Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 20. März 2007
Finnland nach den Wahlen
Egal welche Parteien in der neuen Regierung koalieren werden - "so oder so hätte Finnland eine beneidenswerte Stabilität", meint Jürg Dedial. "Natürlich hat auch Finnland schon turbulentere Zeiten erlebt. Die Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, in deren Schatten der finnische Bewegungsspielraum jahrzehntelang stark eingeengt war, erzwangen tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Reformen. Diese waren für viele Finnen mit großen Opfern verbunden. Aber von dieser Gewaltkur profitiert das Land jetzt. Finnland hat das höchste Wirtschaftswachstum aller Euro-Länder, eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten und ein beneidenswertes Steueraufkommen. Und auch in der Außenpolitik gibt es kaum umstrittene Themen. Dies sind die Säulen, auf denen die politische Stabilität ruht, woraus sich alle vier Jahre wieder ein neuer Konsens herleiten lässt."
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