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Der Standard - Österreich | Freitag, 23. Februar 2007

Regierungskrise in Italien

Der ehemalige Chefredakteur des Corriere della Sera, Stefano Folli, bezweifelt im Interview mit Gerhard Mumelter, dass eine große Koalition der Ausweg aus der Krise in Italien sein könnte: "Diese Lösung wäre unmittelbar nach der Wahl sicher eher möglich gewesen als jetzt. Schließlich sind aus der Wahl zwei fast gleich starke Blöcke hervorgegangen. Jetzt würde die Linke eine große Koalition als Niederlage werten. Ich glaube nicht, dass das eine Lösung wäre. Eher denkbar ist eine institutionelle Regierung unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten, die sich auf einige Programmpunkte einigt und deren Dauer auf rund ein Jahr beschränkt ist... Das Wichtigste überhaupt ist ein neues Wahlrecht. Ohne neues Wahlrecht, das die Aufsplitterung der Parteienlandschaft verhindert und den politischen Wechsel mit vernünftigen Mehrheiten gewährleistet, sind Neuwahlen sinnlos."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. Februar 2007

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