Mladá fronta Dnes - Tschechien | Dienstag, 20. Februar 2007
Das US-Raketenabwehrsystem und Russland
Die Regierungschefs Tschechiens und Polens, Mirek Topolanek und Jaroslaw Kaczynski, haben bei einem Treffen in Warschau Zustimmung zum Vorhaben der Amerikaner geäußert, in ihren Ländern Teile eines Raketenabwehrsystems zu stationieren. Der Chef der russischen Raketenstreitkräfte, Nikolaj Solowzow, hat wiederum mit Drohungen reagiert. Viliam Buchert rät dazu, einen kühlen Kopf zu bewahren: "Dass den Russen das Abwehrsystem nicht gefällt, kann man verstehen. Allerdings sollte Moskau auch begreifen, dass weder die Amerikaner noch die Nato Russland irgendwie militärisch bedrohen oder bedrohen wollen. Das heutige Russland ist kein Feind Tschechiens, auch wenn das nach den jüngsten Reaktionen auf das geplante Radarsystem so aussehen könnte. Russland ist aber auch nicht unser strategischer Verbündeter. Es ist ein Partner, mit dem man reden muss. Genau das plant Vaclav Klaus im April, wenn er Wladimir Putin im Kreml besucht. Er sollte ihm sagen, dass die Entscheidung, ob das Radarsystem stationiert wird oder nicht, ausschließlich eine Angelegenheit Tschechiens ist."
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