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Der Standard - Österreich | Donnerstag, 24. Mai 2007

Urteil im Djindjić-Prozess

In Belgrad ist am Mittwoch, den 23. Mai das Urteil im Prozess gegen die Mörder von Premierminister Zoran Djindjić gesprochen wurden. Alle zwölf Angeklagten wurden für schuldig befunden. Adelheid Wölfl kommentiert dennoch enttäuscht: "Die Richter waren nicht in der Lage, herauszufinden, wer die Verantwortung dafür trägt, dass die demokratische Revolution gelähmt und die Hoffnung vieler enttäuscht wurde... Auch Premier Vojislav Koštunica will in dem Verbrechen keinen politischen Aspekt sehen, und sogar die Djindjić-Partei DS forderte nicht wirklich Aufklärung ein. Zumindest die Anwälte der Familie bedauern, dass die Hintergründe im Dunklen bleiben. Die politischen Konsequenzen sind jedenfalls offensichtlich. Seit der Ermordung ist das Land von einem klar prowestlichen Kurs abgekommen. Nicht nur nationalistische Rhetorik wurde in der Regierung wieder opportun, auch eine offene und ehrliche Zusammenarbeit mit dem Haager Tribunal war und bleibt nach Djindjić nicht mehr möglich."

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