Mladá fronta Dnes - Tschechien | Dienstag, 24. April 2007
Boris Jelzin - der Demokrat des Übergangs
"Man wird Boris Jelzin nur gerecht, wenn man auch etwas über seinen Nachfolger Wladimir Putin sagt", schreibt Jan Rybar zum Tod des früheren russischen Präsidenten. "Als Putin an die Macht kam, wurde er für Russland und den Westen zum Held. Mit ihm zog Stabilität ein, die Wirtschaft brach nicht mehr zusammen, und die brutale Ausplünderung des Landes durch die mit Jelzin verbundenen Oligarchen nahm ein Ende. Putin schickte neue Panzer nach Tschetschenien, die Russen befürworteten die harte Hand und spendeten Beifall. Etwas Grundlegendes aber verschwand: die Freiheit der Jelzin-Ära. Ungeachtet aller seiner Fehler war Jelzin überzeugt, dass Russland ohne die absolute Freiheit des Wortes und ohne oppositionelle Parteien keine Chance haben würde... Das heutige Russland ist anders."
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