Jyllands-Posten - Dänemark | Donnerstag, 22. März 2012
Konflikt zwischen Kopenhagen und Provinz beilegen
Die dänische Regierung hat am Mittwoch entschieden, 400 Millionen Kronen (rund 54 Millionen Euro) innerhalb des innerdänischen Finanzausgleichs an ländliche Kommunen umzuverteilen, was in der Hauptstadt Kopenhagen auf Unmut stieß. Die liberal-konservative Tageszeitung Jyllands-Posten fordert Fakten zur wirtschaftlichen Lage in der Hauptstadt und auf dem Land: "Die Regierung würde Dänemark einen Dienst erweisen, wenn sie eine Kommission einsetzte, die mit den Mythen und Vorurteilen von Stadt gegen Land, Hauptstadt gegen Provinz aufräumt, die es in einem so kleinen Land wie Dänemark gar nicht geben dürfte. Ohne eine solche Untersuchung besteht das Risiko, dass das Wirtschaftsgefälle innerhalb Dänemarks im Zuge des Wachstums der Hauptstadt nur größer wird. ... Niemand kann an einer nationalen Schlammschlacht zwischen Befürwortern von Autobahnen und Befürwortern einer U-Bahn in Kopenhagen interessiert sein. Außer natürlich, man verfolgt die Devise 'teile und herrsche'."
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