Il Sole 24 Ore - Italien | Mittwoch, 18. April 2012
EU-Länder müssen solidarisch sein
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat Argentinien eindringlich dazu aufgefordert, die mit Spanien geschlossenen Abkommen zum Schutz von Investitionen einzuhalten. Die EU muss nun geschlossen gegen die Verstaatlichung von YPF vorgehen, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore, denn der neue Kurs von Argentinien könnte unter den Schwellenländern Schule machen: "Argentinien könnte mit der Rückverstaatlichung der Ölfirma YPF zum Vorreiter für die Wiederkehr von Protektionismus und Nationalismus werden. ... Argentinien glaubt irrtümlich, dass nur die nationale Ebene die Basis des politischen Handelns ist und dass nur der Staat der geeignete Akteur ist. … Wenn die EU geschlossen und entschieden gegen die Verstaatlichung der YPF vorgeht, wird Señora Kirchner schon zur Vernunft kommen. Der alte Kontinent verfügt über eine sehr wirkungsvolle Waffe, um den Rest der Welt zur Einsicht zu zwingen: den Zugang zu seinem Binnenmarkt. Doch bedarf es des Zusammenhalts. Kommission und Mitgliedstaaten müssen am gleichen Strang ziehen."
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