The Guardian - Großbritannien | Dienstag, 24. Oktober 2006
Kriegsdenkmäler für Tiere
"Die meisten unserer Mahnmale veklären den Krieg. Nur wenige gemahnen an den Horror. Aber jetzt gibt es eine neue Kategorie, deren Zweck zu sein scheint, ihn zu banalisieren", schreibt der Kolumnist. In Großbritannien gibt es nämlich einen neuen Trend: Mahnmale für Tiere. "Das Mitleid, das dem Leiden der Tiere im Krieg zuteil wird, wirft ein Licht auf die Unfähigkeit, das Leiden der Menschen anzuerkennen. Das Denkmal in Park Lane trägt die rechtfertigende Inschrift: 'Sie hatten keine Wahl'. Die hatten auch die Zivilisten nicht, die im Irak umgekommen sind, oder die Millionen von Frauen, die im Laufe der Jahrhunderte von Soldaten vergewaltigt wurden... Umsonst durchstreift man dieses Land auf der Suche nach einem Denkmal für sie... Was ist los? Was ist an diesen Denkmälern so attraktiv für die Mitglieder der königlichen Familie, die sich einverstanden erklärten, sie zu enthüllen... für die rechten Multimillionäre, die das Riesenmonument finanziert haben? Warum sind wir so besessen von den nicht-menschlichen Opfern des Konflikts, während der von uns begonnene Krieg im Irak hunderttausende Menschenleben gekostet hat?"
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