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Corriere della Sera - Italien | Donnerstag, 10. Mai 2007

Braucht Italien einen Familyday?

Katholische Organisationen haben zu einer Demonstration am 12. Mai in Rom aufgerufen, bei der die "Werte der Familie" verteidigt werden sollen. Beppe Severgnini hat Zweifel am Sinn dieser Versammlung, die "Familyday" heißen soll. "Schön, immer noch hält die Familie die italienische Gesellschaft zusammen. Aber müssen wir zur Verteidigung der Familie eine Demonstration organisieren? Mir scheint scheint das ihrer Bedeutung eher abträglich zu sein. Denn wer geht auf die Straße? Fußballfans in Partystimmung, enttäuschte Protestler, obskure Minderheiten, die zum Beispiel Unterschriften für eine Änderung des Wahlgesetzes sammeln... Warum passt mir der Familyday nicht? Weil er einen englischen Namen hat? Ich glaube nicht, denn an diese linguistische Faulheit sind wir gewöhnt. Das Problem ist ernster. Er passt mir nicht, denn ich halte ihn für unbarmherzig... Können wir sicher sein, dass dieser Tag für die, die unter Einsamkeit, Scheitern und Trennung leiden, nicht brutal ist?"

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