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Der Standard - Österreich | Dienstag, 3. April 2007

Der Kosovo im UN-Sicherheitsrat

Andrej Ivanji berichtet aus Belgrad, dass "in Serbien sich immer mehr die Meinung [verbreitet], dass der Westen bereit sei, dem serbischen Volk eine ungeheuerliche Ungerechtigkeit anzutun, und Russland sich als der wahre Freund und Partner erweise. Nur einzelne Analytiker weisen darauf hin, dass sich die Unterstützung Russlands als äußerst trügerisch erweisen könnte und die von Emotionen irregeleitete Politik Belgrads eine antiwestliche Stimmung in Serbien auslösen könnte. Ziemlich vereinsamt mahnt Staatspräsident Boris Tadic immer wieder, dass die EU unabhängig von der Kosovo-Lösung der wichtigste Partner Serbiens sei und die europäische Perspektive des Landes keine Alternative habe. Im Gegensatz zu Belgrad ist man in Prishtina überzeugt, dass Russland letztendlich einlenken und eine Unabhängigkeit des Kosovo zumindest stillschweigend zustimmen würde."

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