The Independent - Großbritannien | Donnerstag, 24. Mai 2007
Ein neues deutsch-französisches Duo
Adrian Hamilton denkt darüber nach, was die Idee eines Mini-Vertrags für die EU bedeutet. "Es hat etwas Unanständiges, wie hastig und zielstrebig das Duo Angela Merkel und Nicolas Sarkozy den Mini-Vertrag zusammenschnürt... Man fragt sich, ob die letzten Schachzüge in Brüssel und Berlin wirklich ein Schritt vorwärts in eine neue Zukunft für die Union bedeuten oder einen Schritt zurück in die alte Welt der Absprachen hinter verschlossen Türen und rücksichtsloser Machtspiele der großen Länder auf Kosten der kleineren... Die Erweiterung macht es außerdem nötig, anders an Probleme heranzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden. Aber das scheint genau das, was Deutschland und Frankreich durch die Wiederbelebung der alten Vormachtstellung des inneren Kerns verhindern wollen. Das Problem am Mini-Vertrag ist, dass er nicht ohne eine große Wählerschaft verabschiedet werden sollte, wenn er Bedeutung haben soll. Wenn er aber keine Bedeutung hat, brauchen wir ihn nicht."
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