Corriere della Sera - Italien | Montag, 5. März 2007
Aufregung um Dolce & Gabbana in Italien
13 italienische Senatoren haben gefordert, eine Werbung von Dolce & Gabbana, die eine von einem Mann zu Boden geworfene Frau zeigt, die von weiteren Männern umstellt ist, zurückzuziehen. Die Senatoren argumentieren, die Werbung sei Anstiftung zur Vergewaltigung. Der Journalist Pierluigi Battista hingegen spricht von Zensur, die "vom immer gleichen Willen zeugt, das Volk unmündig zu halten... Versuche der Zensur sind eine fatale Verkürzung, die das Gefühl - und nur das Gefühl - vermitteln, das gesellschaftliche Leben werde einfacher. Aber in Wahrheit wollen sie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ein uniformes Denken aufzwingen, in Büchern, Liedern, im Kino und in der Werbung... Man hält es nicht für einen Skandal, wenn ein Uni-Professor unter medialem und psychologischen Druck sein Buch aus dem Verkehr ziehen muss. Oder wenn ein Journalist seinen Artikel nicht veröffentlichen kann, weil seine Gewerkschaft ihm das verbietet... Niemand ist schockiert, wenn Politiker und Abgeordnete regelmäßig das Verbot bestimmter Fernsehsendungen fordern."
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