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Le Temps - Schweiz | Freitag, 18. Mai 2007

Rumänischer Beitrag zum Filmfestival in Cannes

Anlässlich des Films "Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage" des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu, der beim Festival in Cannes gezeigt wurde, schwärmt Thierry Jobin von der "unglaublichen Vitalität des rumänischen Kinos". "Absolut unglaublich: Mit einer Ökonomie der Mittel, die sich niemals in den Vordergrund drängt, und einer Kunst der langen Einstellungen ohne Schnitt oder Handkamera, interpretiert Mungiu die Geschichte Rumäniens neu, ein wenig wie Florian Henckel von Donnersmarck mit 'Das Leben der anderen'... Das rumänische Kino bricht gerade mit aller Macht auf, obwohl die Infrastruktur und das Budget jeden Schweizer Filmemacher abschrecken würden. Die Zahl der rumänischen Kinos ging in den letzten fünf Jahren von 250 auf 70 zurück und die Kulturpolitik ist dem Film feindlich gesonnen. Der Aufbruch ist einer Generation zu verdanken, die während der Revolution 1989 noch jugendlich war und Wundmale der Unterdrückung bewahrt hat."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. Mai 2007

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