Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Freitag, 4. Mai 2007
Schweiz hebt Buchpreisbindung auf
Die Zeitung kommentiert, dass die Buchpreisbindung im deutschsprachigen Teil der Schweiz aufgehoben worden ist, die es in der französischsprachigen Schweiz ohnehin nicht gab - und wünscht diesen Schritt auch für Deutschland. "Die Eidgenossen haben sich stets schwergetan mit der Abschaffung von Kartellen. Der Entschluss, Verlagen, Autoren und Buchhändlern nicht weiter auf den Leim der 'Kulturförderung' zu gehen, ist daher umso bemerkenswerter. Die Preise in der Deutschschweiz werden kurzfristig kaum unter das deutsche Niveau sinken, dazu ist das Land zu sehr eine Hochpreisinsel. Aber die Entscheidung unterstreicht, in welch hohem Maße die Buchpreisbindung zum Fossil geworden ist. Im Übrigen unterlaufen die Händler in Deutschland bereits selbst das starre Preisgefüge, wo immer es geht. Man braucht sich nur durch die Tische mit 'modernem Antiquariat' zu wühlen. Auch am Buchmarkt bringt das Gesetz von Angebot und Nachfrage den notwendigen Ausgleich für die Beteiligten... Im französischsprachigen Landesteil gibt es keine Preisbindung. Dennoch ist die Zahl der Buchtitel gleich groß und die Buchhandlungsdichte sogar noch höher als in der geschützten Deutschschweiz."
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