El País - Spanien | Dienstag, 17. April 2007
Monika Zgustova über Russlands Umgang mit Journalisten
Anfang März starb der russische Journalist Iwan Safronow bei einem Sturz aus dem vierten Stock eines Moskauer Wohnhauses. Er hatte über russische Waffenverkäufe an Syrien und den Iran recherchiert. Der Kommersant, die Zeitung, für die er arbeitete, bezweifelte, dass es Selbstmord war. "Wer hat in Russland Interesse daran, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt?", fragt die tschechische Schriftstellerin Monika Zgustova. "Viele - angesichts der 256 Journalisten, die seit dem Fall der Sowjetunion ermordet worden sind... Das heutige Russland gesteht seinen Bürgern zwar mehr Freiheiten zu als die Sowjetunion, aber die Methoden, denen sich die Unangepassten gegenübersehen, sind heute schwerer vorhersehbar und berechenbar. Die sowjetischen Machthaber schickten Dissidenten ins Exil, in den Gulag oder in die Irrenanstalt. Heute entledigt man sich der Störenfriede, indem man sie ins Gras beißen lässt – durch eine Kugel, Gift oder eine Explosion. Oder man wirft sie - wie Iwan Safronow - aus dem Fenster."
» zum ganzen Artikel (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Russland
Alle verfügbaren Texte von » Monika Zgustová
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. April 2007