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taz - Deutschland | Donnerstag, 15. Februar 2007

Unabhängigkeit des Kosovos für Serben inakzeptabel

Im Interview mit Andrej Ivanji erklärt Vladeta Jankovic, der außenpolitische Berater des serbischen Premierministers, dass Belgrad den Kosovo-Plänen des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari niemals zustimmen wird. Für die Serben dürfe die Provinz zwar weitgehend autonom werden, müsse aber als "Kern, aus dem der serbische Staat entstanden ist", weiterhin zu Serbien gehören. "Jahrelang stellten Europa und USA Serbien wirtschaftliche Prosperität, die EU-Mitgliedschaft und andere Privilegien in Aussicht, wenn es einen Teil seines Territoriums aufgibt. Ich befürchte, dass es sich da um ein tief greifendes Missverständnis handelt. Im Westen denkt man, dass man alles aushandeln kann. Erst in letzter Zeit ist man endlich zur Einsicht gekommen, dass Serbien Kosovo nicht eintauschen wird - nicht für die EU- oder Nato-Mitgliedschaft und auch nicht für milliardenhohe nicht rückzahlbare Kredite."

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