Le Temps - Schweiz | Dienstag, 29. Mai 2007
Erfolg des rumänischen Kinos in Cannes
Thierry Jobin glaubt, dass von diesem 60. Filmfestival in Cannes "eine beispielhafte Siegerliste bleibt, aber vor allem eine siebte Kunst, die sich eine neue Rolle sucht: Während sie die Welt so lange Zeit beobachtet hat, weiß und vor allem fühlt sie sich nun in der Lage, zu einem Akteur zu werden. Die Auszeichnungen für den Rumänen Cristian Mungiu (Goldene Palme) oder den Türken Fatih Akin (Bestes Drehbuch) und die plötzliche Globalisierung ihres 'kleinen Kinos' ermöglichen tatsächlich, ihr Heimatland ins Licht zu rücken und so für sie eine künstlerische wie auch wirtschaftliche und politische Aufmerksamkeit zu entwickeln... Die Idee ist, dass morgen alle Menschen der Erde, dank der Wiederentdeckung ihrer filmischen Vergangenheit, ihre eigene Geschichte besser verstehen, das Vergessen verhindern, das zu Kriegen führt, und ein neues soziales Band knüpfen. Nie zuvor hat das Kino eine solch schöne Utopie geträumt."
» zum ganzen Artikel (externer Link, französisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Film, » Frankreich, » Rumänien
Alle verfügbaren Texte von » Thierry Jobin
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 29. Mai 2007