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Hospodárske noviny - Slowakei | Montag, 6. August 2012

Draghi legt sich mit Deutschland an

Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, ist am Wochenende mit seinen Vorschlägen zur Euro-Rettung unter stärkerer Einbindung der EZB auf massive Kritik gestoßen, vor allem in Deutschland. Das ist nicht verwunderlich, meint die Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny: "Deutschland hat schon zu Beginn vergangener Woche klar gesagt, dass es mit den Plänen Draghis nicht einverstanden ist, weil die Europäische Zentralbank damit ihr Mandat überschreitet. ... Draghi war somit zur Kapitulation gezwungen: Wirklich konkrete Schritte hat er nicht vorgeschlagen. Während vor seiner Pressekonferenz [am vergangenen Donnerstag] die Märkte noch im Aufwind waren, verlor der Euro danach schnell zwei Prozent, und es machte sich Enttäuschung breit. Noch schlimmer für Draghi selbst: Er hat seinen Kredit verspielt, weil er Dinge sagte, die er mit Deutschland zuvor nicht abgestimmt hatte. Deutschland hat anscheinend die Entwicklung der Euro-Krise weiter fest in seiner Hand."

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