Adevărul - Rumänien | Montag, 6. Februar 2012
Emigranten modernisieren Rumänien
Rumänien hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Prozent seiner Bevölkerung verloren, so die jüngste Volkszählung. Dieser Schwund liegt nicht nur am Geburtenrückgang, sondern auch an der massiven Auswanderung, meint die Tageszeitung Adevărul: "Die Ausgewanderten waren dennoch die ganze Zeit präsent, weil sie riesige Geldsummen nach Hause geschickt haben. Mit diesem Geld sind Millionen Rumänen einer erbärmlichen Armut entkommen und eine ganze Generation von Kindern konnte unter vernünftigen Bedingungen zur Schule gehen. In vielen Dörfern wurden erstmals Toiletten mit Wasserspülung gebaut - ein riesiger Fortschritt. … Doch wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, dass viele der Ausgewanderten zurückkehren werden, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Denn sie haben jetzt andernorts ihre Bestimmung gefunden und das hängt nicht nur vom Gehalt ab, sondern auch von den Schulen für ihre Kinder, von Krankenhäusern und Straßen - eben alles, was für ein gutes Leben wichtig ist. ... Die Realität ist, dass Rumänien derzeit kein lebenswerter Ort ist. Es liegt an uns, es dazu zu machen."
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