehr als 500 Demonstranten und 40 Polizisten verletzt. Je mehr Gewalt eine Regierung gegen ihre Bürger einsetzt, desto schwächer ist sie, meint der Blogger Pitsirikos: » mehr
Die Athener Polizei ist bei Protesten gegen das griechische Sparpaket am Mittwoch mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorgegangen. Dabei wurden mehr als 500 Demonstranten und 40 Polizisten verletzt. Je mehr Gewalt eine Regierung gegen ihre Bürger einsetzt, desto schwächer ist sie, meint der Blogger Pitsirikos: "Was in den letzten zwei Tagen auf und um den Syntagma-Platz herum passiert ist, sagt viel aus über die Situation, in der sich die Regierung, aber auch die ganze politische Klasse derzeit befindet. ... Die staatliche Gewalt, die alle Demonstranten hautnah erlebt haben, beweist, dass die Regierung geschlagen ist. ... Die wirklich Starken haben es nicht nötig, Gewalt auszuüben. Sie bevorzugen es, die anderen mit ihren Argumenten zu überzeugen. Das Ende der Regierung ist gekommen. Ihr Sieg bei der Abstimmung über das Sparpaket war zugleich ihre Niederlage. Der Syntagma-Platz ist wieder voll."
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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Donnerstag, 30. Juni 2011
Mit der Annahme des Sparprogramms hat das griechische Parlament die Zahlungsunfähigkeit des Landes vorerst abgewendet. Doch das bringt Griechenland nicht viel, wenn nicht parallel etwa der traditionelle Klientelismus bekämpft wird, meint die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: » mehr
Mit der Annahme des Sparprogramms hat das griechische Parlament die Zahlungsunfähigkeit des Landes vorerst abgewendet. Doch das bringt Griechenland nicht viel, wenn nicht parallel etwa der traditionelle Klientelismus bekämpft wird, meint die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Die schwierige Zeit der Umsetzung steht erst noch bevor. Eine Besserung ist nicht so schnell in Sicht, denn es braucht umfassende strukturelle Reformen. Notwendig ist zudem die Erneuerung des gesamten politischen Systems, zu dessen Grundpfeilern der tief in der Gesellschaft verwurzelte ... Klientelismus gehört. Die Zeit drängt, denn das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der politischen Institutionen des Landes schwindet in der Gesellschaft immer mehr. Das ist auch nicht erstaunlich, wenn Politiker, die für ihre Taten kaum je zur Rechenschaft gezogen werden und die sich verbissen an ihre Privilegien klammern, von der Bevölkerung immer mehr Opfer verlangen."
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Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 30. Juni 2011
Die Gründe für die Krise liegen nicht in Griechenland, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny, sondern vor allem in der Kopflosigkeit der Europäischen Union: » mehr
Die Gründe für die Krise liegen nicht in Griechenland, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny, sondern vor allem in der Kopflosigkeit der Europäischen Union: "Das Problem ist, dass in dieser Situation weder die EU noch die Euro-Zone eine richtige Führung haben. Eine Führung, die geeint kommuniziert, einen Plan macht und ihn durchzieht. Diese Krise zeigt schonungslos und in voller Schönheit alle Gebrechen der EU. Der Gipfel der Lächerlichkeit wäre es, wenn im Ergebnis dieser Krise eine Steuerunion durchgedrückt werden würde, nach der in Brüssel und in Ländern mit hohen Steuerlasten schon gerufen wird. Das wäre wirklich das traurige Ende eines Schauspiels, das nur so aussieht wie eine griechische Tragödie."
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Hospodárske noviny - Slowakei | Donnerstag, 30. Juni 2011
Ein Sparpaket zu verabschieden ist einfach, es umzusetzen schon schwieriger, meint die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: » mehr
Ein Sparpaket zu verabschieden ist einfach, es umzusetzen schon schwieriger, meint die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Bei der Umsetzung ihrer Beschlüsse haben die Griechen schon einmal versagt, als sie im vergangenen Jahr die Bedingungen für Hilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds nicht erfüllten. Sie bekommen nun eine neue Chance. Aber auch der gestrige Akt im Parlament war ein von der EU erzwungener. Mit klarer Bedingung: Entweder ihr spart, oder es gibt kein Geld mehr und ihr geht bankrott. ... Die Mehrheit der Ökonomen sagt, es werde dutzende Jahre dauern, bis Griechenland seine Schulden zurückzahlen kann. Zunächst braucht es dazu einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der wird jedoch auf sich warten lassen, wenn die Staatsausgaben immer weiter zusammengestrichen werden. Wachstum setzt öffentliche Aufträge voraus. Insofern steht in Griechenland alles auf dem Kopf."
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Ta Nea - Griechenland | Mittwoch, 29. Juni 2011
Das griechische Parlament entscheidet am heutigen Mittwoch über ein umfassendes Sparpaket, das als Voraussetzung gilt für die Auszahlung der nächsten Kreditrate aus dem Hilfsprogramm von EU und IWF. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea bezweifelt die Wirksamkeit der Sparmaßnahmen, Griechenland wird dem Bankrott nicht entgehen: » mehr
Das griechische Parlament entscheidet am heutigen Mittwoch über ein umfassendes Sparpaket, das als Voraussetzung gilt für die Auszahlung der nächsten Kreditrate aus dem Hilfsprogramm von EU und IWF. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea bezweifelt die Wirksamkeit der Sparmaßnahmen, Griechenland wird dem Bankrott nicht entgehen: "Wenn heute das Reformprogramm beschlossen wird, glauben wenige, dass das Land gerettet ist. ... Der Gedanke ist simpel: Die Ziele dieses Programms stoßen an die Grenzen des Machbaren. Und selbst wenn sie umgesetzt werden, würden sie die Situation kaum verbessern. ... Ein Beispiel: Das Programm sieht zusätzliche Staatseinnahmen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für das zweite Halbjahr 2011 vor. ... Wir sprechen hier von drei Prozent des BIP! Wir sprechen hier von Zusatzeinnahmen von 1,1 Milliarden Euro im Monat! Ein vernünftiger Mensch würde dieses Ziel als unerreichbar bezeichnen. Und gleichzeitig würde er dafür beten, dass es das auch ist. ... Denn ein Land, das sich bereits im dritten Jahr in Folge in einer tiefen Rezession befindet, wird so der Gefahr des Bankrotts nicht entkommen."
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Der Standard - Österreich | Dienstag, 28. Juni 2011
In Griechenland haben die Gewerkschaften am heutigen Dienstag mit einem 48-stündigen Streik begonnen. Damit wollen sie erneut gegen das Programm der Regierung protestieren, mit dem 78 Milliarden Euro eingespart werden sollen, worüber das Parlament in dieser Woche abstimmen will. Die linksliberale Tageszeitung Der Standard fürchtet den Zerfall der griechischen Gesellschaft: » mehr
In Griechenland haben die Gewerkschaften am heutigen Dienstag mit einem 48-stündigen Streik begonnen. Damit wollen sie erneut gegen das Programm der Regierung protestieren, mit dem 78 Milliarden Euro eingespart werden sollen, worüber das Parlament in dieser Woche abstimmen will. Die linksliberale Tageszeitung Der Standard fürchtet den Zerfall der griechischen Gesellschaft: "Die Griechen haben das Vertrauen verloren, dass ihre Regierung und die EU-Institutionen außer einem lähmenden, deflatorischen Sparprogramm auch noch eine Perspektive zu bieten haben. Die erhöhte Bereitschaft zur Gewalttätigkeit ist ein besorgniserregendes Zeichen, dass das soziale Gefüge der Gesellschaft zu zerfallen droht, weil die Verteilung von Besitz und Status zu immer größerer Ungleichheit führt, weil die Menschen mitten in der Krise (freilich nicht nur in Griechenland) fühlen, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. ... Die von der Griechenlandkrise ausgehenden Infektionsgefahren sind die Folge der Handlungsunfähigkeit des politischen Personals - nicht nur in Athen, sondern in ganz Europa."
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Delfi - Estland | Montag, 27. Juni 2011
Auf dem Brüsseler EU-Gipfel haben die Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche neue Finanzhilfen für Griechenland beschlossen. Das Portal Delfi sieht aber die Gefahr einer Ausweitung der Schuldenkrise noch längst nicht gebannt: » mehr
Auf dem Brüsseler EU-Gipfel haben die Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche neue Finanzhilfen für Griechenland beschlossen. Das Portal Delfi sieht aber die Gefahr einer Ausweitung der Schuldenkrise noch längst nicht gebannt: "Solange Deutschland und Frankreich als größte Gläubiger Griechenlands bereit sind, die Verluste zu tragen, wird nichts allzu Dramatisches passieren. Aber auch diese Opferbereitschaft der beiden führenden EU-Staaten wird irgendwann zu Ende gehen, wenn sich herausstellt, dass die Auswirkungen auf die Finanzmärkte geringer ausfallen als erhofft. Es lässt sich nur schwer voraussagen, welche Seite zuerst die Geduld verlieren wird: die Griechen, die immer mehr Sparmaßnahmen ertragen müssen, oder die Geldgeber, die für die Verluste aufkommen müssen, die dieses stolze Kulturvolk verursacht hat. Aber früher oder später wird dieser Fall eintreten, und dann ist das Finanzsystem der ganzen Welt in Gefahr. Und deshalb müssen ein paar fähige Wirtschaftswissenschaftler schon jetzt nach ganz anderen Lösungen für die Schuldenkrise suchen."
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Kathimerini - Griechenland | Freitag, 24. Juni 2011
Angela Merkel und weitere europäische Regierungschefs haben am Donnerstag den konservativen Oppositionsführer in Griechenland Antonis Samaras kritisiert, weil dessen Partei Nea Dimokratia weitere Sparpakete ablehnt. Es ist aber nicht Samaras Schuld, wenn die Eurozone zusammenbricht, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Angela Merkel und weitere europäische Regierungschefs haben am Donnerstag den konservativen Oppositionsführer in Griechenland Antonis Samaras kritisiert, weil dessen Partei Nea Dimokratia weitere Sparpakete ablehnt. Es ist aber nicht Samaras Schuld, wenn die Eurozone zusammenbricht, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Die Eurozone ist eine Hölle aus Haushaltsdefiziten und Schulden. Und das Schicksal Griechenlands ist eine klare Warnung an die anderen Länder. Das wissen alle. Aber Berlin und Brüssel möchten nicht zugeben, dass die Finanzhilfen falsch waren. Sie wollen lieber, dass das griechische Volk leidet und Samaras Forderung, die Finanzhilfen neu zu verhandeln, deshalb nicht akzeptieren. Klar, die Krise ist da und es ist eine schwere Krise. Aber Europa hat diesen Kampf noch nicht verloren und will auch keinen Selbstmord begehen. Hinter dem Euro und den Schulden der Eurozone verbergen sich 17 Staaten, deren Führungen sich vor allem durch Uneinigkeit, Ambivalenz und Unsicherheit auszeichnen. Es ist also lächerlich, dass sie nur gegen Antonis Samaras sticheln."
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The Guardian - Großbritannien | Donnerstag, 23. Juni 2011
Dass Griechenland seine Schulden nicht mehr bezahlt, ist für die linksliberale Tageszeitung The Guardian die klügste Lösung der Krise: » mehr
Dass Griechenland seine Schulden nicht mehr bezahlt, ist für die linksliberale Tageszeitung The Guardian die klügste Lösung der Krise: "In wirtschaftlicher, sozialer und jetzt politischer Hinsicht ist der Status quo nicht zu halten. Anstatt den unvermeidlichen griechischen Zahlungsverzug zu vertagen, wäre es klüger, sich auf ihn vorzubereiten. Die Politiker der Euro-Zone müssen im Gegenzug griechische und andere Banken der Euro-Länder mit griechischen Anleihen rekapitalisieren. Sie müssen auch ihre Entschlossenheit unterstreichen, das europäische Kreditgeschäft zwischen den Banken zu unterstützen, also weiterhin Geld in das System pumpen. Ein ordentlicher Zahlungsverzug bei griechischen Staats- und Wirtschaftsschulden sollte folgen, einschließlich einer Revision der ausstehenden Obligationen. ... Und es muss eine deutliche Lockerung der Sparpläne geben. Machen wir uns nichts vor, das wird nicht leicht! Doch immerhin wird es nicht so unmöglich sein wie diese selbstmörderische Sparpolitik, die Griechenland aufgezwungen wurde."
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Protagon - Griechenland | Donnerstag, 23. Juni 2011
Die griechische Polizei hat am Mittwoch zehn Verdächtige eines Fußball-Wettskandals verhaftet, darunter auch mehrere Club-Präsidenten. Ihnen wird Geldwäsche und Mithilfe bei Spielmanipulationen vorgeworfen. Die Aufklärung des Skandals wird die Karthasis für den griechischen Fußball sein, meint das Internetportal Protagon: » mehr
Die griechische Polizei hat am Mittwoch zehn Verdächtige eines Fußball-Wettskandals verhaftet, darunter auch mehrere Club-Präsidenten. Ihnen wird Geldwäsche und Mithilfe bei Spielmanipulationen vorgeworfen. Die Aufklärung des Skandals wird die Karthasis für den griechischen Fußball sein, meint das Internetportal Protagon: "Diese Geschichte, die den griechischen Fußball seit gestern erschüttert, bietet eine einmalige Chance, den griechische Fußball voranzubringen. ... Die griechischen Fans scheinen im Moment mehr denn je bereit zu sein, herbe Enttäuschungen ihrer eigenen Mannschaften einzustecken. ... Wenn der nun ausgebrochene Vulkan all die schlechten Seiten des griechischen Fußballs vernichtet, dann werden die Menschen scharenweise ins Stadion zurückkehren. Auch wenn die dann folgenden Spiele die schlechtesten sein werden, die wir je gesehen haben, so werden sie wahrhaftige Spiele sein. Und nur das zählt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)
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Il Sole 24 Ore - Italien | Mittwoch, 22. Juni 2011
Die gewonnene Vertrauensabstimmung des griechischen Premiers Giorgos Papandreou kann nach Ansicht der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Il Sole 24 Ore die massive Kapitalflucht aus seinem Land nicht verhindern: » mehr
Die gewonnene Vertrauensabstimmung des griechischen Premiers Giorgos Papandreou kann nach Ansicht der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Il Sole 24 Ore die massive Kapitalflucht aus seinem Land nicht verhindern: "Seit Anfang 2010 wurden 40 Milliarden Euro von griechischen Konten abgezogen, fast ein Fünftel des gesamten Kapitals. Nun hat diese Entwicklung offenbar eine Beschleunigung erfahren. ... Die griechischen Banken sind in großer Gefahr. Eine weitere Krise würde sie zu Fall bringen, weil die Banken - von der National Bank of Greece über die Eurobank, die Alpha Bank, die Piräus Bank bis zur ATE Bank - die ersten Gläubiger des griechischen Staats sind. Als relativ kleine Banken besitzen sie allein 50 Milliarden Euro in Staatsanleihen. ... Falls Griechenland die Krise nicht überwinden sollte, würden diese Wertpapiere zu Altpapier werden. Ihre Entwertung würde das gesamte Vermögen der Banken vernichten und sie zusammenbrechen lassen. So gesehen ist die Flucht der Anleger verständlich."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 22. Juni 2011
Mit dem Vertrauensvotum der griechischen Parlamentarier für die Regierung ist Premier Giorgos Papandreou nur ein kleiner Etappensieg gelungen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Mit dem Vertrauensvotum der griechischen Parlamentarier für die Regierung ist Premier Giorgos Papandreou nur ein kleiner Etappensieg gelungen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Der Druck der Bürger wächst. ... Papandreou hat mit seiner Unentschlossenheit sein größtes Kapital verspielt: Die Opferbereitschaft der Griechen. ... Wenn nun immer mehr Verzweiflung und Zorn an die Stelle der Einsicht treten, dann liegt das daran, dass Papandreou den bequemen Weg gegangen ist: Er hat gespart, dort wo es am einfachsten war, bei Rentnern, Arbeitern und Angestellten. Strukturreformen aber stehen bislang nur auf dem Papier, die alte Kleptokratie weiß sich noch immer sicher. 'Der Fisch stinkt vom Kopf her', schrieb die Zeitung Kathimerini. Wenn Papandreou nicht die Kraft und den Mut zeigt, den die Griechen in ihrer Not von einem Führer erwarten dürfen, dann wird sich der Sieg vom Mittwoch schon bald als wertlos erweisen."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 22. Juni 2011
Obwohl Griechenlands Premier Giorgos Papandreou die Vertrauensfrage im Parlament überstanden hat, glaubt die linksliberale Onlinezeitung To Vima nicht so richtig an weitere europäische Finanzhilfen: » mehr
Obwohl Griechenlands Premier Giorgos Papandreou die Vertrauensfrage im Parlament überstanden hat, glaubt die linksliberale Onlinezeitung To Vima nicht so richtig an weitere europäische Finanzhilfen: "Die Europäer können nicht verstehen, dass Griechenlands politische Elite, die in Saus und Braus aufgewachsen ist und an den besten Universitäten Europas und der USA studiert hat, ihre Politik lieber an der Stimmung der Bevölkerung ausrichtet. ... Deswegen sollten wir uns der europäischen Hilfe noch nicht sicher sein. Wir unterliegen hier einem Irrtum. Die Finanzhilfen können jederzeit genau deshalb verweigert werden, weil wir glauben, dass wir sie ewig bekommen werden. Weil wir uns wichtig fühlen und weil wir die stolzen Erben der griechischen Antike sind."
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Právo - Tschechien | Mittwoch, 22. Juni 2011
Mit dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion vor 70 Jahren trat der Zweite Weltkrieg in eine neue Phase. Der Kolumnist Jiří Hanák erinnert in der linken Tageszeitung Právo daran, dass der Egoismus der europäischen Nationalstaaten ein Grund für den Krieg war und zieht Parallelen zur Griechenlandkrise: » mehr
Mit dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion vor 70 Jahren trat der Zweite Weltkrieg in eine neue Phase. Der Kolumnist Jiří Hanák erinnert in der linken Tageszeitung Právo daran, dass der Egoismus der europäischen Nationalstaaten ein Grund für den Krieg war und zieht Parallelen zur Griechenlandkrise: "Europa kam wieder auf die Beine und entschied sich für Zusammenarbeit und Vereinigung. Tschechien ist bereits sieben Jahre Mitglied der EU, verhält sich aber leider ungezogen und verweigert sich egoistisch solidarischer Hilfe für Griechenland. Jetzt versagt zudem die Regierung dem Außenminister die Zustimmung zu seinem neuen diplomatischen Konzept, weil dieses angeblich zu pro-europäisch sei. ... Das Sündenregister der EU ist lang wie ein Hundeschwanz, aber einen besseren Anker haben wir nun mal nicht. ... Eine Außenpolitik, die die Sicherheit der Republik garantieren will, kann deshalb nur unegoistisch und pro-europäisch sein."
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Tiroler Tageszeitung - Österreich | Dienstag, 21. Juni 2011
Griechenland bekommt weitere Finanzhilfen, wenn das Land stärker spart. Es muss endlich seine Verlässlichkeit in der Euro-Krise beweisen, fordert die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: » mehr
Griechenland bekommt weitere Finanzhilfen, wenn das Land stärker spart. Es muss endlich seine Verlässlichkeit in der Euro-Krise beweisen, fordert die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: "Es war überfällig, dass die Euroländer Athen unter Druck setzen und vor weiteren Milliarden Taten sehen wollen. Zu lange haben sich die Retter von verbalen Sparzusagen und Reformen auf dem Papier veräppeln lassen. 16 Monate und zig Milliarden nach dem Rettungspaket taumelt Griechenland noch immer gefährlich nahe am Abgrund. Die Euroländer haben das Land vor der Pleite bewahrt, als Dankeschön scheint es nur unschöne Bilder von Gewalt und Protesten zu geben. Nach wie vor gibt Korruption den Ton im Land an und der Regierung gelingt es nicht, den aufgeblähten Staatsapparat mit Hunderttausenden unkündbaren Beamten zu verschlanken. Jetzt muss endlich gehandelt werden. Griechenland hat eine letzte Chance bekommen, um zu beweisen, dass es ein verlässlicher Euro-Partner ist. Scheitern die Griechen jetzt an diesem Ultimatum, wird dem Land endgültig nicht mehr zu helfen sein."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
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The Daily Telegraph - Großbritannien | Dienstag, 21. Juni 2011
Für die Euro-Zone gibt es keinen anderen Weg als Griechenland zu stützen, meint die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph: » mehr
Für die Euro-Zone gibt es keinen anderen Weg als Griechenland zu stützen, meint die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph: "So unpopulär die Wahrheit auch sein mag: Es gibt keine Alternative zur Hilfe für Griechenland. Die Wirtschaft des Landes muss stabilisiert werden, bevor über die langfristige Restrukturierung des Euro nachgedacht werden kann, die sicherlich unvermeidbar ist. Für Großbritannien ist es tröstlich, dass von uns nicht erwartet wird zu dieser jüngsten Rettungsaktion beizutragen, von unseren Beiträgen für den Internationalen Währungsfonds mal abgesehen. Es bleibt indes fraglich, ob das griechische Volk seine Medizin schlucken wird, und - noch wichtiger - ob die seit langem leidenden deutschen Steuerzahler weiterhin Milliarden für ihren verschwenderischen Euro-Partner blechen werden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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Adevărul - Rumänien | Dienstag, 21. Juni 2011
Die Euro-Länder haben weitere Kredite zur Griechenland-Hilfe an einen harten Sparkurs geknüpft. Die Situation ist außerordentlich ernst, meint die Tageszeitung Adevărul: » mehr
Die Euro-Länder haben weitere Kredite zur Griechenland-Hilfe an einen harten Sparkurs geknüpft. Die Situation ist außerordentlich ernst, meint die Tageszeitung Adevărul: "Die drohende Staatspleite und der Ausblick auf eine nicht mehr zu kontrollierende soziale Revolte schwebt jetzt über den Griechen an einem noch dünneren Faden als einst das Damoklesschwert in Syrakus. ... Angesichts der Wirtschaftskraft des Landes weiß niemand, ob Griechenland seine kolossalen Schulden zurückzahlen kann. Doch geht es gerade jetzt um eine Sofortlösung, damit das Land wieder funktionieren kann. ... Premier Papandreou versucht verzweifelt Zeit zu gewinnen: mit einer Vertrauensfrage und mit der Verabschiedung neuer Sparauflagen durch das Parlament. Und gleichzeitig will er eine soziale Explosion verhindern. Er appelliert an den nationalen Konsens und verspricht ein Referendum für den Herbst, um die Bevölkerung zu befragen, ob sie noch tiefgreifendere Reformen akzeptiert, weil er weiß, dass einige Jahre nun kollektiv gelitten werden muss."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
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Blog Coulisses de Bruxelles - Frankreich | Montag, 20. Juni 2011
Bei der Kabinettsumbildung in Athen hat Premier Giorgos Papandreou seinen ehemaligen Konkurrenten im Kampf um die Parteiführung als Finanzminister und Vize-Premier eingesetzt. Ein Zeichen der Schwäche, findet Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles: » mehr
Bei der Kabinettsumbildung in Athen hat Premier Giorgos Papandreou seinen ehemaligen Konkurrenten im Kampf um die Parteiführung als Finanzminister und Vize-Premier eingesetzt. Ein Zeichen der Schwäche, findet Jean Quatremer in seinem Blog Coulisses de Bruxelles: "Ausgelaugt von 18 Monaten unerbittlicher Sparpolitik hat der Premier der sozialistischen Partei gestern quasi die Insignien der Macht an seinen Hauptkonkurrenten in der Partei Pasok übergeben, Evangelos Venizelos. Der Jurist, der an allen sozialistischen Regierungen seit 1993 beteiligt war, wurde zum Vize-Premier und Finanzminister ernannt. Damit ersetzt er Giorgos Papakonstantinou, einen kompetenten Ökonomen, der von den internationalen Gläubigern Griechenlands sehr geschätzt wurde, sich jedoch nie in der Partei durchsetzen konnte. (Er wurde ins Umweltministerium gesteckt.) ... Die sozialistischen Abgeordneten, die ihn fast für die katastrophale Lage des Landes verantwortlich machen, wollten schon lange seinen Kopf."
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Público - Portugal | Sonntag, 19. Juni 2011
Deutschland hat seine harten Bedingungen für die Griechenland-Hilfe aufgegeben und sich am Freitag mit Frankreich darauf geeinigt, dass sich die Banken nur auf freiwilliger Basis beteiligen sollen. Ein für Deutschland übliches Verhalten, meint die Tageszeitung Público: » mehr
Deutschland hat seine harten Bedingungen für die Griechenland-Hilfe aufgegeben und sich am Freitag mit Frankreich darauf geeinigt, dass sich die Banken nur auf freiwilliger Basis beteiligen sollen. Ein für Deutschland übliches Verhalten, meint die Tageszeitung Público: "Deutschland nimmt seine Fehler erst dann zurück, wenn ein Desaster droht. Die Euro-Krise reflektiert diese Zweifel. … Deutschland sollte eigentlich Teil der Lösung sein, besteht aber darauf, weiterhin Teil des Problems zu sein, und agiert erst, wenn die Krise an die Grenzen des Unerträglichen stößt. … Die Führung des Staats, der am meisten an der Einheitswährung verdient, ist weiterhin unfähig, ihre Rolle in dieser Krise zu erkennen. Sie schaut auch weiterhin mehr auf den eigenen Bauchnabel als auf ihre transnationalen Pflichten. Glücklicherweise hat Deutschland das Chaos verhindert, indem es den Mittelweg der Verständigung eingeschlagen hat und damit Griechenland und dem Euro wenigstens Zeit verschafft."
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To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 19. Juni 2011
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Freitag sein Kabinett umgebildet. Neuer Finanzminister ist Evangelos Venizelos, der als sehr durchsetzungsstark gilt. Doch mit dieser Kabinettsumbildung hat Papandreou das wirkliche Problem seiner sozialistischen Partei Pasok nicht gelöst, meint die linksliberale To Ethnos in ihrer Sonntagsausgabe: » mehr
Der griechische Premier Giorgos Papandreou hat am Freitag sein Kabinett umgebildet. Neuer Finanzminister ist Evangelos Venizelos, der als sehr durchsetzungsstark gilt. Doch mit dieser Kabinettsumbildung hat Papandreou das wirkliche Problem seiner sozialistischen Partei Pasok nicht gelöst, meint die linksliberale To Ethnos in ihrer Sonntagsausgabe: "Alle Flügel der Pasok haben vom geschwächten Premier einen Posten in der neuen Regierung gefordert und auch erhalten. So wurde der innerparteiliche Zwist rasch entschärft. Die Rechnung hat das Umfeld des Premiers bezahlt. Einige der Vertrauten von Giorgos Papandreou wurden entfernt, andere herabgestuft. Doch das wahre Problem der Pasok sind nicht die innenparteilichen Konflikte oder die Opposition. Es sind hunderttausende empörte Bürger auf dem Syntagma-Platz und anderen Plätzen des Landes. Sie ignorieren diese Kabinettsumbildung komplett. Die soziale Krise hat sich nicht entschärft."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Montag, 20. Juni 2011
Griechenland ist de facto längst bankrott, aber Europa spielt weiter auf Zeit, beklagt die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: » mehr
Griechenland ist de facto längst bankrott, aber Europa spielt weiter auf Zeit, beklagt die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Die Haltung der Euro-Zone ist unverändert, auch wenn sie dafür mehr und mehr Kraft aufbringen muss. Offiziell darf Griechenland nicht zusammenbrechen. Die Gläubiger sollen jetzt freiwillig ihren Teil der griechischen Tragödie übernehmen. ... In der Praxis ist Griechenland schon lange pleite. Die anderen Länder wissen das auch seit langem. Was sie davon abhält, ihre schützende Hand über Athen wegzunehmen, ist allein, dass sie nicht wissen, was es kostet, wenn das Land bankrott ginge. Es ist aber höchste Zeit, das zu berechnen. Denn die Kosten der jetzigen Variante, Griechenland nicht bankrott gehen zu lassen, sehen auch nicht gerade verlockend aus."
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The Times - Großbritannien | Freitag, 17. Juni 2011
Die Deutschen tragen Mitschuld an der Krise Griechenlands und müssen dafür jetzt geradestehen, meint die konservative Tageszeitung The Times: » mehr
Die Deutschen tragen Mitschuld an der Krise Griechenlands und müssen dafür jetzt geradestehen, meint die konservative Tageszeitung The Times: "Die Haltung der Deutschen ist besonders ärgerlich, da sie gewaltige Vorteile aus dem Euro gezogen haben. Zu niedrig angesetzte Zinsen für die Nachbarstaaten haben einen Boom gefördert, der zu einem sprunghaften Anstieg deutscher Exporte führte. Tatsächlich waren es die von den schwächeren EU-Mitgliedern gegenüber Deutschland aufgebauten riesigen Handelsdefizite, die zu der steigenden öffentlichen und privaten Verschuldung führten. Natürlich nehmen die Deutschen davon nichts an. Sie fühlen sich einfach nur von verschwenderischen Griechen und gierigen Bankern über den Tisch gezogen. ... Wenn die deutschen Steuerzahler wollen, dass der Euro überlebt, werden sie am Ende die Zeche zahlen müssen. Je eher sie sich an den Gedanken gewöhnen, desto besser."
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Le Monde - Frankreich | Freitag, 17. Juni 2011
Die deutsche Forderung nach einer Umschuldung Griechenlands darf nicht umgesetzt werden, meint die linksliberale Tageszeitung Le Monde und schlägt sich auf die Seite der Europäischen Zentralbank: » mehr
Die deutsche Forderung nach einer Umschuldung Griechenlands darf nicht umgesetzt werden, meint die linksliberale Tageszeitung Le Monde und schlägt sich auf die Seite der Europäischen Zentralbank: "Tatsächlich muss man hier Weitsicht zeigen. Es reicht nicht, das Feuer zu löschen: Die Krise ist so schwerwiegend, dass jeder Windhauch die Glut neu entfachen würde. Nach einer Umschuldung müsste sich Griechenland weiterhin auf dem Markt Geld leihen, um am Monatsende über die Runden zu kommen. Wer wird dem Land noch etwas leihen wollen, und zu welchen Konditionen? ... Und vor allem: Welche Glaubwürdigkeit hätte die weiterhin im Aufbau begriffene Euro-Zone noch? Die EZB hat recht. Nur langfristige Antworten können das Übel an der Wurzel packen."
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Berliner Zeitung - Deutschland | Freitag, 17. Juni 2011
Schuldenkrise in Griechenland, Atomkraft, Ehec - warum haben die Deutschen nur vor allem Angst, fragt der Trendforscher Matthias Horx in der linksliberalen Berliner Zeitung und nennt zwei Gründe: » mehr
Schuldenkrise in Griechenland, Atomkraft, Ehec - warum haben die Deutschen nur vor allem Angst, fragt der Trendforscher Matthias Horx in der linksliberalen Berliner Zeitung und nennt zwei Gründe: "In ihrer Kindheit durch Gewalt oder Missbrauch traumatisierte Kinder, so sagen uns die Epigenetik-Forscher, können ihre Angstbereitschaft tatsächlich auf genetischem Wege an ihre Nachkommen weitergeben. ... Millionen von Deutschen, die in den Weltkriegen Erfahrungen von Flucht, Zusammenbruch, Vermögensverlust und Krieg erleiden mussten, haben die erlittenen Ängste auf ihre Kinder übertragen - und nun binden sich diese Ängste an aktuelle Phänomene. Griechenland ist Weimar. ... Die simpelste Antwort hat jedoch noch niemand formuliert. ... Wer Angst hat, genießt Privilegien. Er kann nie unrecht haben, denn wenn es nicht so schlecht kommt, wie er befürchtete, lag es daran, dass er so gut gewarnt hat. Angst adelt. Angst autorisiert. Wer Angst hat, trägt für nichts Verantwortung. Entweder die Anthropologen können uns das als altes Schamanen-Phänomen erklären, wonach die 'Schwarzseher' immer schon die beste Hütte und das beste Fleisch bekamen. Oder in unserer Gesellschaft wird schlichtweg kindliche Regression belohnt. Mit Sendezeit, Aufmerksamkeit und dem wohligen Gefühl der Schicksalsgemeinschaft."
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Courrier International - Frankreich | Freitag, 17. Juni 2011
Die nationalen Interessen Deutschlands blockieren die Griechenland-Hilfe, Frankreich behindert eine Umverteilung der EU-Subventionen, und die Flamen wollen sich von den Wallonen trennen. In Europa denkt jeder nur an sich, analysiert der Herausgeber von Le Courrier International, Philippe Thureau-Dangin, in der liberalen Wochenzeitung: » mehr
Die nationalen Interessen Deutschlands blockieren die Griechenland-Hilfe, Frankreich behindert eine Umverteilung der EU-Subventionen, und die Flamen wollen sich von den Wallonen trennen. In Europa denkt jeder nur an sich, analysiert der Herausgeber von Le Courrier International, Philippe Thureau-Dangin, in der liberalen Wochenzeitung: "Man kann sich ernsthaft fragen, ob die EU in den letzten Jahren nicht zu einem Egoistenclub geworden ist. Den Neuankömmlingen verspricht man das Blaue vom Himmel und präsentiert ihnen dann die Rechnung. Die alten Länder sitzen an den Hebeln der Macht. Frankreich will vor allem seine Agrarsubventionen bewahren und das Gemeinschaftsbudget nicht auf zukunftsträchtigere Bereiche ausrichten. Deutschland profitiert gerne von der EU als großem Binnenmarkt, will sich aber auf gar keinen Fall wirklich solidarisch mit den Mittelmeerländern zeigen, die ihre Staatsfinanzen nicht in den Griff bekommen. ... Und die Belgier? Nun, es ist wohl nicht falsch zu glauben, dass die Haltung der Flamen, die nichts mehr mit den Wallonen teilen wollen, nicht einmal mehr die Sozialversicherung, eigentlich auch Teil dieses weit verbreiteten europäischen Egoismus ist."
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euinside - Bulgarien | Donnerstag, 16. Juni 2011
Im Zentrum der mazedonischen Hauptstadt Skopje wird seit Dienstag eine 22 Meter hohe Bronzestatue von Alexander dem Großen errichtet, was auf heftige Kritik Griechenlands stößt. Athen beansprucht den antiken König für sich. Anstatt sich gegenseitig zu provozieren, sollten beide Länder an ihre gemeinsame Zukunft in der EU denken, rät das Onlineportal euinside: » mehr
Im Zentrum der mazedonischen Hauptstadt Skopje wird seit Dienstag eine 22 Meter hohe Bronzestatue von Alexander dem Großen errichtet, was auf heftige Kritik Griechenlands stößt. Athen beansprucht den antiken König für sich. Anstatt sich gegenseitig zu provozieren, sollten beide Länder an ihre gemeinsame Zukunft in der EU denken, rät das Onlineportal euinside: "Das Zurschaustellen nationaler Symbole sollte die letzte Sorge der beiden Länder sein, die schwere wirtschaftliche Probleme haben. Mazedonien leidet unter der enormen Arbeitslosigkeit von mehr als 30 Prozent sowie dem Schwund ausländischer Investitionen, und Griechenland steht vor dem Staatsbankrott. Anstatt sich gegenseitig die Geschichte zu erklären, sollten Skopje und Athen etwas mehr Flexibilität und Vernunft an den Tag legen und dem Beispiel von Slowenien und Kroatien folgen. Die haben ihren Grenzstreit beigelegt und werden bald Schulter an Schulter gleichberechtigte Partner in der Europäischen Union sein."
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La Repubblica - Italien | Freitag, 17. Juni 2011
Die störrische Haltung Deutschlands kann Europa teuer zu stehen kommen, fürchtet die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: » mehr
Die störrische Haltung Deutschlands kann Europa teuer zu stehen kommen, fürchtet die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Den Grund sagt uns klipp und klar die Europäische Zentralbank. Wenn das kleine Griechenland fällt, hat Europa große Probleme. Wenn die Insolvenz durch Staatsbankrott kommt (versäumte Rückerstattung oder Umschuldung), dann werden sämtliche griechische Papiere wertlos. ... Wetten, dass am Ende doch noch eingegriffen würde, um Griechenland über Wasser zu halten? Im letzten Augenblick, unter Streit und Wehklagen. Auf diese Weise wird der Nutzen jeglicher Rettungsoperationen verringert, denn auf den Finanzmärkten wird weiter Ungewissheit herrschen und die politischen Kosten werden sowohl für Griechenland steigen als auch für das, was von Europa übrig bleibt."
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Avgi - Griechenland | Mittwoch, 15. Juni 2011
Während der griechische Premier Giorgos Papandreou im Parlament um seine Regierungsfähigkeit ringt, protestierten am Mittwoch auf den Straßen erneut Zehntausende gegen die Sparpläne. Der Protest tut Griechenland gut, meint die linke Tageszeitung Avgi: » mehr
Während der griechische Premier Giorgos Papandreou im Parlament um seine Regierungsfähigkeit ringt, protestierten am Mittwoch auf den Straßen erneut Zehntausende gegen die Sparpläne. Der Protest tut Griechenland gut, meint die linke Tageszeitung Avgi: "Es ist ein Schritt in Richtung einer neuen Einheit des Volks. Diese ist ist für den kritischen Kampf notwendig, damit unser Wohlfahrtsstaat nicht beschädigt wird, damit unsere Demokratie nicht geschwächt wird, damit das Land nicht verkauft wird, und damit wir uns nicht den Befehlen unserer Gläubiger unterwerfen. ... Es ist nicht nur die Wirtschaftskrise und der Alptraum der Arbeitslosigkeit, welche die Wut der Bürger vergrößern, sondern auch das üble Zwei-Parteien-System, wie wir es seit dem Machtwechsel [1974 nach dem Ende der Militärdiktatur] kennen. Das zerfällt nun. ... Wir stehen am Anfang großer Umbrüche."
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Financial Times Deutschland - Deutschland | Donnerstag, 16. Juni 2011
Dass Griechenlands Premier Papandreou die Vertrauensfrage stellt und nicht zurücktritt, findet die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland gut und richtig: » mehr
Dass Griechenlands Premier Papandreou die Vertrauensfrage stellt und nicht zurücktritt, findet die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland gut und richtig: "Für die Fehlentwicklungen der Vergangenheit kann man Papandreou nicht direkt verantwortlich machen, weil seine Partei erst im Oktober 2009 an die Macht gekommen ist. Seit Ausbruch der Schuldenkrise hat der Sozialdemokrat so ziemlich alles getan, was die Europäer und der Internationale Währungsfonds (IWF) von ihm verlangt haben - für sein eigenes Volk offensichtlich zu viel. ... Fachlich hat wahrscheinlich ohnehin keiner bessere Voraussetzungen, Griechenland aus dem Sumpf zu ziehen. Aber politisch umsetzen können sein Programm augenscheinlich nur alle zusammen. Auch die Opposition muss die Einschnitte mittragen. Gerecht wäre das."
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Magyar Nemzet - Ungarn | Donnerstag, 16. Juni 2011
Die EU zögert den Bankrott Griechenlands nur unnötig heraus, meint die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: » mehr
Die EU zögert den Bankrott Griechenlands nur unnötig heraus, meint die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Das Schicksal der Griechen werden wir uns noch lange Zeit in Erinnerung rufen können als Beispiel dafür, was Hilfe wert ist, die Geld auf eine Weise gibt, dass das Opfer daran erstickt und zugleich ausgenommen wird. ... Es sieht ganz danach aus, dass jede Option, auch jene der Finanzhilfe, in die sichere Pleite führt. ... Offenbar wird heute im Westen nur noch auf Zeit gespielt mit dem Ziel, den Todeskampf Griechenlands zu verlängern. Solange eben, bis Athen am Ende aus dem 'Paradies' vertrieben wird, sprich den Griechen die Gemeinschaftswährung weggenommen wird. Vielleicht würden die Griechen damit sogar besser fahren."
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Tiroler Tageszeitung - Österreich | Donnerstag, 16. Juni 2011
Zur Rettung Griechenlands müssen die EU-Länder sowie private Gläubiger einen Schuldenerlass gewähren und selbst in die Tasche greifen, meint die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: » mehr
Zur Rettung Griechenlands müssen die EU-Länder sowie private Gläubiger einen Schuldenerlass gewähren und selbst in die Tasche greifen, meint die liberal-konservative Tiroler Tageszeitung: "Dass nach dem finanziellen jetzt auch noch ein politisches Chaos auszubrechen droht, ist bitter genug. Aber welche Regierung in den nächsten Monaten auch immer am Ruder sein wird: Sie muss unter dem massiven Druck aus dem Ausland und trotz Massenprotesten im Land zu retten versuchen, was kaum noch zu retten ist: Mit neuen, beinharten Sparprogrammen, welche dann leider auch die lahmende Konjunktur und damit die Steuereinnahmen noch weiter nach unten reißen, und mit dem Abverkauf von Familiensilber. Eine Spirale nach unten, die aus eigener Kraft nicht zu stoppen ist. Den EU-Ländern bleibt gar nichts anderes übrig, als weitere Milliarden für Athen lockerzumachen, um Schockwellen an den internationalen Finanzmärkten zu verhindern. ... Und zahlen kann nicht immer nur die öffentliche Hand, sondern auch private Gläubiger, sprich vor allem Banken und Versicherungen."
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Cinco Días - Spanien | Mittwoch, 15. Juni 2011
Deutschlands Forderung, private Investoren am Rettungspaket zu beteiligen, muss abgeschwächt werden, meint die Wirtschaftszeitung Cinco Días: » mehr
Deutschlands Forderung, private Investoren am Rettungspaket zu beteiligen, muss abgeschwächt werden, meint die Wirtschaftszeitung Cinco Días: "Auch wenn es gestern nur ein Vorbereitungstreffen war, wurde deutlich, dass Deutschland seine Position auf dem EU-Gipfel am 23. und 24. Juni nicht durchsetzen kann, ohne sie anzupassen. Es ist zwar erstrebenswert, dass der Privatsektor, der sich an den Krediten für Griechenland bereichert hat, auch zur Rettung beiträgt. Aber das darf nicht zu einer Flucht der Investoren führen, weil das die Schulden der öffentlichen Kassen weiter erhöhen würde. ... Die private Beteiligung am zweiten Rettungspakets soll etwa 30 Milliarden Euro betragen, bei Gesamtkosten von rund 120 Milliarden Euro. Wenn sich Berlin mit einer Laufzeitverlängerung begnügt, was sich bereits andeutet, dann hätten der Euro-Raum und die EZB die Möglichkeit, diesen Betrag durch Anreize zu erlangen und nicht durch Zwang zu einer schädlichen Umschuldung."
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Trouw - Niederlande | Mittwoch, 15. Juni 2011
Das niederländische Parlament hat weiteren Hilfen für Griechenland zugestimmt, sofern sich auch die Privatwirtschaft daran beteiligt. Das hält die christlich-soziale Tageszeitung Trouw für angemessen: » mehr
Das niederländische Parlament hat weiteren Hilfen für Griechenland zugestimmt, sofern sich auch die Privatwirtschaft daran beteiligt. Das hält die christlich-soziale Tageszeitung Trouw für angemessen: "Der Realismus war dringend geboten, wenn man der niederländischen Bevölkerung nicht etwas vormachen will. Die Hilfe zu stoppen ist keine Option, ohne finanziellen Schaden davon zu kommen auch nicht. … Es ist eine Frage des langen Atems, Griechenland die Basis zu verschaffen, um aus der Misere zu kommen. Bisher wurde das vor allem mit Steuergeld versucht. Finanzminister De Jager will dabei nun mit Unterstützung des Parlaments nachdrücklich auch die Banken und Rentenfonds einbeziehen. Das ist ein Fortschritt. Schließlich sind sie es, die in die griechische Staatsschuld investiert haben. Das Risiko kann eine Weile bei der öffentliche Hand liegen, aber nicht für immer. Die Finanzbranche muss beteiligt werden, wenn man über eine Abschreibung der griechischen Schulden sprechen will."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 15. Juni 2011
Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich am Dienstag nicht auf ein zweites Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Das belegt einmal mehr die Hilflosigkeit des Clubs, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: » mehr
Die Finanzminister der Euro-Zone haben sich am Dienstag nicht auf ein zweites Hilfspaket für Griechenland geeinigt. Das belegt einmal mehr die Hilflosigkeit des Clubs, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Wieder eine neue außerordentliche Sitzung. Die Reaktion der Griechen? Auch die kommt wie erwartet: Die Beschäftigten der Staatsbetriebe streiken gegen geplante Privatisierungen. An den griechischen Problemen hat sich seit Januar 2010 genau nichts geändert, auch nicht durch die Milliarden der Euro-Zone. Für die Milliarden hingegen schon: Es gibt keine Hoffnung mehr, dass das Geld der europäischen Steuerzahler zurückgezahlt wird. Griechenland macht Versprechungen, hält sie aber nicht ein. Das Defizit wächst, das Rating fällt. ... Europa ist momentan machtlos, Griechenland endet im Bankrott. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern wann - und wie teuer das alles wird. Bis dahin aber wird man mit Sicherheit noch häufig tagen und ebenso häufig streiken."
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Die Presse - Österreich | Mittwoch, 15. Juni 2011
Griechenland fehlt es vor allem an gesunden Wirtschaftsstrukturen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: » mehr
Griechenland fehlt es vor allem an gesunden Wirtschaftsstrukturen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Dem Land am südlichen Rockzipfel Europas fehlt nicht nur ein sanierter Haushalt, sondern vor allem eine funktionstüchtige Wirtschaft, wodurch Hilfsgelder und Investitionen keine Früchte tragen und immer neue Rettungspakete nach sich ziehen. Abgesehen von schlagkräftigen Reedereien (die zwar unter griechischer Flagge, aber unter ausländischen Steuernummern segeln) hat das Land jede Menge Steuerhinterzieher und abgeschottete Sektoren anzubieten. Ob Apotheken, Taxler [Taxifahrer], Anwaltskanzleien, Frächter [Transportunternehmer] oder Architekten - fast überall wurde der Wettbewerb abgeschafft, was die schwache Produktivität immer weiter nach unten drückt. Erst wenn diese Sektoren für den Wettbewerb geöffnet werden (so wie das die EU-Verträge ohnehin vorschreiben), wird wieder frisches Kapital ins Land strömen."
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Le Monde - Frankreich | Dienstag, 14. Juni 2011
Anlässlich der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands diskutiert die Euro-Zone über weitere Sparmaßnahmen. Die müssen von einem Sozialpaket flankiert werden, fordern drei europäische Politologen in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: » mehr
Anlässlich der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands diskutiert die Euro-Zone über weitere Sparmaßnahmen. Die müssen von einem Sozialpaket flankiert werden, fordern drei europäische Politologen in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: "Die EU müsste den Themen Umwelt, Soziales und Bildung den gleichen Stellenwert einräumen wie der Sorge um das Budget. Als Pendant zum erweiterten Stabilitätspakt sollte es einen sozialen Investitionspakt geben. So könnte man den Eingriffen der EU einen positiven Anstrich geben und dem Volk, das unter der Krise und den Sparmaßnahmen leidet, signalisieren, dass Europa auch für eine bessere Zukunft steht, gerade durch Investitionen in die Jugend. Die europäischen Finanzhilfen (ebenso wie die Regionalpolitik der EU) sollten zum Beispiel soziale Maßnahmen fördern. Während sichergestellt wird, dass eine Schuldenkrise vermieden wird, könnte die EU so darauf achten, dass alle Mitgliedstaaten sich auf eine Politik der sozialen Investitionen festlegen."
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De Tijd - Belgien | Freitag, 10. Juni 2011
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet hat sich am Donnerstag gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. Die Wirtschaftszeitung De Tijd hält dies für gefährlich: » mehr
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet hat sich am Donnerstag gegen einen Schuldenerlass für Griechenland ausgesprochen. Die Wirtschaftszeitung De Tijd hält dies für gefährlich: "Die Schuldenkrise wird für die EZB vielleicht eine größere Herausforderung sein als die Handhabung der Preisstabilität. Trichet machte erneut deutlich, dass die EZB weiterhin eine Umschuldung Griechenlands ablehnt. Einer freiwilligen Verlängerung der griechischen Staatsanleihen steht er zwar positiv gegenüber. Doch die EZB beabsichtigt nicht, die abgelaufenen griechischen Anleihen in ihrem Portfolio zu erneuern. Das Signal könnte kontraproduktiv sein. Wenn die EZB sich nicht extra bemühen will, warum sollten es dann die Banken tun? Wenn alle Gläubiger dem Beispiel der EZB folgen, ist eine harte, schmerzhafte und gefährliche Neustrukturierung der griechischen Schulden mehr denn je unvermeidlich."
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Le Figaro - Frankreich | Donnerstag, 9. Juni 2011
Griechenland braucht nach Einschätzung der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission weitere Milliardenhilfen. In der Krise muss Europa zusammenstehen, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: » mehr
Griechenland braucht nach Einschätzung der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission weitere Milliardenhilfen. In der Krise muss Europa zusammenstehen, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Wegen der Vernetzung von Staatsschulden und Bankensektor sowie der Banken untereinander hätte jeder große Zahlungsausfall Auswirkungen auf die gesamte Euro-Zone. Er würde weite Kreise ziehen und müsste von den Europäern selbst bezahlt werden. Das momentan noch gespaltene Europa ist vom Sturm bedroht und muss seine Kräfte bündeln. Deutliche Solidarität ist die einzig wirksame Lösung, um nicht zu sagen: Sie ist überhaupt die einzige Lösung. Es wäre klug, die gesamte Staatsschuld der Euro-Zone ab sofort gemeinsam zu verwalten, vielleicht sogar zentral. Das funktioniert natürlich nur, wenn die gemeinsame Disziplin gestärkt wird und im Bedarfsfall Sanktionen eingesetzt werden."
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Jornal de Negócios - Portugal | Dienstag, 7. Juni 2011
Europa verfolgt bei der Schuldenkrise hartnäckig die falsche Strategie, meint der Harvard-Professor und ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Kenneth Rogoff, in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: » mehr
Europa verfolgt bei der Schuldenkrise hartnäckig die falsche Strategie, meint der Harvard-Professor und ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, Kenneth Rogoff, in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Statt die offensichtlich nicht zu bewältigenden Schuldenlasten Portugals, Irlands und Griechenlands umzustrukturieren, drängen Politiker und Entscheidungsträger auf immer größere Rettungspakete mit immer unrealistischeren Sparauflagen. Leider schieben sie damit das Problem nicht nur vor sich her, sondern wie einen Schneeball den Berg hinunter. … Könnte Europa mit Glück davonkommen? Besteht die Chance, dass der Schneeball aus Schulden, Funktionsstörungen und Zweifeln auf harmlose Weise zerfällt, bevor er zu einer Lawine anwächst? Angesichts der derzeit bestehenden großen Unsicherheit ist alles möglich. … Doch wahrscheinlich ist, dass die derzeitige Strategie mit einem Krach und ungeordneter Umstrukturierung endet. Warum sollten die Griechen (von den Iren und Portugiesen gar nicht zu reden) auf Jahre hinaus Einsparungen und ein niedriges Wirtschaftswachstum hinnehmen, um die französischen und deutschen Bankensysteme zu stützen - sofern man ihnen nicht enorme Bestechungssummen dafür bietet?"
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Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 8. Juni 2011
Der IWF hat die Vergabe weiterer Kredite für das finanziell angeschlagene Griechenland von EU-Garantien für Finanzierungslücken des Lands abhängig gemacht. Wenn die EU dieser Bedingung zustimmt, entfernt sie sich nur noch weiter von ihren Grundsätzen, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: » mehr
Der IWF hat die Vergabe weiterer Kredite für das finanziell angeschlagene Griechenland von EU-Garantien für Finanzierungslücken des Lands abhängig gemacht. Wenn die EU dieser Bedingung zustimmt, entfernt sie sich nur noch weiter von ihren Grundsätzen, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Wenn man die Vorgaben der Europäischen Kommission analysiert, dann muss man sich noch einmal daran erinnern, dass sich die Union eigentlich auf ihren Stabilitäts- und Wachstumspakt stützt. Dieser verpflichtet seine Mitglieder formal dazu, die öffentlichen Schulden und ihr Haushaltsdefizit unter Kontrolle zu halten. Einige Länder haben die Schulden auf rund 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgedehnt, anstatt sie auf 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu begrenzen. Erst die jüngste Krise und genau genommen erst der richtige 'Schiedsrichter' - die Finanzmärkte - hatten die Regierungen dazu gezwungen, ihre Ausgaben zu beschränken."
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De Volkskrant - Niederlande | Montag, 6. Juni 2011
Griechenland soll weitere Finanzhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro erhalten, sieht eine vorläufige Vereinbarung der 17 Euro-Länder vor. Dazu muss es aber strenger sparen und mehr Staatsbesitz privatisieren. Der Plan muss unterstützt werden, meint die linke Tageszeitung De Volkskrant: » mehr
Griechenland soll weitere Finanzhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro erhalten, sieht eine vorläufige Vereinbarung der 17 Euro-Länder vor. Dazu muss es aber strenger sparen und mehr Staatsbesitz privatisieren. Der Plan muss unterstützt werden, meint die linke Tageszeitung De Volkskrant: "Der griechische Premier Papandreou hat zugesagt, internationale Hilfe beim Privatisieren und Abbau der Bürokratie zu akzeptieren. Diese Konzessionen an seine Retter sind nicht ohne Risiko, denn die Opposition im eigenen Land gegen den ausländischen Einfluss wächst. Zweifellos wird der soziale Protest in Griechenland zunehmen - mit allen politischen Folgen. ... Auch international kann die neue Lösung schief gehen. Vor allem Deutschland, Finnland und die Niederlande neigen dazu, die Forderungen noch weiter hochzuschrauben aus Angst, vom eigenen Volk als Schlappschwänze beschimpft zu werden. Damit sollten diese Länder vorsichtig sein. Denn, wenn man Griechenland das Messer zu sehr an die Kehle setzt, kann das den Bankrott zur Folge haben. Und dann haben die Gläubiger noch schlechtere Karten."
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Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 3. Juni 2011
Griechenland braucht spätestens zum 1. Juli neue Finanzhilfen, welche die Euro-Länder wohl bewilligen werden. Aber der Ökonom Miklós Losoncz sieht das Vorgehen in der linksliberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom skeptisch: » mehr
Griechenland braucht spätestens zum 1. Juli neue Finanzhilfen, welche die Euro-Länder wohl bewilligen werden. Aber der Ökonom Miklós Losoncz sieht das Vorgehen in der linksliberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom skeptisch: "Im Lichte der Entwicklungen des vergangenen Jahres ist festzustellen, dass der Plan zur Sanierung des griechischen Staatshaushalts nicht realistisch ist. Die zu diesem Zweck beschlossenen rigiden Sparmaßnahmen haben das gewünschte Ziel nicht erreicht. ... Das Budgetdefizit hat im Vorjahr den im wirtschaftspolitischen Notprogramm veranschlagten Wert (8,1 Prozent) weit überschritten (10,5 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt wird auch in diesem Jahr sinken. Das bedeutet, dass die Steuereinnahmen Griechenlands um zehn Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. ... Die Meinungsverschiedenheiten deuten darauf hin, dass die EU in politischer Hinsicht nicht in der Lage ist, die Schuldenkrise Griechenlands und ähnliche Krisen in anderen Ländern Europas im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion zu behandeln."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 2. Juni 2011
Seit über einer Woche demonstriert die Bewegung "Empörte Bürger" in Athen gegen den drastischen Sparkurs der Regierung. Die Proteste sind ein Symptom einer schweren Krise des politischen Systems, in dem die große Masse jeglichen Glauben an die Parteien verloren hat, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Seit über einer Woche demonstriert die Bewegung "Empörte Bürger" in Athen gegen den drastischen Sparkurs der Regierung. Die Proteste sind ein Symptom einer schweren Krise des politischen Systems, in dem die große Masse jeglichen Glauben an die Parteien verloren hat, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Schon jetzt diskutieren alle Parteien darüber, ob dieses Phänomen eine Bedrohung des politischen Systems bedeutet, während einige andere denken, dass es sich um einen unbedeutenden Ausdruck von Empörung handelt - ohne besonderes politisches Gewicht oder entscheidende Auswirkungen. ... Die Menschen, die sich auf dem zentralen Platz Athens versammeln, lehnen mehrheitlich den gesamten Aufbau des Systems ab: Parteien, Gewerkschaften, Medien, Institutionen. Sie zeigen, dass sie weder [die sozialistische Regierungspartei] PASOK noch [die liberale Oppositionspartei] Nea Dimokratia, aber auch nicht die Kommunistische Partei KKE oder die Koalition der Radikalen Linken Syriza wählen werden. Darum betrachten die Parteien die Demonstrierenden auch nicht im Positiven."
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To Vima Online - Griechenland | Dienstag, 31. Mai 2011
In Krisengesprächen mit dem griechischen Premier Giorgos Papandreou hat der konservative Oppositionsführer Antonis Samaras seine Zustimmung zum aktuellen Sparprogramm verweigert. Die innenpolitische Konstellation macht eine Lösung der Krise noch schwieriger, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: » mehr
In Krisengesprächen mit dem griechischen Premier Giorgos Papandreou hat der konservative Oppositionsführer Antonis Samaras seine Zustimmung zum aktuellen Sparprogramm verweigert. Die innenpolitische Konstellation macht eine Lösung der Krise noch schwieriger, meint die linksliberale Online-Zeitung To Vima: "Auf der einen Seite haben wir Giorgos Papandreou: Nach einem Jahr der ausweglosen Wirtschaftspolitik sucht er jetzt, am Rand des Abgrunds, verspätet nach Mitschuldigen, um dem endgültigen Bankrott zu entgehen. ... Auf der anderen Seite steht Antonis Samaras: Ich bin doch kein Idiot, sagt er sich. Jetzt, da meine Umfragewerte steigen, werde ich doch nicht den Staatsbankrott eines Toten mittragen. ... Und dann gibt es noch uns, die wir den Passagieren der Titanic gleichen. Nur dass jene noch Tango tanzten. Wir werden zum Zeitpunkt des Untergangs Zeibekiko tanzen."
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To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 29. Mai 2011
Am Sonntagabend haben auf dem Syntagma-Platz in Athen mehr als 70.000 Griechen gegen den Sparkurs ihrer Regierung demonstriert. Zuvor waren am Freitag Krisengespräche zwischen Opposition und Regierung erneut gescheitert. Die Sonntagsausgabe der linksliberale Tageszeitung To Ethnos findet es richtig, dass die Opposition weitere Sparmaßnahmen ablehnt: » mehr
Am Sonntagabend haben auf dem Syntagma-Platz in Athen mehr als 70.000 Griechen gegen den Sparkurs ihrer Regierung demonstriert. Zuvor waren am Freitag Krisengespräche zwischen Opposition und Regierung erneut gescheitert. Die Sonntagsausgabe der linksliberale Tageszeitung To Ethnos findet es richtig, dass die Opposition weitere Sparmaßnahmen ablehnt: "Premier Giorgos Papandreou fordert von Oppositionsführer Antonis Samaras eine politische Mitverantwortung seiner Partei Nea Dimokratia für den Bankrott des Landes und die Zustimmung zu der mit Sicherheit eintretenden Katastrophe. Gleichzeitig stellt Papandreou fest, dass er das Land durch die Schuldenabkommen [mit IWF und EU] in eine ausweglose Lage manövriert hat. Wie soll sich der Oppositionsführer auf so etwas einlassen? Das wäre absurd. Die Regierung steht nach ihrem Treffen mit der Oppositionsführung alleine da. Das ist richtig. Denn das Volk hat diese Regierung - sogar mit großem Vorsprung - gewählt, damit sie regiert. Diese Regierung hat die Schuldenabkommen unterzeichnet. Es ist somit logisch, dass das Volk sie für die Politik, die sie verfolgt, beurteilen wird."
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Eleftherotypia - Griechenland | Donnerstag, 26. Mai 2011
Als erste EU-Politikerin hat die griechische Fischerei-Kommissarin Maria Damanaki am Donnerstag vor dem Euro-Ausstieg ihres Lands gewarnt und Griechenlands Opposition aufgefordert, weiteren Sparpaketen zuzustimmen. Andernfalls drohe die Rückkehr zur Drachme. Das ist Erpressung, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Als erste EU-Politikerin hat die griechische Fischerei-Kommissarin Maria Damanaki am Donnerstag vor dem Euro-Ausstieg ihres Lands gewarnt und Griechenlands Opposition aufgefordert, weiteren Sparpaketen zuzustimmen. Andernfalls drohe die Rückkehr zur Drachme. Das ist Erpressung, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Die Regierung muss Verantwortung übernehmen und ihre Beschlüsse umsetzen. Zum Beispiel sollte sie innerhalb der nächsten Monate unter anderem die Elektrizitätsgesellschaft DEI, den Nationalen Wasserversorger EYDAP und die Häfen verkaufen, um so einen Teil der 'Schulden' zu begleichen. Unsere Partner vertrauen aber offenbar nicht darauf, dass die Regierung ihrer Verantwortung gerecht wird. Deswegen üben sie nun höheren Druck aus, indem sie 'inoffizielle' Diskussionen führen und Gedanken darauf verwenden, ob Griechenland den Euro behält oder nicht. Das ist der Beginn einer neuen Erpressung hinsichtlich der Zukunft des Landes innerhalb der Eurozone."
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Blog Pitsirikos - Griechenland | Donnerstag, 26. Mai 2011
Mehrere tausend Griechen haben am Mittwoch auf dem Syntagma-Platz in Athen und anderen zentralen Plätzen im ganzen Land gegen den Sparkurs ihrer Regierung demonstriert. Angeregt durch die spanische Protestbewegung wollen sie sich am heutigen Donnerstag wieder versammeln. Das ist eine Bewegung freier Bürger, freut sich Pitsirikos in seinem Blog: » mehr
Mehrere tausend Griechen haben am Mittwoch auf dem Syntagma-Platz in Athen und anderen zentralen Plätzen im ganzen Land gegen den Sparkurs ihrer Regierung demonstriert. Angeregt durch die spanische Protestbewegung wollen sie sich am heutigen Donnerstag wieder versammeln. Das ist eine Bewegung freier Bürger, freut sich Pitsirikos in seinem Blog: "Wer sprechen wollte, nahm das Mikro in die Hand und sagte seine Meinung. Tausende Menschen dieses Landes protestierten ohne Parteifahnen auf dem Syntagma und anderen Plätzen. Endlich freie Menschen. Ich könnte stundenlang über das schreiben, was ich gestern auf dem Syntagma-Platz gesehen, gehört und gefühlt habe. Ich mache es aber nicht. Keine Partei, keine Gewerkschaft, kein Verleger, kein Journalist und auch kein Blogger kann sich diese für unser Land so ungewöhnliche Bewegung zu eigen machen. Es ist eine freie Bewegung von Menschen, die vollkommen gleichberechtigt sind. Ich hatte das Glück, mich dort zu befinden."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 25. Mai 2011
Antonis Samaras, Vorsitzender der größten griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND), die bis 2009 die Regierung stellte, hat am Dienstag nach einem Gespräch mit Premier Giorgos Papandreou neue Sparmaßnahmen der Regierung abgelehnt. Samaras entzieht sich seiner Verantwortung, mahnt die regierungsnahe Onlinezeitung To Vima: » mehr
Antonis Samaras, Vorsitzender der größten griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND), die bis 2009 die Regierung stellte, hat am Dienstag nach einem Gespräch mit Premier Giorgos Papandreou neue Sparmaßnahmen der Regierung abgelehnt. Samaras entzieht sich seiner Verantwortung, mahnt die regierungsnahe Onlinezeitung To Vima: "Offensichtlich fühlt sich Samaras verpflichtet, Opposition zu betreiben. Er kann natürlich so viel harte Kritik üben wie er will, an den - vielen - Fehlern, den Widersprüchen und der Ineffizienz der Regierung. Er darf sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen, die seine Partei für das gegenwärtige Chaos trägt. Er darf vor allem auch nicht aus rein wahltaktischen Gründen eine antieuropäische Stimmung schüren. Es sei denn, er denkt, dass wir kein Teil Europas sind, dass der Euro uns nicht braucht und wir es alleine schaffen werden. Aber dann soll er es auch klar sagen, damit die Bürger wissen, woran sie sind."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Griechenland, » Europa
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O Kosmos tou Ependiti - Griechenland | Sonntag, 22. Mai 2011
In Griechenland sind in den vergangenen Wochen mehrfach Migranten aus rassistischen Motiven angegriffen worden. Die Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti meint, dass die Wirtschaftskrise in ganz Europa der Fremdenfeindlichkeit Vorschub leistet: » mehr
In Griechenland sind in den vergangenen Wochen mehrfach Migranten aus rassistischen Motiven angegriffen worden. Die Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti meint, dass die Wirtschaftskrise in ganz Europa der Fremdenfeindlichkeit Vorschub leistet: "In Nordeuropa gibt es den 'Faschismus der Reichen'. Deren Rhetorik richtet sich gegen die 'Fremden', die ihr Land betreten möchten, aber auch gegen die 'faulen' Südländer. … Es gibt jedoch auch den 'Faschismus des Südens', wo ganze soziale Schichten verelendet sind und weiter zu verarmen drohen. Diejenigen, die sich bislang über Wasser gehalten haben, lassen ihren Frust über das anhaltende Armutsrisiko an den 'Eindringlingen' aus Asien und Afrika aus. Beide Seiten haben hingegen nicht bemerkt, dass die Veränderungen ihrer gesellschaftlichen Situation eine gemeinsame Grundlage haben. Die europäischen Regierungen haben es klar gesagt: Die Wohlstandsparty ist zu Ende, die kommenden Generationen werden viel schlechter leben."
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De Telegraaf - Niederlande | Donnerstag, 19. Mai 2011
Griechenland ist pleite, doch darf das hoch verschuldete Land nur unter strengen Auflagen neue Nothilfen bekommen, mahnt die Boulevardzeitung De Telegraaf: » mehr
Griechenland ist pleite, doch darf das hoch verschuldete Land nur unter strengen Auflagen neue Nothilfen bekommen, mahnt die Boulevardzeitung De Telegraaf: "Die bittere Wahrheit ist, dass die Europäische Union etwas tun muss. Wenn Griechenland jetzt nicht geholfen wird, ist die Chance klein, dass die enormen Kredite jemals zurückbezahlt werden. Dies kann direkt zu einer neuen Krise führen, da Geld von Versicherungen, Banken, Rentenfonds, Staaten und Privatinvestoren verliehen wurde. Doch einfach so zusätzliche Kredite zu geben, ist keine Option. Viel mehr muss nun nach Wegen gesucht werden, um die vereinbarten Pläne auch umzusetzen. Das wird die griechische Wirtschaft etwas gesünder machen, wodurch die Chance auf Rückzahlung größer wird. Daneben muss man ernsthaft nach Möglichkeiten suchen, um Länder, die wie Griechenland konsequent auf ökonomischem Gebiet scheitern, aus der Eurozone zu werfen."
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Helsingin Sanomat - Finnland | Donnerstag, 19. Mai 2011
Nachdem die EU am vergangenen Montag die Portugal-Hilfe verabschiedet hat, gilt das Augenmerk wieder Griechenland. Die Kritik an den mäßigen Fortschritten beim Abbau des Schuldenbergs wächst. Nach Meinung der liberalen Tageszeitung Helsingin Sanomat wäre eine Privatisierung von Staatsbesitz auch im Sinne Griechenlands: » mehr
Nachdem die EU am vergangenen Montag die Portugal-Hilfe verabschiedet hat, gilt das Augenmerk wieder Griechenland. Die Kritik an den mäßigen Fortschritten beim Abbau des Schuldenbergs wächst. Nach Meinung der liberalen Tageszeitung Helsingin Sanomat wäre eine Privatisierung von Staatsbesitz auch im Sinne Griechenlands: "Das Land reformiert seine Wirtschaftsstruktur, senkt Löhne und reduziert Vergünstigungen und spart. Die versprochene Privatisierung bleibt hingegen aus. Das ist seltsam, denn das Land hat reichlich Staatsbesitz. Daher könnte man annehmen, dass Privatisierungen weniger Widerstand hervorrufen würden als die Sparmaßnahmen. ... Griechenland muss Staatsbesitz verkaufen, wenn es mehr Hilfe oder über eine Lockerung der Kreditbedingungen verhandeln will. Niemand verlangt, Inseln oder den Parthenon-Tempel zu verkaufen. Es kann aber wohl nicht so schwer sein, im Gegenzug für Hilfe, eine freiere Marktwirtschaft und modernere Politik anzustreben. Langfristig ist das im Sinne Griechenlands und hilft mehr, als die von der EU angebotenen Blitzkredite."
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Večer - Slowenien | Donnerstag, 19. Mai 2011
Eine völlige Privatisierung des Staatsbesitzes hilft Griechenland nicht, seine Schulden abzubauen, sondern verschlimmert die Krise nur, meint die Tageszeitung Večer: » mehr
Eine völlige Privatisierung des Staatsbesitzes hilft Griechenland nicht, seine Schulden abzubauen, sondern verschlimmert die Krise nur, meint die Tageszeitung Večer: "Heute steckt Griechenland in einer noch viel schlimmeren Krise als noch vor einem Jahr. Damals hatten die Staatschefs der Euro-Länder ein 110 Milliarden Euro schweres Hilfspaket geschnürt, damit das Land wieder auf einen grünen Zweig kommt. Deshalb stellt sich nun die Frage, ob eine komplette Privatisierung des Staatsbesitzes das Land nicht in eine noch tiefere Krise stürzen würde. Denn nach dem Ausverkauf wäre das Land nicht nur abgemagerter und ausgeblutet, sondern es wäre sprichwörtlich nackt. Alles was nur irgendeinen Wert hat, wäre in den Händen des Kapitals und das Kapital hat das Land schließlich an den Bettelstab gebracht. Doch darüber denken die verantwortlichen europäischen Politiker und Funktionäre, die sich als Hüter des Euro sehen, heute noch nicht nach."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Dienstag, 17. Mai 2011
Nach der Festnahme von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn brechen für das krisengeschüttelte Griechenland noch schwerere Zeiten an, vermutet die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: » mehr
Nach der Festnahme von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn brechen für das krisengeschüttelte Griechenland noch schwerere Zeiten an, vermutet die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Strauss-Kahn ist seit vielen Jahren Befürworter des Euro und unterstützte auch den Euro-Rettungsschirm. Seine Festnahme führte sofort zu der Befürchtung, ob Griechenland jetzt überhaupt noch eine Chance habe, weitere Tranchen zur Begleichung seiner astronomischen Schulden zu bekommen. ... Am Montag, als er vertreten wurde, lief auf den ersten Blick alles problemlos, Portugal bekam sein Geld. Griechenland ist jedoch ein anderer Fall. Würde es nur aufgrund seiner wirtschaftlichen Ergebnisse weiteres Geld bekommen dürfen, dann müsste es Bankrott anmelden. Für die Griechen ist deshalb der Abgang von Strauss-Kahn schmerzhaft. Der IWF-Chef war einer der weniger werdenden Kämpfer für die Euro-Zone und konnte andere - mit dem Währungsfonds im Rücken - überzeugen."
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Eesti Päevaleht - Estland | Montag, 16. Mai 2011
Die Finanzminister der 17 Euro-Länder beraten am heutigen Montag in Brüssel über die schon beschlossene Hilfe für Portugal und eine Aufstockung der Unterstützung für Griechenland. Die Tageszeitung Eesti Päevaleht sorgt sich wegen des hohen griechischen Haushaltsdefizits: » mehr
Die Finanzminister der 17 Euro-Länder beraten am heutigen Montag in Brüssel über die schon beschlossene Hilfe für Portugal und eine Aufstockung der Unterstützung für Griechenland. Die Tageszeitung Eesti Päevaleht sorgt sich wegen des hohen griechischen Haushaltsdefizits: "Offiziell hat noch niemand einen so drastischen Schritt wie einen Ausstieg des Landes aus der Eurozone bestätigt, aber eine Umschuldung spielen viele Analysten zumindest als Möglichkeit durch. Der griechische Schuldenberg ist mittlerweile auf 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angewachsen, und es gibt kein historisches Vorbild, wie ein Land ohne Zugeständnisse seiner Gläubiger aus einer solchen Lage herausgekommen wäre. Natürlich würde eine solche Umschuldung auch Risiken bergen, und manche französische und deutsche Bank würde massive Verluste erleiden. ... Es ist nicht leicht zu entscheiden, ob ein solches Ende mit Schrecken besser wäre als ein Schrecken ohne Ende. Die Tatsache, dass die Probleme Griechenlands seit Jahren immer größer werden, lassen jedoch ein Ende mit Schrecken als die günstigere Lösung erscheinen."
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Zeit Online - Deutschland | Mittwoch, 11. Mai 2011
Am vergangenen Freitag hat das deutsche Nachrichtenportal Spiegel Online berichtet, dass Griechenland den Ausstieg aus der Euro-Zone erwäge. Der Ökonom Yanis Varoufakis vermutet auf dem liberalen Nachrichtenportal Zeit Online, dass dies ein Signal an die Politik war, endlich neue Lösungsansätze für die Euro-Krise zu präsentieren: » mehr
Am vergangenen Freitag hat das deutsche Nachrichtenportal Spiegel Online berichtet, dass Griechenland den Ausstieg aus der Euro-Zone erwäge. Der Ökonom Yanis Varoufakis vermutet auf dem liberalen Nachrichtenportal Zeit Online, dass dies ein Signal an die Politik war, endlich neue Lösungsansätze für die Euro-Krise zu präsentieren: "Die entscheidende Frage ist nun: Warum hat Spiegel Online die Geschichte veröffentlicht, obwohl die Journalisten gewusst haben müssen, dass sie zumindest in großen Teilen nicht stimmt? Eine mögliche Antwort: Der in der deutschen Politik bestens vernetzte Spiegel wollte zusammen mit bestimmten Kreisen in der deutschen Regierung - vor allem des Bundesfinanzministeriums - ein Signal an das Kanzleramt und den griechischen Ministerpräsidenten senden. Die Botschaft: In Europa muss eine Debatte begonnen werden, die seit einem Jahr erfolgreich verdrängt wird. Eine Debatte über neue Lösungsansätze für die Euro-Krise, denn die alten sind nicht mehr lange tragbar. Sollte dies wirklich die Intention des Spiegels gewesen sein, so hat das Magazin zumindest teilweise Erfolg damit gehabt."
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Expressen - Schweden | Donnerstag, 12. Mai 2011
In Griechenland haben gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten gegen neue Sparpläne der Regierung mindestens 27 Verletzte gefordert. Die Gewerkschaften hatten in dem vom Staatsbankrott bedrohten Land zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Die liberale Boulevardzeitung Expressen fragt sich, ob man in Griechenland das Wort Verantwortungsbewusstsein kennt: » mehr
In Griechenland haben gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten gegen neue Sparpläne der Regierung mindestens 27 Verletzte gefordert. Die Gewerkschaften hatten in dem vom Staatsbankrott bedrohten Land zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Die liberale Boulevardzeitung Expressen fragt sich, ob man in Griechenland das Wort Verantwortungsbewusstsein kennt: "Nicht die Mitgliedschaft im Euro-Club hat Griechenlands Krise verursacht. Man stelle sich vor: In welch elendem Zustand befände sich diese verschuldete Nation heute, wenn sie während der Finanzkrise weiterhin die Drachme gehabt hätte? Natürlich hätte man Griechenland niemals Zutritt zum Euro-Club gewähren dürfen. Jetzt müssen aber die übrigen Euro-Länder bei der Stange bleiben und ihre Kreditverantwortung weiter wahrnehmen. Da es Griechenland offenbar an Verantwortungsbewusstsein ebenso mangelt wie an Geld, sollten die Finanzminister von der griechischen Regierung eine ganzseitige Annonce in der Financial Times einfordern - mit der Überschrift 'Akropolis zu verkaufen'. Vielleicht würde dann der eine oder andere militante Gewerkschaftsboss den Ernst der Lage begreifen."
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Les Echos - Frankreich | Mittwoch, 11. Mai 2011
Die Gerüchte nach dem Geheimtreffen einiger EU-Finanzminister am Freitag haben die Börsen-Spekulation gegen Athen angeheizt. Doch die Investoren, die auf eine Umschuldung Griechenlands hoffen, täuschen sich, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Die Gerüchte nach dem Geheimtreffen einiger EU-Finanzminister am Freitag haben die Börsen-Spekulation gegen Athen angeheizt. Doch die Investoren, die auf eine Umschuldung Griechenlands hoffen, täuschen sich, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Letztendlich ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Griechenland mit schlechtem Beispiel vorangeht und eine Umschuldung vornimmt. Zu viele Interessen der Euro-Zone stehen auf dem Spiel. Außerdem hat das Land noch nicht alle seine Ressourcen ausgeschöpft, um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. ... Aber was für Griechenland momentan am wichtigsten ist, ist die Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. Der Tiefpunkt der griechischen Rezession liegt nun hinter uns. [Finanzminister] Giorgos Papakonstantinou rechnet mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um ein oder zwei Prozent im Jahr 2012. Das stimmt mit den Einschätzungen der internationalen Gläubiger überein. Falls sich diese Voraussage als richtig herausstellt, hätten sich die Märkte verspekuliert."
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Imerisia - Griechenland | Dienstag, 10. Mai 2011
In der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki sind 20 Prozent der Menschen arbeitslos, Gewerkschaften schätzen die Arbeitslosenquote sogar auf 26 Prozent. Die Arbeitslosigkeit zeigt sich auch im Stadtbild, meint die Wirtschaftszeitung Imerisia: » mehr
In der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki sind 20 Prozent der Menschen arbeitslos, Gewerkschaften schätzen die Arbeitslosenquote sogar auf 26 Prozent. Die Arbeitslosigkeit zeigt sich auch im Stadtbild, meint die Wirtschaftszeitung Imerisia: "Die Stadt ist schon auf den ersten Blick verwaist. Hunderte, wenn nicht gar tausende Büros und Läden stehen leer. Ganze Straßenzüge sind leergefegt und jeden Tag schließen dort, wo man es nicht erwartet, weitere Geschäfte. Am beeindruckendsten ist, dass Cafés, Bäckereien und Fastfood-Restaurants offenbar die einzigen neuen Läden sind. ... Solche Unternehmen offenbaren normalerweise die Verzweiflung der Arbeitslosen. Ohne Einkommen, mit wenig Kapital und Krediten eröffnen sie einen Laden, um wenigsten ein paar Groschen zu verdienen. ... Die Menschen in Thessaloniki sollten nicht so viel feiern, sondern mehr handeln, um so die rasant wachsende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Wir dürfen nicht nur von der Regierung und den verantwortlichen Ministern Lösungen erwarten. Auch auf lokaler Ebene müssen wir wachsam sein und neue Ideen entwickeln."
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Die Welt - Deutschland | Dienstag, 10. Mai 2011
Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion wäre sinnvoll, denn so hätten die Griechen bessere Chancen auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung meint die konservative Die Welt: » mehr
Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion wäre sinnvoll, denn so hätten die Griechen bessere Chancen auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung meint die konservative Die Welt: "Die starke Gemeinschaftswährung hängt ihnen wie ein Klotz am Bein. Mit einer nationalen Währung, welche die tatsächliche Stärke der Volkswirtschaft widerspiegelt, könnten die Griechen ihre Wirtschaft entwickeln und zu Kerneuropa aufschließen. Nach einem Austritt Griechenlands wären die Euro-Länder - schon aus moralischen Gründen - zu Solidarität verpflichtet. Die Milliarden-Hilfen könnten dann aber nützlicher eingesetzt werden als jetzt. Der Euro war von Beginn an ein politisches Projekt. Doch die Idee einer gemeinsamen Währung lässt sich auf Dauer nicht gegen die Kräfte des Marktes durchsetzen. Die Gefahr, dass die Helfer schließlich selbst in den Schuldenstrudel geraten, ist die wirkliche Bedrohung für die Stabilität des Euro. Die Transferunion hilft auf Dauer nicht und degradiert die Griechen zu Europas Hartz-IV-Empfängern."
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Blog Standard.ro - Rumänien | Dienstag, 10. Mai 2011
An den Finanzmärkten schwindet die Zuversicht, dass Griechenland seine Finanzkrise überwinden kann. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes um zwei weitere Stufen. Doch mit der Rückkehr zur Drachme wären die Probleme bei weitem nicht gelöst, kommentiert das Blogportal standard.money.ro: » mehr
An den Finanzmärkten schwindet die Zuversicht, dass Griechenland seine Finanzkrise überwinden kann. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes um zwei weitere Stufen. Doch mit der Rückkehr zur Drachme wären die Probleme bei weitem nicht gelöst, kommentiert das Blogportal standard.money.ro: "Griechenland würde in diesem Fall ein Schuldenproblem bekommen und seine Währung würde ausschließlich auf einer Wirtschaft basieren, in die es wenig Vertrauen gibt, da auf sie derzeit niemand setzen würde. Mit der Drachme würde die Kaufkraft der Griechen sinken und die sozialen Probleme sich verstärken. ... Die Wirtschaft des Euroclubs braucht eine gemeinsame Währung. Und es ist klar, dass der Club keine 'Zimmer' vermietet, die man verlässt, wenn man unerwartete Nachteile entdeckt oder wenn man auf lange Sicht unfähig ist, sich an die Aufnahmekriterien zu halten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, rumänisch)
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Dagens Nyheter - Schweden | Dienstag, 10. Mai 2011
Griechenlands Gläubiger sollen dem Land einen Teil der Schulden erlassen, damit es im Euroraum bleiben kann, fordert die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter: » mehr
Griechenlands Gläubiger sollen dem Land einen Teil der Schulden erlassen, damit es im Euroraum bleiben kann, fordert die liberale Tageszeitung Dagens Nyheter: "Am vergangenen Freitag hielten die EU-Finanzminister ein Treffen in Luxemburg ab, das so geheim war, dass sie kaum zugeben wollten, dass es stattfand. ... Und sie haben eifrig verneint, dort drastische Lösungen diskutiert zu haben wie die Erlassung eines Teils von Griechenlands Schulden oder die Möglichkeit, dass sich das Land vom Euro verabschiedet. Sie werden wohl schon auch über Tabus gesprochen haben. Aber wahrscheinlich versuchen die EU-Spitzen die Probleme genauso zu lösen wie bisher, nämlich sie auf die lange Bank zu schieben. Besser wäre es, dem Land die Schulden teilweise zu erlassen, so dass Griechenland eine reelle Chance bekommt, sie zu bezahlen und innerhalb des Euroraums zu bleiben."
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Alle verfügbaren Texte von » Gunnar Jonsson
Ta Nea - Griechenland | Montag, 9. Mai 2011
Angesichts des Umgangs Griechenlands mit der Krise ist es nicht verwunderlich, dass Europa über den Ausstieg des Landes aus der Währungsunion spekuliert, findet die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Angesichts des Umgangs Griechenlands mit der Krise ist es nicht verwunderlich, dass Europa über den Ausstieg des Landes aus der Währungsunion spekuliert, findet die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "Es lohnt sich darüber nachzudenken, warum wohl all diese Szenarien gerade Griechenland betreffen und nicht zum Beispiel Irland. Warum reden wir nur über den Ausstieg Griechenlands aus der Währungsunion und nicht über den Irlands, das ein ähnliches Schicksal erlitten hat? Dafür gibt es leider eine Erklärung: Betrachten wir die Ergebnisse der Wirtschaftsentwicklung Irlands aus den ersten drei Monaten des Jahres 2011, sehen wir eine bewundernswert positive Entwicklung. ... Und was ist mit uns? Nichts! Wenn du zu einem Fremden gehst und ihm sagst, dass die Regierung mit der Gewerkschaft noch herumdiskutiert, ob der Staat jetzt 51 Prozent oder 34 Prozent der Elektrizitätswerke behält, dann wird er denken, er hätte es mit einem Verrückten zu tun. Er wird außerdem denken, dass Griechenland bereit ist, Mitglied der Zentralafrikanische Union zu werden."
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Tiroler Tageszeitung - Österreich | Sonntag, 8. Mai 2011
Mit Blick auf das Geheimtreffen führender Vertreter der großen Euro-Staaten am vergangenen Freitag kritisiert die Tiroler Tageszeitung die unklare Informationspolitik der Union und hält es für falsch, das Land aus der Union auszuschließen: » mehr
Mit Blick auf das Geheimtreffen führender Vertreter der großen Euro-Staaten am vergangenen Freitag kritisiert die Tiroler Tageszeitung die unklare Informationspolitik der Union und hält es für falsch, das Land aus der Union auszuschließen: "Dass angesichts einer solchen Informationspolitik die Gerüchteküche brodelt und gar von einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone die Rede war, ist auch nicht mehr verwunderlich. ... Faktum ist: Griechenland war nie reif für die Währungsunion und hat sich den Euro nur mit wilden Finanztricks erschwindelt. Was wiederum zeigte, dass es in der EU völlig unzureichende Kontrollen und Durchgriffsrechte gibt. Heute ist Griechenland praktisch bankrott, die Pleite wird nur durch EU-Milliarden verhindert. Ob ein Ausstieg aus der Euro-Zone rechtlich möglich wäre, ist umstritten. In der Praxis wäre er wirtschaftliches Harakiri, weil er die Griechen in ein noch größeres Chaos stürzen würde. Schon jetzt geht das Vertrauen der Finanzmärkte gegen Null."
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Die Welt - Deutschland | Montag, 9. Mai 2011
Die Schuldenkrise Griechenlands und Portugals wird Europas Steuerzahler nach Ansicht der konservativen Tageszeitung Die Welt viel Geld Kosten und kann dazu führen, dass das Euro-System zusammenbricht: » mehr
Die Schuldenkrise Griechenlands und Portugals wird Europas Steuerzahler nach Ansicht der konservativen Tageszeitung Die Welt viel Geld Kosten und kann dazu führen, dass das Euro-System zusammenbricht: "Nicht überraschend also, dass kein verantwortungsvoller Politiker so etwas riskieren will. Allerdings muss das nicht dauerhaft so bleiben. Wenn Griechen und Portugiesen ihre Probleme nicht mit EU-Hilfe in den Griff bekommen, gibt es nur wenige Alternativen: Entweder die Europäer im Norden finanzieren mit ihren Steuermilliarden aus Angst um den eigenen Wohlstand die armen Länder im Süden. Oder: Bewegungen wie die 'Wahren Finnen' führen dazu, dass die EU den Geldhahn schließt und diese Staaten aus der EU raus müssen. Beides sind Alternativen, die Europas Steuerzahler Milliarden kosten werden. Europas Politik wird Geduld und Weisheit brauchen, um diese Krise durchzustehen."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Sonntag, 8. Mai 2011
Bundeskanzlerin Angela Merkel erhöht den Druck auf Griechenland durch ihre unklare Haltung zur Rettung des hoch verschuldeten Staats, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel erhöht den Druck auf Griechenland durch ihre unklare Haltung zur Rettung des hoch verschuldeten Staats, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Wieder einmal ist Europa die Geisel deutscher Innenpolitik. ... Die einen drohen mit Verweigerung der EU-Hilfen, die anderen sprechen von Umschuldung. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf Zweideutigkeit. ... Dies wirft beängstigende Fragen über ihre wirkliche Meinung auf. ... Das Wahljahr und die Schwäche der liberal-konservativen Mehrheit in den Umfragen tragen nicht zur Klarheit bei. ... Viele Politiker, darunter Frau Merkel, wissen nur zu gut, dass weder die Umschuldung noch der Austritt Griechenlands aus dem Währungsraum ratsame Optionen sind. Doch mit der Androhung solcher Möglichkeiten hoffen sie, Griechenland zu wirksameren Bemühungen bei der Haushaltssanierung zu zwingen."
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De Tijd - Belgien | Montag, 9. Mai 2011
Die geheimen Beratungen über die Schuldenkrise Griechenlands verdeutlichen, dass das Land die Krise nicht mehr aus eigener Kraft überwinden kann, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: » mehr
Die geheimen Beratungen über die Schuldenkrise Griechenlands verdeutlichen, dass das Land die Krise nicht mehr aus eigener Kraft überwinden kann, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Es wird höchste Zeit, dass Brüssel und Frankfurt erkennen, dass ihre Notprogramme für Griechenland und Irland den Kern des Problems nicht lösen. Irland und Griechenland haben kein Liquiditätsproblem, sondern ein Solvabilitätsproblem. Athen und Dublin werden in den kommenden Jahren ihre Steuerzahler niemals ausreichend schröpfen können, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Und zweifellos wird in nicht so ferner Zukunft ein Moment kommen, in dem griechische und irische Bürger ihre Sisyphusarbeit satt haben. ... Sisyphus fasst auch perfekt den Kern des griechischen - und irischen - Problems zusammen. ... Eine haushohe Staatsverschuldung und eine katastrophal schlechte Wettbewerbsfähigkeit. ... Die Griechen und die Iren können ihre Staats- und Bankschulden niemals aus eigener Kraft zurückzahlen."
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Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 5. Mai 2011
Das Beispiel Portugals zeigt, warum die Sanierung hoch verschuldeter Länder so strittig ist, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny: » mehr
Das Beispiel Portugals zeigt, warum die Sanierung hoch verschuldeter Länder so strittig ist, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Das erste Problem ist die Ungleichheit. Die Bedingungen für Lissabon sind weicher als die für Griechenland und Irland. Hat Portugal besser verhandelt? Oder ist inzwischen klar, dass die ersten beiden Länder ihre Verpflichtungen nicht einhalten können? Der selektive Umgang trägt nicht zu guten Beziehungen in Europa bei. Zweites Problem ist die Realitätsferne. So versprach Portugal Einsparungen, die das Parlament gerade erst abgelehnt hat. ... Verschuldete Länder brauchen eine Währungsabwertung, niedrigere Zinsen und notfalls den Bankrott, also die Abschreibung uneintreibbarer Schulden. Ohne wenigstens eine dieser Erleichterungen wird nie jemand aus der Schuldenkrise herauskommen."
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De Telegraaf - Niederlande | Donnerstag, 5. Mai 2011
Nach Griechenland und Irland muss nun auch Portugal Finanzhilfe aus dem europäischen Notfonds beanspruchen. Diese drei Länder haben über ihre Verhältnisse gelebt, klagt die Boulevardzeitung De Telegraaf: » mehr
Nach Griechenland und Irland muss nun auch Portugal Finanzhilfe aus dem europäischen Notfonds beanspruchen. Diese drei Länder haben über ihre Verhältnisse gelebt, klagt die Boulevardzeitung De Telegraaf: "Jetzt, da es ihnen wirtschaftlich schlechter geht, werden die Schwächen dieser Länder deutlich. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die (staatlichen) Betriebe sind nicht effizient, die Staatsverschuldung ist zu hoch, es gibt viel zu viele Beamte und die Steuermoral ist niedrig. Diese Probleme müssen die Länder, die Hilfe bekommen haben, nun angehen. Das ist für die Betroffenen schmerzlich, aber es ist die einzige Möglichkeit, um die finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen. Und das muss geschehen, denn die Nothilfe, die sie nun bekommen, wird von gesunden Ländern finanziert wie den Niederlanden, die sich sehr wohl nach der Decke gestreckt haben. Die Unterstützung muss zurückbezahlt werden, sonst bezahlt der niederländische Steuerzahler die südeuropäische Verschwendungssucht."
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Blog A Europa desalinhada - Portugal | Dienstag, 3. Mai 2011
Ein Vorfall an den Osterfeiertagen illustriert das gesunkene Vertrauen der Griechen in ihre Regierung, meint Jean Quatremer, Brüssel-Korrespondent der französischen Tageszeitung Libération, im Blog A Europa desalinhada bei der Wochenzeitung Expresso: » mehr
Ein Vorfall an den Osterfeiertagen illustriert das gesunkene Vertrauen der Griechen in ihre Regierung, meint Jean Quatremer, Brüssel-Korrespondent der französischen Tageszeitung Libération, im Blog A Europa desalinhada bei der Wochenzeitung Expresso: "Um dem Image von Premier Giorgos Papandreou nicht zu schaden, wurde vor kurzem ein Zwischenfall totgeschwiegen. Der Premier verbrachte auf Hydra, einer schicken Insel vor dem Peloponnes nur eineinhalb Stunden von Athen entfernt, Ostern. Das ist das wichtigste Fest in Griechenland, eine Mischung aus Weihnachten und Silvester. Am Karfreitag, dem 22. April, ging Papandreou zur sogenannten Messe der Auferstehung. … Gleich bei seinem Eintreffen pöbelten ihn die Gläubigen an und hielten ihm seine Sparpolitik vor. Die Stimmung wurde aggressiv, und er musste von der örtlichen Polizei evakuiert werden. Noch vor wenigen Monaten konnte derselbe Mann am Athener Marathon teilnehmen, begleitet nur von zwei Sicherheitsoffizieren und einer ihm applaudierenden Menge. Seitdem hat sich das Klima stark verschlechtert, die Griechen werden immer hoffnungsloser."
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Die Welt - Deutschland | Dienstag, 3. Mai 2011
Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinous hat am Montag längere Rückzahlungsfristen und niedrigere Zinsen für die Kredite Griechenlands bei EU und IWF gefordert. Die konservative Tageszeitung Die Welt befürchtet, dass das Land sich aus der Verantwortung stiehlt: » mehr
Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinous hat am Montag längere Rückzahlungsfristen und niedrigere Zinsen für die Kredite Griechenlands bei EU und IWF gefordert. Die konservative Tageszeitung Die Welt befürchtet, dass das Land sich aus der Verantwortung stiehlt: "Wenn die EU den Griechen die Rückzahlung der Kredite stundet, bevorzugt sie die privaten Gläubiger des Landes. Mit dem Geld der Steuerzahler werden die Investoren ausgezahlt, die an den Darlehen gut verdient haben. Spätestens 2013 halten Europas Steuerzahler dann mehr als die Hälfte aller griechischen Schulden. ... Es kann nicht sein, dass wie in der Finanzkrise der Steuerzahler allein die Kosten für ein Debakel trägt, das von der unverantwortlichen Schuldenpolitik Athens und der blinden Kreditvergabe der Banken angerichtet wurde. Ein Zahlungsaufschub - wenn er gewährt wird - kann nur der erste Schritt zur Restrukturierung der griechischen Finanzen sein, zumal er auch nicht ausreicht, um die Probleme zu lösen. Als zweiter Schritt muss ein Schuldenverzicht der privaten Gläubiger folgen. Dies ist ein Gebot der ökonomischen Moral."
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Eleftherotypia - Griechenland | Donnerstag, 28. April 2011
Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat am Dienstag mitgeteilt, dass das Staatsdefizit Griechenlands im Jahr 2010 bei 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und nicht wie erwartet bei 8,1 lag. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia warnt nun vor Kürzungen bei den Sozialausgaben: » mehr
Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat am Dienstag mitgeteilt, dass das Staatsdefizit Griechenlands im Jahr 2010 bei 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und nicht wie erwartet bei 8,1 lag. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia warnt nun vor Kürzungen bei den Sozialausgaben: "Wenn man davon ausgeht, dass die Regierung ihr Versprechen hält und die Gehälter und Renten nicht weiter kürzt, dann werden weitere Einsparungen den Sozialstaat zwangsläufig an anderer Stelle treffen - oder zumindest das, was von ihm übrig ist. So werden jetzt zum Beispiel die Fusion von Krankenhäusern, aber auch Einsparungen bei den Ausgaben im Gesundheitswesen und Kürzungen beim Arbeitslosengeld ... offen diskutiert. In Wirklichkeit bedeutet das jedoch nur wieder, dass die griechischen Bürger den Gürtel noch enger schnallen müssen und dass die Kürzungen genauso schmerzhaft sein werden wie jene im Jahr 2010. Daraus lässt sich einfach folgern, dass die harten Sparmaßnahmen erst noch kommen."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 19. April 2011
Mehrere griechische Minister haben die international diskutierte Umstrukturierung der griechischen Schulden als Alternative zu den mit IWF und EU vereinbarten Sparmaßnahmen dargestellt. Die konservative Tageszeitung Kathimerini meint, dass auch eine Umstrukturierung nicht hilft: » mehr
Mehrere griechische Minister haben die international diskutierte Umstrukturierung der griechischen Schulden als Alternative zu den mit IWF und EU vereinbarten Sparmaßnahmen dargestellt. Die konservative Tageszeitung Kathimerini meint, dass auch eine Umstrukturierung nicht hilft: "Wie auch immer eine solche Umstrukturierung am Ende aussieht, sie führt zu noch mehr Sparmaßnahmen und bedeutet eine noch strengere Überwachung für eine effektivere und zuverlässigere Haushaltskonsolidierung. ... Die Umstrukturierung ist keine Antwort auf die Frage, wie man mit der Tatsache umgehen soll, dass die jährlichen Staatsausgaben um 25 Milliarden über den Einnahmen liegen. Das ist das echte Haushaltsproblem, welches die Schulden weiter wachsen lässt. Und dieses Problem kann offensichtlich nicht mit einem neuen 'Haircut' der Schulden, sondern nur mit einem des Staats gelöst werden. Eigentlich hätte die Regierung in den vergangenen anderthalb Jahren - jeder Minister für sein Ressort - einen kleineren, wirtschaftlicheren und effektiveren Staat planen müssen."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 14. April 2011
In der vergangenen Woche haben Abgeordnete der griechischen Regierungspartei Pasok ein Glücksspiel-Gesetz abgelehnt. Die Regierung hatte sich davon jährliche Steuereinnahmen von rund 700 Millionen Euro versprochen. Das hat eine Debatte über Neuwahlen entfacht. Pasok-Abgeordnete möchten sich offenbar, bevor die Zustimmung in der Bevölkerung sinkt, ihre Posten sichern, vermutet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos. Die Regierung könne durch Neuwahlen aber nichts gewinnen: » mehr
In der vergangenen Woche haben Abgeordnete der griechischen Regierungspartei Pasok ein Glücksspiel-Gesetz abgelehnt. Die Regierung hatte sich davon jährliche Steuereinnahmen von rund 700 Millionen Euro versprochen. Das hat eine Debatte über Neuwahlen entfacht. Pasok-Abgeordnete möchten sich offenbar, bevor die Zustimmung in der Bevölkerung sinkt, ihre Posten sichern, vermutet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos. Die Regierung könne durch Neuwahlen aber nichts gewinnen: "Im Gegensatz zu den Interessen der Abgeordneten der Regierungspartei, würden die Regierung und ihr Ministerpräsident Giorgos Papandreou keinen Nutzen daraus ziehen. … Selbst wenn seine Pasok-Partei die meisten Stimmen erhalten würde, ist es höchst fraglich, ob sie eine parlamentarische Mehrheit erlangen würde. Außerdem wäre allein der Aufruf zu Neuwahlen, nur eineinhalb Jahre nach den jüngsten Parlamentswahlen, ein indirektes Eingeständnis des Scheiterns. Deshalb ist es für Papandreou nicht sinnvoll, seine parlamentarisch handlungsfähige Regierung durch eine neue zu ersetzen, die sich zur Geisel kleinerer Parteien macht."
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Naftemporiki - Griechenland | Mittwoch, 13. April 2011
In mehreren europäischen Ländern wird immer stärker über eine Umschuldung Griechenlands diskutiert. Es ist richtig, darüber nachzudenken, meint die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: » mehr
In mehreren europäischen Ländern wird immer stärker über eine Umschuldung Griechenlands diskutiert. Es ist richtig, darüber nachzudenken, meint die Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Die Märkte waren von den EU-Initiativen, einen permanenten Rettungsmechanismus zu installieren, nicht sonderlich begeistert. Das gilt zumindest hinsichtlich der Bewertung der griechischen Staatsanleihen und damit auch des Zinssatzes, mit dem diese Kredite aufgenommen werden. ... Das Land ist gerade nicht in der Lage, sich an die Märkte zu wenden, um dort Kapital einzusammeln, wenn man sieht, dass die Spreads für griechische Anleihen bei rund 950 Basispunkten liegen. Deswegen muss etwas passieren, was unser Bild an den Märkten verändert. ... Die Wahrheit ist aber auch: Wenn die Märkte uns sofort Geld zu günstigeren Konditionen leihen sollen, erwarten sie auch mehr. Die Waffen, die uns und der EU zur Verfügung stehen, um gegen die negative Stimmung zu kämpfen, reichen nicht mehr aus. Deshalb muss etwas Neues und viel Spektakuläreres auf den Tisch."
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Eleftherotypia - Griechenland | Dienstag, 12. April 2011
Die Athener Universitätskliniken Aretäion und Äginition haben bis auf weiteres ihren Bereitschaftsdienst und den Klinikbetrieb eingestellt. Die Klinikverwaltungen beklagen, dass das Bildungsministerium die staatlichen Zuschüsse gekürzt hat. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia fordert die Regierung auf, das Problem schnell zu lösen, um ähnlichen Entwicklungen in anderen Krankenhäusern vorzubeugen: » mehr
Die Athener Universitätskliniken Aretäion und Äginition haben bis auf weiteres ihren Bereitschaftsdienst und den Klinikbetrieb eingestellt. Die Klinikverwaltungen beklagen, dass das Bildungsministerium die staatlichen Zuschüsse gekürzt hat. Die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia fordert die Regierung auf, das Problem schnell zu lösen, um ähnlichen Entwicklungen in anderen Krankenhäusern vorzubeugen: "Eine ähnliche Situation herrscht auch in anderen Kliniken. Von dort sind Klagen zu hören, dass man nicht einmal mehr über die notwendigen Arzneimittel verfügt. Und weil sich in den nächsten Jahren die finanzielle Situation in unserem Land nicht verbessern wird und deshalb gleichzeitig weitere Kürzungen notwendig sein werden, müssen die zuständigen Minister die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Sie kennen die Situation, aber auch ihre beschränkten Handlungsmöglichkeiten. Sie sollten deshalb streng ihre Prioritäten setzen. Sie sollten die unnötigen Ausgaben und die Korruption begrenzen, um so wenigstens den reibungslosen Betrieb der wichtigsten staatlichen Einrichtungen gewährleisten zu können."
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NRC Handelsblad - Niederlande | Dienstag, 12. April 2011
Die isländische Bevölkerung hat am Wochenende in einem Referendum die Rückzahlung von rund vier Milliarden Euro Schulden an Großbritannien und die Niederlande abgelehnt. Das könnten Schuldnerländer wie Portugal und Griechenland nachahmen, warnt die Tageszeitung NRC Handelsblad: » mehr
Die isländische Bevölkerung hat am Wochenende in einem Referendum die Rückzahlung von rund vier Milliarden Euro Schulden an Großbritannien und die Niederlande abgelehnt. Das könnten Schuldnerländer wie Portugal und Griechenland nachahmen, warnt die Tageszeitung NRC Handelsblad: "Es ist die Frage, wie lange es dauert, bis die Bevölkerung in diesen Ländern dieselbe Haltung wie die Isländer einnimmt. Der Mann auf der Straße fühlt sich dort auch nicht verantwortlich für den Schaden, den mehrere Regierungen oder Banken angerichtet haben. Das Signal aus Island ist, dass der, der sich quer legt, die besseren Konditionen erzwingt. Es ist eine Frage der Zeit, dass jene Länder, die nun finanzielle Unterstützung leisten - allen voran Deutschland - selbst als die neuen Feinde betrachtet werden. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Island, muss man diesen Prozess stoppen, bevor er eine eigene Dynamik bekommt."
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De Telegraaf - Niederlande | Freitag, 8. April 2011
Die Erhöhung des Leitzinses ist ein kluger Schritt der EZB, meint die Boulevardzeitung De Telegraaf: » mehr
Die Erhöhung des Leitzinses ist ein kluger Schritt der EZB, meint die Boulevardzeitung De Telegraaf: "Diese kleine Erhöhung kann die sich langsam erholende niederländische Wirtschaft prima verkraften. Außerdem stärkt die Maßnahme die Stellung des Euro und ist ein Zeichen der Stärke gegenüber den seit der Krise kritischen Finanzmärkten. Aber vor allem ist es gut, dass der französische EZB-Chef nicht dem Druck der mit großen Problemen kämpfenden südeuropäischen Euroländer erlegen ist. ... Stattdessen konfrontiert der höhere Zinssatz Bruchpiloten wie Portugal und Griechenland knallhart mit der Realität. Diese Länder dürfen die Eurozone nicht bremsen, sondern müssen nun selbst ihre Probleme lösen."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Donnerstag, 7. April 2011
Portugal ist nach Griechenland und Irland das dritte Land, dass unter den Rettungsschirm der EU flüchtet. Aber die Krise Portugals ist nicht mit der Situation der anderen klammen Staaten vergleichbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Portugal ist nach Griechenland und Irland das dritte Land, dass unter den Rettungsschirm der EU flüchtet. Aber die Krise Portugals ist nicht mit der Situation der anderen klammen Staaten vergleichbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die portugiesische Krise ist im Unterschied zur irischen nicht vorrangig eine Bankenkrise, auch wenn die portugiesischen Geldinstitute aufgrund der Staatsverschuldung Mühe haben, sich Geld auf dem Sekundärmarkt zu beschaffen. Es ist eine Wachstumskrise, oder besser gesagt, eine Krise wegen des mangelnden Wachstums des Bruttoinlandsprodukts. ... Portugal braucht eine starke, angesehene und von allen unterstützte Regierung. Diese muss es sich zur zur Aufgabe machen, die notwendigen strukturellen Reformen durchzusetzen, um die zurzeit abgehängte portugiesische Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen."
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Der Standard - Österreich | Montag, 4. April 2011
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am vergangenen Wochenende erstmals die Umschuldung Griechenlands gefordert. Wenn die Gläubiger Athens tatsächlich auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, kann das viele Probleme lösen, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: » mehr
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am vergangenen Wochenende erstmals die Umschuldung Griechenlands gefordert. Wenn die Gläubiger Athens tatsächlich auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, kann das viele Probleme lösen, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Die Griechen bekämen mehr Spielraum für ihre Reformen, die Lasten wären zwischen Staatengläubigern und Bürgern fairer verteilt. Das Kernproblem ist allerdings, dass es bei der Griechenlandkrise nie darum ging, was für den Mittelmeerstaat am besten ist. Zahlreiche Staaten in der Eurozone, allen voran Deutschland und Frankreich, werden bei einer Umschuldung nicht so rasch mitspielen. Griechenland schuldet Kreditinstituten aus den beiden Ländern mehr als 80 Milliarden Euro. Kreditabschreibungen könnten Geldhäuser wie die Commerzbank, die in der Krise erst mühsam aufgefangen werden mussten, neuerlich in Turbulenzen bringen. Will der IWF mit seinen Ideen Gehör finden, wird er die Europäer schon sehr viel lauter drängen müssen."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 14. März 2011
Der Zinssatz für bereits gewährte EU-Rettungskredite für Griechenland soll verringert und die Laufzeit der Kredite verlängert werden. Das haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer bei ihrem Gipfel am vergangenen Freitag in Brüssel entschieden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt jedoch vor zu frühem Jubel: » mehr
Der Zinssatz für bereits gewährte EU-Rettungskredite für Griechenland soll verringert und die Laufzeit der Kredite verlängert werden. Das haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer bei ihrem Gipfel am vergangenen Freitag in Brüssel entschieden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt jedoch vor zu frühem Jubel: "Was haben wir in Brüssel bekommen? Ganz einfach: Das, was wir wollten. Aber auch etwas, was wir nicht wollten. … Die Neuigkeiten aus Brüssel sind klar. Erst muss die griechische Wirtschaft in der Praxis beweisen, dass sie sich den Vorgaben anpasst und dann wird sie wiederbelebt. Rein rechnerisch geht das auf, aber wie sieht es politisch aus? ... Vielleicht sagt die Regierung dieses Mal die Wahrheit. Vielleicht legt sie ein mutiges Programm mit einem Zeitplan vor. Vielleicht teilt sie die Lasten endlich mal gerecht auf, indem sie den Reichtum besteuert und sich dazu verpflichtet, den Gewinn - so es denn einen gibt - gerecht zu verteilen. Bei allem gilt aber: Sie muss inspirieren und überzeugen."
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Gazeta Wyborcza - Polen | Montag, 14. März 2011
Der EU-Rettungsschirm für verschuldete Mitgliedstaaten wird bis 2013 auf 440 Milliarden Euro aufgestockt. Das ist eines der Ergebnisse des Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer vom Freitag. Der Plan dürfte aber langfristig kaum Wirkung zeigen, kritisiert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: » mehr
Der EU-Rettungsschirm für verschuldete Mitgliedstaaten wird bis 2013 auf 440 Milliarden Euro aufgestockt. Das ist eines der Ergebnisse des Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer vom Freitag. Der Plan dürfte aber langfristig kaum Wirkung zeigen, kritisiert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Die Entscheidung kann die Investoren zwar beruhigen. Es stellt sich nur die Frage, für wie lange. Der Rettungsfonds auf einem Niveau von 440 Milliarden Euro reicht mit Sicherheit für Portugal (obwohl sich die Regierung in Lissabon gegen jegliche Hilfe stemmt). Doch was wird sein, wenn die Investoren die Solidität der spanischen Wirtschaft prüfen wollen - der viertgrößten der Eurozone, die sechs Mal größer ist als die portugiesische? Und knapp ein Jahr nachdem Griechenland die Hilfen von 110 Milliarden Euro von den Ländern der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds erhalten hat, haben sie dort die Illusionen aufgegeben, dass man ihren Staatshaushalt und ihre Wirtschaft wie mit einem Zauberstab sanieren kann."
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Kathimerini - Griechenland | Montag, 14. März 2011
Griechenland hat es bislang versäumt, das große Potenzial seiner Jugend für die Lösung der Schuldenkrise zu aktivieren, meint der Kolumnist Nikos Xidakis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Griechenland hat es bislang versäumt, das große Potenzial seiner Jugend für die Lösung der Schuldenkrise zu aktivieren, meint der Kolumnist Nikos Xidakis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Es ist die junge Generation der Globalisierung und des Internets. Sie ist das Wertvollste, was unsere geburtenschwache und alternde Gesellschaft hat, eine Gesellschaft ohne Moral und mit einem überwältigenden Pessimismus. Aber die junge Generation ist ausgeschlossen, unterbewertet und unterdrückt. Unser Land hat für seine Wiedergeburt nicht auf jene jungen Menschen gesetzt, weil das System nicht an seiner Wiedergeburt oder an seinem Überleben interessiert ist. Es wendet sich dieser Generation nicht zu, es ignoriert sie, es opfert sie. … Hier zeigt sich auf schreckliche Weise, dass es unserer Regierung an Begeisterung und Motivation mangelt. Uns fehlen auch ein Raum der Selbstachtung sowie ein Mindestmaß an Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Mängel verstärken sich gegenseitig. … Dieser Mechanismus wird bald in sich zusammenbrechen. Aus dem Schmerz über diesen Bruch ... wird ein neues Griechenland erwachsen, mit Selbstachtung, sozialer Mobilität, Hoffnung und einem gemeinsamen Ziel. Vor allem einem Ziel, dem schwierigsten: in Freiheit zu überleben."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 10. März 2011
Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone beraten am Freitag über die dauerhafte Stabilisierung der Währungsunion. Doch das wird richtig teuer, weil Griechenland, Irland und Portugal kurz vor dem Bankrott stehen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone beraten am Freitag über die dauerhafte Stabilisierung der Währungsunion. Doch das wird richtig teuer, weil Griechenland, Irland und Portugal kurz vor dem Bankrott stehen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Warum geben es die Politiker nicht zu? Die drei Krisenländer sind am Ende. Sie werden nie und nimmer all die Kredite abstottern, die sie sich aufgeladen haben. Ihnen fehlt erst recht das Geld für die aberwitzigen Zinsen, mit denen sie heute Anleger locken. Die Rechnung werden andere zahlen: die Gläubiger oder die Währungsgemeinschaft. Ein teilweiser Schuldenerlass muss nicht das Ende des Euro bedeuten. Es wäre nur gerecht, wenn die Geldgeber, die einst so sorglos Kredite genehmigt haben, ihren Teil zur Rettung beitragen. ... Weil so viel Mut schwer vorstellbar ist, werden die Staatschefs den zweiten Weg einschlagen: in Richtung Transferunion."
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El País - Spanien | Dienstag, 8. März 2011
Die Euroländer dürfen ihre schwächsten Mitglieder nicht hängen lassen, mahnt die linksliberale Tageszeitung El País an, sonst schaden sie sich selbst: » mehr
Die Euroländer dürfen ihre schwächsten Mitglieder nicht hängen lassen, mahnt die linksliberale Tageszeitung El País an, sonst schaden sie sich selbst: "Die Eurozone findet nicht den richtigen Weg, mit den Widersprüchen zwischen Anpassung und Wachstum umzugehen. Mit drakonischen Kürzungen im Haushalt ist es schwierig zu wachsen, und ohne Wachstum ist es unmöglich die Schulden abzuzahlen. Griechenland muss die Rückzahlungsfrist erweitern und die Zinslast für den 110 Milliarden-Euro-Kredit reduzieren, den sie von EU und IWF erhalten hat. Aber vor allem muss es genügend Einnahmen generieren, um die Schulden zurückzuzahlen. ... Europa, genauer die Eurogruppe, muss verstehen, dass es das Allerwichtigste ist, den Bankrott weiterer Volkswirtschaften zu verhindern. ... Die Probleme, die heute Griechenland, Irland oder Portugal betreffen, können leicht den Rest der Eurozone anstecken."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 8. März 2011
Die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's macht eine zumindest teilweise Umschuldung Griechenlands unvermeidbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's macht eine zumindest teilweise Umschuldung Griechenlands unvermeidbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die Maßnahme der Agentur, die Griechenland gleichstellt mit Bolivien, Angola, Albanien, Belarus, der Mongolei und Neuguinea, erhöht den Druck auf den [regulären] Gipfel der europäischen Regierungschefs am 24. März. Auf dem soll versucht werden, die Bedingungen für die Rückzahlung des griechischen Rettungspakets aufzuweichen, nachdem Deutschland und seine Verbündeten anscheinend radikalere Maßnahmen zur Reduzierung des Athener Defizits abgelehnt haben. ... Doch eine neue Krise kann nur verhindert werden, wenn Deutschland auf dem Gipfel im März grünes Licht gibt für die Verwendung eines Teils der 440 Milliarden Euro des Rettungsfonds EFSF, um Athen erstens zu erlauben einen Teil seiner Schulden zurückzukaufen - was eine verdeckte Form der Umschuldung darstellt -, zweitens die Zahlungsfrist von drei auf sieben Jahre zu verlängern und drittens die Zinsen zu senken."
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To Vima Online - Griechenland | Montag, 7. März 2011
Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gleich um drei Stufen ist ein so aggressiver Akt gegen Griechenland, dass die Rating-Agenturen verklagt werden müssen, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung To Vima: » mehr
Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gleich um drei Stufen ist ein so aggressiver Akt gegen Griechenland, dass die Rating-Agenturen verklagt werden müssen, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung To Vima: "Griechenland darf nicht zögern wie in der Vergangenheit. Es muss die Rating-Agenturen vor internationale Gerichte stellen und Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangen. Es muss dem Beispiel von spanischen Anwälten folgen und endlich gegen die Piraten der Märkte vorgehen, die unkontrollierbar Regierungen und Länder angreifen und die Bemühungen der Völker ignorieren, die bereits schmerzhafte Opfer gebracht haben. ... Das Land muss deutlichen Widerstand leisten und ein angemessenes Verhalten auch von anderen europäischen Ländern verlangen, insbesondere von europäischen Institutionen, die mit dem Verweis auf diese Einstufungen ihre Rolle als profitgierige Piraten legitimieren."
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Die Presse - Österreich | Dienstag, 8. März 2011
Statt die Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's zu diskutieren, sollte besser über Perspektiven für den Schuldenstaat nachgedacht werden, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: » mehr
Statt die Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's zu diskutieren, sollte besser über Perspektiven für den Schuldenstaat nachgedacht werden, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Der Zeitpunkt der neuerlichen Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's sieht merkwürdig aus. Die Begründungen, die die US-Agentur dafür anführt, sind ja keineswegs neu. Und es ist auch richtig, dass Moody's & Co. während der Finanzkrise eher inkompetente Lieferanten von unbrauchbaren Hausnummern waren, statt brauchbare Einschätzungen zu liefern. ... Das ändert aber nichts daran, dass die drei großen US-Agenturen weiterhin ernst genommen werden, eine Art globales Beurteilungsmonopol haben - und damit unter anderem darüber entscheiden, wie viel Länder für ihre Staatsschuld bezahlen. Und das ändert auch nichts daran, dass Griechenland tatsächlich so gut wie pleite ist. Es wäre jetzt also besser, über Lösungsmöglichkeiten für das verschuldete Euromitglied nachzudenken, als auf die Ratingagenturen hinzuhauen."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 22. Februar 2011
In Griechenland findet am heutigen Mittwoch der zehnte Generalstreik gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung innerhalb eines Jahres statt. Die Streiks sind in mehrfacher Hinsicht gefährlich für das Land, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: » mehr
In Griechenland findet am heutigen Mittwoch der zehnte Generalstreik gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung innerhalb eines Jahres statt. Die Streiks sind in mehrfacher Hinsicht gefährlich für das Land, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Bis jetzt tappt die Mehrheit der Bürger - trotz ihres Zorns - nicht in die Falle. Sie ahnt, dass die Forderungen, die bei diesen Streiks gestellt werden, den Untergang des Landes zum Ziel haben. ... Ich befürchte, dass unser friedliches Zusammenleben in Gefahr ist. ... Es ist die Pflicht der Regierung die Gesetze zu schützen und durchzusetzen. Aber die Regierung hat sich als unfähig erwiesen, die Gehorsamkeit gegenüber dem Gesetz durchzusetzen sowie die Menschen mit ihrer Politik zu inspirieren, an die sie selbst glaubt."
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Der Standard - Österreich | Dienstag, 15. Februar 2011
Die EU muss sich mit den südlichen Aufnahmeländern solidarisieren, fordert die linksliberale Tageszeitung Der Standard angesichts der Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Tunesien auf der Mittelmeerinsel Lampedusa: » mehr
Die EU muss sich mit den südlichen Aufnahmeländern solidarisieren, fordert die linksliberale Tageszeitung Der Standard angesichts der Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Tunesien auf der Mittelmeerinsel Lampedusa: "Die Flüchtlingsströme aus Tunesien über das Mittelmeer zeigen, dass sich der Freiheitsdrang nicht auf das eigene Land beschränkt, sondern auch Richtung Europa bewegt. Wie Spanien und Griechenland klagt Rom seit Jahren zu Recht darüber, dass die anderen EU-Staaten die Italiener mit dem Flüchtlingsproblem alleinlassen. Eine gemeinsame Lastenteilung in Europa ist drängender denn je. Denn bisher sind die Staaten am Südrand Europas wegen ihrer geografischen Lage, für die sie nichts können, überproportional stark betroffen. Das ist ein europäischer Solidaritätsfall. Drängender wird auch die Frage, was man diesen Staaten anbietet. Die bisherige EU-Nachbarschaftspolitik oder Mittelmeerunion war als Placebo gedacht, als Ersatz für eine Mitgliedschaft - wohl wissend, dass diese Staaten entscheidende Aufnahmekriterien nicht erfüllen."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Mittwoch, 30. März 2011
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals erneut gesenkt. Das griechische Rating wurde auf BB- herabgestuft, das portugiesische auf BBB-. An der Verschlechterung, die Portugal nur mehr einen Rang über Ramsch-Niveau platziert, ist der neue EU-Krisenmechanismus alles andere als unschuldig, kommentiert die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals erneut gesenkt. Das griechische Rating wurde auf BB- herabgestuft, das portugiesische auf BBB-. An der Verschlechterung, die Portugal nur mehr einen Rang über Ramsch-Niveau platziert, ist der neue EU-Krisenmechanismus alles andere als unschuldig, kommentiert die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Der Markt hatte damit gerechnet, dass das Henkerbeil der Ratingagentur Standard & Poor's wenige Tage nach der historischen Wende im Europäischen Rat über die Zukunft der Euroländer auf das Haupt Griechenlands und Portugals niedergehen würde. Die Befürchtungen einer weiteren Rezessionswelle für klamme EU-Staaten haben sich gestern bewahrheitet. ... Der neue Rettungsmechanismus ESM erhöht die Wahrscheinlichkeit des Bankrotts der hilfsbedürftigen Staaten."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 14. März 2011
Der Zinssatz für bereits gewährte EU-Rettungskredite für Griechenland soll verringert und die Laufzeit der Kredite verlängert werden. Das haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer bei ihrem Gipfel am vergangenen Freitag in Brüssel entschieden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt jedoch vor zu frühem Jubel: » mehr
Der Zinssatz für bereits gewährte EU-Rettungskredite für Griechenland soll verringert und die Laufzeit der Kredite verlängert werden. Das haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer bei ihrem Gipfel am vergangenen Freitag in Brüssel entschieden. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea warnt jedoch vor zu frühem Jubel: "Was haben wir in Brüssel bekommen? Ganz einfach: Das, was wir wollten. Aber auch etwas, was wir nicht wollten. … Die Neuigkeiten aus Brüssel sind klar. Erst muss die griechische Wirtschaft in der Praxis beweisen, dass sie sich den Vorgaben anpasst und dann wird sie wiederbelebt. Rein rechnerisch geht das auf, aber wie sieht es politisch aus? ... Vielleicht sagt die Regierung dieses Mal die Wahrheit. Vielleicht legt sie ein mutiges Programm mit einem Zeitplan vor. Vielleicht teilt sie die Lasten endlich mal gerecht auf, indem sie den Reichtum besteuert und sich dazu verpflichtet, den Gewinn - so es denn einen gibt - gerecht zu verteilen. Bei allem gilt aber: Sie muss inspirieren und überzeugen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Finanzpolitik, » Griechenland, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Giorgos Lakopoulos
Kathimerini - Griechenland | Montag, 14. März 2011
Griechenland hat es bislang versäumt, das große Potenzial seiner Jugend für die Lösung der Schuldenkrise zu aktivieren, meint der Kolumnist Nikos Xidakis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Griechenland hat es bislang versäumt, das große Potenzial seiner Jugend für die Lösung der Schuldenkrise zu aktivieren, meint der Kolumnist Nikos Xidakis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Es ist die junge Generation der Globalisierung und des Internets. Sie ist das Wertvollste, was unsere geburtenschwache und alternde Gesellschaft hat, eine Gesellschaft ohne Moral und mit einem überwältigenden Pessimismus. Aber die junge Generation ist ausgeschlossen, unterbewertet und unterdrückt. Unser Land hat für seine Wiedergeburt nicht auf jene jungen Menschen gesetzt, weil das System nicht an seiner Wiedergeburt oder an seinem Überleben interessiert ist. Es wendet sich dieser Generation nicht zu, es ignoriert sie, es opfert sie. … Hier zeigt sich auf schreckliche Weise, dass es unserer Regierung an Begeisterung und Motivation mangelt. Uns fehlen auch ein Raum der Selbstachtung sowie ein Mindestmaß an Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Mängel verstärken sich gegenseitig. … Dieser Mechanismus wird bald in sich zusammenbrechen. Aus dem Schmerz über diesen Bruch ... wird ein neues Griechenland erwachsen, mit Selbstachtung, sozialer Mobilität, Hoffnung und einem gemeinsamen Ziel. Vor allem einem Ziel, dem schwierigsten: in Freiheit zu überleben."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 8. März 2011
Die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's macht eine zumindest teilweise Umschuldung Griechenlands unvermeidbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's macht eine zumindest teilweise Umschuldung Griechenlands unvermeidbar, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die Maßnahme der Agentur, die Griechenland gleichstellt mit Bolivien, Angola, Albanien, Belarus, der Mongolei und Neuguinea, erhöht den Druck auf den [regulären] Gipfel der europäischen Regierungschefs am 24. März. Auf dem soll versucht werden, die Bedingungen für die Rückzahlung des griechischen Rettungspakets aufzuweichen, nachdem Deutschland und seine Verbündeten anscheinend radikalere Maßnahmen zur Reduzierung des Athener Defizits abgelehnt haben. ... Doch eine neue Krise kann nur verhindert werden, wenn Deutschland auf dem Gipfel im März grünes Licht gibt für die Verwendung eines Teils der 440 Milliarden Euro des Rettungsfonds EFSF, um Athen erstens zu erlauben einen Teil seiner Schulden zurückzukaufen - was eine verdeckte Form der Umschuldung darstellt -, zweitens die Zahlungsfrist von drei auf sieben Jahre zu verlängern und drittens die Zinsen zu senken."
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Die Presse - Österreich | Dienstag, 8. März 2011
Statt die Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's zu diskutieren, sollte besser über Perspektiven für den Schuldenstaat nachgedacht werden, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: » mehr
Statt die Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's zu diskutieren, sollte besser über Perspektiven für den Schuldenstaat nachgedacht werden, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Der Zeitpunkt der neuerlichen Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's sieht merkwürdig aus. Die Begründungen, die die US-Agentur dafür anführt, sind ja keineswegs neu. Und es ist auch richtig, dass Moody's & Co. während der Finanzkrise eher inkompetente Lieferanten von unbrauchbaren Hausnummern waren, statt brauchbare Einschätzungen zu liefern. ... Das ändert aber nichts daran, dass die drei großen US-Agenturen weiterhin ernst genommen werden, eine Art globales Beurteilungsmonopol haben - und damit unter anderem darüber entscheiden, wie viel Länder für ihre Staatsschuld bezahlen. Und das ändert auch nichts daran, dass Griechenland tatsächlich so gut wie pleite ist. Es wäre jetzt also besser, über Lösungsmöglichkeiten für das verschuldete Euromitglied nachzudenken, als auf die Ratingagenturen hinzuhauen."
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To Vima Online - Griechenland | Montag, 7. März 2011
Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gleich um drei Stufen ist ein so aggressiver Akt gegen Griechenland, dass die Rating-Agenturen verklagt werden müssen, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung To Vima: » mehr
Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gleich um drei Stufen ist ein so aggressiver Akt gegen Griechenland, dass die Rating-Agenturen verklagt werden müssen, meint die linksliberale und regierungsnahe Tageszeitung To Vima: "Griechenland darf nicht zögern wie in der Vergangenheit. Es muss die Rating-Agenturen vor internationale Gerichte stellen und Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangen. Es muss dem Beispiel von spanischen Anwälten folgen und endlich gegen die Piraten der Märkte vorgehen, die unkontrollierbar Regierungen und Länder angreifen und die Bemühungen der Völker ignorieren, die bereits schmerzhafte Opfer gebracht haben. ... Das Land muss deutlichen Widerstand leisten und ein angemessenes Verhalten auch von anderen europäischen Ländern verlangen, insbesondere von europäischen Institutionen, die mit dem Verweis auf diese Einstufungen ihre Rolle als profitgierige Piraten legitimieren."
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El País - Spanien | Dienstag, 8. März 2011
Die Euroländer dürfen ihre schwächsten Mitglieder nicht hängen lassen, mahnt die linksliberale Tageszeitung El País an, sonst schaden sie sich selbst: » mehr
Die Euroländer dürfen ihre schwächsten Mitglieder nicht hängen lassen, mahnt die linksliberale Tageszeitung El País an, sonst schaden sie sich selbst: "Die Eurozone findet nicht den richtigen Weg, mit den Widersprüchen zwischen Anpassung und Wachstum umzugehen. Mit drakonischen Kürzungen im Haushalt ist es schwierig zu wachsen, und ohne Wachstum ist es unmöglich die Schulden abzuzahlen. Griechenland muss die Rückzahlungsfrist erweitern und die Zinslast für den 110 Milliarden-Euro-Kredit reduzieren, den sie von EU und IWF erhalten hat. Aber vor allem muss es genügend Einnahmen generieren, um die Schulden zurückzuzahlen. ... Europa, genauer die Eurogruppe, muss verstehen, dass es das Allerwichtigste ist, den Bankrott weiterer Volkswirtschaften zu verhindern. ... Die Probleme, die heute Griechenland, Irland oder Portugal betreffen, können leicht den Rest der Eurozone anstecken."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 22. Februar 2011
In Griechenland findet am heutigen Mittwoch der zehnte Generalstreik gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung innerhalb eines Jahres statt. Die Streiks sind in mehrfacher Hinsicht gefährlich für das Land, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: » mehr
In Griechenland findet am heutigen Mittwoch der zehnte Generalstreik gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung innerhalb eines Jahres statt. Die Streiks sind in mehrfacher Hinsicht gefährlich für das Land, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Bis jetzt tappt die Mehrheit der Bürger - trotz ihres Zorns - nicht in die Falle. Sie ahnt, dass die Forderungen, die bei diesen Streiks gestellt werden, den Untergang des Landes zum Ziel haben. ... Ich befürchte, dass unser friedliches Zusammenleben in Gefahr ist. ... Es ist die Pflicht der Regierung die Gesetze zu schützen und durchzusetzen. Aber die Regierung hat sich als unfähig erwiesen, die Gehorsamkeit gegenüber dem Gesetz durchzusetzen sowie die Menschen mit ihrer Politik zu inspirieren, an die sie selbst glaubt."
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Der Standard - Österreich | Dienstag, 15. Februar 2011
Die EU muss sich mit den südlichen Aufnahmeländern solidarisieren, fordert die linksliberale Tageszeitung Der Standard angesichts der Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Tunesien auf der Mittelmeerinsel Lampedusa: » mehr
Die EU muss sich mit den südlichen Aufnahmeländern solidarisieren, fordert die linksliberale Tageszeitung Der Standard angesichts der Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Tunesien auf der Mittelmeerinsel Lampedusa: "Die Flüchtlingsströme aus Tunesien über das Mittelmeer zeigen, dass sich der Freiheitsdrang nicht auf das eigene Land beschränkt, sondern auch Richtung Europa bewegt. Wie Spanien und Griechenland klagt Rom seit Jahren zu Recht darüber, dass die anderen EU-Staaten die Italiener mit dem Flüchtlingsproblem alleinlassen. Eine gemeinsame Lastenteilung in Europa ist drängender denn je. Denn bisher sind die Staaten am Südrand Europas wegen ihrer geografischen Lage, für die sie nichts können, überproportional stark betroffen. Das ist ein europäischer Solidaritätsfall. Drängender wird auch die Frage, was man diesen Staaten anbietet. Die bisherige EU-Nachbarschaftspolitik oder Mittelmeerunion war als Placebo gedacht, als Ersatz für eine Mitgliedschaft - wohl wissend, dass diese Staaten entscheidende Aufnahmekriterien nicht erfüllen."
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O Kosmos tou Ependiti - Griechenland | Sonntag, 13. Februar 2011
Die Bewegung der Nichtzahler in Griechenland wächst. Sie weigern sich, die erhöhte Maut und die um 40 Prozent gestiegenen Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr zu bezahlen. Die Regierung plant nun härtere Strafen gegen sie. Doch eine Dämonisierung ist unangemessen, meint der Kolumnist Giannis Kibouropulos in der Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti: » mehr
Die Bewegung der Nichtzahler in Griechenland wächst. Sie weigern sich, die erhöhte Maut und die um 40 Prozent gestiegenen Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr zu bezahlen. Die Regierung plant nun härtere Strafen gegen sie. Doch eine Dämonisierung ist unangemessen, meint der Kolumnist Giannis Kibouropulos in der Wirtschaftszeitung O Kosmos tou Ependiti: "Die Kommerzialisierung von öffentlichen Gütern ist das neue Eldorado des Kapitalismus geworden und die letzte Hoffnung auf die Verbesserung seiner Profite. ... Der Neoliberalismus hat sich als ultimatives Ziel die Eroberung aller Handlungsfelder des Wohlfahrtsstaats gesetzt. ... Der Straßenbau wurde nach und nach zur Beute für verschiedene Auftragnehmer, dann wurde er der 'Ko-Finanzierung' übergeben, um schließlich vollkommen privat zu enden wie das nationale Straßennetz. … Daher ist die Dämonisierung der Gratis-Bewegung und der Nichtzahler gar nicht so unschuldig, wie sie erscheint. Die Gegner der Nichtzahler verteidigen nicht ein allgemeines Recht, sondern sie wollen eine neue Form des öffentlichen Umgangs mit Gütern der Allgemeinheit legitimieren, wo der Staat nicht nur Garant für die Privatisierung öffentlicher Güter ist, sondern auch für die Profite der Firmen, die die Güter enteignet haben."
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Kathimerini - Griechenland | Donnerstag, 10. Februar 2011
Steuerflüchtlinge aus Griechenland haben 600 Milliarden Euro auf Schweizer Konten angelegt. Das entspricht fast fünf Mal der Höhe des Kredits vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für das hoch verschuldete Land. Die konservative Tageszeitung Kathimerini skizziert ein filmreifes Szenario zur Rettung Griechenlands: » mehr
Steuerflüchtlinge aus Griechenland haben 600 Milliarden Euro auf Schweizer Konten angelegt. Das entspricht fast fünf Mal der Höhe des Kredits vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für das hoch verschuldete Land. Die konservative Tageszeitung Kathimerini skizziert ein filmreifes Szenario zur Rettung Griechenlands: "Sollen wir uns ermutigt fühlen, dass der Schweiß einiger unserer offenbar arbeitswütigen Landsleute in geradezu mythischen Mengen fließt, oder sollen wir melancholisch werden, weil sich dieses Vermögen wegen der riesigen Bürokratie und der gnadenlosen Besteuerung des Kapitals nicht mehr hier befindet, um das Land weiterzuentwickeln und ihm zu helfen? ... Es wird bereits ein Regisseur gesucht, der das zurzeit kursierende Szenario in die Kinos bringt: Dass hundert der wichtigsten Anleger, welche die Schweiz sehr mögen, Griechenland gemeinsam Geld leihen werden, ihrer Heimat also. Die Verzinsung soll höher sein als in der Schweiz, aber ... niedriger als die Kreditzinsen des IWF und unserer europäischen Geldgeber. Die meisten Chancen hat Steven Spielberg, der Spezialist für Fiktion."
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Die Weltwoche - Schweiz | Freitag, 4. Februar 2011
Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass die Rating-Agenturen das große Ansehen, das sie bis dahin genossen haben, nicht verdienen, doch in der Euro-Krise haben sie weiterhin merkwürdig großen Einfluss, schreibt der Schweizer Ökonom Bernd Schips in der Wochenzeitung Weltwoche: » mehr
Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass die Rating-Agenturen das große Ansehen, das sie bis dahin genossen haben, nicht verdienen, doch in der Euro-Krise haben sie weiterhin merkwürdig großen Einfluss, schreibt der Schweizer Ökonom Bernd Schips in der Wochenzeitung Weltwoche: "Bei den anhaltenden Währungsturbulenzen spielen die Rating-Agenturen eine Rolle. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands ist nachvollziehbar, die Ausweitung der Bonitätsproblematik auf Länder wie Portugal oder Spanien - sie waren vor der Finanzmarktkrise auf gutem Weg zur Konsolidierung der Staatshaushalte -, ohne gleichzeitig das Rating der USA oder Grossbritanniens in Frage zu stellen, jedoch nicht. Honi soit qui mal y pense! [Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.] Im Zusammenhang mit den Entwicklungen auf den Kapitalmärkten wird oft vom 'Druck' der Märkte gesprochen, aber kaum darüber nachgedacht, wer ihn auslöst und steuert."
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Ta Nea - Griechenland | Dienstag, 1. Februar 2011
Fast 70.000 Griechen beziehen eine Behindertenrente, obwohl sie nicht behindert sind. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea findet das illegale Verhalten in Zeiten der Wirtschaftskrise unverantwortlich und verlangt deshalb, dem Massenbetrug ein Ende zu setzen: » mehr
Fast 70.000 Griechen beziehen eine Behindertenrente, obwohl sie nicht behindert sind. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea findet das illegale Verhalten in Zeiten der Wirtschaftskrise unverantwortlich und verlangt deshalb, dem Massenbetrug ein Ende zu setzen: "Sind wir ein Land der Behinderten? Nein! Es gibt lediglich neben den wirklich behinderten Menschen mit Anspruch auf Behindertenrente auch Betrüger, die eine solche Rente beziehen. So erleben wir 'Wunder': Es gibt Menschen, die wegen ihrer Blindheit eine Behindertenrente beziehen, aber auf einmal wieder Licht sehen und auf dem Bau arbeiten! Es gibt Menschen, die ohne Füße Fußball spielen! … Im Staatsapparat gibt es unter den Verantwortlichen einen Verbrecherring, der persönliche Daten manipuliert und Sozialleistungen abzweigt. ... In Zeiten der Wirtschaftskrise und der Sparpakete sind solche Aktivitäten absolut kriminell. Das ist Diebstahl von sozialen Ressourcen, die Menschen mit wirklichen Behinderungen entzogen werden. Deswegen ist es an der Zeit, gegen dieses Phänomen endgültig und erbarmungslos durchzugreifen."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 25. Januar 2011
Am Dienstag sind in Athen und Thessaloniki 270 Arbeitsmigranten in den Hungerstreik getreten mit der Forderung nach unbefristeten Aufenthaltsgenehmigungen. Damit bitten die Armen der Welt die Armen Europas um Hilfen, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Am Dienstag sind in Athen und Thessaloniki 270 Arbeitsmigranten in den Hungerstreik getreten mit der Forderung nach unbefristeten Aufenthaltsgenehmigungen. Damit bitten die Armen der Welt die Armen Europas um Hilfen, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Zu der Vernachlässigung durch die griechischen Regierungen kommen die fehlende Bereitschaft und die Heucheleien der europäischen Regierungen bezüglich des Umgangs mit dem Problem der Migration hinzu. Das Abkommen Dublin II verpflichtet Griechenland im Grunde dazu, als Ersteinreiseland Hunderttausende Migranten zu behalten, die die Voraussetzungen eines legalen Aufenthaltstitels nicht erfüllen und oft unter unmenschlichen Bedingungen leben, ohne Papiere und Arbeit. Was aber kann das Griechenland der zehn Millionen den anderthalb Millionen Migranten anbieten, wenn das Land gerade von der härtesten Krise der vergangenen Jahrzehnte betroffen ist und die einheimische Bevölkerung sich in einem Tunnel aus Sparmaßnahmen befindet ohne absehbares Ende? ... Der Fremde, der Exilant, der Bettler bittet um Hilfe bei dem neuarmen Einheimischen, dem verängstigten Menschen der Krise. Die Armut trifft auf die Bedrohung von Armut."
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Financial Times Deutschland - Deutschland | Donnerstag, 20. Januar 2011
Die Länder der Eurozone erwägen, Griechenland zu entschulden, um das Land finanziell zu stabilisieren. Dabei sollen auch private Investoren Verluste hinnehmen. Die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland findet den Vorschlag charmant: » mehr
Die Länder der Eurozone erwägen, Griechenland zu entschulden, um das Land finanziell zu stabilisieren. Dabei sollen auch private Investoren Verluste hinnehmen. Die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland findet den Vorschlag charmant: "Vieles spricht dafür, Investoren zu einem gewissen Teil an der Last einer Umschuldung zu beteiligen. Das ist nur gerecht. Der europäische Steuerzahler jedenfalls darf durch Hilfsaktionen nicht noch mehr belastet werden. Trotzdem bestünde die Hoffnung, dass Griechenland um einen echten Haircut, also eine zwangsweise Entwertung aller ausstehenden Staatsschulden, herumkäme. Die Anleger können stattdessen freiwillig entscheiden, ob sie sich von ihren Schuldtiteln trennen und einen Abschlag in Kauf nehmen wollen. Ob das reicht, um den Schuldenstand weit genug zu reduzieren, weiß freilich niemand mit Sicherheit. Doch den Versuch sollte die EU wagen."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 3. Januar 2011
Statistiken des griechischen Wirtschaftsministeriums zufolge haben 60 Prozent der Griechen im Jahr 2009 keine Einkommensteuer bezahlt. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea wundern diese Zahlen nicht: » mehr
Statistiken des griechischen Wirtschaftsministeriums zufolge haben 60 Prozent der Griechen im Jahr 2009 keine Einkommensteuer bezahlt. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea wundern diese Zahlen nicht: "Steuerhinterziehung ist in Griechenland kein Spiel der Mächtigen und Reichen ..., sondern ein Breitensport. ... Eine Erklärung ist, dass es viele arme Menschen gibt, was aber von keinen Daten bestätigt wird. Klar gibt es Arme, aber so viele gibt es auch wieder nicht. Eine andere Erklärung ist, dass sechs von zehn Griechen nur deshalb keine Steuern zahlen, weil sie niemand daran hindert. Der Staat selbst ermöglicht die Steuerhinterziehung (womöglich organisiert er diese sogar selbst). ... Doch wissen Sie, welche gesellschaftlichen Folgen das hat? Die Steuerfaulheit vieler Bürger führt zu einer Steuerbelastung Weniger. Das stellt eine anhaltende Belastung der verbleibenden 40 Prozent dar, die allerdings nicht unbedingt zu den reichsten Menschen zählen. Sie sind schlicht diejenigen, die ihr Einkommen einfach nicht verstecken können."
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Alle verfügbaren Texte von » Giannis Pretenteris
Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 29. Dezember 2010
In Griechenland haben sich im Jahr 2010 massenweise Beamte vorzeitig pensionieren lassen, um so den Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung zu entkommen. Vor diesem Hintergrund analysiert die konservative Tageszeitung Kathimerini das Verhalten der Griechen während des Krisenjahres: » mehr
In Griechenland haben sich im Jahr 2010 massenweise Beamte vorzeitig pensionieren lassen, um so den Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung zu entkommen. Vor diesem Hintergrund analysiert die konservative Tageszeitung Kathimerini das Verhalten der Griechen während des Krisenjahres: "Wir haben kleine oder größere Gewohnheiten aufgegeben, wir haben uns von Dingen verabschiedet und uns bei anderen Dingen eingeschränkt. Wir haben versucht, uns mit unseren Verlusten zu arrangieren. ... Für den einen waren es ein paar Tage weniger Urlaub, ... für den anderen war es ein Paar Schuhe, die er nicht unbedingt brauchte, oder etwas Leckeres zu essen. Wir haben also auf all das verzichtet, was uns zusätzliche Freude bereitet, und vergessen, ... dass Arbeit unsere Bedürfnisse am nächsten (und übernächsten) Tag garantiert. ... Vielleicht machen die Rentner einen Neuanfang, und die massenhaften Pensionierungen bringen Änderungen und Überraschungen. Vielleicht macht uns die Armut vernünftiger. Wenn wir zu Entscheidungen gezwungen werden, führen die Verluste vielleicht zu einer Neubewertung des Wichtigen und des weniger Wichtigen."
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Alle verfügbaren Texte von » Maria Katsounaki
Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 22. Dezember 2010
In Athen haben Streiks die Müllabfuhr und den öffentlichen Nahverkehr lahm gelegt. Die griechische Hauptstadt hat sich nachhaltig zu einer Drittweltstadt entwickelt, findet die konservative Tageszeitung Kathimerini mit Blick auf die Müllberge in den Straßen: » mehr
In Athen haben Streiks die Müllabfuhr und den öffentlichen Nahverkehr lahm gelegt. Die griechische Hauptstadt hat sich nachhaltig zu einer Drittweltstadt entwickelt, findet die konservative Tageszeitung Kathimerini mit Blick auf die Müllberge in den Straßen: "Die unerträgliche Wirklichkeit, die wir in Athen erleben, ist weder ein vorläufiges noch ein exklusives Produkt der Krise. Sie hat sich schrittweise gebildet und wegen des Versagens des Staats nun ihren Höhepunkt erreicht. ... Niemand kann garantieren, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Zukunft funktionieren werden, es weniger Bettler geben wird oder die Demos aufhören werden. … Es sieht so aus, als ob viele dieser Dinge, die den Charakter der Stadt verändert und sie abstoßend gemacht haben, für eine lange Zeit bestehen bleiben."
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Alle verfügbaren Texte von » Aggelos Stangos
Capital - Griechenland | Donnerstag, 16. Dezember 2010
In Athen ist es beim Generalstreik gegen die Arbeitsmarktreformen zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Eine wütende Menge griff den ehemaligen Verkehrsminister Kostis Hatzidakis mit Steinen und Stöcken an. Griechenland erlebt eine neue Phase der Auseinandersetzung zwischen Bürgern und Politik, meint die Wirtschaftszeitung Capital: » mehr
In Athen ist es beim Generalstreik gegen die Arbeitsmarktreformen zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Eine wütende Menge griff den ehemaligen Verkehrsminister Kostis Hatzidakis mit Steinen und Stöcken an. Griechenland erlebt eine neue Phase der Auseinandersetzung zwischen Bürgern und Politik, meint die Wirtschaftszeitung Capital: "Es spielt keine Rolle, ob Hatzidakis die Verantwortung für das Schicksal Griechenlands trägt. Die blinde Gewalt des Pöbels, der sich durch all das, was in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist, unter Druck gesetzt fühlt ..., könnte sich gegen jedes beliebige Symbol des politischen Establishments richten. Im Jahr 2010 sind in Griechenland die Politiker, die in den vergangenen Jahrzehnten so verehrt wurden, ein rotes Tuch für den Durchschnittsbürger. Die Unzufriedenheit gegen den politischen Führer in einem zivilisierten Land wurde früher durch andere Mittel ausdrückt. Ein Mittel wurde bei den letzten Wahlen von der Mehrheit des griechischen Volkes gewählt: Es hat fast allen traditionellen politischen Kräften den Rücken gekehrt."
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To Ethnos - Griechenland | Mittwoch, 8. Dezember 2010
Der Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Κahn, hat am Dienstag in Athen über die Fristverlängerung bei der Rückzahlung des Rettungspakets von drei auf siebeneinhalb Jahre verhandelt. Dabei betonte er die Notwendigkeit weiterer Sparmaßnahmen und lobte gleichzeitig die Haushaltskonsolidierung Griechenlands. Doch Strauss-Kahn hat dabei nur die französischen Präsidentschaftswahlen 2012 im Sinn, vermutet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Der Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Κahn, hat am Dienstag in Athen über die Fristverlängerung bei der Rückzahlung des Rettungspakets von drei auf siebeneinhalb Jahre verhandelt. Dabei betonte er die Notwendigkeit weiterer Sparmaßnahmen und lobte gleichzeitig die Haushaltskonsolidierung Griechenlands. Doch Strauss-Kahn hat dabei nur die französischen Präsidentschaftswahlen 2012 im Sinn, vermutet die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Er stellt sich als Retter nicht nur von Griechenland, sondern auch von Irland und morgen dann von Portugal dar, und wer weiß von welchem anderen europäischen Land noch. Damit will er den Deutschen in ihrer Funktion als Anführer Europas und seinen französischen Mitbürgern als Wähler zeigen, dass er sein Amt als IWF-Chef nutzt, um den Euro und die EU zu retten. Mit der Unterstützung von Berlin und Washington glaubt Strauss-Kahn auch den Élysée-Palast erobern zu können!"
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To Vima Online - Griechenland | Donnerstag, 2. Dezember 2010
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis hat am Mittwoch die Gründung einer Bürgerbewegung angekündigt, mit der er die Griechen dazu aufruft, ungehorsam zu sein und am Dialog über die Bewältigung der Krise teilzunehmen. Die linksliberale Onlinezeitung To Vima begrüßt die neue Bewegung des 85-jährigen Komponisten: » mehr
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis hat am Mittwoch die Gründung einer Bürgerbewegung angekündigt, mit der er die Griechen dazu aufruft, ungehorsam zu sein und am Dialog über die Bewältigung der Krise teilzunehmen. Die linksliberale Onlinezeitung To Vima begrüßt die neue Bewegung des 85-jährigen Komponisten: "Es handelt sich um den Ausdruck einer gemeinsamen Urangst und des Gefühls einer gemeinsamen Verantwortung für die gemeinsame Zukunft. Das überdeckt sogar die Meinungsunterschiede der Beteiligten. Es ist also ein Gefühl des Erwachens der wesentlichen Funktion des Bürgers in idealen Demokratien. In den utopischen und direkten Demokratien, die wir bislang nur aus den Büchern kennen, die wir nie zuvor gesehen haben und vor allem: Auf die wir so nie Anspruch erhoben haben."
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To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 28. November 2010
Der Kapitalismus hat viele griechische Traditionen zerstört, doch um der aktuellen Krise zu entkommen, müssen Traditionen bewahrt werden, meint der Schriftsteller Dimitris Papachristou in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Der Kapitalismus hat viele griechische Traditionen zerstört, doch um der aktuellen Krise zu entkommen, müssen Traditionen bewahrt werden, meint der Schriftsteller Dimitris Papachristou in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos: "Die Krise besteht, weil wir unsere besonderen Traditionen verfallen lassen; aber dann finden die Traditionen einen Weg, sich dafür zu rächen, dass wir unser [traditionelles] Erbe verschwinden lassen und dadurch ärmer werden. Der Multikulturalismus, wenn er nicht durch die Besonderheiten der Völker bereichert wird, kann die Welt nicht verschönern ... , sondern erzeugt Hässlichkeit und einen globalen Mischmasch. Die moderne eindimensionale Sichtweise formt eindimensionale Menschen, die sich im kapitalistischen System ängstlich und unterwürfig verhalten. Dieses System ebnet mit seiner imperialistischen Konsumkultur Nationen, Stämme, Völker, Sprachen, Traditionen ein und zielt darauf ab, unsere Vergangenheit zu vergessen und nicht zu denken. Doch unsere Waffe ist die Erinnerung, sie ist unsere Existenz, die sich der Zeit und jeder Form von Macht widersetzt."
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Svenska Dagbladet - Schweden | Dienstag, 23. November 2010
Irland hat nach einigem Zögern Hilfe beantragt aus dem dazu vorgesehenen EU-Fonds. Dublin wird bei der Bewältigung seiner Krise aber offenbar nicht so streng auf die Finger geschaut werden wie zuvor Griechenland, meint die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: » mehr
Irland hat nach einigem Zögern Hilfe beantragt aus dem dazu vorgesehenen EU-Fonds. Dublin wird bei der Bewältigung seiner Krise aber offenbar nicht so streng auf die Finger geschaut werden wie zuvor Griechenland, meint die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: "Im Unterschied zu Griechenland werden keine 'Männer in Schwarz' Tür an Tür mit dem Finanzminister wohnen. Es besteht Vertrauen darin, dass man für die Sanierung Verantwortung übernehmen kann. … Aber die Sache geht nicht nur Irland an. Auf EU-Ebene wurde die Krise von der Interessenlage der verschiedenen Mitgliedsländer geprägt. Die Eurokrise wirft auch die Frage auf, ob die Geldmarktpolitik der Europäischen Zentralbank der Situation angepasst war. Andererseits hat es die EU geschafft, Krisenmechanismen zu installieren. Positiv ist auch die Erkenntnis, die Staatsfinanzen besser in Ordnung zu halten."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 17. November 2010
Mehrere Tausend Griechen haben am Mittwoch an den blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand gegen das Militärregime am 17. November 1973 erinnert. Aber heute ist das faschistische Verhalten in Griechenland viel weiter verbreitet als 1973, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Mehrere Tausend Griechen haben am Mittwoch an den blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand gegen das Militärregime am 17. November 1973 erinnert. Aber heute ist das faschistische Verhalten in Griechenland viel weiter verbreitet als 1973, meint Dionisis Gousetis in der konservativen Tageszeitung Kathimerini: "Damals ging es von der Diktatur aus. Heute hat ... sich etwa das Brechen von Gesetzen etabliert, was überwiegend ein faschistisches Verhalten ist. Öffentliche Gebäude werden besetzt, Gesetze ignoriert, Mautgebühren nicht bezahlt, Faschisten demonstrieren und verbrennen Arbeiter. ... Sie übernehmen das faschistische Prinzip der kollektiven Verantwortung, mit Parolen wie 'Bullen, Schweine, Mörder' oder 'Penner, Spitzel, Journalisten'. Schutzbedürftige Gruppen wie Minderheiten, Roma, Einwanderer und Flüchtlinge werden zur Zielscheibe. ... Es ist historisch erwiesen, dass der Zorn der Finanzkrise die Massen nicht auf die linke Seite treibt, wie es die naive Hoffnung derer ist, die es so darstellen, sondern zum rechten Faschismus."
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To Ethnos - Griechenland | Montag, 15. November 2010
Griechenlands Wähler haben in der zweiten Runde der Regional- und Kommunalwahlen am Wochenende erstmals seit 24 Jahren in Athen und Thessaloniki Sozialisten zum Bürgermeister gewählt. Das wird es Premier Giorgos Papandreou leichter machen, noch härtere Sparmaßnahmen durchzusetzen, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Griechenlands Wähler haben in der zweiten Runde der Regional- und Kommunalwahlen am Wochenende erstmals seit 24 Jahren in Athen und Thessaloniki Sozialisten zum Bürgermeister gewählt. Das wird es Premier Giorgos Papandreou leichter machen, noch härtere Sparmaßnahmen durchzusetzen, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Die Gesamtgriechische Sozialistische Bewegung (Pasok) ist die unangefochtene Siegerin der zweiten Runde der Kommunalwahlen. Ohne dass natürlich die politischen Schlussfolgerungen der ersten Runde verloren gehen, als die Regierungspartei zehn Prozentpunkte weniger bekommen hat im Vergleich zu den vergangenen Parlamentswahlen. ... Der größte Erfolg ist natürlich der Wahlsieg in Athen, das seit mehr als 20 Jahren in den Händen der Rechten war. ... Die Ergebnisse der zweiten Wahlrunde erleichtern der Regierung von Giorgos Papandreou, eine noch härtere, gegen das Volk gerichtete Sparpolitik umzusetzen und noch krassere Sparmaßnahmen vorzunehmen - zusätzlich zu denen, die ihm von der EU und dem IWF diktiert wurden."
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Die Presse - Österreich | Montag, 15. November 2010
Finanzhilfen der EU wie für Griechenland und jetzt eventuell für Irland sind keine Lösung, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse. Das eigentliche Problem sieht sie in einer Währungspolitik, die von niedrigen Zinsen und scheinbar folgenlosem Schuldenmachen geprägt ist: » mehr
Finanzhilfen der EU wie für Griechenland und jetzt eventuell für Irland sind keine Lösung, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse. Das eigentliche Problem sieht sie in einer Währungspolitik, die von niedrigen Zinsen und scheinbar folgenlosem Schuldenmachen geprägt ist: "Die Märkte, auf denen Anleger lange vom Schein des Erfolgs und der Sicherheit des Euro profitieren konnten, sind zur eigentlichen Maßzahl der europäischen Währungs- und Wirtschaftspolitik geworden. Der Druck ist riesig, alles so zu belassen, wie es ist - obwohl genau das ins Desaster führen muss. Das derzeitige System der gegenseitigen Garantien ist eine Einladung, auf staatliches Sparen und Weitsicht bei privaten Investitionen zu verzichten. Es ist ein Konstrukt entstanden, das weiterhin billiges Geld produziert, das dazu führen wird, dass nach Griechenland nun weitere Länder in Richtung Ruin steuern. Alles Schein und Trug: Der Rettungsring, der ihnen entgegengeworfen wird, ist so prall mit Luft gefüllt, dass er bei jedem Versuch, sich daran festzuhalten, platzen könnte."
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Eleftherotypia - Griechenland | Donnerstag, 11. November 2010
Die EU hat am vergangenen Montag die Visa-Pflicht für Albanien und Bosnien-Herzegowina aufgehoben. Der griechische Wirtschaftsminister begrüßte diese Entscheidung, weil er vor allem albanische Touristen, aber keine Arbeitsmigranten erwartet. Andreas Roumeliotis wagt in der Tageszeitung Eleftherotypia einen ironischen Blick in die Zukunft, in der die krisengeschüttelten Griechen zu Handlangern der neureichen Albaner werden: » mehr
Die EU hat am vergangenen Montag die Visa-Pflicht für Albanien und Bosnien-Herzegowina aufgehoben. Der griechische Wirtschaftsminister begrüßte diese Entscheidung, weil er vor allem albanische Touristen, aber keine Arbeitsmigranten erwartet. Andreas Roumeliotis wagt in der Tageszeitung Eleftherotypia einen ironischen Blick in die Zukunft, in der die krisengeschüttelten Griechen zu Handlangern der neureichen Albaner werden: "Ich bin immer zu allem bereit, freundlich, fleißig, verschwiegen und gehorsam! Albaner, mein Boss, ich streiche Dir für einen geringen Tagelohn von 20 Euro Dein Haus schön und erledige gerne jede Hilfsarbeit. ... Nebenbei, was genau ist Griechenland, liebster Olli Rehn [ehemaliger EU-Erweiterungskommissar]? Das neue Albanien der Ägäis. Wilde, wagemutige Ideen werden gebraucht. Zum Beispiel, die Rückkehr zu unseren traditionellen Fähigkeiten. So wie wir uns einst die Frauen mit dem Dreizack Poseidons schnappten und die sexhungrigen deutschen Touristinnen betörten, so können wir jetzt genauso, liebe Patrioten, unsere gut gebauten Zweimeterkörper zur Befriedigung der jungen albanischen Mädchen anbieten. Wer weiß? Es könnte sich eine Frau aus gutem albanischen Hause in uns verlieben, dann leben wir als Ehesklaven im neureichen Tirana."
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Der Standard - Österreich | Dienstag, 9. November 2010
Die Mehrheit für die Regierungspartei Pasok bei den griechischen Kommunalwahlen ist keine Bestätigung für den Sparkurs von Premier Giorgos Papandreou, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: » mehr
Die Mehrheit für die Regierungspartei Pasok bei den griechischen Kommunalwahlen ist keine Bestätigung für den Sparkurs von Premier Giorgos Papandreou, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Das lässt sich schon einmal an der Wahlbeteiligung ablesen: Trotz Wahlpflicht sind nur 60 Prozent zur Wahl gegangen, und von denen - noch ein Rekord in Griechenland - hat fast ein Zehntel einen leeren oder ungültigen Stimmzettel in die Urne gesteckt. Zieht man noch das Ergebnis für die Kommunisten, die anderen Linksparteien und die konservative frühere Regierungspartei Nea Dimokratia ab - allesamt Gegner der Sparpolitik ohne Gegenkonzept - wird der Anteil jener ersichtlich, die die Reformen tatsächlich ertragen wollen: irgendwo um die 25 Prozent. Trotz Beinahe-Bankrotts des Staates und Rekordkredits der Europäer und des Internationalen Währungsfonds verharrt der Großteil der Griechen in der Opferrolle und spinnt an Fantasien über den kapitalistischen Imperialismus. Sicher: Eine Jubelwahl für das Sparprogramm kann man nicht verlangen. Realitätssinn und Engagement sehr wohl."
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Eleftherotypia - Griechenland | Montag, 8. November 2010
Mit ihrer niedrigen Wahlbeteiligung haben die griechischen Wähler dem Versuch von Premier Giorgos Papandreou eine Absage erteilt, die Krise politisch zu instrumentalisieren, meint die linke Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Mit ihrer niedrigen Wahlbeteiligung haben die griechischen Wähler dem Versuch von Premier Giorgos Papandreou eine Absage erteilt, die Krise politisch zu instrumentalisieren, meint die linke Tageszeitung Eleftherotypia: "Sie kehren der Zukunft den Rücken? Für den Augenblick vielleicht. ... In dieser Zeit drückt die geringe Wahlbeteiligung aufgestauten Ärger, Unbehagen, Angst, Frustration und stille Missbilligung der Wähler aus. Was bedeutet es, dass ein großer Teil der Bürger, insbesondere junge Menschen, fühlen, im aktuellen politischen System keine Hoffnung und keine Chancen mehr zu haben? Sie haben das Gefühl, dass ihre politische Beteiligung keinen Sinn ergibt. ... Wenn nicht bald eine nachhaltige politische Alternative entwickelt wird, die Hoffnung macht, dann werden die jungen Menschen, die heute der Zukunft den Rücken kehren, diese Zukunft morgen zerstören."
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Corriere del Ticino - Schweiz | Dienstag, 9. November 2010
Mit seinem harten Kurs hat Griechenlands Premier Giorgos Papandreou der Unmoral den Krieg erklärt, schreibt die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino mit Blick auf die Kommunalwahlen: » mehr
Mit seinem harten Kurs hat Griechenlands Premier Giorgos Papandreou der Unmoral den Krieg erklärt, schreibt die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino mit Blick auf die Kommunalwahlen: "Griechenland sieht im 'US-Amerikaner' Papandreou den einzigen Ausweg. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat er gesagt: 'Die Politik steckt in einer Falle - sie muss wieder die Herrschaft über die Wirtschaft gewinnen.' Mit anderen Worten: Erst kommen die Regeln, die für alle gleich sein müssen, dann die Märkte und das Finanzwesen. Mit diesem Ansatz hat der Soziologe Papandreou, unterstützt von seinem Finanzminister, der vorherrschenden Unmoral den Krieg erklärt, die ein Großteil der Griechen hat glauben lassen, dass man den Wohlstand mit einem an Chinesen oder Albaner verpachteten Souvenirladen erkaufen könnte. Es ist ein totaler Krieg. Angefangen bei den Lastwagenfahrern, die mit ihrer Lizenz in der Hand die Liberalisierung des Transportwesens ablehnen, bis zu den Besitzern von Traumvillen am Meer, die 'vergessen' ihre Steuern zu zahlen. Papandreou geht über Leichen, um alle zu respektieren."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 8. November 2010
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat trotz Stimmenverlusten seiner Sozialisten bei den Regional- und Kommunalwahlen am Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen ausgeschlossen. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fragt sich, ob das nur viel Lärm um nichts war: » mehr
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat trotz Stimmenverlusten seiner Sozialisten bei den Regional- und Kommunalwahlen am Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen ausgeschlossen. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fragt sich, ob das nur viel Lärm um nichts war: "Wir haben schon zuvor geschrieben, dass es in Europa viele Regierungen gibt, die Regional- oder Kommunalwahlen verloren haben, ohne dass sie dies am Regieren gehindert hätte. ... Gab es jemanden, der von der Botschaft der Unzufriedenheit und der Missbilligung überrascht war? Gab es einen Menschen, der mit einem Blick auf die Wahlergebnisse aus allen Wolken gefallen wäre? Ich glaube nicht. ... Nach den gestrigen Ergebnissen wird sich jetzt nicht nur zeigen, ob Griechenland eine starke Regierung hat (was niemand bestreitet), sondern auch, ob es wieder eine starke Opposition gibt. Im Augenblick sieht alles danach aus. Der Rest wird in Kürze sichtbar. Denn es kann tatsächlich viel Lärm um nichts gemacht worden sein. Aber es kann sich erweisen, dass auch ein wenig Lärm seine Bedeutung hat."
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Ta Nea - Griechenland | Donnerstag, 4. November 2010
Die Kommunalwahlen in Griechenland am Sonntag hat Premier Giorgos Papandreou als Prüfstein für seine Sparpolitik definiert. Aber selbst bei herben Verlusten für seine Partei Pasok wird er wohl weitermachen, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea und zieht einen Vergleich zu der Kongresswahl in den USA: » mehr
Die Kommunalwahlen in Griechenland am Sonntag hat Premier Giorgos Papandreou als Prüfstein für seine Sparpolitik definiert. Aber selbst bei herben Verlusten für seine Partei Pasok wird er wohl weitermachen, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea und zieht einen Vergleich zu der Kongresswahl in den USA: "Barack Obama ist der rockigste Präsident der USA. ... Wie sich aber international erwiesen hat, wird Hardrock nicht von den Politikern, sondern von den Wählern gespielt. Was lernen wir aus den unzähligen Analysen der US-Kongresswahl vom Dienstag? Die Wähler wählen nicht, sondern sie wählen ab, vor allem wenn es der Wirtschaft schlecht geht. ... Wie die Demokraten in den USA, so hat auch Pasok den Kommunalwahlen nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Aber so wie Obama weiterhin Präsident bleibt und nach neuen Wegen suchen wird, sich anzupassen und seine Politik durchzusetzen, so wird auch Papandreous Weg am Sonntagabend nicht zu Ende sein. In Zeiten der Wirtschaftskrise leben wir in Demokratien des Protests."
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Der Tagesspiegel - Deutschland | Donnerstag, 4. November 2010
Die Paketbomben aus Griechenland, Brandanschläge auf parkende Autos in Deutschland und die Brandstiftung bei der Berliner S-Bahn sind Beweise dafür, dass die Militanz an den politischen Rändern im In- und Ausland wächst, meint die linksliberale Tageszeitung Der Tagesspiegel: » mehr
Die Paketbomben aus Griechenland, Brandanschläge auf parkende Autos in Deutschland und die Brandstiftung bei der Berliner S-Bahn sind Beweise dafür, dass die Militanz an den politischen Rändern im In- und Ausland wächst, meint die linksliberale Tageszeitung Der Tagesspiegel: "Die griechischen Paketbomben, so ist zu befürchten, könnten linke und rechte Extremisten in Deutschland und anderen Staaten Europas zu Nachahmertaten animieren. Eine Eskalation politisch motivierter Gewalt ist nicht auszuschließen. Glücklicherweise gibt es keine Geheimdienste mehr, die wie einst die Stasi Terroristen unterstützen. Die Militanz von Extremisten gedeiht aus sich selbst heraus, aus individuellen Schieflagen in Verbindung mit einer fanatischen Interpretation sozialer Probleme. Deutschland ist da von Griechenland nicht weit entfernt."
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Gândul - Rumänien | Donnerstag, 4. November 2010
Die griechische Regierung vermutet hinter den Anschlägen mit Briefbomben linksautonome Gruppen. Ihre möglichen Motive untersucht die Tageszeitung Gândul: » mehr
Die griechische Regierung vermutet hinter den Anschlägen mit Briefbomben linksautonome Gruppen. Ihre möglichen Motive untersucht die Tageszeitung Gândul: "Unvernunft wäre einer. ... Ein anderer ist die politische Klasse in Griechenland, die schuld ist an der Krise, in der das Land nun steckt. Das unverantwortliche Handeln der Politiker war Wasser auf die Mühlen dieser jungen Leute. ... Für sie war es ein Grund, mit Steinen zu werfen. Griechenland leidet derzeit unter drastischen Reformen, um Geld aus Europa zu erhalten, so dass es in den Fokus dieser genervten Jugendlichen geraten sind, die Sprengsätze an Botschaften verschickt haben. Rumänien hat diese Probleme noch nicht. Der Boden ist aber schon bereitet."
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Der Standard - Österreich | Donnerstag, 4. November 2010
In Brüssel beraten am morgigen Freitag EU-Sicherheitsexperten wegen der Briefbomben aus Griechenland. Das Treffen könnte die europaweite Zusammenarbeit im Bereich innere Sicherheit verbessern, hofft die liberal-konservative Tageszeitung Der Standard: » mehr
In Brüssel beraten am morgigen Freitag EU-Sicherheitsexperten wegen der Briefbomben aus Griechenland. Das Treffen könnte die europaweite Zusammenarbeit im Bereich innere Sicherheit verbessern, hofft die liberal-konservative Tageszeitung Der Standard: "Zwei Tage vor dem eilends einberufenen Sondertreffen von Sicherheitsexperten bei den zentralen EU-Institutionen konnte in Brüssel niemand genau sagen, welche konkreten Beiträge die EU-Kommission zur Paketbombenserie liefern könnte. Weder verfügt sie über eigene Polizei oder Sprengstoffexperten, noch kennt sie sich besonders mit gewaltbereiten Linksextremisten in Griechenland aus. Die gelten als Absender der postalischen Bomben an Berlusconi, Sarkozy und Co. Dennoch ist es richtig, wenn sich die Sicherheitsleute aus dem ganzen EU-Gebiet in einer Krise sofort versammeln. ... Im Normalfall spielen die Nationalstaaten im Bereich innere Sicherheit und Justiz seit jeher eher das Gegenteil, grenzen sich ab, sorgen mit Alleingängen für Verwirrung. Das freut in der Regel die Kriminellen, wenn es um Verbrechen geht, quält aber Flüchtlinge, wenn es um Migration geht. Europäische Standards können das verhindern."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Donnerstag, 4. November 2010
Die griechische Polizei hat im Zuge der Anschlagsserie zwei Jugendliche festgenommen, die der linksextremistischen Untergrundorganisation namens Verschwörung der Zellen des Feuers angehören sollen. Doch die Polizei versucht die Tragweite des Konfliktes herunterzuspielen, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: » mehr
Die griechische Polizei hat im Zuge der Anschlagsserie zwei Jugendliche festgenommen, die der linksextremistischen Untergrundorganisation namens Verschwörung der Zellen des Feuers angehören sollen. Doch die Polizei versucht die Tragweite des Konfliktes herunterzuspielen, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die Ereignisse könnten weitaus gravierender sein, als die griechischen Behörden Glauben machen. Die Offensive der aufständischen Anarchisten könnte im Juni mit der Paketbombe im Büro des damaligen griechischen Ministers für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, begonnen haben, durch die ein Mitarbeiter des Ministeriums getötet wurde. ... Verfolgt man diese Spur, entdeckt man, dass nach der Zerschlagung der Terrorgruppe 17. November neue Gruppen wie Revolutionärer Kampf oder Sekte der Revolutionäre aufgetaucht sind. Vielleicht ist die Offensive also kein Jungenstreich, sondern eine spektakuläre Eskalation, ... hinter der sich die Absicht der politischen Destabilisierung mit Blick auf die entscheidenden Kommunalwahlen vom 7. November verbergen könnte."
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Ta Nea - Griechenland | Mittwoch, 3. November 2010
Unbekannte haben aus Griechenland zahlreiche Paketbomben verschickt, unter anderem an die deutsche Bundeskanzlerin, den französischen Präsidenten und mehrere Botschaften. Bis auf Weiteres ist alle Luftfracht von Griechenland ins Ausland gestoppt. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fragt sich, was noch passieren muss, damit diese Aggressionen endlich ernst genommen werden: » mehr
Unbekannte haben aus Griechenland zahlreiche Paketbomben verschickt, unter anderem an die deutsche Bundeskanzlerin, den französischen Präsidenten und mehrere Botschaften. Bis auf Weiteres ist alle Luftfracht von Griechenland ins Ausland gestoppt. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea fragt sich, was noch passieren muss, damit diese Aggressionen endlich ernst genommen werden: "Wir müssen absolut ehrlich sein: Es gibt keinen schlimmeren Umgang mit einer Bedrohung als die Verharmlosung. ... Aus einigen paranoiden und wahrscheinlich unerklärlichen Gründen heraus hat unsere Gesellschaft generell die Sicherheitsfrage dämonisiert: Sicherheit vor Terrorismus, aber auch Sicherheit vor allen Gefahren und Bedrohungen der modernen Gesellschaft. Ist das ein Zeichen antiautoritärer Angeberei, ideologischen Unsinns, sozialer Rückständigkeit oder linker Beschränktheit? Das sollen die Spezialisten herausfinden. ... Aber niemand kann leugnen, dass es diese Aggressionen gibt und dass sie wachsen. Und solange sie vorherrschen, solange sie weiter genährt werden, sind wir eine Gesellschaft, die zunehmend in Angst und Unsicherheit versinkt. Und im Terrorismus."
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Die Presse - Österreich | Freitag, 29. Oktober 2010
Der auf deutsche Initiative hin beschlossene dauerhafte EU-Krisenmechanismus wird zwar das deutsche Wirtschaftswachstum schützen, schreibt die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse, für eine echte Stabilität im Euroraum reicht er allerdings nicht aus: » mehr
Der auf deutsche Initiative hin beschlossene dauerhafte EU-Krisenmechanismus wird zwar das deutsche Wirtschaftswachstum schützen, schreibt die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse, für eine echte Stabilität im Euroraum reicht er allerdings nicht aus: "Deutschland hat massives Interesse daran, dass der eigene Aufschwung nicht durch Staatspleiten wie in Griechenland oder Irland ruiniert wird. Dann müsste Berlin nämlich die Hauptlast an bereits versprochenen Garantien übernehmen und würde damit sogar Recht (No-Bail-out-Klausel) brechen. Eine geordnete Insolvenz solcher Länder würde die Last von Berlin nehmen, einen rechtlichen Rahmen schaffen und auch jene Banken in die Pflicht nehmen, die bisher an öffentlichen Kreditnehmern gut verdient haben. Zu einer wirklichen Stabilität im Euroraum gehört freilich mehr. Deutschland hat mit dem Vorstoß für ein Insolvenzverfahren vor allem das akute Risiko im Auge. Das eigentliche Problem auseinanderdriftender Volkswirtschaften ist damit aber nicht gelöst. Damit dürfte bald ein tiefer Interessenkonflikt in der gemeinsamen Geldwertpolitik aufbrechen."
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Ta Nea - Griechenland | Montag, 25. Oktober 2010
Angesichts der Massenproteste in Griechenland gegen die Sparpolitik der Regierung schließt Premier Giorgos Papandreou vorgezogene Neuwahlen nicht mehr aus. Als Prüfstein nannte er das Abschneiden seiner Partei Pasok bei den landesweiten Kommunalwahlen am 7. November. Giannis Pretenderis von der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea hält die Lokalwahlen für wesentlich weniger wichtig: » mehr
Angesichts der Massenproteste in Griechenland gegen die Sparpolitik der Regierung schließt Premier Giorgos Papandreou vorgezogene Neuwahlen nicht mehr aus. Als Prüfstein nannte er das Abschneiden seiner Partei Pasok bei den landesweiten Kommunalwahlen am 7. November. Giannis Pretenderis von der linksliberalen Tageszeitung Ta Nea hält die Lokalwahlen für wesentlich weniger wichtig: "Was hätte Sarkozy also tun sollen, nachdem er im Frühjahr alle Regionen Frankreichs verloren hatte? ... Panzer auffahren lassen? ... Ich verstehe einfach nicht, welches Interesse die Regierung daran hat, einen Wahlkampf zu dramatisieren, der von sich aus nicht besonders dramatisch ist? Um so mehr, da es vernünftig und natürlich ist, wenn in diesen Wahlen alle möglichen Spannungen, Einwände, Beschwerden und Unzufriedenheit ausgedrückt werden. Es kann unmöglich erwartet werden, dass die griechische Gesellschaft bei all dem, was sie erleidet, keinen Mucks von sich gibt. Außer wenn die Hohlköpfe ... sich fest vorgenommen haben, eine Kommunalwahl zur 'Mutter aller Schlachten' umzuwandeln. ... Weil sie vielleicht fürchten, dass sie die Sündenböcke einer Niederlage werden könnten. Anstatt allein zu fallen, bevorzugen sie es, dass wir alle zusammen untergehen."
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Hospodárske noviny - Slowakei | Mittwoch, 20. Oktober 2010
Die von Deutschland ursprünglich gewünschte härtere Bestrafung von Defizitsündern im Euroraum ist vom Tisch. Eine verpasste Chance, meint die slowakische Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: » mehr
Die von Deutschland ursprünglich gewünschte härtere Bestrafung von Defizitsündern im Euroraum ist vom Tisch. Eine verpasste Chance, meint die slowakische Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Die Union hatte endlich die Möglichkeit diejenigen zu bestrafen, die mit der Verletzung der Haushaltsregeln andere in Probleme stürzen. Doch Franzosen, Spanier oder Italiener waren wieder nur zu kosmetischen Änderungen bereit. So bleibt fast alles beim Alten. Darüber, wer für seine Verantwortungslosigkeit zahlen muss, entscheidet anstelle realer wirtschaftlicher Zahlen die politische Kraft der Betroffenen. ... Ungeachtet des Misserfolgs muss man [die slowakische Premierministerin] Radičová für ihre feste Haltung loben. Löste sie wegen der Verweigerung der Hilfe für Griechenland noch eine Welle der Kritik aus, ... beginnen nun weitere Länder ihr zuzustimmen. Jetzt haben wir Tschechen, Deutsche und die Skandinavier auf unserer Seite. ... Selbst wenn das bislang nicht reicht, bewegen sich die Dinge auch dank Radičová langsam in die richtige Richtung."
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Ta Nea - Griechenland | Dienstag, 12. Oktober 2010
Ein griechisches Gericht hat am Montag einen Polizeibeamten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte vor knapp zwei Jahren den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos erschossen, was unmittelbar zu heftigen Krawallen in ganz Griechenland führte. Daran war vor allem die Untätigkeit der Regierung unter Kostas Karamanlis Schuld, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Ein griechisches Gericht hat am Montag einen Polizeibeamten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte vor knapp zwei Jahren den 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos erschossen, was unmittelbar zu heftigen Krawallen in ganz Griechenland führte. Daran war vor allem die Untätigkeit der Regierung unter Kostas Karamanlis Schuld, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "In der Nacht des Mordes an Grigoropoulos ging [Bildungsminister] Stylianidis einfach in einen Club mit traditioneller griechischer Musik, und [Inneminister] Pavlopoulos verlor die Kontrolle über die Situation mit der Folge eines Ausbruchs jugendlicher Wut, die das Land für eine Woche in Brand setzte. Viele fragten sich damals, wo Karamanlis ist und ob er wirklich bereit sei, dieses Land zu regieren. Die Antwort kam sehr bald. Noch vor Jahresende wurde Karamanlis zum sprachlosen ehemaligen Premierminister. Die Zeit dreht sich nicht zurück, auch nicht für den viel zu früh gestorbenen fünfzehnjährigen Grigoropoulos. Der Mord in [dem Athener Stadtviertel] Exarchia ist das Symptom für den politischen Verfall."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 4. Oktober 2010
China will dem finanzschwachen Griechenland helfen mit dem Kauf von Staatsanleihen und einem Investitionsprogramm. Das hat der chinesische Regierungschef Wen Jiabao bei seinem Besuch in Athen am Sonntag angeboten. Mit Mildtätigkeit aber hat Pekings neue Liebe zu Hellas nichts zu tun, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
China will dem finanzschwachen Griechenland helfen mit dem Kauf von Staatsanleihen und einem Investitionsprogramm. Das hat der chinesische Regierungschef Wen Jiabao bei seinem Besuch in Athen am Sonntag angeboten. Mit Mildtätigkeit aber hat Pekings neue Liebe zu Hellas nichts zu tun, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Der chinesische Staat verfügt über gigantische Währungsreserven. Viele chinesische Unternehmen haben dank Börsengängen zudem Kapital angesammelt. Peking investiert in kanadische Ölsand-Produzenten und Gasgiganten. Solches Engagement ist von Europa so weit entfernt wie die chinesische Bodenschatzsuche auf dem Schwarzen Kontinent. Griechenland aber ist Europa, und Chinas Regierungschef Wen Jiabao nutzte seinen Auftritt unter der Akropolis auch dazu, den Europäern zu sagen, dass sein Land nicht nur den Griechen unter die Arme greifen könne, sondern auch anderen EU-Nationen. So wird Europas Schwäche zu Chinas Stärke - und Athen dürfte erst der Anfang sein."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 30. September 2010
In Griechenland hat ein Gericht geplante Streiks von Journalisten dreier Medienverlage als illegal bezeichnet. Die vom Journalistenverband ESIEA gestützten Streiks wurden daraufhin abgesagt. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos beklagt die Unfähigkeit des Verbands, die Rechte seiner Mitglieder zu verteidigen: » mehr
In Griechenland hat ein Gericht geplante Streiks von Journalisten dreier Medienverlage als illegal bezeichnet. Die vom Journalistenverband ESIEA gestützten Streiks wurden daraufhin abgesagt. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos beklagt die Unfähigkeit des Verbands, die Rechte seiner Mitglieder zu verteidigen: "Der Hauptgrund dieser Unfähigkeit ist die Entfremdung des ESIEA vom kampffähigen Journalismus. Entweder weil seine Mitglieder staatlich geförderten Medien beigetreten sind, oder weil sie sich an Parteirichtlinien halten, die die Bedürfnisse des Mediensektors ignorieren. ... Der Gipfel der Verantwortungslosigkeit sind diese Streiks, die die Arbeitnehmervertreter der drei größten Medienverlage des Landes beschlossen haben. … Es ist kein Zufall, dass die Entscheidung getroffen wurde, ohne dabei Hunderte von professionellen Journalisten zu fragen, die dort arbeiten. Und ohne dass ihre Gewerkschaftsvertretung sich mit ihnen darüber verständigt hat, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, damit die Krise auf dem Sektor überwunden werden kann."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 28. September 2010
Mit einer einmaligen Pauschale sollen griechische Unternehmen und Selbstständige Steuerschulden aus den Jahren 2000 bis 2009 abgelten können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Finanzminister Giorgos Papakonstantinou vor, um die Staatseinnahmen zu erhöhen und Steuerhinterzieher zur Kasse zu bitten. Die konservative Tageszeitung Kathimerini findet das ungerecht den braven Steuerzahlern gegenüber: » mehr
Mit einer einmaligen Pauschale sollen griechische Unternehmen und Selbstständige Steuerschulden aus den Jahren 2000 bis 2009 abgelten können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Finanzminister Giorgos Papakonstantinou vor, um die Staatseinnahmen zu erhöhen und Steuerhinterzieher zur Kasse zu bitten. Die konservative Tageszeitung Kathimerini findet das ungerecht den braven Steuerzahlern gegenüber: "Der Gesetzentwurf für die Bearbeitung von zweieinhalb Millionen ungeprüften steuerlichen Angelegenheiten, der vom Parlament in einem Eilverfahren beschlossen wurde, hat bei den Griechen unterschiedliche Gefühle verursacht. Für viele Selbstständige und Freiberufler war es eine Erleichterung, aber für den konsequenten Steuerzahler war es eine Bestätigung des Unrechts, das der Staat ihm zum wiederholten Mal angetan hat. ... Es ist logisch, dass die konsequenten Steuerzahler sich benachteiligt fühlen."
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Eleftherotypia - Griechenland | Montag, 13. September 2010
Islands Ex-Premier Geir Haarde und andere Spitzenpolitiker sollen wegen der Mitverantwortung für den Bankenkollaps vor zwei Jahren vor Gericht gestellt werden. Die linke Tageszeitung Eleftherotypia bezweifelt, dass Griechenland ähnliche Maßnahmen gegen die Verantwortlichen der eigenen Krise ergreift: » mehr
Islands Ex-Premier Geir Haarde und andere Spitzenpolitiker sollen wegen der Mitverantwortung für den Bankenkollaps vor zwei Jahren vor Gericht gestellt werden. Die linke Tageszeitung Eleftherotypia bezweifelt, dass Griechenland ähnliche Maßnahmen gegen die Verantwortlichen der eigenen Krise ergreift: "Stattdessen bleiben im ... politisch entwickelten Griechenland die Verwalter öffentlicher Gelder, die das Land in die Arme der Troika [Europäische Kommission, IWF und Europäische Zentralbank] getrieben haben, weiter im politischen Umfeld aktiv. Offensichtlich ... planen sie auch ihre vollständige Rückkehr, sobald es die Umstände erlauben. [Griechenlands Premier] Giorgos Papandreou wurde gestern gefragt, ob er vorhat, angemessene parlamentarische Verfahren in Bezug auf die vorherige Regierung einzuleiten. Seine Antwort war alles andere als klar. ... Es sind keine zehn Monate vergangen und eine Untersuchung steht noch aus. Sie wird aber keine Folgen haben."
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Ta Nea - Griechenland | Mittwoch, 8. September 2010
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat seine Regierung umgebildet, wichtige Positionen neu besetzt und die Zahl der Minister und ihrer Stellvertreter von 37 auf 48 erhöht. Doch das könnte die Sanierungspläne der Regierung verzögern, befürchtet die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat seine Regierung umgebildet, wichtige Positionen neu besetzt und die Zahl der Minister und ihrer Stellvertreter von 37 auf 48 erhöht. Doch das könnte die Sanierungspläne der Regierung verzögern, befürchtet die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "Die Zusammensetzung einer Regierung garantiert nicht im Voraus deren Leistungen. Das gilt nun noch weniger, da die jetzige Konstellation viel komplizierter ist. ... Das Risiko, dass der Ministerpräsident eingeht, betrifft vor allem den Umfang der Umbesetzung. Man muss hoffen, dass die neuen Leute sich sehr schnell an ihre neuen Rollen gewöhnen. Andernfalls ist die Regierung in Gefahr, das Spiel gegen die Zeit zu verlieren, und die Troika [aus Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds] lauert bereits."
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Világgazdaság - Ungarn | Mittwoch, 1. September 2010
Nach der überstandenen Weltwirtschaftskrise teilt sich die Welt in zwei Gruppen von Ländern, schreibt der Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság. Die einen erleben eine kräftige Erholung, die anderen hinken hinterher und kämpfen mit neuen Probleme: » mehr
Nach der überstandenen Weltwirtschaftskrise teilt sich die Welt in zwei Gruppen von Ländern, schreibt der Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság. Die einen erleben eine kräftige Erholung, die anderen hinken hinterher und kämpfen mit neuen Probleme: "Die Bric-Länder - Brasilien, Russland, Indien und China - gehören zur ersten Gruppe. ... Die zweite Gruppe besteht aus Ländern mit Schuldenproblemen, allen voran den Vereinigten Staaten. ... Auch in Europa ist die Lage durchwachsen. Die ehemaligen Boom-Länder Griechenland, Irland und Spanien verharren in der Rezession, und ihre Bruttoinlandsprodukte werden weiterhin schrumpfen. ... Demgegenüber erlebt Europas größte Wirtschaft, Deutschland, einen überraschend starken Wirtschaftsaufschwung. ... Die Erklärung für diese geteilte Welt ist, dass Länder wie Griechenland, Spanien und die USA, die eine lange Hochkonjunkturphase erlebt haben, die mit riesigen Kapitalimporten finanziert wurden, jetzt zunehmend Schwierigkeiten bekommen, ausländische Gelder aufzutreiben. Dagegen genießen Länder, die Kapital exportierten, einen Liquiditätsüberschuss, da das Kapital vor den 'gesättigten' Ländern zurückschreckt. Dieses überschüssige Kreditangebot führt zu zusätzlichem Konsum und mehr Investitionen und löst so einen Aufschwung aus."
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Il Sole 24 Ore - Italien | Dienstag, 24. August 2010
Die Europäische Kommission hat sich dafür ausgesprochen, Griechenland die zweite Tranche der Finanzhilfen zukommen zulassen. Griechenland hat den Tiefpunkt der Krise überwunden, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore, prognostiziert aber weitere Herausforderungen für Athen: » mehr
Die Europäische Kommission hat sich dafür ausgesprochen, Griechenland die zweite Tranche der Finanzhilfen zukommen zulassen. Griechenland hat den Tiefpunkt der Krise überwunden, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore, prognostiziert aber weitere Herausforderungen für Athen: "Griechenland ist nun noch ein wenig einsamer. Es hat eine weitere Tranche ergattert, steht aber gerade im schwierigsten Moment des Neustarts nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit. ... Es muss jetzt im Namen der Wettbewerbsfähigkeit den Mächtigen an den Kragen, die bislang von der Politik beschützt wurden. De te fabula narratur [dasselbe gilt für dich], könnten die Griechen sagen. Denn das gleiche Rezept müsste nicht nur Deutschland angeraten werden. ... Wirtschaftsbeziehungen haben immer zwei Seiten. Der griechischen Abhängigkeit von deutschen Ersparnissen ... entspricht die deutsche Abhängigkeit vom Konsum vieler Defizitländer, die tatsächlich über ihre Verhältnisse leben."
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To Vima Online - Griechenland | Freitag, 20. August 2010
Die Griechen kaufen mehr importierte Waren als einheimische Produkte. Das geht aus der jetzt veröffentlichten jährlichen Konsumstatistik der Bank von Griechenland hervor. Die linksliberale Tageszeitung To Vima sieht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit als Ursache: » mehr
Die Griechen kaufen mehr importierte Waren als einheimische Produkte. Das geht aus der jetzt veröffentlichten jährlichen Konsumstatistik der Bank von Griechenland hervor. Die linksliberale Tageszeitung To Vima sieht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit als Ursache: "Diese Entwicklung ist sehr besorgniserregend und verdeutlicht eines der wichtigsten Probleme der griechischen Wirtschaft: die niedrige Wettbewerbsfähigkeit. Wir produzieren nicht nur zu wenige Produkte, die sich dann am Ende auch nicht verkaufen lassen, weil sie im Vergleich mit ausländischen Produkten nicht wettbewerbsfähig genug sind. Sie sind überteuert und von schlechter Qualität. ... Das größte Problem der griechischen Produkte ist die fehlende Unternehmenskultur. Das Land braucht erfolgreiche Unternehmer, die unabhängig vom Staat sind. ... Die Stärkung des Unternehmertums und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Produkte haben ursächlich mit der Befreiung der Wirtschaft aus den Fesseln des Staates zu tun."
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Pravda - Slowakei | Donnerstag, 12. August 2010
Die slowakische Regierungschefin Iveta Radičová hat das Nein ihres Landes zur Griechenlandhilfe vehement verteidigt. Der Slowakei habe bei der Umsetzung ihrer harten Reformen auch niemand geholfen. Die linke Tageszeitung Pravda hält die Entscheidung des Parlaments in Bratislava dagegen für falsch: » mehr
Die slowakische Regierungschefin Iveta Radičová hat das Nein ihres Landes zur Griechenlandhilfe vehement verteidigt. Der Slowakei habe bei der Umsetzung ihrer harten Reformen auch niemand geholfen. Die linke Tageszeitung Pravda hält die Entscheidung des Parlaments in Bratislava dagegen für falsch: "Das Parlament verwandelte sich in eine Arena des billigen Populismus. Die Abgeordneten taten so, als begriffen sie nicht, dass es nicht um die Slowakei geht, sondern um viel mehr - um die Eurozone als Ganzes. Der Fall des Euro würde auch unsere Wirtschaft beschädigen. Wenn wir dieses rationale Argument nicht anerkennen, stellt sich die Frage, weshalb wir der Eurozone überhaupt beigetreten sind. Damit war klar, dass wir unsere eigene Währungspolitik aufgeben und Teil eines größeren Ganzen werden. Ja, die Griechen haben sich unverantwortlich verhalten, hätten womöglich nie der Eurozone beitreten dürfen. Aber solche Klagen und Reden darüber, was wäre wenn, sind jetzt überflüssig."
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Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 12. August 2010
Die Slowakei wird nach einem Beschluss des Parlaments als einziges Land des Euro-Raums keine Finanzhilfe für Griechenland leisten, den Euro-Schutzschirm aber unterstützen. Während die Entscheidung in Brüssel für erhebliche Verstimmung sorgt, lobt die konservative tschechische Tageszeitung Lidové noviny die Standhaftigkeit Bratislavas: » mehr
Die Slowakei wird nach einem Beschluss des Parlaments als einziges Land des Euro-Raums keine Finanzhilfe für Griechenland leisten, den Euro-Schutzschirm aber unterstützen. Während die Entscheidung in Brüssel für erhebliche Verstimmung sorgt, lobt die konservative tschechische Tageszeitung Lidové noviny die Standhaftigkeit Bratislavas: "Es ist ein Unding, dass ein Land [wie die Slowakei] mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 308 Euro ein Volk wie die Griechen subventionieren soll, wo das monatliche Mindesteinkommen 863 Euro beträgt. Aus slowakischer Sicht ist die Ungerechtigkeit der ganzen Operation offenkundig. ... Die slowakische Revolte kann sich rächen. Aber was kann schon schlimmeres kommen, als fast eine Milliarde Euro [an Athen] zahlen zu müssen? Überdies: Ihre Zustimmung zur Teilnahme am Schutzschirm für den Euro verknüpfte die Slowakei mit Bedingungen, wie etwa der Einführung eines Mechanismus für den Staatsbankrott, die im Grundsatz nichts anderes sind, als eine Kopie der Wünsche Deutschlands. Dieser Trotz kann in Berlin nur Gefallen finden."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 11. August 2010
Die griechische Regierung hat als Teil ihrer Sparanstrengungen angekündigt, bislang geschlossene Berufszweige öffnen zu wollen. Bei den betroffenen Berufsgruppen in Griechenland stößt dieser Plan auf Widerstand. Die konservative Tageszeitung Kathimerini findet das Vorhaben hingegen gut: » mehr
Die griechische Regierung hat als Teil ihrer Sparanstrengungen angekündigt, bislang geschlossene Berufszweige öffnen zu wollen. Bei den betroffenen Berufsgruppen in Griechenland stößt dieser Plan auf Widerstand. Die konservative Tageszeitung Kathimerini findet das Vorhaben hingegen gut: "Nützlich sind sie alle: auch die Anwälte und die Notare und die Apotheker und die Ingenieure. Aber im Wesentlichen absorbieren sie Ressourcen aus der tatsächlichen Produktion. Sie selbst tragen wenig dazu bei. Wie kann es sein, dass die griechische Gesellschaft einen Rechtsanwalt auf 250 Einwohner ernährt, während die reicheren Franzosen, wenn auch mit Mühe, einen Rechtsanwalt auf 1400 Einwohner finanzieren? ... Ob wir wollen oder nicht, ob wir können oder nicht. Der Staat verpflichtet uns, sie zu bezahlen. Und das muss sich sofort ändern. Ob diese Berufe nun 'offen' oder 'umzäunt' getauft werden."
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To Vima Online - Griechenland | Freitag, 6. August 2010
Schätzungen zu Folge haben die Griechen mehr als 22 Milliarden Euro von griechischen auf ausländische Bankkonten transferiert. Die linksliberale Tageszeitung To Vima fordert, dass reiche Griechen ihr Geld ins Land zurückholen sollen: » mehr
Schätzungen zu Folge haben die Griechen mehr als 22 Milliarden Euro von griechischen auf ausländische Bankkonten transferiert. Die linksliberale Tageszeitung To Vima fordert, dass reiche Griechen ihr Geld ins Land zurückholen sollen: "Wenn das Liquiditätsproblem nicht überwunden und das Vertrauen in die griechische Wirtschaft nicht wiederhergestellt wird, ... wird das Land nur sehr schwer aus der Krise herauskommen. Es ist klar, dass die reichen Griechen, die in den vergangenen Jahren die Chance hatten, Geld zu verdienen und damit zu spekulieren, jetzt ein Mindestmaß an Patriotismus zeigen müssen. Sie sollten das Land, das sie reich gemacht hat, zumindest respektieren und ihre Einlagen zurückbringen. Sie müssen sich nicht mehr vor dem Bankrott des Landes fürchten. Und außerdem sind sie der Masse der Arbeitnehmer, die in diesem Land so viel ertragen muss, etwas schuldig."
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El País - Spanien | Freitag, 6. August 2010
Die Inspektoren der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds haben Griechenland bescheinigt, dass es seine bisher gesteckten Ziele der Haushaltskonsolidierung erreicht hat. Das Land kann nun einen weiteren internationalen Kredit in Höhe von neun Milliarden Euro erhalten. Die linksliberale Tageszeitung El País hofft auf eine Stabilisierung der europäischen Finanzlage: » mehr
Die Inspektoren der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds haben Griechenland bescheinigt, dass es seine bisher gesteckten Ziele der Haushaltskonsolidierung erreicht hat. Das Land kann nun einen weiteren internationalen Kredit in Höhe von neun Milliarden Euro erhalten. Die linksliberale Tageszeitung El País hofft auf eine Stabilisierung der europäischen Finanzlage: "Langsam aber sicher stabilisiert sich die Solvenz der Euroländer. ... Der Fall Griechenland sorgt für Optimismus. Dennoch garantiert das Einhalten der einzelnen Schritte des Stabilitätsprogramms nicht automatisch die Rückkehr zum Wachstum und zu einer normalen Finanzlage nach Ende des radikalen Sparprogramms. Im Fall von Spanien - mit einer wesentlich größeren Solvenz als Griechenland - erkennt man die Stabilität daran, dass sich die Differenz im Risikoaufschlag für spanische und deutsche Staatsanleihen verringert, und an der Leichtigkeit, mit der das Schatzamt die Emissionen platziert."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 3. August 2010
Die Kolumnistin Xenia Kounalaki stellt sich in der konservativen Tageszeitung Kathimerini einen Tag am Strand einer griechischen Insel vor und überlegt, wie die Griechen dort mit der Krise umgehen: » mehr
Die Kolumnistin Xenia Kounalaki stellt sich in der konservativen Tageszeitung Kathimerini einen Tag am Strand einer griechischen Insel vor und überlegt, wie die Griechen dort mit der Krise umgehen: "Wirtschaftliche, soziale und andere Krisen werden mit Humor betrachtet. Die Familie in der Rolle des Sozialstaates kommt wieder zum Vorschein. Freundschaften überleben trotz der Schwierigkeiten. Die Liebe bewältigt alle Probleme. Migrantenkinder bekommen in den panhellenischen Prüfungen [Aufnahmeprüfungen für die Universität] sehr hohe Noten. Lehrer von Schulen in abgelegenen Orten versuchen ihre Schüler zu inspirieren. Die Väter verzichten auf das Machogehabe der Vergangenheit und helfen bei der Erziehung ihrer Kinder. Denn auch die Frauen bringen Geld ins Haus. Politiker arbeiten und kümmern sich um ihre Heimat. Bürger engagieren sich und beschränken sich nicht auf die Kritik an ... den Politikern. Abseits vom Fernsehen, das Verbrecher und Terroristen produziert, von Warteschlangen an den Tankstellen und vom Mangel an Produkten in den Supermarktregalen [wegen des Streiks der Tankstellen und Transportunternehmen] ... gibt es einen süßen Alltag. Eine lebendige und vielversprechende Gesellschaft."
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Rzeczpospolita - Polen | Montag, 19. Juli 2010
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Ungarn wegen seines defizitären Haushaltes eine Kreditlinie gesperrt. Disziplinierung tut Europas Haushaltspolitikern gut, findet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: » mehr
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Ungarn wegen seines defizitären Haushaltes eine Kreditlinie gesperrt. Disziplinierung tut Europas Haushaltspolitikern gut, findet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Ungarn, Rumänien, Ukraine, Island, die baltischen Länder - und natürlich Griechenland: Die Liste der Staaten, die infolge der Krise mit internationaler Unterstützung rechnen, wird immer länger. In jedem dieser Länder waren die Gründe für den Zusammenbruch zwar ein wenig anders. Doch kann man sie vereinfacht auf eine Ursache zurückführen: nämlich auf die Unbekümmertheit der Regierungen beziehungsweise der Finanzaufsicht. … Doch lässt sich dem auch etwas Positives abgewinnen. Der Einfluss des IWF hat sich zweifelsohne stark vergrößert - ähnlich wie dessen Budget, das sich durch höhere Einlagen der G20-Staaten verdreifacht hat. Skeptiker sagen, der IWF stecke überall seine Nase rein, wo es nur möglich ist. Doch die Wahrheit ist, dass ein grimmiger Wächter Not tut, um einige Staaten zu disziplinieren."
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Die Welt - Deutschland | Montag, 19. Juli 2010
Dass der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU die Kreditgespräche mit Ungarn unterbrochen haben, zeigt wie effektiv die EU handeln kann dank des Partners IWF, schreibt die konservative Welt: » mehr
Dass der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU die Kreditgespräche mit Ungarn unterbrochen haben, zeigt wie effektiv die EU handeln kann dank des Partners IWF, schreibt die konservative Welt: "Denn der Fonds kann, was die europäischen Partner untereinander kaum geschafft hätten: Druck aufzubauen und hart zu bleiben, vor allem dann, wenn die Verhandlungen über die Milliardenhilfen vorbei sind und es darum geht, die vereinbarten Sparprogramme tatsächlich umzusetzen ... Solch wirkungsvollen Druck hätte die EU-Kommission kaum aufbauen können, genauso wenig wie die Mitgliedstaaten des Euro. Denn im europäischen Club zählen nationale Befindlichkeiten und politische Allianzen mindestens so stark wie die wirtschaftlichen Fakten. ... Die Mitarbeiter des IWF haben an diesem Wochenende demonstriert, dass es dabei um mehr geht, als nur Kreditpakete zu schnüren und Streichlisten zusammenzustellen: Der Fonds hat vor allem die politische Unabhängigkeit und die Erfahrung, um die Umsetzung von Sparmaßnahmen von außen zu steuern."
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Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 15. Juli 2010
Seit der Euro-Krise zählen Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien zu den schwächsten Mitgliedern der Eurozone. Nichtsdestotrotz hat sich die Finanzlage in den sogenannten PIIGS-Staaten verbessert, betont die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Seit der Euro-Krise zählen Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien zu den schwächsten Mitgliedern der Eurozone. Nichtsdestotrotz hat sich die Finanzlage in den sogenannten PIIGS-Staaten verbessert, betont die Wirtschaftszeitung Les Echos: "In weniger als einer Woche haben drei der berühmten PIIGS-Länder ... die Marktprüfung ohne größere Probleme bestanden. Spanien, Griechenland und Portugal haben es letztendlich geschafft, ihre Anleihen zu annehmbaren Bedingungen unterzubringen. Dies ist seit Monaten nicht mehr geschehen. Von einer Rückkehr zur Normalität kann aber noch nicht gesprochen werden. Die angebotenen Zinssätze für die verschiedenen Ausgaben bezeugen ein weiterhin hohes Anspruchsniveau von Seiten der Märkte. Aber eines ist sicher: Die Panik ist vorbei."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 8. Juli 2010
Am Donnerstag haben die Griechen mit einem Generalstreik gegen die Rentenreform protestiert. Das könnte der Beginn eines Kampfes für soziale Errungenschaften sein, hofft die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Am Donnerstag haben die Griechen mit einem Generalstreik gegen die Rentenreform protestiert. Das könnte der Beginn eines Kampfes für soziale Errungenschaften sein, hofft die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Das Ende des Lebens der meisten Griechen wird quälend, demütigend und grausam sein. ... Die Regierung und die Fraktion der Panhellenischen Sozialistische Bewegung (PASOK) verwandelt das Recht auf Rente zu einer almosengleichen Beihilfe. ... Der Generalstreik kann nicht mehr die Abstimmung über das volksfeindlichste Rentengesetz, das es je in unserem Land gegeben hat, verhindern. Die Frage ist, ob dieser Streik ... den Charakter eines Nachrufs auf die Versicherungsrechte hat oder ... der Beginn eines Gegenangriffs mit vielen Kämpfen ist, um all das zu annullieren, was die als offiziell dargestellte Politik der Regierung von Giorgos Papandreou jetzt durchsetzt. Wir hoffen, dass sich das zweite Szenario verwirklicht. Aber nur das Leben wird es zeigen."
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Kathimerini - Griechenland | Donnerstag, 8. Juli 2010
Das griechische Parlament hat am Mittwoch das umstrittene Rentenreformgesetz verabschiedet. Die Gewerkschaften antworten am heutigen Donnerstag mit einem Generalstreik. Die konservative Tageszeitung Kathimerini begrüßt die Reform und bittet die Bürger um Verständnis: » mehr
Das griechische Parlament hat am Mittwoch das umstrittene Rentenreformgesetz verabschiedet. Die Gewerkschaften antworten am heutigen Donnerstag mit einem Generalstreik. Die konservative Tageszeitung Kathimerini begrüßt die Reform und bittet die Bürger um Verständnis: "Leider war bis jetzt die Debatte über unsere Zukunft nicht aufrichtig. ... Die meisten Menschen teilten die Sorge der Regierung über den Alptraum eines Bankrotts nicht. Sie waren nicht davon überzeugt, dass die Veränderungen eine Frage des Überlebens waren und nicht eine Strafe für ein Verbrechen, das sie nicht begangen haben. Mit den verabschiedeten Reformen schließt die Regierung eine wichtige Front und demonstriert ihren Partnern und Gläubigern, dass die Griechen die Umstrukturierung der Wirtschaft ernst nehmen. Aber der richtige Kampf besteht darin, die Bürger davon zu überzeugen, dass sie sich nicht umsonst geopfert haben und dass diese Reformen zu einer Gesellschaft führen werden, die die derzeit bestehenden Ungleichheiten in der Verteilung der Rechte und Pflichten verschiedener Gruppen überwindet."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 1. Juli 2010
Griechenland hat die Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent erhöht. Das wird niemandem helfen, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Griechenland hat die Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent erhöht. Das wird niemandem helfen, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Wir haben die erste Erhöhung der Mehrwertsteuer erlebt [von 19 Prozent auf 21 Prozent im März] und wir haben ... vergeblich darauf gewartet, dass sich auch die Staatseinnahmen erhöhen. Wir werden auch vergeblich darauf warten, dass die neue Anhebung der Mehrwertsteuer die Staatseinnahmen erhöht. Mann muss kein Ökonom sein, um zu verstehen warum. Es reicht die einfache Logik: ... Je höher die Mehrwertsteuer ist, desto niedriger ist die Kaufkraft der Menschen. ... Doch manche glauben, dass eine höhere Mehrwertsteuer mehr Einnahmen bedeutet ..., weil sie den Käse sehen, aber nicht die Mausefalle. Und man fragt sich: Wenn die Regierung sieht, dass eine Maßnahme nicht funktioniert, warum setzt sie diese fort? Warum werden Praktiken umgesetzt, die die Staatseinnahmen nicht erhöhen und gleichzeitig das verfügbare Einkommen der Bürger reduzieren?"
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Avgi - Griechenland | Donnerstag, 24. Juni 2010
Mitglieder der griechischen Kommunistischen Partei und der ihr nahe stehenden Gewerkschaft Pame haben am Mittwoch den Fährhafen von Piräus blockiert, obwohl zuvor ein Gericht den Streik für illegal erklärt hatte. Die linke Tageszeitung Avgi regiert mit Ironie auf Kritik von Medien und Reedern am Streik: » mehr
Mitglieder der griechischen Kommunistischen Partei und der ihr nahe stehenden Gewerkschaft Pame haben am Mittwoch den Fährhafen von Piräus blockiert, obwohl zuvor ein Gericht den Streik für illegal erklärt hatte. Die linke Tageszeitung Avgi regiert mit Ironie auf Kritik von Medien und Reedern am Streik: "Sie ignorieren oder unterschätzen die Lautstärke und Entschlossenheit der Streikenden sowie die Gründe, warum einfache Leute von nebenan, Familienväter ... ihre Löhne opfern und in Ruhe zu den Steinewerfern auf die Straßen laufen. ... Der Streik ist ein Recht, aber Hauptsache niemand wird dadurch gestört, vor allem nicht die Chefs und die Regierung. Er sollte auch nicht als illegal und unangemessen bewertet und nicht bewacht werden. Es sollten zudem mindestens zwei große Massenmedien zustimmen. Und schließlich ist es die Hauptsache, dass er nicht ausgeführt wird ... ."
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Eleftherotypia - Griechenland | Donnerstag, 17. Juni 2010
Mit einer umfassenden Arbeitsmarktreform will die griechische Regierung die Mindestlöhne senken und Entlassungen vereinfachen. Dadurch erhöht sich die Unsicherheit der Arbeitnehmer, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Mit einer umfassenden Arbeitsmarktreform will die griechische Regierung die Mindestlöhne senken und Entlassungen vereinfachen. Dadurch erhöht sich die Unsicherheit der Arbeitnehmer, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Die ersten Kürzungen, die bereits umgesetzt wurden (bei den Löhnen und Renten), betreffen vor allem die Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor. Jetzt kommt der Schlag für diejenigen, die in der Privatwirtschaft arbeiten. ... Im Namen der Wettbewerbsfähigkeit hat die Regierung den Prozentsatz von Entlassungen, die ein Arbeitgeber machen kann, mehr als verdoppelt (von zwei auf fünf Prozent pro Monat), und die Entschädigungen für Arbeitnehmer werden drastisch reduziert. Im Wesentlichen erleichtert die Regierung Entlassungen, und das in einer Zeit, in der allen Prognosen zufolge die Arbeitslosenquote kontinuierlich steigt. ... All dies wird die Unsicherheit und die Angst um die Zukunft erhöhen. Der soziale Cocktail wird langsam explosiv."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 16. Juni 2010
Die privaten Fernsehsender Griechenlands haben zur Krise des Landes beigetragen, schreibt die Tageszeitung Kathimerini und beschwert sich über die schlechte Qualität der Berichterstattung: » mehr
Die privaten Fernsehsender Griechenlands haben zur Krise des Landes beigetragen, schreibt die Tageszeitung Kathimerini und beschwert sich über die schlechte Qualität der Berichterstattung: "Die Diskussionen auf den Fernsehpodien berühren selten den Kern des Problems. Und es ist wirklich erstaunlich, wie es die verschiedenen Gäste gemeinsam schaffen, dem Zuschauer ein schreckliches Gefühl der Vertrautheit zu geben. ... Diese Sendungen haben es geschafft, Abgeordnete an die Macht zu bringen, ... haben politische Karrieren gerettet. ... Seriöse Menschen wurden aus den Fernsehdebatten verdrängt, weil sie keine Chance hatten, dort zu bestehen. ... Die privaten Fernsehsender haben sich nie ernsthaft mit den wichtigen Problemen des Landes beschäftigt. ... In keinem Land der Welt gibt es dieses Phänomen der Fernsehexperten, die so tun, als ob sie sich bei allen Themen auskennen."
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Kathimerini - Griechenland | Sonntag, 6. Juni 2010
Immer mehr Griechen verlieren wegen der Wirtschaftskrise ihre Arbeitsplätze. Nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Sektor werden die Gehälter drastisch gekürzt. Die Griechen ... » mehr
Immer mehr Griechen verlieren wegen der Wirtschaftskrise ihre Arbeitsplätze. Nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Sektor werden die Gehälter drastisch gekürzt. Die Griechen fühlen sich einsamer denn je, meint Nikos Konstantaras in der Sonntagsausgabe der Tageszeitung Kathimerini. "Die Krise hat unser Leben stark erschüttert und führt uns zu einem neuen Verständnis von uns selbst und von unserem Platz in der Gesellschaft. Wir haben eine Identitätskrise - auf individueller und sozialer Ebene. Der Arbeitnehmer lebt in der Furcht vor Entlassung oder Gehaltskürzung und davor, seine Rechnungen, die Miete oder das Darlehen für den Wohnungskauf nicht mehr bezahlen zu können. ... Der Unternehmer, der Freiberufler, der Arbeitgeber, lebt mit seinen eigenen Sorgen, nicht wissend, ob sich die Wirtschaft erholt. … Überall herrscht Unsicherheit über die Zukunft und ein gegenseitiges Misstrauen unter den Bürgern. Im Ausland sind wir mehr denn je isoliert. … Wir werden wegen unserer wirtschaftlichen Sackgasse verspottet. Wir können uns nirgends abstützen, sondern nur uns gegenseitig unterstützen. Doch diese Einsamkeit verbindet uns nicht, sie entfremdet uns. Wir bleiben Opfer von schwachen Institutionen, vom Mangel an persönlicher Disziplin und von der Gesetzlosigkeit, die uns an diesen Punkt gebracht haben."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 2. Juni 2010
Im Zuge ihrer Sparmaßnahmen hat die griechische Regierung am Dienstag weitere Schritte einer Rentenreform beschlossen. Kernpunkt ist die Erhöhung des Renteneintrittsalter. Griechenland kann sich gegen die IWF-Anweisungen nicht wehren, meint die linksliberale Tageszeitung To Vima: » mehr
Im Zuge ihrer Sparmaßnahmen hat die griechische Regierung am Dienstag weitere Schritte einer Rentenreform beschlossen. Kernpunkt ist die Erhöhung des Renteneintrittsalter. Griechenland kann sich gegen die IWF-Anweisungen nicht wehren, meint die linksliberale Tageszeitung To Vima: "Der Thriller mit den Renten hat auf eine harte Art und Weise gezeigt, wie schlecht die Position Griechenlands ist. Er hat bewiesen, dass der Raum für Verhandlungen sehr begrenzt ist oder kaum existiert, um die Leistungen zu verteidigen, die man in der Vergangenheit bekommen hat. Die Kämpfe, die gelegentlich ausgetragen werden wie zum Beispiel jetzt um die Höhe der Renten … sind bereits im Voraus zum Scheitern verurteilt. ... Es ist leider so, dass der Rahmen, der für die Rettung der griechischen Wirtschaft mit den EU-Partnern und dem IWF vereinbart wurde, streng verbindlich und fast unüberwindlich ist. Gerade in dieser Phase, wo der Erfolg des harten Sparprogramms noch nicht zu beurteilen ist, gibt es keinen Spielraum für Verhandlungen."
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Eleftherotypia - Griechenland | Mittwoch, 26. Mai 2010
Bei Protesten gegen die griechischen Sparbemühungen wurden Anfang Mai in einer Athener Bank drei Menschen getötet. Angesichts dieser Todesfälle und mehrerer Bombenattentate zeigt sich Nikos Paraskevopoulos in der linken Tageszeitung Eleftherotypia besorgt über die Zunahme der Gewalt: » mehr
Bei Protesten gegen die griechischen Sparbemühungen wurden Anfang Mai in einer Athener Bank drei Menschen getötet. Angesichts dieser Todesfälle und mehrerer Bombenattentate zeigt sich Nikos Paraskevopoulos in der linken Tageszeitung Eleftherotypia besorgt über die Zunahme der Gewalt: "Durch die Deregulierung des Wohlfahrtsstaates sterben Menschen wegen unzureichender Versorgung in Krankenhäusern. Und mit dem Zerfall des sozialen Zusammenhalts entsteht eine Überschneidung der gesellschaftlichen Ränder mit der organisierten Kriminalität, die Gewaltvorfälle multipliziert. ... Vielleicht fragt sich jemand, ob ein Spielraum für die institutionelle Anerkennung bestimmter Morde besteht, die nicht den Wert des Lebens verneinen. Die Antwort kann nur dann Ja lauten, wenn der Tod des einen den anderen, der sich in Gefahr befindet, direkt zu retten vermag. ... Diese absolut seltenen Ausnahmefälle zeugen wohl von Respekt anstatt von Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben. Dem Bild des vermeintlich besseren und von der Gesellschaft gedeckten schleichenden mörderischen Aktes begegneten die unzähligen Menschen, die in Ehrfurcht vor der verbrannten Bank gestanden haben, dem Ort des Märtyrertodes von drei Menschen. ... Gewalt fördert Gewalt, das Töten auch: Das ist eine historische Lektion."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 20. Mai 2010
Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung haben in Griechenland das öffentliche Leben erneut lahmgelegt. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos kritisiert, dass Premier Giorgos Papandreou seine Wahlversprechen nicht eingehalten hat: » mehr
Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung haben in Griechenland das öffentliche Leben erneut lahmgelegt. Die linksliberale Tageszeitung To Ethnos kritisiert, dass Premier Giorgos Papandreou seine Wahlversprechen nicht eingehalten hat: "Bei der Mehrheit des griechischen Volkes hat sich die Wahrnehmung verfestigt, dass sich Griechenland nunmehr unter wirtschaftlicher Fremdbesatzung des Internationalen Weltwährungsfonds und der EU befindet, als deren Vertreter zugegebener Weise die Regierung Papandreou fungiert. Dieser Faktor macht es für Premier Papandreou doppelt schwierig, die Zustimmung zumindest eines Teils der Arbeitnehmer für seine Wirtschaftspolitik zu bekommen. Stattdessen hat der Volkszorn ein beeindruckendes Ausmaß angenommen. Er wird immer explosiver. ... Wenn der Premierminister den politischen Mut fände, ... die vor den Wahlen von ihm angekündigte Politik auch umzusetzen, für die er vom Volk begeistert gewählt wurde, dann hätte er die Bürger sicher wieder auf seiner Seite. Wir glauben aber nicht, dass er den Mut dazu hat. Hoffentlich liegen wir da falsch."
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Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 19. Mai 2010
Das Gesundheitswesen in Griechenland ist durch Korruption und Vetternwirtschaft gekennzeichnet, beklagt die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Das Gesundheitswesen in Griechenland ist durch Korruption und Vetternwirtschaft gekennzeichnet, beklagt die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Mechanisch und innerlich lachend auf Kosten der Betrogenen, haben auch die Ärzte die Wörter ihres Eides buchstabiert. Mit den Transplantaten und anderen 'Rohstoffen' der Chirurgie spielend, genießen sie auf ihren Bankkonten kolossale Summen. ... Zusammen mit anderen unerwünschten Rekorden, halten wir auch den Rekord der Wirbeloperationen - vor allem der nutzlosen. Warum? Weil, als Ergebnis einer staatlichen Entscheidung, sämtliches medizinisches Material in Griechenland mehr als irgendwo sonst kostet; die hohen Kosten bedeuten auch hohe Einnahmen für die Unternehmen, die große 'Boni' an willige Orthopäden bezahlen, um in den Markt einzusteigen. Wenn es erlaubt wäre, würde es sich lohnen für den Einkauf des medizinischen Bedarfs selbst nach Deutschland oder Zypern zu reisen. Es würde sich sogar noch lohnen, wenn man dort noch einen Monat lang Urlaub machen würde."
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Ta Nea - Griechenland | Dienstag, 18. Mai 2010
Die Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung Griechenlands sind negativ. Deshalb ist die linksliberale Tageszeitung Ta Nea sehr pessimistisch: » mehr
Die Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung Griechenlands sind negativ. Deshalb ist die linksliberale Tageszeitung Ta Nea sehr pessimistisch: "Bis jetzt sind die Nachrichten überhaupt nicht erfreulich. Die Rezession stieg im ersten Quartal auf -2,3 Prozent. Das bedeutet, dass uns harte Zeiten bevorstehen und dass das Wachstum auch im Laufe des Jahres unter -5 Prozent bleibt. Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem ein negatives Wachstum zu verzeichnen ist. Die Inflation stieg auf 4,8 Prozent, ohne dass die Steigerung der Mehrwertsteuer von 21 Prozent auf 23 Prozent eingerechnet wurde. Können wir noch auf eine jährliche Inflationsrate von unter 6 Prozent hoffen? Kaum. Die Arbeitslosigkeit wird in den nächsten Monaten von 12 Prozent auf 15 Prozent steigen. ... Das Land erstickt, weil die von der Wirtschaftspolitik ausgewählten Rettungsmaßnahmen dazu führen könnten, dass es noch tiefer [im Abgrund] versinkt. ... Das Land erstickt, weil es ohne eine Entwicklungsperspektive lebt."
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To Ethnos - Griechenland | Donnerstag, 13. Mai 2010
Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan trifft am heutigen Freitag zu zweitägigen Beratungen in der griechischen Hauptstadt Athen ein. Erdoğan wird versuchen einen Vorteil aus der aktuellen Schwäche des krisengeschüttelten Landes zu ziehen, befürchtet die Tageszeitung To Ethnos: » mehr
Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan trifft am heutigen Freitag zu zweitägigen Beratungen in der griechischen Hauptstadt Athen ein. Erdoğan wird versuchen einen Vorteil aus der aktuellen Schwäche des krisengeschüttelten Landes zu ziehen, befürchtet die Tageszeitung To Ethnos: "Der Besuch von Erdoğan wird von dem Teil der Bevölkerung als gefährlich eingeschätzt, der sich noch immer lieber mit den wichtigen außenpolitischen Fragen befasst und weniger mit dem wirtschaftlichen Untergang unseres Landes. Es ist absolut normal, dass der türkische Ministerpräsident versuchen wird, die totale wirtschaftliche, politische und internationale Schwäche der Regierung von [Premier] Papandreou auszunutzen, um Papandreou dazu zu bewegen, bei Themen einzulenken, die die Türkei interessieren, und um deren einseitige Ansprüche in der Ägäis zu unterstützen. Das Problem ist, dass die Mehrheit der Griechen Papandreou nicht zutraut, die Kraft und den Willen aufzubringen, sich den türkischen Plänen zu widersetzen."
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To Vima Online - Griechenland | Freitag, 7. Mai 2010
Das griechische Parlament hat am Donnerstag ein neues Sparprogramm abgesegnet, das den Staatbankrott verhindern soll. Die regierungsnahe Tageszeitung To Vima äußert sich besorgt über den starken Widerstand gegen die Maßnahmen: » mehr
Das griechische Parlament hat am Donnerstag ein neues Sparprogramm abgesegnet, das den Staatbankrott verhindern soll. Die regierungsnahe Tageszeitung To Vima äußert sich besorgt über den starken Widerstand gegen die Maßnahmen: "Es ist kein Zufall, dass die Reaktionen das politische System Griechenlands auf die Probe stellen und seine führenden Repräsentanten sich nur in Schutzzonen sicher fühlen. Gestern wurden Abgeordnete aus der Fraktion ausgeschlossen, weil sie bei der ersten Abstimmung nicht für das Sparprogramm gestimmt hatten. Und da die moderne Welt miteinander verbunden und voneinander abhängig ist, hat sich das griechische Problem ausgebreitet. Seinetwegen kriselt das globale Finanzsystem: Gestern fiel der Euro und die Wall Street erlebte einen Crash, das ganze bekommt eine andere Dimension. Zwei Dinge könnten passieren: Griechenland wird seinem Schicksal überlassen, oder das Volk ... wird die Dinge in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen."
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Sme - Slowakei | Donnerstag, 6. Mai 2010
Griechenland befindet sich trotz der europäischen Hilfe in einer fast ausweglosen Lage, schreibt die liberale Tageszeitung Sme mit Blick auf die blutigen Ausschreitungen in Athen: » mehr
Griechenland befindet sich trotz der europäischen Hilfe in einer fast ausweglosen Lage, schreibt die liberale Tageszeitung Sme mit Blick auf die blutigen Ausschreitungen in Athen: "Unruhen, Gewalt und tragisch ums Leben gekommene Menschen sind das letzte, was Griechenland braucht. Die Lage ist praktisch unlösbar. Weder durch die geplanten Sparmaßnahmen noch durch eine Erklärung des Staatsbankrotts. Das Land steht vor Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs und einer sich steigernden Armut - unabhängig davon, ob es sich in der Währungsunion hält oder nicht. Die Anleihen der Länder der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds sind nur Instrumente, um Zeit zu erkaufen. Die braucht die Union, um die Märkte zu beruhigen und die drohende Krise von weiteren Ländern abzuwenden. ... Wenn sich in Griechenland die Spannungen verschärfen, hilft jedoch auch kein europäisches Geld mehr."
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Adevărul - Rumänien | Donnerstag, 6. Mai 2010
Mit den gewalttätigen Protesten bestrafen die Griechen eine Regierung, die keine Schuld an der Misere des Landes trägt, kritisiert die Tageszeitung Adevărul: » mehr
Mit den gewalttätigen Protesten bestrafen die Griechen eine Regierung, die keine Schuld an der Misere des Landes trägt, kritisiert die Tageszeitung Adevărul: "Jahrelang haben linke und rechte griechische Regierungen das Geld und ihre eigene Nation verspottet. Sie haben den kaum vorhandenen Wohlstand vernichtet, denn in den guten Zeiten haben sie viel Geld gestohlen und leichtfertig ausgegeben. Damals hat niemand die Politik als eine tickende Zeitbombe ausgemacht. Alle - von Gewerkschaftern über Hoteliers und Olivenzüchtern bis hin zu Pizzaverkäufern - haben zufrieden von den verdorbenen Früchten eines unnatürlich guten Lebens gekostet. ... In einer solch dramatischen Situation ist es das Schlimmste, dass die Griechen jetzt Chaos verbreiten. Sie haben einen Generalstreik ausgerufen, der bei ihnen offenbar Volkssport ist. ... Um gegen was zu kämpfen? Gegen die ersten Maßnahmen einer Regierung, die das alles nicht verschuldet hat? Das ist so, als ob der Kranke seinem Arzt eine Ohrfeige geben würde.
"
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Financial Times - Großbritannien | Donnerstag, 6. Mai 2010
Nach den gewalttätigen Protesten in Athen müssen Griechenlands Politiker nun zusammenstehen und auch die Reichen zur Kasse bitten, meint die Wirtschaftszeitung Financial Times: » mehr
Nach den gewalttätigen Protesten in Athen müssen Griechenlands Politiker nun zusammenstehen und auch die Reichen zur Kasse bitten, meint die Wirtschaftszeitung Financial Times: "Es ist jetzt zwingend erforderlich, dass Griechenlands politische Führungskräfte sich auf eine Lösung einigen. Obwohl [Ministerpräsident Giorgos] Papandreou eine parlamentarische Mehrheit hat, kann es hier keine Ausnahme für die Opposition geben. ... Die Regierung muss auch ihre Anstrengungen dabei verdoppeln, den Leuten zu erklären, wo die Kürzungen erfolgen. Und sie muss demonstrieren, dass ausnahmsweise die Bessergestellten und jene mit guten Verbindungen nicht aus der Verantwortung genommen werden, während normale Leute unter den Sparmaßnahmen leiden. Eine Verschlechterung des Lebensstandards der Menschen ist unvermeidlich. Aber das muss fair geschehen und auch genau so wahrgenommen werden."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 5. Mai 2010
Die Griechen wollen am heutigen Mittwoch mit einem Generalstreik gegen den harten Sparkurs ihrer Regierung protestieren, den die Euroländer und der Internationale Währungsfonds Athen diktiert haben. Das könnte schlimme Folgen haben, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: » mehr
Die Griechen wollen am heutigen Mittwoch mit einem Generalstreik gegen den harten Sparkurs ihrer Regierung protestieren, den die Euroländer und der Internationale Währungsfonds Athen diktiert haben. Das könnte schlimme Folgen haben, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Während die Union Griechenland Geld leiht, streiken die Gewerkschaften in Athen. Selbst wenn das Sparprogramm in Gesetzesform gegossen wird, lässt sich nicht abschätzen, wie der Markt auf mögliche Äußerungen massiven Widerstands und Gewalt auf den Straßen reagieren würde. ... Und wie wäre ein Abfluss der Spareinlagen aus den griechischen Banken zu verhindern? Auch das verschuldete Athen garantiert die Einlagen der Sparer. Was passiert, wenn das griechische Bankensystem kollabiert? Die Glaubwürdigkeit der Garantien für die Banken hängt letztlich von der Stärke der Staatsfinanzen ab."
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Jornal de Negócios - Portugal | Dienstag, 4. Mai 2010
Die Wirtschaftskrise in Griechenland ist ein untrügliches Zeichen für den Zustand unserer Gesellschaft, schreibt Fernando Sobral in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios. Der US-amerikanische Ökonom ... » mehr
Die Wirtschaftskrise in Griechenland ist ein untrügliches Zeichen für den Zustand unserer Gesellschaft, schreibt Fernando Sobral in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios. Der US-amerikanische Ökonom "Nouriel Roubini sagte, dass Griechenland der Kanarienvogel in der Kohlenzeche sei. Wenn er singt, wird die Welt besser erscheinen. Wenn er aufhört zu singen, wird es ein wüstes Durcheinander geben. Kanarienvögel singen und verzaubern. Diese Krise entzaubert. Abgesehen von Griechenlands Schicksal und den damit verbundenen Dominosteinen (Portugal, Spanien, Irland), legt die Krise das Ende einer Epoche offen. Der Lebensstil, der auf unbegrenzte Kredite begründet war, steht auf dem Spiel. Gesellschaften leben vom Gleichgewicht. Und all das hat aufgehört zu existieren - in einer Welt, in der die einfachen Kredite uns das Beste auf Erden verschafft und das Schlimmste der Hölle verborgen haben. Die Griechen werden sich in ihrem Fegefeuer wiederfinden."
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Jornal de Notícias - Portugal | Dienstag, 4. Mai 2010
Die harten Sparmaßnahmen in Griechenland und die drastischen Auswirkungen für die Menschen sieht die Tageszeitung Jornal de Notícias als Lehre für Portugal: » mehr
Die harten Sparmaßnahmen in Griechenland und die drastischen Auswirkungen für die Menschen sieht die Tageszeitung Jornal de Notícias als Lehre für Portugal: "Was zurzeit in Griechenland passiert, sollte Portugal und den Portugiesen als Beispiel dienen und zum Nachdenken zwingen. Es geht nicht nur darum, uns vor Augen zu führen, dass wir sparen müssen. Dieser Tatsache versuchen wir uns sowieso schon seit langem zu widersetzen. Es geht vor allem darum, den richtigen Schwerpunkt zu legen: Auf die Wirtschaft. Um Professor Alberto Castro [Professor für Wirtschaft an der Katholischen Universität Lissabon] zu zitieren: 'Wenn wir nicht fähig sind, unsere Produktivität zu steigern und wettbewerbsfähiger zu werden, dann bleibt uns als bestes Szenario, so zu werden wie Kuba, und als schlimmstes, wie Nordkorea.' Jagt das Angst ein? Ja, große Angst. Aber es ist wahr."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 4. Mai 2010
Die Rettung des griechischen Staatshaushalts bewegt die Bürger in Deutschland wie kein anderes Thema der europäischen Politik jemals zuvor. Der Historiker Gustav Seibt sieht in der linksliberalen Süddeutsche Zeitung darin das erste Aufblitzen einer europäischen Öffentlichkeit: » mehr
Die Rettung des griechischen Staatshaushalts bewegt die Bürger in Deutschland wie kein anderes Thema der europäischen Politik jemals zuvor. Der Historiker Gustav Seibt sieht in der linksliberalen Süddeutsche Zeitung darin das erste Aufblitzen einer europäischen Öffentlichkeit: "Details des griechischen Rentensystems interessieren die Deutschen brennend. Die Tatsachen über den systematischen Statistik- und Subventionsbetrug, den Athen betrieben und Brüssel geduldet hat, gewinnen demokratische Brisanz. ... Weder ein gemeinsames Sprach- und Kulturbewusstsein noch die Fiktion historischer Schicksalsgemeinschaft lassen sich so leicht von der nationalen auf die europäische Ebene projizieren. Das aber bedeutet: Europa als 'Projekt' muss sich, noch mehr als traditionell nationalstaatlich verfasste Demokratien, auf seinen materiellen Erfolg verlassen können. Wenn der Euro-Nationalismus, der sich im Boulevard und auf den Leserkommentaren der Zeitungsseiten im Internet derzeit enthemmt und wild austobt, domestiziert und politisiert wird, kann er zu einer starken Triebkraft für Europa werden. Mit dem 'Elitenprojekt' Europa ist es so oder so vorbei: Europa hat jetzt vielleicht noch die Chance, ein Projekt der Massen zu werden. Aber wie es so ist, wenn die Massen Einfluss auf die Politik gewinnen: Ganz ohne Demagogie scheint es nicht zu gehen."
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Delo - Slowenien | Montag, 3. Mai 2010
Angesichts des Hilfspakets für Griechenland fordert die Tageszeitung Delo verlässliche Mechanismen, um solche Szenarien in Zukunft zu verhindern: » mehr
Angesichts des Hilfspakets für Griechenland fordert die Tageszeitung Delo verlässliche Mechanismen, um solche Szenarien in Zukunft zu verhindern: "Das Hilfspaket für das Mitgliedsland ist auch die bisher schärfste Warnung, dass der Stabilitätspakt und das Wachstum aus dem Jahr 1997 keinesfalls ausreichend Schutz vor zu großen Haushaltsdefiziten und einem Ansteigen der Schuldenlast bieten. Anlässlich der Schwierigkeiten Griechenlands, die auch bald in anderen Eurostaaten auftreten können, stellt sich die Frage, wie man sicherstellen kann, dass sich derartige Fälle nicht mehr wiederholen. Ist also nach der ersten bitteren Erfahrung nun doch die Zeit gekommen, dass sich die Eurozone zum Schutz ihrer Mitgliedsländer und der eigenen Währung ein Sicherheitssystem ausdenkt? Zum Beispiel einen europäischen Währungsfonds, der seinen Schuldnerländern helfen könnte, die Haushaltsschwierigkeiten durchzustehen, und der die Verfahren gegen übermäßige Defizite verschärft, die noch nie mit den vorhergesehenen Geldsanktionen gegen die beharrlichen Sünder der Haushaltsdisziplin geahndet worden sind."
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Der Standard - Österreich | Montag, 3. Mai 2010
Die Tageszeitung Der Standard hält die am Sonntag beschlossene Intervention der Euroländer wegen der griechischen Krise für unverantwortlich: » mehr
Die Tageszeitung Der Standard hält die am Sonntag beschlossene Intervention der Euroländer wegen der griechischen Krise für unverantwortlich: "Griechenland ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was den europäischen Steuerzahlern noch aufgetischt wird. Seit dem Ausbruch der Krise wurden erst Banken gestützt, dann Konjunkturpakete geschnürt, um nun ganze Staaten aufzufangen. Das wird sich rächen. In der allgemeinen Hektik hat kaum jemand die Frage gestellt, wer all das bezahlen soll. Hauptsache die Feuerwehr rückt aus, lautete das Motto. Was da eigentlich gelöscht werden musste, war zweitrangig. Unter dem Beifall jener Ökonomen, die mit dem Schreckgespenst der Großen Depression warnend immer massivere Interventionen forderten, wurden Politiker für ihre Handlungsbereitschaft gefeiert. Die Rückkehr des Staates wird beklatscht, ohne dass die Folgen seines Einsatzes bedacht würden. Die sind heute kaum abschätzbar, eines kann aber mit Sicherheit gesagt werden: Die astronomischen Schulden können nur mit massiven Steuererhöhungen und/oder Ausgabenkürzungen wieder abgebaut werden."
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Expansión - Spanien | Montag, 3. Mai 2010
In Griechenland protestieren viele Bürger gegen die harten Sparmaßnahmen, die dem Land auferlegt wurden, um die internationale Hilfe zu erhalten. Es wird ihnen kaum etwas anderes übrigbleiben, als sie zu akzeptieren, meint die Wirtschaftszeitung Expansión: » mehr
In Griechenland protestieren viele Bürger gegen die harten Sparmaßnahmen, die dem Land auferlegt wurden, um die internationale Hilfe zu erhalten. Es wird ihnen kaum etwas anderes übrigbleiben, als sie zu akzeptieren, meint die Wirtschaftszeitung Expansión: "Der griechische Premierminister Giorgos Papandreou hat den Ernst der Lage in seinem Land und die Notwendigkeit für schwerwiegende Veränderungen, um internationale Hilfe zu bekommen, perfekt zusammengefasst: 'Die Griechen müssen zwischen der Katastrophe und dem sich Aufopfern wählen.' ... Die griechischen Bürger begehren dagegen auf, aber sie müssen sich dem Ausmaß der bisher beispiellosen Rettungsaktion bewusst sein, die den Bündnispartnern im Euroraum und dem IWF Kraftanstrengungen abverlangt. Bis zu 110 Milliarden Euro werden bereitgestellt, 9,8 Milliarden davon von Spanien."
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De Tijd - Belgien | Montag, 3. Mai 2010
Mit der Entscheidung Griechenland zu helfen haben die Euroländer alle Schwarzseher in die Schranken gewiesen, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: » mehr
Mit der Entscheidung Griechenland zu helfen haben die Euroländer alle Schwarzseher in die Schranken gewiesen, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Selbst heute ist der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar etwas höher als vor einigen Jahren beabsichtigt. Die Eurozone ist eine Gruppe heterogener Länder. Die Harmonisierung der Politik ist sicher noch nicht, was sie sein müsste. Alle Instrumente, die zu einer Währungsunion gehören, gibt es noch nicht. Aber daran wird gearbeitet. ... Es ist eine Tradition geworden, sich zynisch und scherzend über die Europäische Union und den Euro auszulassen. Jeder gibt zwar zu, dass dies ein besonderes Vorbild der multilateralen Zusammenarbeit ist, aber in der täglichen Praxis spricht jeder munter über die Probleme und das Versagen. Ohne euphorisch zu sein - denn Griechenland ist noch nicht gerettet - aber in den vergangenen Wochen hat sich erwiesen, dass Europa und der Euro stärker sind, als eine Reihe von gelehrten Schwarzsehern meinten. Auch wenn der Weg zur Lösung holprig war."
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Blog Carta - Deutschland | Freitag, 30. April 2010
Während Politiker sich in der Griechenlandkrise zum langwierigen Informationsaustausch treffen, verwertet die Finanzindustrie jede noch so kleine Information innerhalb von Millisekunden, meint Julius Endert im Blog Carta. Er kritisiert, dass die Politik der Wirtschaft hinterherhinkt: » mehr
Während Politiker sich in der Griechenlandkrise zum langwierigen Informationsaustausch treffen, verwertet die Finanzindustrie jede noch so kleine Information innerhalb von Millisekunden, meint Julius Endert im Blog Carta. Er kritisiert, dass die Politik der Wirtschaft hinterherhinkt: "Sie beginnt gerade erst, das Internet zu begreifen, um dann aus Unverständnis oder Unvermögen sofort mit der Regulierung anzufangen, anstatt für sich eigene, schnelle Netze zu bauen, die es mit denen der Finanzindustrie aufnehmen können.... Während die europäischen Politiker von Krisengespräch zu Krisengespräch stolpern und in ihrem traditionellen Politikmodus verharren, nutzen die Märkte jedes Bit an Information aus diesen Gesprächen und setzen es sofort in Aktion um. Die Politiker verhalten sich aktuell wie der kleine Privatanleger, der glaubt, es mit seiner Bank aufnehmen zu können. Die Politik kann dieses Tempo nicht mitgehen, die Spekulanten geben das Tempo vor. … Die Politik kann nur gewinnen, wenn sie die Regeln dieses Systems durchbricht, das ist die einzige Möglichkeit und verbliebene Hoffnung. Wenn sie entweder die Netze der Finanzindustrie künstlich verlangsamt oder per Gesetz bestimmte Transaktionen und Wetten ganz verbietet. Alles andere wird scheitern."
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Diário Económico - Portugal | Freitag, 30. April 2010
Die aktuelle Lage mehrerer verschuldeter Staaten sowie die Krise des Euro zeigen, dass die Europäische Union nicht vereint ist, meint die Wirtschaftszeitung Diário Económico: » mehr
Die aktuelle Lage mehrerer verschuldeter Staaten sowie die Krise des Euro zeigen, dass die Europäische Union nicht vereint ist, meint die Wirtschaftszeitung Diário Económico: "Während Griechenlands Elend den Olymp erröten lässt und der Internationale Währungsfonds einen weiteren brillanten Rettungsplan ausfeilt, entblößt sich die EU: Sie ist nicht vereint, sie teilt keine gemeinsamen Interessen, ... sie ist nur eine Währungsunion wenn es gerade passt. Bevorstehende Wahlen, Griechenlands Elend, Jammern um Portugal, Angst um Spanien und ein Dollar, der sich als einzige gemeinsame Währung darstellt, all das ist unbedeutend. Merkel muss die Landtagswahlen am 9. Mai gewinnen und bis dahin herrscht Ungewissheit. Brown steht am 6. Mai offenbar schon als Verlierer fest. ... Und das große Mitglied Frankreich hat sich zwischen Streiks und sozialen Unruhen in eine Sarkoseifenoper verwandelt, die nicht mehr ernst genommen werden kann."
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Svenska Dagbladet - Schweden | Donnerstag, 29. April 2010
Die griechische Krise ist kein Spielplatz für kurzsichtige Wahlinteressen der deutschen Regierungskoalition, meint die Tageszeitung Svenska Dagbladet. Die Zeit dränge: » mehr
Die griechische Krise ist kein Spielplatz für kurzsichtige Wahlinteressen der deutschen Regierungskoalition, meint die Tageszeitung Svenska Dagbladet. Die Zeit dränge: "Am 9. Mai sind Wahlen in Deutschlands größtem Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 18 Millionen Einwohnern, und als Datum für einen Griechenland-Gipfel haben die Spitzenpolitiker der Eurozone just den Tag nach der Wahl festgelegt. Bis dahin ist Griechenland vielleicht schon zum Hades hinab gesunken und zahlungsunfähig. ... Deutsche und französische Banken etwa würden große Verluste machen. Die Krankheit kann auch auf andere Länder in Südeuropa übergreifen, in denen es um die öffentlichen Finanzen schlecht bestellt ist. In Zukunft muss die Frage beantwortet werden, ob eine Währungsunion ohne gemeinsame Finanzpolitik möglich ist. ... Jetzt schon muss Europa verstehen, dass seine Hilfe unabdingbar ist."
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Hospodářské noviny - Tschechien | Donnerstag, 29. April 2010
Der Preis für die Rettung Griechenlands steigt stündlich, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny und warnt vor einem Flächenbrand in der Eurozone: » mehr
Der Preis für die Rettung Griechenlands steigt stündlich, meint die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny und warnt vor einem Flächenbrand in der Eurozone: "Die Hauptaufgabe muss jetzt sein, die Märkte zu beruhigen und Griechenland die Möglichkeit zu eröffnen, einige seiner Darlehen zu bezahlen. Das könnte den Preis der Schuldscheine auf ein normales Maß stutzen. Noch wichtiger aber ist, einer sich ausbreitenden Panik entgegenzutreten, die den Kurs des Euro drückt und den Schuldenabbau für weitere Länder verteuern würde: Portugal, Spanien, Irland und Italien. Hier geht es um Tage und Wochen. Sollte sich die Panik ausbreiten, dann müssten die europäischen Politiker nach Schätzungen renommierter Ökonomen minimal 600 Milliarden Euro aus den Taschen ziehen, um die Schulden aller Problemländer begleichen zu können. Das aber könnte den Bankrott der Eurozone bedeuten."
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Ta Nea - Griechenland | Donnerstag, 29. April 2010
Die Hilfszusage für Griechenland von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch, wenn auch ohne konkrete Zahlen, könnte ein Problem für die Griechen werden, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Die Hilfszusage für Griechenland von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch, wenn auch ohne konkrete Zahlen, könnte ein Problem für die Griechen werden, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "Das Land ist nicht bankrott, es wird weiterhin seinen Verpflichtungen nachkommen. Aber es ist ein langer Weg bis zu seiner Rettung, da es 300 Milliarden Schulden hat. Die größte Gefahr besteht darin, dass wir uns wieder beruhigen, was zu unserer zweiten Natur gehört. Das heißt, die Regierung könnte nicht sofort die nötigen Maßnahmen ergreifen, die schon vor fünf Jahren hätten ergriffen werden müssen, die Leute werden sagen, dass alles nur ein Märchen gewesen sei, ... dass Griechenland nie sterbe. Und wir fangen wieder an, unsere Hummerspaghetti und unseren Ouzo beim Sonnenuntergang zu genießen."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 29. April 2010
Die Bundesregierung lässt weiterhin offen, mit wie viel Geld sie den Griechen unter die Arme greifen will. Ein Grund dafür ist die europaskeptische Haltung des Bundesverfassungsgerichts, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung, und nimmt die Regierung so in Schutz vor dem Vorwurf zu zögerlich zu sein: » mehr
Die Bundesregierung lässt weiterhin offen, mit wie viel Geld sie den Griechen unter die Arme greifen will. Ein Grund dafür ist die europaskeptische Haltung des Bundesverfassungsgerichts, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung, und nimmt die Regierung so in Schutz vor dem Vorwurf zu zögerlich zu sein: "In der aufgeregten öffentlichen Debatte ist untergegangen, dass verfassungsrechtliche Fragen von Anfang an eine herausragende Rolle in der deutschen Haltung zu Griechenland gespielt haben. Wie vielleicht keine ihrer Vorgängerinnen hat die Bundesregierung versucht, ihre Politik so zu gestalten, dass sie vor den Karlsruher Richtern Bestand hat. Das reicht bis zur Wortwahl der Bundeskanzlerin und ihrer Minister. Ausgangspunkt aller Überlegungen war die interne Einschätzung, dass das Europarecht der Bundesregierung nur äußerst geringe Spielräume für Hilfen an einen anderen Euro-Staat bietet. ... Nicht das Schicksal Griechenlands oder seine Zinslast sollten als ausschlaggebend für die deutsche Politik dargestellt werden, sondern die Stabilität der Gemeinschaftswährung sowie die Solvenz der deutschen Banken und Versicherungen. ... Eine solche Einschränkung der nationalen Europapolitik durch ein Verfassungsgericht ist aus keinem anderen Mitgliedsland bekannt."
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Libération - Frankreich | Mittwoch, 28. April 2010
Die Finanzkrise in Griechenland hat sich weiter verschlimmert. Bis zum 19. Mai braucht das Land 8,5 Milliarden Euro für eine fällige Staatsanleihe. Auch die EU ist Schuld an der griechischen Misere, schreibt die linksliberale Tageszeitung Libération: » mehr
Die Finanzkrise in Griechenland hat sich weiter verschlimmert. Bis zum 19. Mai braucht das Land 8,5 Milliarden Euro für eine fällige Staatsanleihe. Auch die EU ist Schuld an der griechischen Misere, schreibt die linksliberale Tageszeitung Libération: "Man muss sich das Katastrophenszenario folgendermaßen vorstellen: Ein gebeuteltes Griechenland, das nicht in der Lage ist, seine Schulden zu tragen. Ein abgehängtes Portugal, dem bald Spanien und Irland folgen. Eine Eurozone, die zusammenbricht, und Märkte, die durchdrehen. Noch vor wenigen Wochen schien diese Aussicht undenkbar. Europa, so hieß es, würde nicht zulassen, dass wir mit dem Schlimmsten rechnen müssten. Es würde reagieren können, um das zu schützen, was es über einen langen Zeitraum aufbaute. Heute stehen wir wegen des offenkundigen Scheiterns desselben Europas vor einem Abgrund. Durch ständige Aufschübe, Spaltungen und Inkohärenz ist die EU hauptverantwortlich für die griechischen Krämpfe, die die Welt erschüttern."
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Alle verfügbaren Texte von » Fabrice Rousselot
Correio da Manhã - Portugal | Dienstag, 27. April 2010
Das Zögern von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Unterstützung Griechenlands zuzustimmen, verschlimmert die Lage der Eurozone und ihrer schwächsten Mitglieder, schreibt die Tageszeitung Correio da Manhã: » mehr
Das Zögern von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Unterstützung Griechenlands zuzustimmen, verschlimmert die Lage der Eurozone und ihrer schwächsten Mitglieder, schreibt die Tageszeitung Correio da Manhã: "Griechenlands Disziplinlosigkeit hat die Büchse der Pandora geöffnet, die den Euro in Gefahr bringt. Aber die strenge und egoistische deutsche Politik, die sich mehr um politische Kosten für die nächsten Landtagswahlen [in Nordrhein-Westfalen] kümmert, fügt dem Scheiterhaufen unter dem Euro Holz hinzu. Jedes finanzielle Beben in Athen hat Auswirkungen auf Lissabon. Diese Angriffswellen werden nur enden, wenn Merkel die Sicherheit der Eurozone garantiert. Solange dies nicht geschieht, werden die Spekulanten weiterhin wetten und Millionen am Elend der schwächeren Euroländer verdienen: Griechenland und Portugal."
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Alle verfügbaren Texte von » Armando Esteves Pereira
La Repubblica - Italien | Dienstag, 27. April 2010
Die Bundesregierung fordert schärfere Bedingungen für die EU-Hilfen für Griechenland. Doch das ist nur Teil einer Verzögerungstaktik, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai im Auge hat, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: » mehr
Die Bundesregierung fordert schärfere Bedingungen für die EU-Hilfen für Griechenland. Doch das ist nur Teil einer Verzögerungstaktik, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai im Auge hat, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Die Rettung ist zum Wettlauf gegen die Zeit geworden. Es geht um Tage, nicht um Monate. Bei der aktuellen Kursentwicklung haben sich die Kosten für das Manöver bereits fast verdoppelt. Deutschland will jedoch die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen abwarten. Sicher fällt es Merkel schwer, ihre Mitbürger von Hilfen für ein Land zu überzeugen, das systematisch Bilanzen gefälscht hat. Aber dieselben Bürger werden ebenso wenig glücklich darüber sein, wenn die Rechnung am Ende noch gesalzener als bei einem sofortigen Einschreiten ausfällt. Sind sie ausreichend über das Risiko informiert? Zweifel daran sind angebracht."
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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Dienstag, 27. April 2010
Nationalistische Selbstüberhöhung prägt die Debatte in Deutschland über die Griechenlandhilfe, meint die linksliberale Frankfurter Rundschau. Doch diese Haltung verkenne die wirtschaftliche Realität: » mehr
Nationalistische Selbstüberhöhung prägt die Debatte in Deutschland über die Griechenlandhilfe, meint die linksliberale Frankfurter Rundschau. Doch diese Haltung verkenne die wirtschaftliche Realität: "Badet doch in dem Selbstwertgefühl der Überlegenheit! Es wird ein fürchterlich kurzes Hochgefühl. So viel ist sicher. Denn was passierte, wenn Deutschland aus dem Euro austräte? Eine Aufwertung um rund 30 Prozent gegenüber dem Rest-Euro wäre die Folge. Das wäre zwar ein Überschießen des tatsächlichen Arbeitskostenvorteils hierzulande, aber so ist das nun mal am freien Devisenmarkt: Die Kurse überschießen. Eine Aufwertung um 30 Prozent kommt der Rettung Griechenlands gleich, auf den Inseln würde die Kosten-Nutzen-Funktionen [sic] wieder stimmen. Eine Aufwertung um 30 Prozent würde Frankreichs und Italiens Industrie und genauso derjenigen Belgiens, Hollands und der Slowakei enorme Wettbewerbsvorteile auf den Weltmärkten verschaffen. Rest-Euroland stünde vor einem wahren Exportboom und könnte endlich von Deutschland befreit wachsen."
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To Vima Online - Griechenland | Dienstag, 27. April 2010
Die deutsche Kritik an Griechenland ist in dem fast bankrotten Staat nicht willkommen. Doch die linksliberale griechische Tageszeitung To Vima hält sie für angemessen: » mehr
Die deutsche Kritik an Griechenland ist in dem fast bankrotten Staat nicht willkommen. Doch die linksliberale griechische Tageszeitung To Vima hält sie für angemessen: "Griechenland befindet sich am Rande der Katastrophe, aber einige Leute denken immer noch wie verwöhnte Prinzen! Sie verhalten sich so, als ob der gesamte Planet den Griechen etwas schulde, obwohl in Wahrheit Griechenland fast dem gesamten Planeten etwas schuldet. Wir sind uns einig, dass unser Land ungeschützt ist und es hier Betrügern und Steuerhinterziehern gut geht. Wenn aber Angela Merkel das sagt, dann ärgern wir uns. Jeder Grieche weiß, dass wir unseren Haushalt nicht allein regulieren können. Wir leben permanent auf Kredit, wir geben alles aus, was in der Kasse ist, und wenn die Kasse leer ist, dann fügen wir Sparmaßnahmen hinzu. Sobald die Sparmaßnahmen greifen, fangen wir wieder an, Geld zu verschwenden. ... Bevor wir also gegen Frau Merkel und die anderen Kritiker protestieren, sollten wir erst einmal nachdenken, ob sie Recht haben, wenn sie uns gegenüber misstrauisch sind. Immerhin leihen sie uns ihr Geld."
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NRC Handelsblad - Niederlande | Dienstag, 27. April 2010
Griechenland braucht deutlich mehr Unterstützung von den anderen Euroländern, als bisher geplant, meint die Tageszeitung NRC Handelsblad: » mehr
Griechenland braucht deutlich mehr Unterstützung von den anderen Euroländern, als bisher geplant, meint die Tageszeitung NRC Handelsblad: "Europa muss Griechenland mehr Geld leihen als die 30 Milliarden, die nun in den Büchern stehen, und dieses Geld wird nicht gänzlich zurück fließen. ... Die Chance ist groß, dass es Athen nicht gelingt, die Staatsanleihen zurückzuzahlen. Das wird zu einem erneuten Chaos im Finanzsektor führen, wodurch viele europäische Banken als Halter griechischer Staatsanleihen Probleme bekommen und die Ausbreitungsgefahr [der Krise] weiter zunimmt. ... Die Alternative ist, Griechenland wirklich zu unterstützen, wobei man Dritten Vorrang beim Tilgen der Staatsschulden gibt. Damit wird die griechische Zahlungsunfähigkeit verhindert, wenn auch auf Kosten der anderen Euroländer. ... Die 1,8 Milliarden, die die Niederlande als Teil des europäischen Hilfspakets vorschießen, muss daher zum Teil als Subvention angesehen und verbucht werden."
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Financial Times - Großbritannien | Montag, 26. April 2010
Griechenland verlangt bis zu 45 Milliarden Euro an finanziellen Hilfen von der EU und dem Internationalen Währungsfonds, um sein Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Die Wirtschaftszeitung Financial Times fordert dagegen eine Reihe von politischen Reformen: » mehr
Griechenland verlangt bis zu 45 Milliarden Euro an finanziellen Hilfen von der EU und dem Internationalen Währungsfonds, um sein Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Die Wirtschaftszeitung Financial Times fordert dagegen eine Reihe von politischen Reformen: "Die Griechen müssen jetzt ihre Bereitschaft zeigen, ...die regelverletzende, korrupte Parallelwirtschaft in den Griff zu kriegen, die die Funktionen eines modernen Staats untergraben. ... Europa muss ebenfalls größere Reife zeigen. Es war eine Fehleinschätzung, dass unausgereifte und vernachlässigte Finanzregeln politische und kulturelle Differenzen in Einklang bringen könnten. Nun bleiben alte und hässliche Vorurteile zurück, deren sich kürzlich die griechischen und deutschen Massenmedien bedient haben. Einige Landsleute von [Premier] Papandreou werden in den Bedingungen des IWF-Programms eine nationale Erniedrigung sehen. Wenn er aber sein Volk von den nötigen Änderungen überzeugen kann, könnte es sich für Griechenland als der schnellste Weg zurück zur Unabhängigkeit erweisen, die das Land durch seine Verschwendung verspielt hat."
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Les Echos - Frankreich | Freitag, 23. April 2010
Griechenlands Haushaltslage ist dramatischer als bisher angenommen. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat lag das griechische Staatsdefizit im vergangenen Jahr bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Griechenland könnte Unheil über Europa bringen, warnt die Tageszeitung Les Echos unter Verwendung der klassischen Mythologie: » mehr
Griechenlands Haushaltslage ist dramatischer als bisher angenommen. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat lag das griechische Staatsdefizit im vergangenen Jahr bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Griechenland könnte Unheil über Europa bringen, warnt die Tageszeitung Les Echos unter Verwendung der klassischen Mythologie: "Alles hat mit einer Ankündigung begonnen: dem Herkules Eurostat ist es nicht gelungen, die Augias-Ställe des griechischen Staatshaushalts zu säubern. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr scheint sich das Netz des [Feuergotts] Vulcanus um Griechenland zusammen zu ziehen. Nicht nur Griechenland läuft Gefahr, im Wasser des Styx zu ertrinken, sondern ganz Europa. Deutschland lehnt es ab, zu einer der Danaiden zu werden, die dazu verdammt sind, immer wieder ein Fass ohne Boden zu füllen. Die [europäischen] Regierungen müssen schnell reagieren. Denn dieses Mal wird Zeus Europa nicht retten."
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Alle verfügbaren Texte von » Jean-Marc Vittori
To Vima Online - Griechenland | Donnerstag, 22. April 2010
In der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist es unumgänglich, den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Finanzhilfen zu bitten, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Vima: » mehr
In der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist es unumgänglich, den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Finanzhilfen zu bitten, schreibt die linksliberale Tageszeitung To Vima: "Die großen griechischen Unternehmen (einschließlich der Banken) sind nicht in der Lage, das Vertrauen der ausländischen Gläubiger zurück zu gewinnen, solange der Staat sich in solch einer Kreditnotlage befindet. So werden Investitionen ausgesetzt, das Wachstum sinkt, die haushaltspolitische Ziele werden nicht erreicht, die Spreads [Indikator beim Wertpapierhandel] werden erhöht, neue restriktive Maßnahmen werden erlassen, um das Defizit einzudämmen und schließlich schrumpft die Wirtschaft weiter. ... Deswegen ist es unvermeidlich, den IWF einzuschalten. Die Regierung hat keine Möglichkeiten mehr, Bedingungen zu stellen. Es gibt absolut keinen Ausweg. Ein Abkommen mit dem IWF ist das Einzige, was die schnelle Eskalation der wirtschaftlichen und politischen Krise verhindern kann. ... Eine Verzögerung von Entscheidungen kann sogar die Hilfen des IWF nutzlos machen, so wie auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer nutzlos war."
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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 22. April 2010
Griechenland könnte trotz der Finanzhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) pleite gehen, wenn es der Regierung in Athen nicht gelingt, zusätzliches Geld aufzubringen, das sie zur Ablösung ihrer auslaufenden Altschulden und zum Stopfen des Haushaltsdefizits braucht, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: » mehr
Griechenland könnte trotz der Finanzhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) pleite gehen, wenn es der Regierung in Athen nicht gelingt, zusätzliches Geld aufzubringen, das sie zur Ablösung ihrer auslaufenden Altschulden und zum Stopfen des Haushaltsdefizits braucht, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Kommt nicht schnell Hilfe aus dem Ausland, wird das Land ein Schuldenmoratorium ausrufen müssen und damit erklären, dass es nur einen Teil seiner Kredite bedienen kann, so wie dies Deutschland 1923 und Brasilien im Jahr 1982 getan haben. Nur: Griechenland ist nicht gerettet, selbst wenn sich EU und IWF dazu durchringen, die in Aussicht gestellten 45 Milliarden Euro rauszurücken. Was nottut, ist ein Rettungspaket, das Hellas nicht nur für ein paar Monate Luft verschafft, sondern dauerhaft seine Finanzprobleme löst. Dazu müssten sich griechische Regierung und Sozialpartner, IWF und Gläubiger an einen Tisch setzen. Jeder müsste seinen Obolus entrichten."
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Alle verfügbaren Texte von » Catherine Hoffmann
La Repubblica - Italien | Donnerstag, 22. April 2010
Griechenland arbeitet bereits auf die Freigabe eines Kredits hin, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica angesichts der Gespräche des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU mit der Athener Regierung: » mehr
Griechenland arbeitet bereits auf die Freigabe eines Kredits hin, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica angesichts der Gespräche des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU mit der Athener Regierung: "Ziel der Verhandlungen ist es, die Details der Finanzhilfen und vor allem weitere Sanierungsmaßnahmen festzulegen, die die griechische Regierung als Gegenleistung erbringen muss. Der griechische Finanzminister George Papakonstantinou sieht nicht von ungefähr eine mehrwöchige Verhandlungsdauer und den Abschluss der Gespräche 'bis zum 15. Mai' vor. Denn am 17. Mai könnten die Minister der Euro-Gruppe offiziell die erste Tranche des Kredits freigeben. ... Dafür spricht auch die Tatsache, dass Frankreich 3,9 Milliarden Euro in seinem Haushaltsplan 2010 bereit gestellt hat. Das entspricht dem französischen Anteil am EU-Kredit."
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Alle verfügbaren Texte von » Andrea Bonanni
Lidové noviny - Tschechien | Mittwoch, 21. April 2010
Für das hoch verschuldete Griechenland beginnen am heutigen Mittwoch in Athen Detailgespräche über das EU-Hilfspaket, das nach Aussage des deutschen Bundesbankchefs Axel Weber weit umfangreicher als ursprünglich gedacht ausfallen könnte. Dafür müssten Bedürftige in Deutschland womöglich auf Unterstützungen vom Staat warten. Für die konservative Tageszeitung Lidové noviny ein untragbarer Zustand: » mehr
Für das hoch verschuldete Griechenland beginnen am heutigen Mittwoch in Athen Detailgespräche über das EU-Hilfspaket, das nach Aussage des deutschen Bundesbankchefs Axel Weber weit umfangreicher als ursprünglich gedacht ausfallen könnte. Dafür müssten Bedürftige in Deutschland womöglich auf Unterstützungen vom Staat warten. Für die konservative Tageszeitung Lidové noviny ein untragbarer Zustand: "Ist das Solidarität oder Absurdität? Aber die Wahrheit über die unhaltbare europäische Realität darf man nicht laut sagen. Eine Realität, in der die Griechen von den Deutschen verlangen, dass diese ihnen weiter das 16. Monatsgehalt und die Rente ab 57 bezahlen sollen, während die Deutschen viele Jahre länger für 12 Monatsgehälter arbeiten müssen. In der EU-Kommission aber entstehen bis jetzt weder ein Krisenplan über den Auszug aus der Eurozone, noch kultivierte Regeln für einen Staatsbankrott. ... Übrigens endet schon im nächsten Jahr auch der tschechische Luxus, Beobachter zu sein. Dann werden auch wir Nettozahler für das europäische Budget."
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The Irish Times - Irland | Samstag, 17. April 2010
Deutschlands Europapolitik ist von seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen bestimmt und von einem wachsendem Unmut der Bevölkerung, sich gegenüber schwächeren Mitgliedstaaten, wie zuletzt Griechenland, solidarisch zu zeigen, kritisiert Paul Gillespie in der Tageszeitung The Irish Times: » mehr
Deutschlands Europapolitik ist von seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen bestimmt und von einem wachsendem Unmut der Bevölkerung, sich gegenüber schwächeren Mitgliedstaaten, wie zuletzt Griechenland, solidarisch zu zeigen, kritisiert Paul Gillespie in der Tageszeitung The Irish Times: "Reformen im Arbeitsmarkt, die Deutschland ermöglichten, billiger zu sein als seine Konkurrenten, drückten nach und nach das deutsche Lohnniveau und den Lebensstandard. Durch die EU-Erweiterung gewann Deutschland einen geopolitischen Puffer zu Russland und riesige neue Märkte für die von ihm hergestellten Waren und für sein Finanzkapital, zusätzlich zu den bereits im Mittelmeerraum und in Irland bestehenden Märkten. So gestaltet Deutschland nun die europäische Wirtschaft, aber es weigert sich, das daraus in der gesamten Eurozone entstehende Ungleichgewicht der Bedürfnisse auszugleichen. ... Die allumfassende Synthese ist ein finanzwirtschaftliches Desaster der Eurozone."
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Die Welt - Deutschland | Donnerstag, 15. April 2010
Frankreichs Eliten werfen Deutschland vor, die europäische Solidarität aufzukündigen und in Richtung Russland zu schielen. Hans-Hermann Nikolei beleuchtet in der Tageszeitung Die Welt die Sorgen der Franzosen: » mehr
Frankreichs Eliten werfen Deutschland vor, die europäische Solidarität aufzukündigen und in Richtung Russland zu schielen. Hans-Hermann Nikolei beleuchtet in der Tageszeitung Die Welt die Sorgen der Franzosen: "Die Deutschen drängen wieder nach Osten, wenden sich vom sozialen 'rheinischen Kapitalismus' ab und setzen egoistisch Europa aufs Spiel: Der Streit um die deutschen Exportüberschüsse und um die Euro-Hilfen für Griechenland lässt in Frankreich alte Ängste wieder aufkeimen. ... Vor allem Angela Merkels Zögern, den klammen Griechen mit ein paar Milliarden Euro aus der Patsche zu helfen, traf die französische Elite wie ein Schock. Deutschland kündige die europäische Solidarität und lasse auch Frankreich im Regen stehen, befürchten jetzt viele. ... Die einfachen Franzosen sehen die Deutschland-Frage allerdings gelassener als ihre intellektuellen 'Vordenker'. Nach einer neuen Umfrage des Instituts Opinion Way sind 78 Prozent der Franzosen genauso wie 84 Prozent der Deutschen stolz, Europäer zu sein. Und jeweils 79 Prozent der Franzosen und der Deutschen meinen, dass das deutsch-französische Paar bis 2020 der Motor Europas bleibt."
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Le Monde - Frankreich | Dienstag, 13. April 2010
Angesichts der Krise in Griechenland werfen Frankreichs Eliten Deutschland vor, unsolidarisch zu handeln. In der Tageszeitung Le Monde findet Jean Bizet, Vorsitzender des Europaausschusses im französischen Senat, dass es nicht einer einheitlichen Meinung bedarf, um wieder ein gesundes Verhältnis zwischen beiden europäischen Staaten zu erreichen: » mehr
Angesichts der Krise in Griechenland werfen Frankreichs Eliten Deutschland vor, unsolidarisch zu handeln. In der Tageszeitung Le Monde findet Jean Bizet, Vorsitzender des Europaausschusses im französischen Senat, dass es nicht einer einheitlichen Meinung bedarf, um wieder ein gesundes Verhältnis zwischen beiden europäischen Staaten zu erreichen: "Der Ursprungsfehler bestand darin, dass zu oft vom 'deutsch-französischen Paar' und von einem Tandem die Rede war, während beide Staaten eher Vettern sind, die sich unterschiedlich entwickelt haben. ... Die Wiedervereinigung und die EU-Erweiterung haben den europäischen Raum erneut konfiguriert und Deutschland auf allen Ebenen einen zentralen Stellenwert zugeschrieben. Aber darf man überhaupt von Ungleichgewicht sprechen? Warum sucht man das Gleichgewicht beim Aufbau Europas, warum die Ausgeglichenheit zwischen Deutschland und Frankreich? Aber warum nicht zwischen Deutschland und Polen, zwischen dem Norden und dem Süden, dem Westen und dem Osten, alten und neuen Mitgliedstaaten? Wichtig ist nicht das zugwiesene Gleichgewicht, ... sondern der Wille gemeinsam zu handeln. Die Beziehung hat sich verändert. ... Die beiden Vettern, die dieselbe Geschichte haben, sind dauerhaft aneinander gebunden."
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Berlingske - Dänemark | Dienstag, 13. April 2010
Die Bekanntgabe der Details des Notfallplans für Griechenland hat die Finanzmärkte erst einmal aufatmen lassen. Athen soll Kredite zu besonders günstigen Zinsen erhalten. Doch andere Länder bedrohen den Euro weiterhin, meint die Tageszeitung Berlingske Tidende: » mehr
Die Bekanntgabe der Details des Notfallplans für Griechenland hat die Finanzmärkte erst einmal aufatmen lassen. Athen soll Kredite zu besonders günstigen Zinsen erhalten. Doch andere Länder bedrohen den Euro weiterhin, meint die Tageszeitung Berlingske Tidende: "Sowohl Deutschland, als auch eine Reihe anderer Länder haben zu Recht kritische Fragen an die griechische Regierung gestellt, und die deutsche Kanzlerin selbst wollte Griechenland keine Kredite zu besonders günstigen Zinsen geben, sondern an den marktüblichen Sätzen festhalten. Trotzdem ist die Aktion scheinbar erfolgreich. Der Euro steigt langsam aber sicher wieder gegenüber dem Dollar und die Märkte haben sich weitgehend beruhigt. Aber für wie lange? Dazu braucht es nur ein paar negative Berichte aus Ländern, deren Lage genauso schlimm ist wie die Griechenlands. Spanien, Portugal und Irland gehören mit auf die Überwachungsliste. Schlechte Nachrichten aus diesen Ländern können den Euro in eine erneute Krise zwingen."
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Mladá fronta Dnes - Tschechien | Montag, 12. April 2010
Die Länder der Eurozone haben sich auf die Modalitäten zur Unterstützung Griechenlands bei der Bewältigung seiner Finanzkrise verständigt. Athen könnte bei drohender Zahlungsunfähigkeit bis zu 30 Milliarden Euro zu günstigen Zinsen erhalten. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes äußert sich kritisch: » mehr
Die Länder der Eurozone haben sich auf die Modalitäten zur Unterstützung Griechenlands bei der Bewältigung seiner Finanzkrise verständigt. Athen könnte bei drohender Zahlungsunfähigkeit bis zu 30 Milliarden Euro zu günstigen Zinsen erhalten. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes äußert sich kritisch: "Wo wird es hinführen, wenn kein Land der Eurozone Bankrott gehen kann? Es wird so enden wie unlängst bei den großen Banken, die nur durch milliardenschwere Finanzspritzen aus Europa und den USA gerettet werden konnten. Nur, das jetzige moralische Hasardspiel wird am Ende niemand mehr bezahlen können. ... Deshalb waren ursprünglich Finanzhilfen innerhalb der Eurozone strikt verboten. Dieses Verbot ist definitiv gefallen. Für Griechenland bringt es nur einen kleinen und eher zu kurzen Schritt in Richtung Rettung. Aber für den Euro ist es ein großer Sprung. Freilich weiß niemand, wohin."
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El País - Spanien | Freitag, 9. April 2010
Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt die Krise, um ihre Macht in Europa auszuspielen, analysiert der Soziologe Ulrich Beck in der linksliberalen Tageszeitung El País: » mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt die Krise, um ihre Macht in Europa auszuspielen, analysiert der Soziologe Ulrich Beck in der linksliberalen Tageszeitung El País: "In der Krise um den Euro haben sich neue Machtbeziehungen herauskristallisiert. Wenn es um Entscheidungen geht, agieren weder die EU-Kommission noch der EU-Präsident oder der jeweilige Ratspräsident und auch nicht Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien. In der Stunde der Wahrheit handelt die deutsche Kanzlerin in Abstimmung mit dem französischen Präsidenten Sarkozy. Angela Merkel ist weder Angela Kohl noch Angela Brandt. Die deutsche Kanzlerin ist auch nicht Maggie Merkel. Sie ist Angela Bush. Auf dieselbe Art, auf die US-Präsident Bush das Risiko des Terrorismus genutzt hat, um dem Rest der Welt seinen Unilateralismus im Kampf gegen den Terror aufzuerlegen, so nutzt Angela Bush das europäische Finanzrisiko, um den anderen die deutsche Stabilitätspolitik aufzudrücken. Die Deutsche Mark war die Währung der deutschen Macht. Dasselbe soll jetzt auch für den Euro gelten."
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Les Echos - Frankreich | Freitag, 9. April 2010
Unter dem Druck der griechischen Krise haben am Donnerstag die europäischen Börsen nachgegeben. Griechenland muss immer höhere Zinsen auf neue Schulden zahlen. Jetzt müssen die Regierungen Europas dringend handeln, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Unter dem Druck der griechischen Krise haben am Donnerstag die europäischen Börsen nachgegeben. Griechenland muss immer höhere Zinsen auf neue Schulden zahlen. Jetzt müssen die Regierungen Europas dringend handeln, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Die Sorge um Griechenland wächst wieder einmal. Seine Finanzen machen Angst. Da Athen dieses Jahr mehr als 50 Milliarden Euro auftreiben muss, wird die Verschuldung des Staatshaushaltes um mehrere Milliarden ansteigen. Dies macht die schmerzhaften Anstrengungen zunichte, welche die Regierung des Landes durchgesetzt hat, um die öffentlichen Ausgaben zu senken. Man muss erkennen, was offensichtlich ist: Der von der Europäischen Union angekündigte Rettungsplan steuert auf einen Misserfolg zu. Um die griechische Krise zu lösen, muss man die griechische Unklarheit beseitigen. Es muss in Erfahrung gebracht werden, wie es um die Staatsfinanzen Griechenlands wirklich steht. Wieder einmal ist Europa, sind Brüssel, Paris und Berlin am Zug. Es ist Zeit, die Bedingungen der Rettung zu definieren. Es geht um die Zukunft der Europäischen Union."
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taz - Deutschland | Donnerstag, 8. April 2010
Innerhalb weniger Monate sind die Griechen in Beliebtheitsumfragen der Deutschen auf die letzten Plätze gerutscht, wundert sich Christian Semler in der linken tageszeitung: » mehr
Innerhalb weniger Monate sind die Griechen in Beliebtheitsumfragen der Deutschen auf die letzten Plätze gerutscht, wundert sich Christian Semler in der linken tageszeitung: "Der jähe Fall der Griechen belehrt uns jetzt darüber, in welchem Umfang und mit welcher Rasanz gerade negative Stereotype gemacht werden. Was wir soeben erlebt haben, ist eine konzertierte, sehr erfolgreiche mediengesteuerte Aktion zwecks Schaffung und Befestigung von Vorurteilen.... Das Vorurteil benötigt die Gleichmachung des Feindes. Früher war es 'der Russe', bei Bild sind es jetzt die 'Pleite-Griechen'. Soziale und kulturelle Unterschiede beim Vorurteilsobjekt werden getilgt. Es sind 'die Griechen', die sich auf unsere Kosten 'alles' leisten, die 'unsere schönen Euros' verbrennen. ... Aufgewärmt wird auch ein totgeglaubtes Stereotyp des 19. Jahrhunderts, die angeblich 1.000 Jahre währende Verfallsgeschichte des Byzantinischen Reiches und die Unvereinbarkeit des christlich-abendländischen Erbes mit dem finsteren, gegen das freie Individuum gerichteten Reich der Orthodoxie. Die Griechen verdienen ihre Antike gar nicht, was im Übrigen auch Hitlers Meinung war, der die Germanen als die eigentlichen Griechen proklamierte."
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To Vima Online - Griechenland | Mittwoch, 7. April 2010
Neue Spekulationen über die Finanzlage Griechenlands haben am Dienstag den Euro stark unter Druck gesetzt. Das zeigt die Dummheit des Marktes, meint die linksliberale Tageszeitung To Vima: » mehr
Neue Spekulationen über die Finanzlage Griechenlands haben am Dienstag den Euro stark unter Druck gesetzt. Das zeigt die Dummheit des Marktes, meint die linksliberale Tageszeitung To Vima: "Was immer wir auch tun, egal welche Initiativen die griechische Regierung ergreift und wie sehr sich das griechische Volk auch opfert - das alles bleibt unbemerkt. Die gestrige Reaktion des Marktes war eindeutig unangemessen und unbegründet, ein Ergebnis von ungerechtfertigten und unbegründeten Gerüchten. Es hätte nur der Logik bedurft, um diese Spekulationen beiseite zu schieben. Außerdem, wie kann ein Land, das gerade für einen Rettungsplan ... gekämpft hat, schon zwei, drei Wochen später seine Überprüfung verlangen? Es ist bemerkenswert, dass die großen internationalen Märkte bereit sind, unbegründete Gerüchte zu akzeptieren, statt die griechischen Bemühungen anzuerkennen. ... Die politische Motivation hat immer eine Rolle gespielt, auch wenn dies die Repräsentanten des freien und angeblich sich selbst regulierenden Markts bestreiten ... . Griechenland bleibt widerspenstig, es tanzt nicht nach den Anweisungen des freien Markts, es ist nicht Irland. Griechenland bezweifelt Rezepte und Ideen ... und kann seinen Ekel vor spekulativen Gruppen nicht verstecken."
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Les Echos - Frankreich | Dienstag, 30. März 2010
Griechenland hat am Montag erfolgreich eine siebenjährige Staatsanleihe im Volumen von fünf Milliarden Euro an den Markt gebracht und dafür genügend Abnehmer gefunden. Das reicht zur Bekämpfung der Krise aber nicht aus, vermutet die Wirtschaftszeitung Les Echos: » mehr
Griechenland hat am Montag erfolgreich eine siebenjährige Staatsanleihe im Volumen von fünf Milliarden Euro an den Markt gebracht und dafür genügend Abnehmer gefunden. Das reicht zur Bekämpfung der Krise aber nicht aus, vermutet die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Von einem Ansturm kann keine Rede sein. Aber die gestern von Griechenland erzielte Erschließung des Kapitalmarkts wurde von einem offenkundigen Erfolg gekrönt. ... Man darf jedoch nicht davon ausgehen, dass die griechische Krise damit vorbei ist. Bis zum Ende des Jahres wird das Land weiterhin einen hohen Finanzierungsbedarf haben. Mit der gestrigen Kapitalbeschaffung hat das Land nur ein Drittel seines Programms für das Jahr 2010 erreicht. Und es ist nicht einmal sicher, ob die Wirkung des Notpakets länger als einige Wochen anhalten wird. ... [Die Frage] nach der Fähigkeit Griechenlands, seine Staatsdefizite zu beheben, ohne seine Wirtschaft in ein tiefe Depression fallen zu lassen, stellt sich auch weiterhin."
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La Stampa - Italien | Freitag, 26. März 2010
Die vor allem von Deutschland geforderte Integration des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den Notfallplan gefährdet den Euro, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: » mehr
Die vor allem von Deutschland geforderte Integration des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den Notfallplan gefährdet den Euro, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Bisher stützte sich die Stabilität der Währungsunion auf den grundsätzlichen Einklang zwischen der Regierung Deutschlands und der Leitung der Europäischen Zentralbank [EZB]. Berlin schlägt jetzt aber [mit der Einbeziehung des IWF] eine Lösung für Griechenland vor, die laut EZB gefährlich ist für die Zukunft des Euro. Deshalb weht ein neuer Wind der Beunruhigung durch den Eurotower von Frankfurt. Es ist ein trauriges Paradox, dass ausgerechnet das Land destabilisierend auf die Gemeinschaftswährung einwirkt, dessen öffentliche Meinung am meisten Interesse an einer stabilen Währung bekundet."
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Politiken - Dänemark | Freitag, 26. März 2010
Mit der Zusage von Krediten und der Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF) setzen die Euroländer ein Zeichen im Kampf gegen die griechische Krise, lobt die Tageszeitung Politiken: » mehr
Mit der Zusage von Krediten und der Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF) setzen die Euroländer ein Zeichen im Kampf gegen die griechische Krise, lobt die Tageszeitung Politiken: "Das ist eine gute Entscheidung. Zum einen hat der IWF Erfahrung darin, Schuldenkrisen zu meistern - zuletzt in EU-Ländern wie Lettland, Ungarn und Rumänien. Zum anderen zögert der IWF nicht vor harten Eingriffen. Und das braucht man in Griechenland. Aber es ist wichtig, dass auch die anderen Euroländer sich am Rettungsplan beteiligen. Sie senden damit ein deutliches Signal, dass man nicht zulassen wird, dass die Finanzmärkte den Euro knacken. Mit der Kombination aus bitterer IWF-Medizin, die Griechenland ... verabreicht wird, und dem deutlichen Signal an die Finanzmärkte, dass man in guten wie in schlechten Zeiten zusammensteht, haben die Euroländer wieder ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, großen Herausforderungen begegnen zu können."
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Die Presse - Österreich | Donnerstag, 25. März 2010
Die Zeit ist reif für einen Umbau der Europäischen Union, meint die Tageszeitung Die Presse. Kredithilfen, aber auch Sanktionsmöglichkeiten sind nun nötig: » mehr
Die Zeit ist reif für einen Umbau der Europäischen Union, meint die Tageszeitung Die Presse. Kredithilfen, aber auch Sanktionsmöglichkeiten sind nun nötig: "Die EU und erst recht ihr Euro sind Produkte einer Schönwetterphase, in der ein Glaube an ständiges Wachstum und Stabilität die gemeinsame Politik geprägt hat. Doch jetzt regnet es überall hinein. Auf schützende gemeinsame Dächer ist verzichtet worden. Wenn der heutige EU-Gipfel in Brüssel nicht mehr umhinkommt, ein Hilfspaket für Athen zu schnüren, dann ist das auch ein Tabubruch. Denn ein solcher Beschluss legt erstmals offen, dass die europäische Integration, die gemeinsamen Verträge, auf tönernen Füßen gebaut ist. ... Das Problem hat zwei Dimensionen. Eine aktuelle: Es ist notwendig geworden, Griechenland mit Krediten oder Garantien zu versorgen, um Zinsaufschläge für dieses Land und einen Schaden für den Euro zu verhindern. Und eine strukturelle Dimension: Die Europäische Union muss umgebaut werden. Will sich die EU künftig selbst helfen, benötigt sie ähnliche Möglichkeiten wie der Internationale Währungsfonds."
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La Repubblica - Italien | Mittwoch, 24. März 2010
Im Streit über eine Finanzhilfe der EU für Griechenland zeichnet sich eine mögliche Lösung ab, die einen Kredit des Internationalen Währungsfonds einbezieht. Ungewiss bleibt der Zeitpunkt der offiziellen Ankündigung der Lösung wegen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: » mehr
Im Streit über eine Finanzhilfe der EU für Griechenland zeichnet sich eine mögliche Lösung ab, die einen Kredit des Internationalen Währungsfonds einbezieht. Ungewiss bleibt der Zeitpunkt der offiziellen Ankündigung der Lösung wegen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, schreibt die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Der Kompromiss nimmt Form an, aber Berlin stellt weiter harte Bedingungen. Isoliert wie nie zuvor bleibt Deutschland dabei, die Ankündigung eines Rettungsplans für verfrüht zu halten. Es besteht darauf, dass ein Sondergipfel für den Startschuss erst dann einberufen werden müsse, wenn Griechenland sich tatsächlich unfähig erweisen sollte, sich selbst zu finanzieren. ... Auch wenn sich nun alle einig sind, dass die Hilfen das absolut letzte Mittel sein werden, bleibt ungewiss, ob die Kanzlerin den Forderungen der Mehrheit der Länder der Eurozone, der Europäischen Kommission und selbst der Europäischen Zentralbank nachgeben wird."
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Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Dienstag, 23. März 2010
Zwei Tage vor dem Treffen der europäischen Regierungschefs in Brüssel hält die deutsche Bundeskanzlerin an der Ablehnung von Kredithilfen für Griechenland fest, gegen den Druck aus anderen Ländern. Angela Merkel gefährdet damit die gesamte europäische Integration, wettert die Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna: » mehr
Zwei Tage vor dem Treffen der europäischen Regierungschefs in Brüssel hält die deutsche Bundeskanzlerin an der Ablehnung von Kredithilfen für Griechenland fest, gegen den Druck aus anderen Ländern. Angela Merkel gefährdet damit die gesamte europäische Integration, wettert die Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna: "Deutschland hilft Griechenland nicht. Merkel hat zudem die Idee ihres Finanzministers verworfen, einen europäischen Währungsfonds einzurichten. Die Kanzlerin rennt dem Volk nach. Umfragen haben ergeben, dass die Bürger der Bundesrepublik am liebsten den Euro loswerden würden. Die Optimisten irren sich, die glauben, dass man der Krise mit ein paar Milliarden begegnen kann. Der Euro verliert seine härtesten Verfechter und wird zu einer bedrohten Spezies. Er verliert gegen den Egoismus. Das Vorgehen Berlins ist ein wirtschaftlicher Nationalismus, eine Bombe, die nicht nur auf die gemeinsame Währung geworfen wird, sondern auf die gesamte Europäische Integration."
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Alle verfügbaren Texte von » Andrzej Talaga
Ta Nea - Griechenland | Samstag, 20. März 2010
Berlins Haltung gegenüber einem Finanzpaket zur Hilfe Griechenlands ist zögerlich und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erwogen, Länder aus der Eurozone ausschließen zu können. Auf solch eine Verachtung müssen die Griechen reagieren, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: » mehr
Berlins Haltung gegenüber einem Finanzpaket zur Hilfe Griechenlands ist zögerlich und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erwogen, Länder aus der Eurozone ausschließen zu können. Auf solch eine Verachtung müssen die Griechen reagieren, meint die linksliberale Tageszeitung Ta Nea: "Wir müssen Gegenmaßnahmen ergreifen zu der deutschen Haltung, die nichts mit der Art zu tun hat, wie Kohl, Mitterrand und Delors die EU betrachteten, nämlich wie einen Schmelztiegel, in dem sich die europäische Vereinigung vollziehen werde. Da Berlin nicht mehr Ressourcen geben will, um die EU zu stützen, aus der es Nutzen gezogen hat, sollen nun die [von der deutschen Haltung] betroffenen Länder reagieren und Deutschland das Exportprivileg verwehren, dass es so lange genossen hat. Sie sollten die Importe deutscher Produkte reduzieren, indem sie italienische, französische, spanische oder griechische Produkte kaufen. Nur so wird Merkel kapieren, dass ein rassistisches Verhalten gegenüber anderen Ländern wirtschaftlich schaden kann, und zwar insbesondere Deutschland."
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Alle verfügbaren Texte von » Notis Papadopoulos
Hospodářské noviny - Tschechien | Freitag, 19. März 2010
Während Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Forderung nach Ausschluss unzuverlässiger Euroländer aus dem Währungsverbund aus vielen europäischen Ländern Kritik erntete, findet sie bei der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny Zustimmung: » mehr
Während Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Forderung nach Ausschluss unzuverlässiger Euroländer aus dem Währungsverbund aus vielen europäischen Ländern Kritik erntete, findet sie bei der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny Zustimmung: "Es ist kein Wunder, dass Berlin die Geduld verliert. Die Deutschen mussten sich wegen des Euro von der festen D-Mark verabschieden und wollen jetzt nicht auch noch um den festen deutschen Euro kommen. Das ist der Hauptgrund dafür, dass ihre Vorschläge zur Konsolidierung der griechischen Schulden so hart ausfallen. ... Die Griechen ihrerseits erwägen, sich beim Internationalen Währungsfonds (IWF) Hilfe zu holen, obwohl damit der Eindruck bestätigt würde, dass die Eurozone nicht in der Lage ist, ihre Probleme selbst zu lösen. Die Anrufung des IWF aber wäre nur die zweitbeste Variante, die Athen für die Zukunft des Euro wählen könnte. Die beste wäre, sich aus der Eurozone zu verabschieden."
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Delo - Slowenien | Freitag, 19. März 2010
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat von den europäischen Staats- und Regierungschefs eine rasche Entscheidung für Finanzhilfen gefordert. Er drohte zugleich damit, den Internationalen Währungsfonds um Hilfe zu bitten. Die Tageszeitung Delo befürwortet eine Unterstützung Griechenlands durch die Länder der Eurozone: » mehr
Griechenlands Premier Giorgos Papandreou hat von den europäischen Staats- und Regierungschefs eine rasche Entscheidung für Finanzhilfen gefordert. Er drohte zugleich damit, den Internationalen Währungsfonds um Hilfe zu bitten. Die Tageszeitung Delo befürwortet eine Unterstützung Griechenlands durch die Länder der Eurozone: "Noch nie in der elfjährigen Geschichte der Eurozone hat ein Mitglied die Hilfe der anderen Staaten gebraucht. Deshalb ist das Ultimatum des griechischen Regierungschefs Giorgos Papandreou der erste große Test für die 16 Mitglieder - wahrscheinlich ein noch schwierigerer als der harte Druck seitens der Börse vor einigen Jahren, als die einheitliche Währung in einigen Monaten fast die Hälfte ihres anfänglichen Werts verloren hatte. ... Diesmal ist die Gefahr für den Euro vielleicht sogar noch größer, denn Griechenland ist keine einsame Insel der finanziellen Instabilität. Deshalb ist eine Rettungsaktion dringend notwendig."
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 18. März 2010
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erfährt gerade von allen Seiten Gegenwind für ihren Vorschlag Länder aus der Eurozone auszuschließen zu können, stellt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung fest: » mehr
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erfährt gerade von allen Seiten Gegenwind für ihren Vorschlag Länder aus der Eurozone auszuschließen zu können, stellt die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung fest: "Nicht auf der Höhe war die Kanzlerin auch mit der Erwägung - um nicht zu sagen Drohung -, 'als ultima ratio ein Land aus dem Euroraum auszuschließen'. Wer sich derlei vor aller Welt überlegt, muss gleichzeitig deutlich sagen, ob dann das Land auch aus der EU ausgeschlossen werden soll oder ob es als Sanierungsfall ein vollstimmberechtigtes Mitgliedsland bleiben oder entmündigt werden kann. War es nicht der Ursprungsgedanke der europäischen Einigung, zu einer Schicksals- und damit auch Solidargemeinschaft der Völker Europas zu kommen?"
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Eleftherotypia - Griechenland | Mittwoch, 17. März 2010
Deutschlands ablehnende Haltung gegenüber finanzieller Hilfe für Griechenland setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel nun die Krone der Unkollegialität auf, findet die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: » mehr
Deutschlands ablehnende Haltung gegenüber finanzieller Hilfe für Griechenland setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel nun die Krone der Unkollegialität auf, findet die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Berlin wartet bis Griechenland, von den spekulierenden Kreditgebern ausgebeutet, am Rand der Klippe steht. Dann erst beginnt Frau Merkel, sich für das Schicksal ihres unglücklichen Partners zu interessieren. Das heißt also Solidargemeinschaft! ... Deutschland will jetzt sogar, dass diejenigen Länder, die sich in einer Krise befinden, auch noch von der Klippe heruntergestürzt werden, also aus der Eurozone herausgeworfen werden. Mit solchen Thesen aber, die die enorme institutionelle Leere der Demokratie zeigen, wird nicht eine Union gleichberechtigter Staaten gebaut, so wie sie die Urväter der Europäischen Union sie sich vorgestellt haben. An diese Vision einer europäischen Familie, die gemeinsam und übereinstimmend handelt, haben die Völker Europas geglaubt. Wurden sie vielleicht betrogen?"
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Világgazdaság - Ungarn | Donnerstag, 18. März 2010
Die Erschütterung des Euro ist nicht allein auf die Probleme Griechenlands zurückzuführen, meint Harold James, Geschichtsprofessor an der Princeton University, in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság: » mehr
Die Erschütterung des Euro ist nicht allein auf die Probleme Griechenlands zurückzuführen, meint Harold James, Geschichtsprofessor an der Princeton University, in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság: "Die gemeinsame europäische Währung ist Teil eines wagemutigen Versuchs: Der Euro ist ein Zahlungsmittel, das nicht an ein einzelnes Land gebunden ist. Seine Existenz gründet vielmehr auf internationalen Vereinbarungen und Regeln. Als Reaktion auf die Krise haben jedoch die Länder der Währungsunion ihre nationalen Interessen über die gemeinsamen internationalen Regeln gestellt. ... Das Problem liegt darin, dass Frankreich und Deutschland - die treibenden Kräfte der monetären Integration - unterschiedliche Vorstellungen von der Lösung der Probleme hatten. Während die Deutschen auf klar definierte fiskalische Regeln pochten, wünschten sich andere einen größeren Bewegungsspielraum. Die Franzosen ihrerseits wollten parallel zur monetären Integration die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik. ... Zur Lösung der Währungsprobleme wäre nicht nur eine globale monetäre Politik vonnöten, sondern auch eine globale Regierung. Allerdings zeigt das Beispiel der EU, dass dies nicht einmal auf regionaler Ebene gut funktioniert."
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Corriere della Sera - Italien | Donnerstag, 18. März 2010
Die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, reformunwillige Defizitsünder aus der Eurozone ausschließen zu können, sind die falschen Worte zum falschen Zeitpunkt, meint die konservative Tageszeitung Corriere della Sera: » mehr
Die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, reformunwillige Defizitsünder aus der Eurozone ausschließen zu können, sind die falschen Worte zum falschen Zeitpunkt, meint die konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Die Erklärung von Angela Merkel könnte neue und beunruhigende Szenarien nicht nur für Griechenland sondern für ganz Euroland heraufbeschwören. Selbst wenn die Stellungnahme der Kanzlerin vornehmlich an die öffentliche Meinung und die Abgeordneten Deutschlands gerichtet schien, stellt sie inmitten einer internationalen Finanzkrise, die auch den öffentlichen Haushalt Deutschlands und die Bilanzen seiner Banken getroffen hat, sowohl in der Wahl des Tons als auch in der des Zeitpunkts eine zu heftige Erklärung dar. ... Das Griechenlandproblem ist in sich ein kleines und lösbares. Ein weitaus größeres Problem wäre ein Europa, in dem Deutschland auf seine historische Schlüsselrolle verzichten würde, die es bei der Bildung der Europäischen Gemeinschaft gehabt hat."
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Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 16. März 2010
Die EU zögert nun schon zu lange, Griechenland konkrete Hilfe zuzusagen, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: » mehr
Die EU zögert nun schon zu lange, Griechenland konkrete Hilfe zuzusagen, meint die konservative Tageszeitung Kathimerini: "Seit Monaten hat die Eurozone ihre großen Widersprüche versteckt hinter Griechenlands eigener Verantwortung für die Krise. Jetzt, wo sie dieses Spiel nicht mehr betreiben kann, zeigt sich die Spaltung. ... Griechenland hat klar gemacht, dass es eine europäische Lösung bevorzugt. Wenn es zu der nicht kommt, dann wird es sich zwangsläufig alternativen Lösungen zuwenden. Bevor es sich an den Internationalen Währungsfonds wendet, wäre es falsch, wenn sie nicht direkt ... Hilfe aus China in Betracht ziehen würde. Wenn du vom Bankrott bedroht bist und die europäische 'Familie'