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La Repubblica - Italien | Dienstag, 24. Oktober 2006

Debatte um das Recht auf einen würdigen Tod

"In den kommenden Wochen wird man die Fähigkeit der Politiker ermessen können, in angemessener Weise auf die von den wissenschaftlichen und technologischen Neuerungen aufgeworfenen Fragen zu reagieren", bemerkt der Journalist, Jurist und ehemalige Abgeordnete Stefano Rodotà. Er bezieht sich dabei auf Vorschläge von Präsident Giorgio Napolitano, der vom Parlament eine Debatte über das Recht, seinem eigenen Leben ein würdiges Ende zu setzen, gefordert hatte. "Diese Entscheidung hat nichts mit einem Werteverlust zu tun, sie wurzelt in tiefen religiösen Überzeugungen, wie etwa der Sieg der Zeugen Jehovas zeigt, denen das Recht zugesprochen wurde, Bluttransfusionen abzulehnen... Die Verweigerung von medizinischer Behandlung, der Wille der Person und die Würde der Sterbenden sind von nun an unumgängliche Referenzwerte. Nun wird sich der Gesetzgeber nicht über die Existenz eines biologischen Testaments aussprechen müssen, sondern über dessen Modalitäten."

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