Sega - Bulgarien | Montag, 12. März 2012
Ausländische Zollbeamte gut für Bulgarien
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat am Sonntag eine Reform des Schengen-Vertrags gefordert und sich unter anderem für die gemeinsame Überwachung der EU-Außengrenzen ausgesprochen. Das wäre gut für den Schengen-Kandidaten Bulgarien, meint die Tageszeitung Sega: "Viele Bulgaren würden das unterstützen, denn es würde den Schmuggel reduzieren und mehr Geld in die Staatskasse bringen. Die Frage ist, ob die Regierung bereit wäre, ein solches Opfer in Kauf zu nehmen, nur damit seine Bürger frei durch die Schengen-Staaten reisen können. [Premier] Borisov schwört, dass die [Regierungspartei] Gerb keine schwarze Kasse hat. Er sagt aber nichts über die tiefen Hosentaschen seiner Parteigenossen. ... Er sagt auch nichts über die kolossalen Ausmaße des Zigarettenschmuggels und anderer Waren, die mit Verbrauchssteuern belegt sind. Ohne eine gemeinsame Überwachung der Außengrenzen hat Bulgarien derzeit kein Interesse am Schengen-Beitritt. Mehr Europa an Bulgariens Grenzen hingegen würde auch mehr Rechtsstaat im Land bedeuten."
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