La Repubblica - Italien | Dienstag, 20. Dezember 2005
Antonio Fazio ist endlich zurückgetreten
Nach dem Rücktritt des Chefs der italienischen Zentralbank im Zuge monatelanger Finanzskandale macht sich Eugenio Scalfari Gedanken über das Funktionieren der italienischen Institutionen und zum abgekarteten Spiel zwischen Geschäftswelt und Politik. "Antonio Fazio ist zurückgetreten. Und wenn ich versucht bin zu sagen 'endlich', dann nicht mit Freude, sondern mit einem Gefühl tiefer Trauer... Die Regierung hat während dieser Monate unter Beweis gestellt, wie besorgniserregend entscheidungsunfähig sie ist, und wie hin- und hergerissen zwischen Fazios Freunden, seinen Feinden und einem ständig flüchtenden Ministerpräsidenten... Die Regierung erlässt Gesetze, die Institutionen wachen über ihre Einhaltung. Werden die Gesetze verletzt, greift die Justiz ein. So funktioniert ein demokratisches Regime und das wollen wir für unser Land."
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