The Independent - Großbritannien | Montag, 25. Juni 2007
Steuern von britischen Superreichen?
Der bekannte Investmentmanager Nicholas Ferguson hat kürzlich öffentlich erklärt, er zahle weniger Steuern als seine Putzfrau. Nun fordert die britische Presse, Steuerschlupflöcher für Superreiche zu schließen. Johann Hari meint, das werde die erste Herausforderung für den künftigen Premier Gordon Brown. "Das populistische Potenzial eines internationalen Kreuzzugs, bei dem die Megareichen gezwungen werden, ihren Anteil zu zahlen, ist enorm... Hier liegt die neue politische Mitte Großbritanniens; selbst die Wohlhabenden erkennen mit Mühe, dass eine sozial extrem ungleiche Gesellschaft für alle gefährlich ist. Das ist kein Angriff auf das Streben nach Erfolg, sondern der Versuch, mehr Menschen Erfolg zu ermöglichen. Alle auf den Bermudas versteckten Spekulationsgewinne sollten genutzt werden, um bessere Schulen und Krankenhäuser für alle zu bauen. Doch die Superreichen sind sehr laut... Wird Brown - da er nun den Schlüssel zur Downingstreet 10 hat - den Mut haben, ihre Einschüchterungsversuche zu durchschauen und die neue Stimmung zu nutzen, bevor sie sich gegen ihn wendet?"
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