Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 8. März 2012
Japan muss sich nach Fukushima öffnen
Ein Jahr nach der Atomkatastrophe in Fukushima am 11. März 2011 rechnet Japan für dieses Jahr wieder mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung. Das Unglück hat aber gezeigt, dass sich Japan der Welt stärker öffnen muss, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Das Land hat international viel Vertrauen verloren, weil es seine asiatischen Nachbarn nach Fukushima oft zu spät oder gar nicht informierte. Die eigene Bevölkerung glaubt den Bekundungen nicht, das Essen sei sicher. Weil es keine offene Information gibt, weil unangenehme Nachrichten auch kulturell bedingt zu lange zurückgehalten werden, blühen Gerüchte. Eine stärkere Öffnung des Landes könnte mehr Transparenz erzwingen. Sie würde auch mehr Wettbewerb für die durch Regulierungen geschützte japanische Wirtschaft mit sich bringen. Viele in Tokios Regierungsviertel ... sehen das aber eher als Gefahr denn als Chance. Dabei kann die Öffnung helfen, das ungeheure Potential zu entfesseln, das Industrie, Handel, Kunst, Wissenschaft und Technik in Japan immer noch haben."
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