Sme - Slowakei | Dienstag, 27. Februar 2007
Katarína Mallok über Solidarität in Europa
Die in Deutschland lebende slowakische Politologin Katarína Mallok setzt sich in einem Gastbeitrag vor dem Hintergrund der Debatte über die EU-Verfassung mit den Europa-Skeptikern auseinander: "Die Verfassungskritiker charakterisieren Brüssel gemeinhin als Monstrum, das die nationale Politik liquidiere. Es stimmt, dass viele gesellschaftliche Fragen mittlerweile nicht mehr in erster Linie national gelöst werden können, sondern eines Konsenses auf höherer Ebene bedürfen. Dazu gehören Themen wie der internationale Terrorismus, der Schutz der Verbraucher auf einem offenen europäischen Markt oder der Klimawandel. Diese Notwendigkeit sehen aber nicht alle. Viele Entscheidungen werden als Angriff auf die eigene Souveränität wahrgenommen, wobei übersehen wird, dass alle zu Kompromissen beitragen müssen. Niemand erwartet, dass aus Europa ein monolithischer Block wird. Ein wenig mehr Solidarität und gegenseitiges Vertrauen würden unserer Gesellschaft aber gut tun. Wenn möglich, bevor wir über megalomanische Pläne einer Ausweitung der Union Richtung Asien nachdenken."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » EU-Politik, » EU-Verfassung, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Katarína Mallok
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 27. Februar 2007