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Le Jeudi - Luxemburg | Donnerstag, 1. März 2007

Todorov über den Zustand der französischen Literatur

In seinem aktuellen Buch "La littérature en péril" (Die Literatur ist in Gefahr) betrachtet Tzvetan Todorov die Entwicklung der französischen Literatur. "Um es klar zu machen: Ich wollte keine Polemik schreiben. Ich habe nur gehofft, die Alarmglocke zu schlagen", erklärt der bulgarisch-französische Philosoph im Interview mit Serge Bressan. "Ich stelle fest, dass der französische Roman momentan in der Welt wenig Ausstrahlung besitzt. In der Vergangenheit hat die französische Literatur etwa in der Kultur Mittel- und Osteuropas einen großen Stellenwert gehabt. Zur Zeit ist der Roman ein sehr lebendiges Genre: Schauen Sie nur nach Nord- oder Lateinamerika, nach Asien oder Osteuropa - da gibt es eine regelrechte Blüte des Romans. Frankreich ist allerdings nicht mehr tonangebend... Wenn weiterhin Bücher gelesen werden, spricht das für deren Wichtigkeit und Größe. Wir alle kennen Bücher, auf die man sich in seinem Leben stützen kann, aber solche finde ich in der heutigen französischen Literatur nicht."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 7. März 2007

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