La Repubblica - Italien | Donnerstag, 8. März 2007
Kardinal Ruini tritt ab
Angelo Bagnasco, der Erzbischof von Genua, wird Kardinal Camillo Ruini als Präsident der italienischen Bischofskonferenz (CEI) ablösen. Der Vatikan-Spezialist Marco Politi zieht eine Bilanz der Karriere Ruinis, der sechzehn Jahre lang die mächtigste Kirche Europas geführt hat: "Camillo Ruini tritt ab, aber er wird sich weiterhin Gehör verschaffen... 1985 hat ihm Papst Wojtyla ein Ziel vorgegeben: die christliche Wiedereroberung Italiens. Ruini hat darauf reagiert, indem er aus der Bischofskonferenz einen politischen Akteur und direkten Verhandlungspartner der Parteien gemacht hat. Der Kirche verschaffte er damit auf Dauer die Möglichkeit, Gesetze zu untersagen, zu beeinflussen, zu bestätigen oder zu kippen."
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