Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 2. Februar 2012
Wall Street ist wieder magisch
Der geplante Börsengang von Facebook gibt der Wall Street ihre Magie zurück, meint die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos: "Es ist eine unglaubliche Geschichte, wie sie nur in Amerika möglich ist. Ein Kind von zwanzig Jahren gründet 2004 aus Trotz seine eigene Firma und ist acht Jahre später Chef eines Unternehmens, das auf hundert Milliarden Dollar geschätzt wird. Hundert Milliarden: Das ist so viel wie McDonald's und zweieinhalbmal so viel wie General Motors. Und all das für einen Schulbubenstreich, für eine Firma, die nicht mehr als 3.000 Angestellte hat. Das ist die Magie des US- Finanzsektors, der momentan so schlecht dasteht. ... Facebook ist jetzt schon außergewöhnlich, und zwar nicht nur, weil die Geschichte seines Gründers auch in Hollywood ein Erfolg wurde. ... Facebook ist ein ganzes Universum und hat mehrere Firmen im Gepäck, die - wie das US-Unternehmen Zynga - bereits an der Börse sind. Die Wall Street kauft sich die Macht eines Unbekannten, um die Welt zu verändern."
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