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La Repubblica - Italien | Mittwoch, 15. November 2006

Streit um Papstsatire

Der Vatikan hält nichts von italienischen Fernsehsatiren, glaubt man Georg Gänswein, einem der Berater von Papst Benedikt XVI., der mit dieser Meinung in der katholischen Tageszeitung 'Avvenire' eine Debatte ausgelöst hat. Francesco Merlo kontert, man habe das Recht, über alles zu lachen. "Niemand ist vor Satire sicher, und schon gar nicht Gott, der per se zum Spott reizt, denn schließlich stellt er unglaublich viel Material zur Verfügung, wenn man die unglaubliche Vollkommenheit des Menschen in Betracht zieht. Die Idee, die Satiriker mit Weihwasser aus dem Fernsehen zu vertreiben, scheint mehr ein Gag als eine Drohung zu sein... Satire kennt keine Grenzen, die ganze Welt liefert ihr nur einen Vorwand... Gewiss ist es leicht, sich über diesen Papst lustig zumachen. Jeder hat einen schwachen Punkt, selbst die Besten, die Unfehlbarsten, wir alle sind verletzbar... Die Gefahr aber geht immer von dem aus, der nicht lachen kann."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 15. November 2006

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