El País - Spanien | Freitag, 15. Juni 2007
Ulrich Beck über die Ungerechtigkeit des Klimawandels
Der deutsche Soziologe Ulrich Beck schreibt in einem Gastbeitrag über die ungerechten Folgen der Klimaerwärmung. "Wir teilen das Risiko einer Klimakatastrophe nicht auf der Basis einer gemeinsamen Vergangenheit, und auch die Zukunft wird nicht für alle gleich sein. In Alaska wird vielleicht die Landwirtschaft florieren. In München oder New York spaziert man vielleicht Weihnachten im Bikini durch die Straßen. Aber was wird in Afrika und im Mittleren Osten passieren? Die reichsten Länder, die am meisten zur Erderwärmung beitragen, gefährden das Leben der Ärmsten und investieren Milliarden von Euro und Dollar, um sich selbst vor den schlimmsten Folgen wie Trockenheit oder der Anhebung des Meeresspiegels zu schützen... Es ist wie damals beim Untergang der Titanic: Die Klima-Katastrophe ist nicht demokratisch. Die meisten Opfer waren in den billigsten Kabinen eingesperrt - in den Kabinen, die ganz unten lagen und keinen Fluchtweg boten."
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