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Le Nouvel Observateur - Frankreich | Donnerstag, 22. März 2007

Jacques Attali für die Kultur der Kostenlosigkeit

In einem Interview mit Gilles Anquetil und François Armanet spricht der französische Essayist Jacques Attali über den kostenlosen Zugang zur Kunst, der durch die digitale Revolution möglich geworden ist. Seiner Auffassung nach ist das künstlerische Schaffen dadurch nicht in Gefahr. "Die historische Erfahrung hat gezeigt, dass man einer technologischen Revolution keinen Widerstand entgegen setzen kann. Ich sehe nicht, warum diese Revolution zerstörerisch sein sollte - für die Kunst oder für ihren Markt. Heute ist dieser Markt dabei, sich radikal zu verändern: Die Menschen wollen Kunst nicht mehr nur konsumieren, sie wollen sie machen. Und deshalb brauchen sie einen kostenlosen Zugang... Mit einem iPod kann man seine persönliche Musikauswahl hören, bald wird es etwas geben, mit dem man kreative Mischungen komponieren kann und dann kann man selbst Musik machen. Der Verkauf von Mitteln, die man braucht, um Künstler zu werden, wird bald einen Großteil des Kunstmarktes ausmachen. Ein anerkannter Künstler wird die Aufgabe haben, anderen zu helfen, Künstler zu werden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. März 2007

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