Politiken - Dänemark | Dienstag, 20. Februar 2007
Ein Jahr nach dem Karikaturenstreit
Vor mehr als einem Jahr sorgte die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten mit der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen für weltweite Aufregung. Die daraus resultierende landesweite Krise hatte auch etwas Positives, stellt Tøger Seidenfaden fest. Er beruft sich auf eine Studie, wonach sich dänische Muslime heute weniger diskriminiert fühlen als noch vor einem Jahr. "Trotz Polarisierung sind viele Menschen neugierig geworden, mehr über ihre muslimischen Mitbürger zu erfahren. Und womit lassen sich Vorurteile wohl besser abbauen als durch Neugierde, Kontakt und Dialog? Dass nun die meisten Dänen klar Abstand nehmen von den gewaltsamen Reaktionen auf die Karikaturen in Teilen der islamischen Welt, ist ebenfalls verständlich... Die Mehrheit der Dänen ist nicht ausländerfeindlich. Wenn Einwanderer und Flüchtlinge erleben, dass ihnen nur ein Bruchteil der Bevölkerung die kalte Schulter zeigt und dieser Bruchteil zudem immer geringer wird, dann ist das in Sachen Integration die beste Nachricht für das Land, die es seit langem gegeben hat."
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