De Morgen - Belgien | Freitag, 25. Mai 2012
Belgien muss Topgehälter sinnvoll begrenzen
Manager belgischer Staatsunternehmen sollen nicht mehr als 200.000 Euro pro Jahr verdienen, so der Plan des Ministers für Staatsbetriebe, Paul Magnette, den er am heutigen Freitag vorstellt. Doch gemessen am derzeitigen Gehalt des Chefs der Telekommunikationsfirma Belgacom, Didier Bellens, von 2,6 Millionen Euro geht das zu weit, meint die linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Kein Mensch bezweifelt, dass die Löhne der Topleute - in der Wirtschaft, dem Finanzsektor, in Sport und Showbiz - in den vergangenen Jahren in wahnsinnige Höhen gestiegen sind. Banker verdienen gigantisch viel, vor allem im Verhältnis zu dem, was sie für die Gesellschaft leisten, aber sie sind nicht die einzigen. ... Der Staat hat eine Chance, um in diesem irren Rennen Vorreiter zu sein und Korrekturen anzubringen. Denn man kann es absolut verteidigen, dass die unermessliche Kluft zwischen dem Jahreseinkommen von Didier Bellens und dem der Mehrheit seiner Mitarbeiter kleiner werden muss. Doch Premier Di Rupo und seine Mannschaft müssen ein Gleichgewicht finden zwischen einem 'wettbewerbsfähigen' und einem lächerlichen Lohnvorschlag für Topmanager."
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