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Libération - Frankreich | Montag, 2. Januar 2006

Die Gewalt des Eingesperrtseins

Die guatemaltekische Künstlerin Régina José Galindo stellt eine Performance vor, in der sie das Eingesperrtsein inszeniert, das sie unlängst freiwillig auf sich genommen hat. Die schriftlichen, filmischen und grafischen Spuren dieses Experiments sind in einer Ausstellung in der Galerie für Experimentalkunst des Pariser 'Plateau' zu sehen. "Ich befand mich in Italien während der [französischen] Vorstadt-Krise und musste feststellen, dass die Staatsgewalt sich wie üblich das Mittel der Angst zunutze gemacht hat, um den Zorn zu ersticken. Ich komme aus Guatemala, einem Land, das lange Zeit im Kriegszustand war. Mir sind Worte wie 'Ausgangssperre' daher sehr vertraut... Also habe ich mich an einer eigenen Deutung der Ausgangssperre versucht: Was passiert mit einem Menschen, wenn er seiner Freiheit beraubt wird? Ich habe mich zehn Tage eingeschlossen… Dieses Eingesperrtsein fand ich nur schwer erträglich."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. Januar 2006

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