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taz - Deutschland | Donnerstag, 18. Januar 2007

Wahlen in Serbien und die Zukunft des Kosovo

Erich Rathfelder porträtiert den serbischen Ministerpräsidenten Vojislav Kostunica: "Als konservativen Demokraten definiert sich Kostunica selbst gerne. Doch Zuschreibungen dieser Art bleiben in diesem Land unangemessen. Im politischen Spektrum Serbiens haben sich eigenständige politische Koordinaten entwickelt." In letzter Zeit schlug Kostunica zunehmend chauvinistische Töne an, meint Rathfelder, weshalb er manchen Landsleuten schon als "Modernisierer des Nationalismus" gelte. Rathfelders Prognose für den Wahlausgang lautet: "Die Radikale Partei wird mit voraussichtlich 35 Prozent wieder die stärkste Partei werden. Kostunica dürfte mit gut 20 Prozent für seine Serbische Demokratische Partei und seinem Bündnispartner, der Serbischen Erneuerungsbewegung, die sicher mit um die 10 Prozent ins Parlament kommt, in der Lage sein, zwischen den Extremen zu lavieren - und wieder eine Regierung zu bilden. Genau das ist die Rolle, die er sich wünscht... An Kostunica führt auch in Zukunft in Serbien kein Weg vorbei."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 19. Januar 2007

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