Lidové noviny - Tschechien | Freitag, 29. Juni 2007
Streit um Denkmal für Rote Armee
Im tschechischen Brünn hat der stellvertretende Bürgermeister des Stadtteils Králova Pole an einem Denkmal, das an die Befreiung durch die Rote Armee erinnert, Hammer, Sichel und andere kommunistische Symbole abschleifen lassen und damit offiziellen Protest aus Russland provoziert. Das Prager Außenministerium kritisierte den verantwortlichen Lokalpolitiker. Martin Zvěřina meint zurecht, denn die Vergangenheit ließe sich nicht einfach abschleifen: "40 Jahre haben hier Kommunisten wie leblose Marionetten des sowjetischen Russland regiert, daher ist die Allergie auf Hammer und Sichel verständlich. Die imperialen Praktiken des stalinistischen oder Breschnewschen Russlands erforschen und bewerten Historiker. Aber niemand und nichts kann an der Tatsache etwas ändern, dass sowjetische Soldaten Brünn-Králova Pole befreit haben. ... Die Beseitigung von Denkmälern für die gefallenen Befreier ist nicht nur pietätlos, sondern auch kindisch. Die Verbrechen des sowjetischen Regimes dürfen unsere Gehirne nicht in solch einem Maß vernebeln, dass wir Tausende tote Befreier ignorieren."
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