Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 4. Januar 2007
Ein neuer transatlantischer Wirtschaftspakt?
"Die Aussichten für eine neue Partnerschaft sind so gut wie selten zuvor", stellt Alexander Hagelüken fest. "Es sind die gemeinsamen Interessen, die Europäer und Amerikaner zu natürlichen Partnern machen. Ein Wirtschaftsbündnis ermöglicht ihnen, die Risiken der Globalisierung für ihre Hochlohn-Standorte zu begrenzen. Wenn sie sich auf gemeinsame Standards für Zukunftstechnologien einigen, dürften die sich auf der ganzen Welt durchsetzen - und westlichen Unternehmen ein Spielfeld erhalten, das sonst womöglich billigere asiatische Firmen dominieren... Obwohl die Zeit dafür günstig ist, gibt es Schwierigkeiten. Viele US-Abgeordnete sehen die EU ebenso als Konkurrenten wie Asien - und scheuen deshalb die Zusammenarbeit. Widerstand ist auch von Deutschlands Nachbarn zu erwarten. In den neunziger Jahren zerbrachen schon einmal Ideen für einen gemeinsamen Markt. Die transatlantischen Skeptiker saßen damals nicht in Washington, sondern in Paris."
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