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Die Presse - Österreich | Montag, 12. März 2007

Die Kosovo-Verhandlungen sind gescheitert

UN-Unterhändler Martti Ahtisaari hat am Samstag in Wien bekannt gegeben, dass die Verhandlungen mit Serbien über die Zukunft des Kosovo gescheitert sind. "Das letzte Zusammentreffen in Wien als Verhandlungen zu bezeichnen, wäre wohl eine glatte Übertreibung", schreibt Wieland Schneider zum Scheitern der Kosovo-Verhandlungen. "Denn auch wenn es nicht offen ausgesprochen wurde, eines war allen von Beginn an klar: Bei den Kosovo-Gesprächen sollte gar nicht darüber verhandelt werden, wie der künftige völkerrechtliche Status des Kosovo aussieht. Vielmehr ging es darum, wie das Überleben der serbischen Volksgruppe in einem – künftig wohl unabhängigen – Kosovo gesichert werden kann... Die Wiener Kosovo-Show am Wochenende war nur das Vorspiel für den eigentlichen Showdown im UN-Sicherheitsrat. Dort soll über Ahtisaaris Plan beraten und entschieden werden, was mit Kosovo weiter passiert. Moskau tritt dort mit neuem Selbstbewusstsein auf, denkt nicht mehr daran, die Unabhängigkeit des Kosovo gegen den Willen Serbiens einfach mitzubeschließen, wie der Westen erwartet hatte. Eine wichtige Entscheidung auf dem Balkan verkommt damit erneut zum Stellvertreterkrieg der Großmächte."

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