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The Independent - Großbritannien | Dienstag, 29. Mai 2007

Johann Hari über Gordon Browns christliche Wurzeln

Der Journalist Johann Hari versucht nachzuvollziehen, wie der religiöse Glaube den Regierungsstil von Politikern beeinflusst. "Die meisten Europäer assoziieren 'Religion in der Politik' mit schäumenden US-Fernseh-Evangelisten, die glauben, dass Jesus Christus auf dem Stimmzettel immer mit den Republikanern verbunden ist. Für sie gibt es einen Jesus, der die Reichen segnet und die Schwulen mit seinem Dornenkranz peinigt... Aber es gibt auch eine andere politische Tradition innerhalb des Christentums - und in dieser steht Gordon Brown. Im 19. Jahrhundert sah man das Christentum in der englischsprachigen Welt lange Zeit als eine Kraft der Linken, als eine die Armen schützende, als emanzipatorische Bewegung... Brown ist in der britischen Version dieser Tradition aufgewachsen... Browns Gott ist streitsüchtig und zwiespältig. Im besten Fall will Er den Armen helfen und hasst vererbte Privilegien. Im schlimmsten Fall will Er seine Herde in Gruppierungen teilen, in denen Er in seinen unendlich vielen Erscheinungen angebetet wird. Dieser Gott ist entweder ermutigend oder beunruhigend - aber wir können unseren nächsten Premierminister nicht ohne Ihn verstehen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 29. Mai 2007

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