Le Soir - Belgien | Donnerstag, 25. Januar 2007
Hommage an Ryszard Kapuscinski
"Er war der größte polnische Autor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und er war einige Male für den Nobelpreis im Gespräch. Er war ein Chronist des Despotismus, der Konflikte, der Not der Dritten Welt und unserer Blindheit", schreibt Pol Mathil und betont die besondere Fähigkeit Kapuscinskis, die Konflikte und Revolutionen, über die er berichtete, zu erklären. "Kapuscinski hinterlässt ein außergewöhnliches Erbe. Doch auch wenn uns seine Bücher bleiben, der Mensch wird fehlen. In den Entwicklungsländern war er viel mehr als ein wichtiger Autor, er war so etwas wie ein Prophet. Für die Polen war er ein Weiser, der ihnen beibringen konnte, wie man zwischen Gut und Böse unterscheidet, zwischen wahr und falsch, zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Er machte vor, wie man die Mechanismen der Macht entschlüsselt - und zwar jeder Art von Macht. Er war eine moralische Autorität, wie es sie nicht mehr gibt."
» zur Homepage (externer Link, Le Soir)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Printmedien, » Polen
Alle verfügbaren Texte von » Pol Mathil
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 25. Januar 2007