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taz - Deutschland | Dienstag, 20. März 2007

Finnland nach den Wahlen

Der starke Wunsch nach Konsens in Finnland verschleiere, dass das Land auch Probleme habe, meint Reinhard Wolff: "Finnland geht es zwar so gut wie nie in seiner Geschichte, glaubt man der Statistik. Doch zugleich wächst die Zahl derer, die davon nicht profitieren. In den letzten zehn Jahren ist die Kluft zwischen oben und unten deutlich größer geworden. Im Vergleich zum übrigen Skandinavien ist die Arbeitslosigkeit doppelt bis dreifach so hoch und scheint sich auf diesem Pegel einzupendeln. Der Sozialstaat ist in den letzten Jahren mehr und mehr angeknabbert worden. Sollte es zu einer Mitte-rechts-Koalition - ohne die Sozialdemokraten - kommen, wird sich dieser Trend noch verstärken. Finnland lebt derzeit auf Kredit. Eine Politik ohne Visionen kann sich da schnell rächen."

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