Le Soir - Belgien | Mittwoch, 14. März 2012
Belgien muss seine Muslime schützen
Bei einem Brandanschlag auf die größte schiitische Moschee in Brüssel am Montagabend wurde ein schiitischer Imam getötet. Der mutmaßliche Täter ist ein Sunnit aus Marokko. Die belgische Regierung muss ihre muslimischen Bürger vor Stimmungsmache im Ausland beschützen, fordert die linksliberale Tageszeitung Le Soir: "Die gegenseitigen Aufrufe, Ruhe zu bewahren, die die verschiedenen Gruppierungen der muslimischen Gemeinschaft aneinander richten, befreien den Staat nicht davon, diejenigen zur Ordnung zu rufen, die solche Spannungen erzeugen. Egal, ob es um Salafisten oder Diplomaten 'befreundeter Länder' geht. Daher bleibt es beunruhigend, dass die Streitigkeiten in der [von der Regierung anerkannten Vertretung der] Exekutive der Muslime Belgiens nicht behandelt werden. ... Die 600.000 muslimischen Bürger Belgiens verdienen etwas Besseres als ein 'Repräsentativ-Organ', das unter Kontrolle der diplomatischen Vertretungen Marokkos und der Türkei steht. Wenn sich unsere Regierenden mit diesem Islam von oben abfinden, müssen sie auch das Abgleiten in den Hass hinnehmen."
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