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Trouw - Niederlande | Mittwoch, 14. März 2012

"Kony 2012" klagt Kriegsverbrecher an

Mehr als 75 Millionen Menschen haben das Internetvideo Kony 2012 über den mutmaßlichen ugandischen Kriegsverbrecher Joseph Kony bereits gesehen. Die gleichnamige Kampagne der US-amerikanischen Organisation Invisible Children hat die Festnahme Konys zum Ziel. Video und Kampagne werden zwar zurecht kritisiert, können aber zur Anklage führen, meint die christlich-soziale Tageszeitung Trouw: "Die geringe Beteiligung von Ugandern, die Massen an Geld für Produktion und Vertrieb sowie der Mangel an Nuancen ist irritierend. ... Das größte Problem aber ist, dass man durch das Anschauen des Films und dem Äußern von Empörung allein nichts erreicht. Zynismus hingegen hilft auch nicht. Aber wenn durch zusätzlichen Druck der Öffentlichkeit Kony doch noch vor den Internationalen Strafgerichtshof kommt, werden wir die ersten sein, die diese Kampagne loben. Und wenn die Zuschauer dafür sorgen, dass lokalen Organisationen Geld zufließt, die sich für Frieden und Reintegration der Kämpfer einsetzen, ist auch viel gewonnen. Hoffentlich führt die Debatte über den Film auch zur Einsicht, dass man für die Lösung solcher Konflikte einen langen Atem braucht."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 14. März 2012

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