Der Standard - Österreich | Dienstag, 15. Mai 2007
Russlands Einfluss auf Serbien und Montenegro
"Im geostrategischen Spiel sind neuerdings auch Serbien und Montenegro rot auf dem Globus im Kreml eingezeichnet. In den traditionell verbündeten slawisch-orthodoxen Ländern will Russland ein Standbein in Europa haben", erklärt Andrej Invanji. Ob die beiden Länder sich nun dem Westen oder dem Osten zuwenden, sei noch völlig offen. "Um das Horrorszenario von russischen Militärstützpunkten in Serbien gegenüber jenen der Nato im Kosovo und einer Dauerkrise auf dem Balkan zu verhindern, versucht es Brüssel nun in allerletzter Minute mit einer neuen Taktik: Statt Druck auszuüben und Bedingungen zu stellen, bietet man Serbien eine bedingungslose Wiederaufnahme der euro-atlantischen Integrationsprozesse an. So glaubt man den Verlust des Kosovo für Belgrad erträglicher machen zu können. Die brüderliche Umarmung Russlands wird allerdings immer fester."
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