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Libération - Frankreich | Montag, 8. Januar 2007

Die Kirche und der kommunistische Geheimdienst

"Der Erzbischof hat sich in seiner neuen Kutte verheddert", spottet Gérard Dupuy. "Rückblickend erweist sich Stanislaw Wielgus des Vertrauens seiner Vorgesetzten nicht würdig. Er schleppt nicht nur eine Vergangenheit als Spitzel mit sich herum, sondern hat bis zum letzten Moment mit seelenruhigem Zynismus alles getan, um sich auf den erzbischöflichen Thron zu hieven. Welch trauriges Vorbild für seine Schäflein! Vor allem aber hat sich der Vatikan in dieser Angelegenheit in Verruf gebracht und lächerlich gemacht. Der Papst hat mit der Berufung von Wielgus nicht nur eine bedauernswerte Entscheidung getroffen, sondern auch das außergewöhnliche Risiko auf sich genommen, Wielgus gegen die erhobenen Anschuldigungen zu verteidigen... Entgegen seinem Ruf hat sich der Vatikan unvorsichtig und inkonsequent gezeigt... Dieser grobe Fehler wird kaum dazu beitragen, dass die Gerüchte über die Inkompetenz Benedikt XVI. verstummen."

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