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Le Temps - Schweiz | Montag, 23. Oktober 2006

Rom hat Venedig nicht entthronen können

Die erste Ausgabe des Römischen Filmfests ist am 21. Oktober mit der Vergabe des Publikumspreises an Kirill Serebrennikows Film 'Playing the victim' zu Ende gegangen. Für Thierry Jobin poliert diese Veranstaltung eher das Image der Stadt als das des Films auf... Rom hat keine klare Antwort auf die grundlegende Frage geliefert, welches Schaufenster der Film und die Kultur im Allgemeinen heute brauchen. Am Tag danach begeistern sich nur noch die RAI [öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Italiens; Anmerk. d. Red.] und einige Römische Glamour-Zeitschriften über die auf der Via Veneto turtelnden Stars. Die anderen, die Filmliebhaber sind beruhigt: Die Mostra in Venedig hat – unmittelbar zumindest – nichts zu befürchten. Die ältesten Filmfestspiele der Welt, die letzten Monat stattfanden, hätten leicht ins Wanken geraten können, mit ihrem kostspieligen Lido, ihren veralteten Räumlichkeiten und ihrem kurzatmigen Etat, der hinter dem Römer Aufgebot zurückbleibt. Und doch haben sie kein bisschen gewackelt."

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